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Kreisfahrers Stümpereien

Das nächste Projekt dreht sich um ein Thema, welches vermutlich deutlich weniger hier interessiert, als ein Trabi mit offener Motorhaube.


Nachdem ich ein zweites mal einem der besten Spielbahnsets der letzten Jahre zugeschlagen habe, wurde es mal Zeit sich damit genauer zu beschäftigen. Sicher kann man viel über das Set 01012 diskutieren. Mir sind Abweichungen zum Vorbild bewusst, auch kann man fragen, wieso so ein Modell nicht über die üblichen Einmailauflagen realisiert wurde (was ich bis vor kurzem angenommen hatte und zum Glück noch einmal recherchiert habe). Über die ursprüngliche UVP mit ihrem Mondpreis kann man nur den Kopf schütteln, aber ich fand das Set schon damals toll genug, um es zu den dargebotenen Vorbestellerpreisen zu erwerben und bin um so glücklicher zu einem sehr respektablen Preis noch einen Satz Loco-Buggys und einen weiteren VR-Lokdummy zu haben.


Sicher ist mein Blick auf dieses Set auch ein bisschen verklärt, da ich die Adapterwagen oft im Einsatz in Hennigsdorf gesehen habe und eine gewissen Leidenschaft für die VR habe.


Deswegen habe ich mich dem meiner Meinung nach größtem Manko gewidmet. Wie kann ein so offensichtliches Spielset nicht einfach frei mit anderen Wagen kuppelbar sein und muss stattdessen immer umständliches Normschachtgefummel erfordern? Sicher sieht es nicht so elegant aus, wie mit einer Kuppelstange, aber es funktioniert und wenn ich möchte kann ich für Fotos trotzdem die Kuppelstange nutzen, aber für den Spielbetrieb ist es so einfach besser.


Der Umbau zweier Kupplungen ist dabei eigentlich ganz simpel. In die vorhandene Rundung einer Tilligkupplung wurde einfach ein mittig ein Loch gebohrt und eine Drahtschlaufe eingeklebt. Für die Höhensteifigkeit wurde oben und unten ein kleines Stück Polystyrol aufgeklebt. Mit einer Kühn Kupplung könnte man sich vermutlich unten sogar sparen, aber die hat dafür am Ende keine Ausrundung und ist allgemein wertvoller als die Restposten von Tillig-Kupplungen.


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Und im Einsatz:

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Zum Vergleich:

RailAdventure4.jpg
 
@mcpilot du meinst die beiden Adapterwagen, ohne Ladung dazwischen? Über die Kuppelstange mit doppelten Ösen, so wie man ja auch sonst zwischen Kuppelstange mit Normschacht/Öse und doppelter Öse wechseln müsste.
Dafür muss ja dann "nur" der Bolzen (meist mit Pinzette) gezogen werden.
Ich wollte ja nur nicht jedes mal die vorhandene Kupplung gegen die Kuppelstange mit Normschachtadapter tauschen müssen, wenn ich mal spontan Lust habe einen zufälligen Wagen/Lok/Triebzug (sofoern Kupplung vorhanen) zu transportieren.

@Janosch Muss ich mal probieren, wo ich den noch unterbringen kann. Gute Idee, obwohl dann natürlich auch der Fallhaken magnetisch beeinflusst wird und ich diesen nicht mehr mit Magneten entkuppeln kann 🤔. Und bin mir nicht sicher ob ich bei den Polystyrolstücken auf genug Passgenauigkeit geachtet habe.
 
Keine Ahnung, was mich dazu verleitet hat dieses Jahr nochmal an der Wichtelaktion hier im Forum teilzunehmen. Vielleicht das Gefühl es besser als letztes Jahr machen zu müssen, nachdem es doch zu ein paar Verzögerungen im Betriebsablauf Ende 2023 kam. Hoffentlich bin ich dann nächstes Jahr dann endlich geheilt. Entspannte Bastelei war es auch dieses Jahr nicht.

Mich traf es dieses Jahr zur Abwechselung mal wieder mit einem bekannten Boarder, der mal wieder eine unfassbar tolle (Austellungs-)Anlage hier zeigt, zusätzlich noch YouTube Star ist und der als Interessengebiet folgendes angab: ÖPNV Dresden alle Epochen. :wall:
(Wer jetzt noch nicht weiß über wen ich rede: @Christian82 - Im Straßenbahndepot von Christian82 und der Vollständigkeit, auch mein Leid aus 2023: @krt2711 -Basteleien von krt2711 darf man beides mal gesehen haben, defintiv mehr zu entdecken, als hier) :schluchz:

Das war natürlich mal wieder eine Vollkatastrophe. Warum sagt eigentlich jede Umfrage, es gibt nur Epoche III oder IV , DR und Dampfloks? Wo sind diese Modellbahner immer nur alle? :lupe:

Da es einige wenige Stimmen gab, die ein paar Worte über den Bau lesen wollten (oder hauptsächlich Bilder gucken), hier also der Bericht:

Was baut man für jemanden, der Straßenbahnen aus allen Epochen hat, vermutlich auch den einen oder anderen Bus?
Bestellt man noch einen Bus und macht ihn bunt? Versucht man sich im Straßenbahnbau, ohne Pläne, Ahnung und 3 Drucker? Vielleicht eine Haltestelle, aber welche, und woher genug Pläne nehmen? Vielleicht eine historische Szene, aber erst einmal ein Foto finden? Es war ein Elend. :nixweiss:

Aber dann hatte ich 2 Ideen (ja direkt ganze 2, nicht nur eine, oder eine halbe, nein ZWEI! :idee:) Pferdetram, am besten Doppelstöckig (gab es das in Dresden und hätte es unter die Oberleitung gepasst?) Oder eine der Dresdner Elbfähren.
Da Busse und Trams schon vorhanden waren, ist so ein kleines Schiff doch was neues und auf dem Diorama ist viel Wasser und wenig Landschaft, also ideal für eine schnelle Bastelnummer. :hai:

Nach ein wenig Recherche, Satellitenbilder ausmessen, Fotos sichten usw. hatte ich dann genug Material um loszubasteln.:rofl: :baseball:

Erstmal eine kleine Stellprobe mit Schablonen:

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Dann wurde der Ponton und die Rampe gebaut. Die Geländer sind eine gruselige Katastrophe. Ich sollte vielleicht doch mal passende Materialien (Rechteckprofile und dünner Messingstäbe) besorgen, löten lernen und allgemein einsehen, dass so Kram nichts für mich ist. Aber die Höhe stimmt halbwegs.

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Dann ging es weiter mit Details, mehr Geländer, Lampen, Papierkorb, Poller, Prellgummis usw.

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Irgendwann jetzt ist mir aufgefallen, dass die Grundform des Pontons nicht viereckig ist, sondern dieser zur Flussseite noch angeschrägt ist, aber es war zu spät. Nächstes mal Augen auf.
Dann kam noch ein wenig Sand und Steine wurden stümperhaft ungleichmäßig hoch geprägt.

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Demnächst kommt dann Teil 2, dann mit weniger Text und mehr Bildern.
 
Ich finde, für das (großartige!) Ergebnis stellst du dich viel zu sehr unter den Scheffel! Deine "Stümpereien" sind geiler Modellbau, und bei deinem Diorama hab ich echt meinen Zylinder gezogen, weil ich es wirklich Klasse fand!
 
@Schraube Luft unterm Zylinder, daran wollte ich fürwahr nicht verantwortlich sein.

@magicTTfreak Wenn ich mal wenigstens im Kreis fahren würde. Wird Zeit, dass ich mir mal was baue, so dass ich gelegentlich spielen kann.

Dann wollen wir mal zu Runde 2 kommen:
Hier merkt man deutlich, wie sehr die Zeit zur Neige ging und wie weder ordentlich konstruiert wurde, noch handwerklich sorgsam gearbeitet wurde, so dass ich mich für das gezeigte eigentlich mehr zu schämen habe.

Ganz gut lief noch der Bau des Bootskörpers. Ich habe mir 2 Schablonen für den oberen und unteren Querschnitt geschnitten und diese auf Styrofoam passender Dicke beidseitig aufgeklebt und dann daran entlang den Rumpf geschnitten. Noch ein wenige feilen und den Rest erledigt Abklebeband und die Airbrush.

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Dann mussten aus Zeitgründen schon Arbeitsschritte parallel erfolgen. Der Rumpf wurde zusammen mit dem Ponton auf die vorbereitet Grundplatte für das Diorama geklebt, ein Rand aus Malerkrepp angebracht.

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Dann konnte schon das Wasser in Form einer Mischung von verschieden Farbtönen Windowcolor gegossen werden.
Selbst die kleine Fläche schluckt schon ganz gut Mengen an Farbe. Eigentlich hätte es noch eine 2. Schicht für mehr Tiefe werden können, aber die Zeit hat gefehlt.

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Während das Wasser trocknete ging es an den Aufbau der Fähre. Hier schlug dann endgültig die Schlamperei zu. Für die komplexen Geländer half noch der Schneidplotter, die Brücke wurde aber frei fliegend konstruiert. Der Innenraum mit Bedienpult, Steuerrad etc. wurde einfach weggelassen. Fenstereinfassung und Verglasung wurde einfach weggelassen. Die geometrischen Grundformen sind „Freihand“ geschnitten und passen so gar nicht. Eigentlich bin ich zutiefst unglücklich damit.

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Das Dach ist allenfalls eine grobe Annäherung. Die Aufbauten auch nur noch angedeutet, aber hier fehlten auch passende Bilder. Im Fahrgastbereich wurde dann auch etliche Details, wie die Kisten mit Sitzflächen, Schränke mit Rettungsutensilien, Leitungen und Rohre, Rettungsringe und noch so viel mehr.
Wenigstens ein paar Poller haben es noch an die ungefähre Stelle geschafft und im Bug wurde ein Rundstab als „Platzhalter“ geklebt (hier hatte ich wirklich gar keine Vorbildfotos). Der Anker wurde großzügig ignoriert. Die Reling am Bug ist dann auch wieder sehr Freihand gebastelt und krum und schief und asymmetrisch.

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Decals für Beschriftungen habe ich dagegen in voller Absicht meinem Wichtelpartner überlassen, da ich damit keinerlei Erfahrung habe und mangels der Möglichkeit das Vorbild direkt in Augenschein zu nehmen, es vermutlich auch zu Fehlern geführt hätte.

Fazit: Der Bau eines konkreten Vorbildes, ohne dieses jemals selbst besichtigt zu haben, nur anhand von öffentlich verfügbaren Quellen, ist nichts für detailverliebte, perfektionistische, stets unzufriedene und akribische Gemüter, die nicht in der Lage sind, eine passende Grenze zu definieren. Es fehlen einfach zu viele Blickwinkel und Informationen. Dazu kam noch eine gewissen Heimlichkeit, wollte ich doch nicht eventuell passende Vereine kontaktieren, um den Wichtelpartner nicht aufmerksam zu machen und die liebe Zeit, die eine zu ausführliche Recherche sowieso unmöglich machte.

Zum Abschluss wird es im letzten Teil noch ein paar Bilder der fertigen Katastrophe geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bevor das Thema Wichteln 2024 ein Ende findet, eine Frage in die Runde für ein neues Projekt.

Wo kauft man kleine Zahnräder verschiedener Größen, Module etc. aus Messing oder Kunststoff und passende Wellen?

Eigentlich schon alles bekannt, vor allem wer das Video von @Christian82 gesehen hat, aber damit es hier vollständig gezeigt wird, gibt es Bilder vom Endzustand bei Auslieferug.

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Huch an ganzes Jahr nichts gepostet, dabei ist sogar einiges passiert, Dann fangen wir doch mal mit der Wichtelei von diesem Jahr wieder an:

„Pleiten, Pech und Pannen und ein lauter Knall“, so habe ich meine Erläuterung zu meinem Beitrag für die Wichtelaktion 2025 im TT-Board eingeleitet, aber eigentlich keine wirklich Erklärung geliefert. Dies will ich hier in Form eines Bauberichtes nachholen.

Wie ich zur Idee für dieses Diorama gekommen bin, habe ich hier schon erläutert: Wichtelei 2025

Dieses Jahr wollte ich den Aufwand runter fahren, da ich zum Einen trotz des erweiterten Zeitraums erst wieder in der klassischen Zeit dazu gekommen bin und mich schwer festlegen konnte, was ich nun bauen wollte und es diesmal wirklich fertig werden sollte. Zum anderen hatte mich das letztjährige Modell von Busch ziemlich enttäuscht. Ich würde niemals die Leistung eines Boarders kritisieren (jeder bastelt nach seinen Möglichkeiten und Ansprüchen), aber bei einer Firma, die zum Produktionspreis Zugriff auf Zubehör hat und vielleicht sogar auf B-Ware, da hatte ich eine gewisse Erwartungshaltung. Das im Gegenzug die Arbeitszeit knapp ist, die aufgewendet werden kann, kann ich dagegen voll und ganz verstehen. Eigentlich genau entgegengesetzt zu einer Privatperson. Was ich damit sagen möchte: es war nicht gerade ein Ansporn und Motivationsschub.

Es begann dann auch direkt ziemlich holprig mit leider wieder entfernten 3D Modellen von der Plattform Thingiverse :lupe: und meiner Suche danach hier im Forum (Danke an alle, die mir geholfen haben). Vermutlich hätte ich mich am Ende sowieso für folgendes Modell: Berlin S-Bahn Train by JohnButtery entschieden.

Ich habe dann einen groben Probedruck gemacht und bin irgendwie bei der ersten Stellproben auf die völlig wahnsinnige Idee :nixweiss: gekommen, den S-Bahn-Wagen anzuschneiden.

Also habe ich mich an den Computer gesetzt und im Slicer und im CAD Programm ausprobiert, wie ich den Wagen am besten schneide – dabei wollte ich doch eigentlich Modellbau betreiben… :dau:

Nachdem das realisierbar aussah und der Winkel (10°) festgelegt war, ging es endlich ans Basteln. Dabei geriet ich in die nächste Zwickmühle und fragte mich: „Wie viel willst du dir vom Drucker helfen lassen?“ Ich neige dazu, wenn ich ein neues Werkzeug, Material oder Methode habe, zu viel damit zu machen (Wenn man einen Hammer hat, sieht jedes Problem aus wie ein Nagel…).

Ich habe dann beschlossen, mir im nicht sichtbaren Bereich damit viel Arbeit zu ersparen und gerade durch den Winkel, den ich möglichst präzise einhalten musste, habe ich damit manche Nerven geschont und viel Zeit gespart. Ich hoffe, das trotzdem der Charakter von klassischem Modellbau erhalten geblieben ist.

Zuerst entstanden so die Stützen für das Podest des Bahndammes.
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Dann wurde eine Winkelschablone erstellt, um das Gleis zu kleben.
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Der Tunnelrohling wurde auch gedruckt und dann ausgekleidet (da wäre ich sonst vermutlich dran gestorben).
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Alles wird verkleidet und immer wieder Stellprobe. Natürlich habe ich zwischendurch den Rahmen umgeworfen und einen halbfertigen SDV Wagenbausatz damit zerlegt. :schluchz:
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Der Tunnel bekommt ein wenig Textur.
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Noch mal Stellprobe, diesmal mit Bahnsteig (der Grundkörper wurde wieder gedruckt) und eine Hausfassade füllt den vielen freien Raum etwas aus (dazu in einem späteren Post mehr). Auch sieht man nun das finale Modell der angeschnittenen S-Bahn. Mit dem Detailgrad des Druckes kann man auch ganz zufrieden sein, wenn man bedenkt, dass es kein Resin ist.
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Die Hausfassade bekommt noch ein Wandbild in Form von Werbung (ob es das so gegeben hat wage ich zu bezweifeln, aber ich brauchte ein Motiv und die Suche war nicht einfach und die Zeit knapp).
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Dann eine weitere Stellprobe mit allen Teilen und schon in „Farbe“. Eine Stromschiene wurde auch noch „schnell“ konstruiert. Der Schotter fehlt noch und das Hintergrundbild war die nächste kleine Katastrophe. Ein erster Versuch dieses bei einem bekannten Drogeriemarkt auszudrucken scheiterte :wall:, da ich das Bild als PNG gespeichert hatte (jetzt auch nicht total ungewöhnlich). Neuer Tag, neues Glück, andere Kette und zusätzlich auch als JPEG, konnte die nächste Fotostation alle Dateiformate drucken, und ich hatte wertvolle Bastelzeit verschwendet.
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Der Tunnel belebt sich auch langsam. Irgendwo zu der Zeit verabschiedete sich meine Bastellampe mit einem lauten Knall :boeller: und ich stand im Dunkeln. Sehr hilfreich, wenn man mit kleinen Modellen bastelt. Die Tageslichtlampe war auch so spontan am letzten Wochenende vor Weihnachten nicht zu ersetzen. Ich habe mir dann mit einer möglichst hellen Birne und meiner Reisebastellampe in Kombination geholfen. :idee:
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Nur noch schottern, seine Kleberflasche zerstören, eine riesige klebrige Sauerei auf dem Basteltisch haben :baseball::heuldoch: und schon war die kleine Bastelei geschafft.
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Zum Abschluss noch ein Bild von der S-Bahn.
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Ich hoffe am Ende ist mir eine ganz gute Mischung aus klassischen Modellbau und einigen Abkürzungen mittels aktueller Möglichkeiten geglückt.

Den spaßigen Abschluss bildete dann die Erstellung des Versandlabels. Nachdem ich von ziemlich vielen zerstörten und neu verpackten DHL-Paketen in meiner Bekanntschaft gehört hatte, beschloss ich auf UPS zu setzen. Leider habe ich zwar zwei mal Zahlungen für den Versand autorisiert, aber die UPS Seite wollte einfach kein Label rausrücken, solange man nur als Gast bestellt hat. :nixweiss: Da es inzwischen Montag der 22. war, die Zeit bis zur spätesten Einlieferung dahinschwand und ich wenigstens die Chance waren wollte, dass das Paket noch rechtzeitig ankommt, stieg das Stresslevel noch mal unschön an :aerger:.

Aber am Ende hat alles rechtzeitig geklappt und das Diorama hat den Empfänger weitestgehend unbeschadet erreicht.

Weitere Bilder vom Ergebnis gibt es im Wichtelthread und in meinem nächsten Post hier.
 
Doppelpost, wie schade, aber ich will euch weitere Bilder nicht vorenthalten.

Der Vollständigkeit halber, das Diorama noch mal im Rahmen. Durch die Spiegelung aber ungünstig zu fotografieren.

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Dann noch mal ein paar Perspektiven und einzelne Blickwinkel.

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Die Perspektive von vorn gefällt mir besonders gut (Auch wenn Resindruck für die S-Bahn nicht schlecht gewesen wäre).

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Beim finalen Zusammenbau fiel mir der Passepartout wieder in die Hände und auch wenn das Diorama dafür nicht ausgelegt ist, passt es doch ganz gut. Vor allem der Blickwinkel schräg in die Tiefe gefällt mir gut.
Hätte ich auch ein bisschen früher finden können. Das hätte mir viele Probleme erspart, da die Szene doch deutlich kleiner wird. Vor allem den vertikalen Raum zu füllen, war sehr schwierig. Modellbahn ist da doch eine sehr lineare und eindimensionale Angelegenheit.

Das werde ich irgendwann noch einmal probieren müssen.

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Dann, wie es sich bei einem Schaustück gehört, noch ein Blick hinter die Kulissen (Alles Pfui und schlampig).

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Noch habe ich ein bisschen Material, um meinen Monolog fortzusetzen.
Ob es an den Reaktionsemojis liegt? Das Präsentierte schlicht nicht spannend genug ist? Naja versuchen wir es mit etwas Kontroversem, vielleicht kommt damit Leben in die Bude und das hier will gezeigt werden, bevor der Abstand zu Weihnachten noch größer wird.

Als ich vor langer Zeit eine Bestellung bei Panzershop tätigte, gab es ob der Vorweihnachtszeit eine gratis Beigabe. So weit, so nett. Hätte sie mich nicht in eine fortwährende Bastelkrise gestürzt. Und auch wenn ich mit dem Panzershop und Kevin so meine Reibungspunkte habe, für die mich die Fanboys schon abgestraft haben, so möchte ich betonen, dass die folgende Kritik nur gegenüber einem bezahlten Modell, aber nicht gegenüber einer Gratisbeigabe gelten kann (da das Modell aber käuflich zu erwerben ist, seien zukünftige Käufer gewarnt).

Ich dachte ja ursprünglich einfach schnell anmalen und du hast ein schönes Modell und kannst damit jemandem eine Freude machen, aber sehr falsch gedacht. Die folgende Bastelei zog sich über 2 Jahre, da sich immer wieder Unlust breit machte. Hätte ich es bezahlt, ich wäre doch ziemlich verstimmt.

Wer dem Link gefolgt ist, hat den Ausgangszustand sehen können. Aber wie sollen die Rentiere den Schlitten ziehen. Magie? - irgendwie eine dumme Ausrede. Es fehlt das Geschirr. Dummerweise habe ich keine Ahnung, wie so was korrekt aussieht. Nach dem Studium einiger Vorbildfotos und künstlerischer Darstellungen habe ich aus Papierstreifen folgendes zustande gebracht:

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Eine Stellprobe mit Schlitten, irgendwie ist die Haltung der Viecher auch nicht optimal:

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Dann wurden in sehr kleinen Löchern Drahtösen festgeklebt und die Zugstränge durch gefädelt und am Schlitten aufs Geratewohl befestigt.

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Als nächstes kam ein wenig Farbe an die Rentiere (wie viele Unterarten es da schon wieder gibt, Vorbildstudium ist manchmal auch frustrierend). Und natürlich brauchte der Weihnachtsmann einen Sack mit Geschenken. Warum liegt kein Sack mit Geschenken bei? Wie kann der fehlen??? Ich habe dann aus Modelliermasse und Polystyrol Abhilfe geschaffen. (Man beachte den unabsichtlich platzierten Angeber-Zahnstocher)

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Und ein paar finale Fotos in furchtbarer Qualität und Bildbearbeitung kann ich auch nicht. Man beachte die rote Nase von Rudolf und unserem Weihnachtsmann.

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Ich bin echt froh, dass das "Mini"Projekt endlich fertig ist. Zum Glück hab ich ein paar Bilder in der Bauphase gemacht, auch wenn es nicht ganz einfach war, diese wieder zusammen zu suchen.

Wenn sich jetzt jemand über die Gestaltung beschweren möchte, Farben, Rentiere etc als falsch empfindet (wie öfter im Forum in letzter Zeit gelesen), es ist mir eigentlich ziemlich egal, aber schreibt gern was, damit hier ein paar Posts zusammen kommen.
 
Wie kannst du nur? Immerhin ist Weihnachten schon vorbei. Sieht aber toll aus, und ist das nicht der Sinn von 3D-Drucken, noch nicht fertig zu sein, so dass man sich einen Kopf machen und zu schönen Lösungen kommen muss? Insofern haben du und der Panzershop viel richtig gemacht.
Zu deiner Wichtelei: Ich bekenne, ebenfalls nur per Emoji meine Begeisterung ausgedrückt zu haben. Ich fand es toll, und ich fand auch gut, dass du mal das dich motivierende Problem angesprochen hast. Wie ein anderer Thread gerade zeigt, vermisst die 3D-gedruckten Altherrenwitze kaum jemand, während andere Arten von Figuren in TT nach wie vor nur schwer zu bekommen sind. (Und Frauen in der Berufswelt werden als Figur so gut wie überhaupt nicht dargestellt. Es gibt von NOCH 5 Sets mit Polizisten für die Epochen V/VI, und da ist eine berittene Polizistin dabei, und bei den 5er-Gruppen Polizisten im Streifendienst grün oder blau je eine, wenn man die längeren Haare einer Figur als Indikator nimmt.) So, zurück zum Modellbau: Erstklassig! (Man könnte jetzt eventuell noch kritisieren, dass drei Rentiere ein bisschen mickrig sind für den dicken Weihnachtsmann, seinen Schlitten und die vielen Geschenke. Ich habe vor Weihnachten bei einem anderen 3D-Drucker bestellt, und er hat mir als kostenlose Dreingabe einen Weihnachtsmannschlitten mit neun Rentieren reingepackt. Den bastele ich aber erst zum nächsten Fest.

Beste Grüße
Jörg
 
Dummerweise habe ich keine Ahnung, wie so was korrekt aussieht.
Das war schon an der einen oder anderen Stelle hier im Board Thema. :ja:

Davon ab gefällt mir die "kleine" Bastelei! :zustimm:

Und weil eine LED mit Kabeln zu groß ist, wie wäre es mit etwas fluoreszierender Farbe an der Nase und eine UV LED in der Nähe? ;)
 
Post die man beantworten kann :jump:

@Passivbahner Post vom Oberwichtel :flehan:(ich muss dir eigentlich endlich noch ein PN bzgl. Wichteln schreiben)
Es gibt wirklich so unfassbar viel, was an Figuren fehlt. Auch die Proportionen der Figuren ist doch recht eintönig. Kräftiger werden Figuren nur, wenn sie ältere Menschen darstellen. Junge Menschen haben immer perfekte Körper, insbesondere weibliche Figuren sind drastisch überzeichnet.
Man könnte jetzt eventuell noch kritisieren, dass drei Rentiere ein bisschen mickrig sind für den dicken Weihnachtsmann, seinen Schlitten und die vielen Geschenke
Geschenke waren ja nicht dabei, da ist der Schlitten leichter. Aber war auch einer meiner ersten Gedanken. Dann aber auch: Geschenkter Gaul usw... Und am Ende war ich froh, nur drei und nicht neun Geschirre zu basteln.
ist das nicht der Sinn von 3D-Drucken, noch nicht fertig zu sein, so dass man sich einen Kopf machen und zu schönen Lösungen kommen muss?
Ich dachte immer, das ist die Essenz von Modellbau, aber nicht von 3D Druck. Im 3D-Druck passe ich das digitale Modell an und es fällt eine neue Variante aus dem Drucker. Zumal das Material auch nicht perfekt für mechanische Bearbeitung ist.



@Per Die Idee ist ziemlich brillant. Werde ich im Hinterkopf behalten und bei einem anderen Projekt ausprobieren. Da der Schlitten ein Geschenk war, wäre es in dem Fall vielleicht etwas unpraktisch gewesen.
Hast du Empfehlungen für Farben und LEDs (gibt es die z.B. auch bei Reichelt? - gerade nicht gefunden oder nur die As und Es dieser Welt bzw. richtig billig?)
Das war schon an der einen oder anderen Stelle hier im Board Thema.
Wenn man in diesem Board wirklich was finden würde und man auch nicht zu solchen eisenbahnfernen Themen Fachwissen hier erwartet. Und selbst dann besteht immer die Gefahr von sehr viel überzeugtem Halbwissen... Nimmt auch zu in letzter Zeit.
Mir ist auch klar, dass das Geschirr Manche Dehnungen niemals mitmachen würde, die ich aber so anbringen musste, da die Körperhaltung der Tiere nun mal so war. Ob in echt dann die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist oder sich schlicht die Haut/das Fell unter den Riemen durch schiebt :nixweiss: Ich wollte auch keine Wissenschaft daraus machen.
 
Sehr schön gestaltet. :gut: Übrigens sind das alles weibliche Tiere, die männlichen haben zu dieser Zeit ihr Geweih abgeworfen.
Also Rudolfine 😉
 
@pandy1 Da bin ich offensichtlich nicht tief genug eingestiegen. Ich hatte nur gesehen, dass es Geweihe mit einem Pelzbesatz und mehr mit blankem Horn gibt. die mit blanken Horn waren oft zusammen mit Schnee aufgenommen. Daher habe ich mich daran orientiert.
Dann sind Hersteller und/oder Popkultur mal wieder einem Fehler aufgesessen und die weiblichen Tiere müssen die Arbeit machen (das schließt ja fast den Kreis zu meinem vorherigen Beitrag).
 
Vor kurzem ist außerdem ein VW T3 ebenfalls von @Panzer-Shop.nl fertig geworden. Mein inzwischen drittes vollendetes Modell. Die Qualität und die Details sind schon beeindruckend.

Wie genau die einzelnen Details dem Vorbild entsprechen, müssen Experten einschätzen. Ich hatte ein paar Schwierigkeiten passende Vorbildbilder mit genau den Details des Modell in dieser Kombination zu finden und damit bin ich mir ob der Korrektheit meiner Umsetzung nicht sicher.

Die Heckklappe war entweder beim Transport abgebrochen oder ist es direkt ganz am Anfang. So genau kann ich mich nicht mehr erinnern. Jedenfalls ist die dolle empfindlich und ziemlich filigran, obwohl man vermutlich schon deutlich zu kräftig vom Material unterwegs ist.
Die offene Schiebetür ist ein nettes Detail, aber die dadurch doppelt übereinander liegenden Fenster sind unmöglich zu gestalten.

So wirklich zufrieden bin ich nicht. viele Details sind mir zu unsauber und unscharf geworden. Vermutlich habe ich es nicht so mit Fahrzeugen und sollte mich auf anderes konzentrieren.

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So wirklich zufrieden bin ich nicht. viele Details sind mir zu unsauber und unscharf geworden. Vermutlich habe ich es nicht so mit Fahrzeugen und sollte mich auf anderes konzentrieren.
Schau nicht auf die Makrofotos, schau dir das Modell aus normaler Perspektive an.
Mir gefällt sehr, was du da zeigst.
 
Also was du uns hier zeigst geht gar nicht... oder nur kaum besser.
Selbst die Makros siind sehr gut und wie Oli schon schrieb ist das Modell aus normaler Perspektive top. Zuviel Anspruch an sich selbst kann auch Kontraproduktiv sein 😉
 
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