Meiner Meinung nach rausgeschmissenes Geld. Ist wahrscheinlich auch vom alten Management noch geplant. Es gibt beim Blick über den Tellerrand in Nachbarländern schon Dieseltriebwagen für Schmalspurbahnen die in modifizierter Form sicher auch im Harz fahren könnten. Da sollte man das Geld investieren und nicht in diese uralten Dinger. Ein Dampfzug Vormittag und einer am Nachmittag, dazwischen moderne Technik, in zwei, drei Jahren werden wir ja sehen ob die HSB noch lebt oder abgewickelt werden muss. Noch einmal werden die Millionen wohl nicht so fließen wie jetzt.
Gruß Oliver🚂
Bin ich ganz bei Dir, @TT-Oli
Ähnlich sollte auch die Strategie für die sächsischen Schmalspurbahnen aussehen. Wobei, gerade Oberwiesenthal lebt vom touristischen Dampfbetrieb. Radebeul - Moritzburg zumindest am Wochenende und den Feiertagen, ansonsten wären auch da
Triebwagen (denkbar auch als Akku) ein sinnvoller Weg.
Ich würde es begrüßen, wenn es gelingt, die Schmalspurbahnen auch mit modernen Fahrzeugen in den Regionalverkehr einzubinden und mit sinnvoller Taktung fahren zu lassen.
Das was wir auf den Schmalspurbahnen erleben, ist im Grunde ein künstlich konservierter Betrieb, der sich seit 80 Jahren kaum mehr der Modernisierung unterworfen hat. Das hat geschichtliche und vor allem politische Hintergründe. Eigentlich wären diese Bahnen, die wir heute noch erleben, alle weg. Ganz zu schweigen, was die exotischen Meyer- und Malletloks betrifft. Die haben auch nur überlebt, weil es in der DDR keine Investmittel für modernes Rollmaterial gab.
Das Beispiel Weißeritztalbahn zeigt, wie es nicht gehen sollte. Eine Bahn, die im wesentlichen nur noch zum Selbstzweck fährt, keine wirklichen Verkehrsbedürfnisse erfüllen kann, obwohl es ein vollwertiges Verkehrsmittel per se darstellt. Aber eben nicht mehr mit dem personalintensiven Dampfbetrieb.
Insgesamt hat man sich die letzten 20 Jahre auf die stetig fließenden Zuschüsse aus öffentlichen Kassen verlassen und dass die Personale für Mindestlohn Eisenbahnbetrieb veranstalten. Inzwischen kann man sich bei anderen modernen Regionalbahnen darauf verlassen, dass die Tarifregeln, die mit der GdL vereinbart wurden, Anwendung finden. Nur absolute Enthusiasten arbeiten da noch bei der Schmalspur, bzw, weil man gleich an der Strecke wohnt.
Generell hat die SDG aber bewiesen, halbwegs attraktiven Betrieb anzubieten, für die Zustände im Weißeritztal kann die SDG nichts.
Der Niedergang begann ab 2002, als das Tal, bedingt durch eine Naturkatastrophe in Mitleidenschaft gezogen wurde und jahrelanges politisches Gezeter zu nichts führte. Ein halbherzig gesteuerte Wiederaufbau, der gut 7 Jahre dauerte und im oberen Streckenteil inzwischen die Bahn zu einem Fremdkörper hat werden lassen... Nur wenige Einwohner nehmen noch Notiz von der Bahn. Bei dem einen Zugpaar auch kein Wunder.
Ebenfalls eine Ausnahme stellen die beiden Bahnen oben an der Ostseeküste dar. Rein touristischer Betrieb und stark nachgefragt, vor allem in den Saisonzeiten. Dort kann man weiter mit Dampf fahren, weil ein flüssiger Einsatz der Betriebsmittel gewährleistet wird.
Im Harz generell hat man in den letzten 30 Jahren viel verpasst. Bei meiner letzten Dienstreise vor zwei Jahren, nach Wernigerode kam ich mir ein wenig vor, wie in der ehemaligen DDR... Nur noch an Hotspots wie Wernigerode, am Brocken oder am Hexentanzplatz was los, was Touris halbwegs anlockt. Ansonsten tote Hose allerorten. Selketal ist ganz eingeschlafen.
Soweit meine etwas skeptische Sicht.
Helge