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Von Kleinklöten nach Großbommeln

Hallo, die Lage des Eingangs an den Mittelfenstern finde ich für den Grundriss erst mal ganz plausibel. Bei Bild vier wäre natürlich die Voraussetzung, dass das Grundstück nicht am Giebel zu Ende ist. Damit erscheint mir Variante drei naheliegend und flexibel, und so schlecht sieht das auch nicht aus.
 
Mir würde der erste Entwurf auch mehr zusagen. Sieht auch gefälliger aus.
Ist aber nur meine Meinung.
Grüße Bernd
 
Außer das erste Bild ist alles hässlich.
Glaube nicht, dass sowas gebaut würde.
(…)
Der Glaube ist meist kein guter Ratgeber. Die Realität bringt einen da oftmals weiter. Und ich schrieb ja schon, daß das Haus von dem meiner altmärkischen Tante inspiriert ist. Dort entsprach die Eingangsgestaltung der zweiten hier gezeigten Variante. Und darum mache ich es jetzt noch schlimmer: Die ist mein Favorit, zumindest im Moment.
 
Nunmehr darf der Eingang auf der Hofseite dorthin „wandern“, wo es gestalterisch am besten paßt.
An der Giebelseite engt das Vorhäuschen die Einfahrt ein, das vermeidet man gern. Ganz rechts dürfte es (wenn ich deine Aufstellung weiter oben richtig interpretiere) mit dem Zaum zu Nachbars kollidieren bzw. dieser den Weg auf die Stufen erschweren. Bleibt also nur links oder ein Fenster weit von links, und das hängt vom angenommenen Grundriss ab. Beides möglich, habe Beispiele für beides gesehen.

-jmh
 
Bild 1 und 3 sind recht stimmig, was die spätere Wohnungsaufteilung angeht, meinem Empfinden nach würde ich eher Variante 1 bevorzugen.
 
Macht irgendwie Sinn, auch wenn die anderen Varianten nicht von der Hand zu weisen sind.
Nur bei Variante 1, gäbe es meiner Meinung nach, "Probleme" mit der "Anreihung" von den anderen Gebäuden.
1784019369166.png
So würde das Treppenhaus seitlich am Haus entlang verlaufen und nicht mit der Gaube im Dach kollidieren.
Gruß
Thomas
 
(...) So würde das Treppenhaus seitlich am Haus entlang verlaufen und nicht mit der Gaube im Dach kollidieren. Gruß Thomas

Vielen Dank, gerade wollte ich es selbst erklären. :) Genau das ist der Grund, warum ich es am liebsten so realisieren wollte. Die anderen Varianten sind nur Optionen für den Fall, daß die beengte räumliche Situation auf der Anlage doch etwas anderes erfordert.
 
Das Fenster muß noch vergrößert werden, aber das kann erst geschehen, wenn ich in den Tiefen meiner Bastelkiste einen passenden Fenstereinsatz gefunden habe.
Jedoch das Gute liegt so nah, vielleicht lässt sich aus 2 Abortfenstern ein Größeres für den Eingang fertigen?
 
@TT-Poldij: Darüber hatte ich auch schon nachgedacht. Aber wie die Leute so sind ... Gerade in diesem Moment finde ich das schmale Fenster gar nicht so unpassend. Mal sehen, wie sich das noch entwickelt.

@TTKind: Da hast Du völlig recht. Letzte Nacht habe ich unter Zuhilfenahme anderer Mamos-Ruinen damit experimentiert, wie die Häuserzeile aussähe, würde ich das erste und zweite der hier vorgestellten Häuser drei Modellmeter auseinanderrücken und dazwischen eine torbewehrte Zuwegung anlegen. Ergebnis: Der Eindruck der Zeile bliebe im Grundsatz erhalten. Und da ich ohnehin das Vorbild (vom Dorf meiner Tante) im Hinterkopf habe, weiß ich auch, wie etwa das fragliche Tor zu gestalten ist. Die Alternative wäre die Zuwegung über ein noch zu errichtendes Nachbarhaus mit Durchfahrt. Auch das ist beim Vorbild ja nicht unbekannt.

Womit wir ruck-zuck zurück auf der Baustelle wären:

Unter den wachsamen Augen der Bürgerin Nabenfett sind nämlich Arbeiten vorgenommen worden, die sie nicht ganz unberechtigt unter „kosmetische Korrekturen“ einordnen würde. Leider lassen sie sich lichtbildnerisch schwer erfassen.

Die Rede ist von den Fenstergewänden. Der Bauherr hat beschlossen, hofseitig darauf zu verzichten. Dort sollen allenfalls Simse angebracht werden. Anders die Straßenseite. Hier hätte er es schon gern etwas repräsentativer, aber wiederum auch nicht zu pompös. Der Mittelweg wären die schlichten Gewände von der rückwärtigen Fassade des Mamos-Stadthauses Nr. 3 gewesen. Unschön an diesen ist jedoch, daß sie nicht nur vom Format her zu groß sind, sondern sich auch sehr stark von der Wand abheben.

Kurzentschlossen wurde eine Nacht darauf verwendet, die vier benötigten Exemplare mit aller gebotenen Vorsicht jeweils um ein Drittel zu schwächen – macht etwa 0,4 Millimeter. Der erhoffte Effekt ist ein etwas sanfter anmutendes Gesicht des Gebäudes. Auf den Bildern liegt an dritter Position ein unbearbeitetes Teil zum Vergleich – falls man denn den Unterschied ausmachen kann. Im nächsten Schritt muß dann das Format verkleinert werden. Das soll jedoch erst im Zuge ihrer endgültigen Befestigung geschehen.

Stadthaus-B_6840.jpgStadthaus-B_6842.jpgStadthaus-B_6846.jpg
 
Es gibt lange Bastelnächte und kurze. In den kurzen geschehen lästige und unscheinbare, aber notwendige Dinge. Zum Beispiel die Verkleinerung von Fensterfachen. Vorliegend habe ich die Brüstungen der acht Hauptfenster um 1,0 mm erhöht, wobei ausgeschnittene Stücken der Randleisten von Auhagen-Strukturplatten zum Einsatz kamen. Auf den Bildern sieht man die Einbausituation auf der Hofseite. Allzu genau mußte ich es damit zum Glück nicht nehmen, denn sie werden demnächst von den Sohlbänken überdeckt, die aber durch diese Hinterfütterung erst den nötigen Halt finden werden.

Eher ins Auge fallen dürfte das Ziergesims über beziehungsweise vor den Stürzen. Es handelt sich um in Länge und Dicke reduzierte Teile des Mamos-Wohnhauses Nr. 1, also meines gelben Sanierungsfalls. Für den Hof genügen sie in ihrer Schlichtheit, geben dem Haus aber dennoch ein freundlicheres Gesicht, wie ich finde.

Stadthaus-B_6913.jpgStadthaus-B_6915.jpgStadthaus-B_6910.jpg
 
Hier sieht man nun die angekündigten Sohlbänke vor den hofseitigen Fenstern. Ein bißchen sehen sie noch wie Fremdkörper aus, was seine Ursache, wie ich vermute, im wesentlichen darin hat, daß die Laibungen noch unlackiert sind. Mit dem Farbauftrag wird sich eine einheitliche Fläche vor den Unterkanten der Fenster ergeben.

Zuvor war allerdings die Ziegelwand von letzten Klebstoffspuren zu befreien. Sie soll ein Verblendmauerwerk darstellen, weswegen ich die Originalfarbe beibehalten und die Fugen nicht hervorheben werde. Lediglich den unschönen Plasteglanz will ich beseitigen.

Schließlich habe ich am Podest des Windfangs noch den oberen beziehungsweise vorderen Abschluß aufgemauert. Diese Ziegelreihe wird die Basis für ein Geländer bilden, das ich in den kommenden Tagen anbringen werde. Auch die Tür wird dann leicht nach innen gerückt, die derzeit vorbildwidrig bündig mit der Wand abschließt. Das liegt daran, daß die Wandung des vorgesetzten Treppenhauses beim Ausgangsmodell dünner war als üblich. Sie wird auch eine neue Drückergarnitur erhalten; die alte saß auf der falschen, sprich: der Bandseite.

Stadthaus-B_6926.jpgStadthaus-B_6927.jpgStadthaus-B_6928.jpg
 
was seine Ursache, wie ich vermute, im wesentlichen darin hat, daß die Laibungen noch unlackiert sind.
Eher darin, dass die Sohlbänke eigentlich unter dem Fensterrahmen und nicht davor enden.
Mit dem Farbauftrag wird sich eine einheitliche Fläche vor den Unterkanten der Fenster ergeben.
Damit kann man zumindest Mauerwerk und Sohlbank (oder Fensterrahmen) aus normalem Abstand nicht mehr unterscheiden und das Bild passt wieder.
 
Im Gegensatz zur zurückhaltenden Hoffassade erforderten die Gewände an der Straßenfront etwas mehr Zeit und Geduld. Hier waren die überdimensionierten, zuvor bereits in der Stärke herabgesetzten Teile des Mamos-Wohnhauses Nr. 3 jeweils zu dreiteilen, in den Längen zu reduzieren und danach neu zusammenzusetzen. Dabei war es vor allem wichtig, daß die umlaufenden Profile nach der Montage keine erkennbaren Stöße oder Lücken aufweisen und die Gewände am Ende exakt rechtwinklig ausgerichtet sind.

Das dritte Foto zeigt einen Vergleich der umgearbeiteten Gewände mit einem Originalteil.

Stadthaus-B_6933.jpgStadthaus-B_6937.jpgStadthaus-B_6953.jpgStadthaus-B_6939.jpg
 
Wie angekündigt, habe ich ein Geländer am Eingangspodest angebracht. Es handelt sich um ein Rudiment vom Vordach des Mamos-Wohnhauses – das erste Foto zeigt es vor der Zerstörung. Vor der Montage intensiv befeilt, ist es deutlich schlanker und frei von den „Schwimmhäuten“, die durch die nicht (mehr) paßgenaue Spritzgußform entstanden waren.

Im weiteren Verlauf der Bastelnacht entstand das Laufbrett für den Schornsteinfeger. Es liegt zunächst bloß lose auf den vier ins Dach eingelassenen Stützen; so läßt sich das Dach einfacher patinieren. Die Gaube ist weiterhin ein Provisorium; da fehlen die passenden Fenster.

Apropos: Die acht Kellerfenster zu unterteilen hat die meiste Zeit der Bastelsession gekostet, aber ich bin zufrieden damit, wie sie den Anblick des Hauses verbessern. Lediglich ein Experiment ist hingegen die braune Farbe der Windfangfenster. Ich bin unsicher, ob ich alle Fensterrahmen braun streichen oder lieber das Modderwitt beibehalten sollte. Mit weißen Stores dahinter sähen dunkle Rahmen schick aus, während helle eher untergingen. Allerdings wirken Fenster durch helle Rahmen insgesamt größer und treten weniger aus der Fassade hervor. Nun, irgendeine Entscheidung wird fallen, noch ist ja Zeit.

Stadthaus-B_6102.jpgStadthaus-B_6972.jpgStadthaus-B_6973.jpgStadthaus-B_6977.jpg
 
Ach, warum gibt es keine passende Reaktion für „Handwerkskunst“? So wird man zum Schreiben gezwungen, obwohl man eigentlich nichts beizutragen hat.

Ich mag deine täglichen Berichte sehr. Dabei sieht man immer wunderbar, wie langsam es trotz disziplinierter, regelmäßiger Basteltätigkeit vorangeht. Das ist Balsam für meine Stümperseele und meine ebenfalls nur sehr langsam voranschreitenden Basteleien.
 
Zuletzt bearbeitet:
N‘ahmd Stedeleben,
schickes Häuschen haste da jebastelt …
Irgendwie fremdele ich aber mit den Kellerfenstern in der Vorderfront.
Die hintenraus sehen mir irgendwie stimmiger aus.
Das scheint 2 Gründe zu haben:
1. hinten unterteilt, vorne Einscheibenverglasung, das passt für mich irgendwie nicht in die damalige Zeit.
2. hinten sind sie einen Tick reingesetzt, vorne fast bündig mit der Front.
Ich glaube, Kellerfenster sind doch im allgemeinen eher 10-20 cm zurückgesetzt?
Vielleicht, um sie vor Beschädigungen zu schützen?
Zumindest in meiner Erinnerung…
Ansonsten (wie immer): Hut ab!
Grüße!
 
Ich glaube, Kellerfenster sind doch im allgemeinen eher 10-20 cm zurückgesetzt?
Glaube ich auch, eben als Schutz, weil so niedrig über dem Erdboden.
Die Eingangsgestaltung gefällt mir wegen des großen Podestes vor der Tür und damit vor allem vor dem Fenster nicht.
Der Briefträger kann ja den Leuten beim Mittagessen zuschauen.

Grüße Wolfgang
 
@ Stedeleben: Ich lese Deine Beiträge - oder besser: die Beitragsserien - sehr gern, nicht nur diesen hier, auch die zu den Wagen. Da sind viele gute und nützliche Tipps enthalten und unzählige Anregungen. Die Akribie und Fertigkeit sind bewundernswert. Einfach Klasse!
 
1. hinten unterteilt, vorne Einscheibenverglasung, das passt für mich irgendwie nicht in die damalige Zeit.
2. hinten sind sie einen Tick reingesetzt, vorne fast bündig mit der Front.
Ich glaube, Kellerfenster sind doch im allgemeinen eher 10-20 cm zurückgesetzt?
Das glaube ich nun eher nicht, da er deutlich schrieb, dass er acht (8!) Kellerfenster unterteilt hat (inclusive der zwei versteckten, da ja die endgültige Position des Eingangs noch nicht fest steht). Und da gehe ich dann davon aus, dass es am Ende vorn und hinten gleich aussieht (von der Einsetztiefe her).
Würde mich jedenfalls schwer wundern, wenn nicht (bei der Präzision und Geduld mit der hier alte Mamos-/ Auhagen-Modelle verschönert werden).
Von mir gibt's jedenfalls 'ne Siegermedaille dafür!

MfG JPP
 
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