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Module der fiktiven Harzhochbahn der MSE

Die Kühlwagenbeschriftungen sind ja richtig scharf :icon_smil

Poldij
Ja, bei Hartmann Original weiß man, was man tut. Leider habe ich das Logo des ersten Kühlwagens zu klein gezeichnet. Wahrscheinlich werde ich noch einen zweiten dazu anfertigen, dessen Fernwirkung etwas besser ist.
Gefällt mir. Hast Du die Decals für die Kühlwagen etwas breiter gedruckt um die leichte Verkürzung durch die Rillen auszugleichen?
Dankeschön. Nein, aber das werde ich beim dritten Kühlwagen berücksichtigen. Bei einem Kühlwagen habe ich auf einer Seite das Decal an der senkrechten Kondensatleitung geteilt und auf der Leitung nur nachgemalt.
 
Hallo, da im Thread Salonwagen, Hofwagen und -züge über den Mansfelder Staatszug die fiktive Mansfelder Staats Eisenbahn erwähnt wurde, möchte ich dazu kurz erläutern, wie ich darauf kam. Daher zitiere ich wieder aus:

„DIE HARZHOCHBAHN der Mansfelder – Staats- Eisenbahn MSE“, kurzer Abriss der Geschichte, Verlag Putaverunt, Wolkenkuckucksheim, 2017:
Seite 4

VORWORT IN EIGENER SACHE

Die Geschichte der Mansfelder Staats Eisenbahn ist rein fiktiv. Ausgangspunkt waren Überlegungen zu einer Hintergrundgeschichte beim Bau einer Modulanlage in der Spurweite TT. Aus Lust am Fabulieren wurden die Geschichte und die Geschichten immer weiter ausgebaut. Um der komplett ausgedachten Historie um den fiktiven Bahnhof Bornrode, um die nie existente Strecke der Harzhochbahn und der fiktiven Mansfelder Staats Eisenbahn mehr Plausibilität zu verleihen, wurden auch Überlegungen zu allgemeiner (alternativer) Geschichte einbezogen.

Der Weg der tatsächlichen Geschichte wird 1215 (richtig: 1115) mit dem zu Gunsten des Kaisers Heinrich V. und seines Marschalls Hoyer von Mansfeld geänderten (siegreichen) Ausgangs der Schlacht am Welfesholz verlassen. Dies ist der Startpunkt für eine dynamischere Entwicklung der Grafschaft Mansfeld, die hier bis zum Großherzogtum aufsteigt. Entgegen der Realität sterben die Mansfelder nicht 1780 im Mannesstamm aus, sondern führen ihr Fürstentum bis zur Auflösung der Monarchie 1918 erfolgreich fort. Nichts desto trotz werden existente historische Persönlichkeiten in angepasster Weise in die Geschichte integriert. Weiterhin stellt sich dank des Wohlwollens des Autors die wirtschaftliche Entwicklung so günstig dar, dass eine eigene staatliche Eisenbahngesellschaft unterhalten wird.



Die Schlacht am Welfesholz fand tatsächlich statt. Im Falle eines siegreichen Ausgangs hatte der Kaiser seinem Heerführer die Herzogswürde versprochen. Aber dieser fiel im Zweikampf gegen Wiprecht von Groitzsch, die Schlacht ging verloren, und die Nachkommen der Mansfelder kamen über den Grafentitel nie hinaus.
Es ist interessant, was man an einer Modelleisenbahn alles erklären kann, wenn man die Geschichte kreativ bearbeitet...
 
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Hallo, heute habe ich die Rückfahrt aus dem Mansfelder Land genutzt, um am (gedachten) Originalschauplatz der Harzhochbahn wieder Fotos der neuen Modelle zu erstellen. Hier habe ich dazu den Hergang der Basteleien erläutert.

Eine Anmerkung noch zum „Elsterglanz“-Waggon: Zur Geschichte des VEB Elsterglanz hatte ich ja weiter oben schon etwas geschrieben. Die Werbung ist rein fiktiv, ich habe sie nach dem Internet-Foto einer alten Tube erstellt. Und damit mir die Tschechischen Eisenbahnfreunde ob des heruntergewirtschafteten Zustandes des Wagens nicht grollen, zitiere ich wieder aus: (F) „DIE HARZHOCHBAHN der Mansfelder - Staats - Eisenbahn MSE, kurzer Abriss der Geschichte“, Verlag Putaverunt, Wolkenkuckucksheim, 2017, Seite 44:

„Ende der 60er Jahre wurden von der CSD Waggons angemietet, da die heimischen Rohstoffe nicht ausreichten und Bimssteinimporte aus dem Raum Brno das Angebot ergänzen sollten. Die DR konnte hierfür keine Kapazitäten bereitstellen. Auf den angemieteten Waggons wurde, auch wegen des grenzüberschreitenden Verkehrs, großflächig Werbung für das Produkt „Elsterglanz“ angebracht, ein in der DDR dieser Zeit nicht gerade üblicher Vorgang. Die CSD-Bahner beschwerten sich über den nachlässigen Umgang ihrer deutschen Kollegen mit dem übergebenen Material, die Waggons sahen nach kurzer Zeit recht abgewirtschaftet aus.“

Achtung, wie immer muss ich darauf hinweisen, dass die Geschichte rein fiktiv ist und mir nur von den Stimmen in meinem Kopf zugeflüstert wurde…
 

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Den "Elsterglanzwagen" kann man gar nicht besser machen! Wagen dieser Bauart/Gattung müßten eigentlich schon lange in Großserie erhältlich sein! Gibt kaum ein Foto damaliger gemischter DR-Güterzüge, egal ob in Epoche III oder IV, ohne einen Wagen dieser Gattung. Gratulation zu dieser gelungen Alterung! Sowas sieht man in dieser Qualität nicht sehr oft!

MfG
tt-ker
 
Hallo, heute war ich mal wieder an der (fiktiven) Harzhochbahn auf Fotosafari unterwegs.

Achtung, bei Allergie bitte Augen zuhalten, jetzt kommt Freelance!

MSE 01: ein Gepäckwagen der Mansfelder Staats Eisenbahn und der neue Kesselwagen der ATAG*
MSE 03: Sattelbodenwagen, dem Mansfeld Kombinat zugeordnet
MSE 04-06: Doppelstockzug - der gealterte Wagen stammt noch von Kuehn, der neue schachtelfrische trägt schon das Roco-Logo
MSE 07-08: Waggons des Stammtisches Erfurt, sie sind der Mühle Vieselbach zugeordnet, initiiert im letzten Jahr von mcpilot
MSE 09: die drei Wagen des Magdeburger Stammtisches, die ich erwerben konnte
MSE 10: auch das ist fiktiv: der Tourex durcheilt die Harzer Hochebene zu seinem Endbahnhof Nordhausen

*Zitat aus (fiktiv): „Die Entwicklung der teerbasierten chemischen Industrie im Mansfeldischen am Beispiel der ATAG“ Promotionsschrift, vorgelegt von Petra Munk, Verlag der Universität Mansfeld-Eisleben, 1957, Seite 5 ff.

Die ATAG wurde als Asphalt und Teer Actien Gesellschaft 1877 gegründet. Die Wurzeln liegen im Mittelalter, als Handelsprivilegien für den Teerhandel vergeben wurden. Das Haus Mansfeld hatte stets die Kontrolle über die Geschäfte. Teer war ein wertvolles Nebenprodukt der Köhlerei, zunehmend wurde der Fokus auf die effizientere Herstellung des Teers gerichtet. Dies führte früh zur Errichtung von gemauerten Öfen. Einer ist als technisches Denkmal bei Mägdesprung erhalten.
Ein Schwerpunkt der Produktions- und Handelstätigkeit schon im Mittelalter waren Holzteer und Holzpech und deren Derivate. Insbesondere das Pech wurde für den Schiffsbau zum Abdichten von Holzrümpfen benötigt. Die starke Position des Mansfeldischen Herstellers gegenüber der Konkurrenz aus Skandinavien zeigte sich darin, dass das verwendete Fassmaß (eine Mansfelder Tonne) zur gebräuchlichen Mengeneinheit wurde und dass neben der Bezeichnung „kalfatern“ für das Abdichten auch die Bezeichnung „mansfeldern“ gebräuchlich war.
Ab Anfang der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts erfolgte der Einstieg in die Förderung von Naturasphalt in Übersee, dies führte zur Gründung der Aktiengesellschaft.
Das Logo stellt einen stilisierten Köhlermeiler, wie es sie früher zu Hunderten im Harz gab, dar. Es wurde im Jahr 1900 eingeführt. Die Schlichtheit und Abstraktheit führte anfangs zu Irritationen, da zu dieser Zeit eher „sprechende“ Logos oder opulente Kompositionen Standard waren. Es zeigte sich aber die Qualität des zeitlosen Designs, das bis zur Verstaatlichung der Gesellschaft 1949 beibehalten wurde.


Auch diese Geschichte ist natürlich freelance.
 

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Gefällt mir sehr gut was du hier zeigst. Ergibt ein stimmiges Bild, auch oder gerade weil es deiner Fantasie entspringt. Genau so hätte es gewesen sein können.
 
Hallo, angeregt durch andere Boarder, habe ich es bei einigen meiner Modulfotos auch mal künstlich-intelligent schneien lassen.
 

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Das sieht nicht schlecht aus. :gut: Allerdings fehlt beim SVT das Eis an der Front.
 
Hallo, kürzlich konnte ich günstig das Set 3 des Tourex-Express von Tillig ergattern. Das hatte mir noch gefehlt in der Sammlung. Hier habe ich mal alles, was ich habe, aneinandergehängt, egal, ob die Zeit exakt passt. Im Jahr 1980 war ich damit auch unterwegs, allerdings war der Tourex da schon rot.
Gestern habe ich bei meiner Mutter in den Büchern meines Vaters gestöbert, und was fiel mir da in die Hände...?
 

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Hallo, auf der Kleinserienmesse in Dresden fand ich einen 3-D-gedruckten Dutra D4K als einteiligen "Bausatz". Er ist noch nicht ganz fertig, ich werde noch Nummernschilder anbringen und mir etwas zur Fensterscheibeneinfassung überlegen (müssen).
 

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Hallo, hier weitere Fotos der Session. Diesmal sind ein Tatra 813 und ein MAZ 7510 beteiligt. Bilder zum Bau hatte ich hier schon gezeigt. Es gehört wieder eine Geschichte dazu, deshalb zitiere ich aus (F) „DIE HARZHOCHBAHN der Mansfelder - Staats - Eisenbahn MSE, kurzer Abriss der Geschichte“, Verlag Putaverunt, Wolkenkuckucksheim, 2017, Seite 59ff:

"Ab Mitte der Sechzigerjahre erfolgten in allen Revieren im Harz sowie im Mansfelder und Sangerhäuser Revier wieder verstärkte Erkundungen. Gesucht wurden alle Arten von Bodenschätzen, nicht nur Kupfererz. Dazu wurden Tiefbohrungen niedergebracht, alte Stollen geöffnet und erkundet und selbst untertage Suchbohrungen angelegt. Die Untersuchungen wurden durch das „Hardenberg Institut für Geowissenschaften HIGW“ der Universität Mansfeld-Eisleben mit Sitz in Wiederstedt ausgeführt. Zum Einsatz kamen schwere geländegängige LKW, die die Erkundungsausrüstung und die Arbeitsgruppen transportierten und letzteren teilweise als Nachtlager dienten. Das Institut hatte u.a. Zivilversionen der eigentlich militärischen 8X8-LKW Tatra 813 und MAZ 7510, beide mit Pritsche und Plane, beschafft. Es ging die Legende, dass der MAZ durch den damaligen Direktor[1] des HI, wie das Institut umgangssprachlich genannt wurde, bei einem Trinkspiel im weißrussischen Minsk gewonnen worden war. Die sowjetischen Partner standen zu ihrem Wort und eines Tages soll ein Plattformwagen mit dem LKW an der Rampe im Mansfelder Bahnhof gestanden haben. Es war ein Kipper, anders, als im Scherz bestellt, aber die Kippmulde wurde zur normalen Ladefläche umgebaut. Niemand kannte sich mit der Technik aus, bis auf den Hausmeister des Institutes. Dieser hatte als Fahrer bei den Raketentruppen der NVA gedient, die den MAZ als Startrampenfahrzeug nutzten. Typisch war die azurblaue Farbgebung mit weißen Dächern und teilweise weißen Felgenringen. Die Seitenwände der Planen waren vom Symbol des Institutes geziert. Weiterhin trugen sie den Werbespruch „Ich bin Bergmann, wer ist mehr?“[2].

Die Prospektorentrupps schienen das ein wenig nach Wildwest schmeckende Leben in Feld und Wald sehr zu genießen. Der Verdienst war ausgesprochen gut, es umgab sie der Nimbus des Schatzsuchers. Dabei war die Arbeit alles andere als ungefährlich. Gelegentlich wurden verletzte Mitarbeiter gleich mit dem Tatra oder dem MAZ zur Notaufnahme des nächsten Krankenhauses gebracht. Legendär sind auch die Trinkspiele in den Bornröder Gasthöfen „Zum Goldenen Brunnen“ und „Zum goldenen Lindenbaum[3]“. Der Autor kann sich noch aus seiner Jugend an die Flecken vom roten Sekt an der Decke des „Brunnens“ erinnern. Nicht nur aufgrund der Farbe der Fahrzeuge, die gelegentlich vor den Polikliniken und Gastwirtschaften parkten, wurden die lebenslustigen Prospektoren (und -innen!) „Das Himmelblau-Kommando“ genannt.

Mit Auslaufen der Erkundungsmissionen im Harz war das renomierte Hardenberg-Institut mit seinen Erkundungstrupps und -fahrzeugen zunehmend auch im befreundeten sozialistischen Ausland tätig. Unter dem Druck der Ölkrise war der MAZ nicht mehr wirtschaftlich einsetzbar und wurde zunächst stillgelegt. Er kam dann aber an der BAM zum Einsatz, wo das Institut baubegleitend Lagerstätten erforschte und Treibstoffkosten keine Rolle spielten.



[1] Prof. Dr. Bernd Terber war Direktor des Institutes von 1966 bis 1984. Er war ein Mann wie ein Bär, er hatte Bergmann gelernt und einige Jahre im Kupferschiefer gearbeitet, dann wurde er zum Geologiestudium in die Sowjetunion delegiert, in Leningrad promoviert er und entwickelte sich zum international anerkannten Experten. Sein liebstes Kleidungsstück (Spötter behaupteten, es wäre auch sein einziges) war ein weinroter Strickpullover, den er auf Exkursionen und im Institut trug. Wenn er sich zu besonderen - aber nur zu ganz besonderen - Anlässen in einen Anzug zwängte, sollen Mitarbeiter schon mal, ohne ihn zu erkennen, an ihm vorbeigegangen sein. Lief er über die Flure des Institutes, sang er leise russische Volkslieder vor sich hin.
[2] Auch zu diesem Spruch gab es eine Legende, die mit Prof. Terber zu tun hatte: Terber war als Pragmatiker bekannt, dem die Wissenschaft über alles und die Partei, der er in seiner Position angehören musste, sonstwo entlang ging. Nach Spötteleien über die DDR in einer Vorlesung wurde er in die Bezirks-Parteizentrale zitiert. Im Streitgespräch brüllte ihn der Sekretär der Bezirksleitung an: „SIE WISSEN WOHL NICHT, MIT WEM SIE REDEN! WAS GLAUBEN SIE, WER SIE SIND?“ Terber blieb ganz ruhig und antwortete: „Ich bin Bergmann, wer ist mehr?“. Der Stellvertreter des Sekretärs spuckte seinen Kaffee über seine Notizen und brachte diesen Dialog in Umlauf. Obwohl Terber sich sonst vehement gegen das Anbringen von Losungen in seinem Verantwortungsbereich sperrte, setzte er durch, dass der Spruch auf die Planen der LKW kam.
[3] Die unterschiedliche Groß und Kleinschreibung von „golden…“ ist historisch entstanden und entzog sich aller Korrekturversuche.
 

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