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Von Kleinklöten nach Großbommeln

Man muß viel spielen und ausprobieren, damit man sich nicht verbastelt. Vorliegend sind es die Dimension und die Form des Daches. Ein Satteldach will ich vermeiden, denn so eines weisen alle Nachbarhäuser auf. Das Mansarddach lediglich in Ziegeldeckung neu aufzusetzen, scheidet ebenfalls aus. Wie mein Pröbchen mit den ungeliebten Schieferteilen ergab, wirkt es in dieser Ausführung beim Anderthalbgeschosser im selben Maße zu dominant, wie es beim Mamos-Dreigeschosser zu klein erschien. Der geringe Dachüberstand bei zugleich steilen Dachfronten erinnert mich eher an eine Pralinenschachtel. Klar ist, daß die Gauben versetzt werden müssen. Denn architektonisch ging die Wende vom Biedermeier zum Historismus um 1850 nicht allein mit dem Übergang von eher nüchternen zu stärker verzierten Fassaden, sondern auch mit einer strengeren Symmetrie einher.

Und was folgt aus all dem? – Wahrscheinlich wieder gehörig Mehrarbeit.

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...architektonisch ging die Wende vom Biedermeier zum Historismus um 1850...
...meiner unbedeutenden Meinung nach an den Häusern kleiner Amtmänner, Dorfschulzen und sonstiger Honoratioren damaliger 300-Seelen-Gemeinden völlig vorbei. Die wußten nix von Renaissance oder Biedermeier, da wurde gebaut, wie es 'schon immer' ortsüblich war.
Außer den Villen der Großgrundbesitzer, Kirche und Pfarrhaus waren es vielleicht noch Rathaus und Dorfschule, wo man Gedanken an Archtektur verschwendete, bei den Katen der Landarbeiter oder den Höfen der Kleinbauern wurde für sowas seinerzeit eher kein Geld verschwendet.

Nur meine Meinung...
 
Wir Städter sind ja stets geneigt, die Landbevölkerung hinterm Mond zu vermuten. Vielleicht sollten wir gelegentlich in Erwägung ziehen, daß es auch dort einen drolligen Hang zur Repräsentation gab und gibt und man eifrig danach strebte und strebt, als wohlhabender zu erscheinen als man tatsächlich ist oder war.

Das begann bei Immobilien um 1850 in größeren Dörfern oder Gemeinden am Übergang zur Kleinen Landstadt – wie mein Großbommeln – damit, daß ärmlich wirkendes, moralisch verschlissenes Fachwerk überputzt oder hinter Verblendmauerwerk versteckt wurde, um Massivbauten vorzugaukeln. Gerade die Gründerzeit ermöglichte es ab 1870, Fassadenzierrat als günstige Massen- und Katalogware zu ordern. Ähnlich geschah es beim Mobiliar. Da fand der Dorftischler in Branchenkatalogen eine riesige Auswahl industriell vorgefertigter Säulchen, Friese, Aufsätze, Füße, Zierleisten, Rosetten sowie gestanzte Beschläge aus dünnstem Messingblech, um sie an Kommoden und Büffets aus billigem Pappelholz neben in Nußbaum oder Eiche gebeizte Sperrholzfüllungen zu kleben. Daß dabei mangels ästhetischen Empfindens und formaler Bildung wilde Kombinationen herauskamen, ist gerade für den Historismus typisch, und zwar in Stadt und Land gleichermaßen.

Und mit Verlaub, das hat sich seither mitnichten geändert. Wir sehen es täglich bei Muster- und Fertighäusern. Die Beteiligung von Architekten darf man getrost bezweifeln, und als Sahnehäubchen setzen dann die weltläufigen Besitzer vor ihr stolz als "im Bauhaus-Stil" gekauftes Stück Würfelzucker übergroße Baldachine mit schwerem klassizistischen Giebel auf spillernen Stützen. – Unter denen eine Haustür aus dem Baumarkt mit goldbronzeumrahmtem Jugendstilfenster vom Wohlstand und erlesenen Geschmack der Bewohner zeugt.

In diesem Sinne wollen wir auch den Bewohnern von Großbommeln alle zeittypischen Irrungen und Wirrungen zugestehen – ich arbeite dran.
 
Weiß nicht - hier braucht man für ein Bauvorhaben immer noch einen Architekten mit Bauvorlageberechtigung.
Wie detailverliebt der und der Bauherr sind…
Ja, gibt aktuell auch komische Bauwerke.

Auf dem Dorf gab es schon so ein „klassisches“ Bauernhaus. Meine Oma war auf „vier Fenster Front“ unheimlich stolz.

Leider steht die Hütte bei Schneidenühl und die aktuellen Besitzer (nach meiner Einschätzung ein Männerpaar) hatten überhaupt kein Interesse uns kennenzulernen.

Ja nicht alle sind weltoffen.

Die Bilder waren damals noch mit Film und so - da müsste ich echt suchen.

Gibt aber auch skurile Ausnahmen. Weissenspring gehört zu Groß Lindow.
Da gab es keine Bauernhöfe. Dort wohnten die Binnenschiffer, die zwischen Oder und Spree unterwegs waren, als noch getreidelt wurde.
Und so stehen die Häuser eng beieinander - es gibt keine Scheunen.
Alles recht klein gehalten - reich und unzufrieden wurden die Leute erst in der Gegenwart.
Bilder … hätte ich früher machen sollen - heute trau ich mich nicht mehr.
Aber vielleicht durfte ja die universelle Datenkrake.

Das ist das Schöne an Geschichte: Vielfältig.

Grüße Ralf

Die edv macht aus „getreidelt“ getrudelt.
Vergesst das Märchen von der KI.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Stedeleben
Wie muss ich mir Großbommeln vorstellen (kann sein, Du erwähntest es in diesem Thread; bloß wie weit zurückblättern …?) Ist es ein Dorf oder eher eine Kleinstadt?

In der Epoche, die Du darstellst, gab es „Ackerbaustädte“. Diese Städte zeichneten sich dadurch aus, dass neben dem Handwerk innerhalb der Stadtmauern, Ackerbau und Viehzucht sowohl außerhalb als auch innerhalb der Stadtmauern praktiziert wurde.

Außerhalb der Stadt wurden die Äcker und Wiesen unter den Bewohnern aufgeteilt (sogenannte Hufen; die Nutzer bzw. Pächter waren „Hüfner“ und deren Vereinigung die „Hüfnerschaft“). Eine Ackerbaustadt erkennt man an der Bebauung. Die meisten Häuser (auch viele im Zentrum des Ortes) hatten einen kleinen Hof mit Ställen für ein bisschen Vieh - Hühner, Kaninchen, Tauben, manchmal auch 1-2 Schweine, 1-2 Kühe und für das Arbeitspferd - und außerdem eine Scheune oder einen Geräteschuppen. Meistens gab es noch einen kleinen Garten. Vielfach dienten Hofmauern zum gegenseitigen Abgrenzen der Grundstücke.

Manchmal gibt es heutzutage in solchen Orten den „Tag der offenen Höfe“. Da kann man sich die Reste solcher Ackerbaustädte anschauen. Altlandsberg in unserer Gegend würde mir da einfallen.

Vielleicht geht es in Großbommeln eher in diese Richtung?
 
Vielleicht geht es in Großbommeln eher in diese Richtung?
ich vermute mal nach der von Stedeleben vorgegebenen Zeitschiene, daß es in Ost-Elbien liegt, also Junkerland, wo jeder Landherr das Aussehen der allg. Architektur mitbestimmte;

mfg
fp
 
@FB.
Nun ja - passt bestimmt nicht ins frühe Großbommeln.

Ich wäre vorsichtig alles, was den Anschein von etwas modernem erweckt, dem Bauhausstil zuzuordnen. Die Ideen des Bauhauses finde ich phantastisch - Künstler, Ingenieure und Handwerker arbeiten eng zusammen und die Funktion bestimmt vorrangig die Form. Das behauptet manch modernes Stilelement von sich, aber bei genauer Prüfung erweist sich das dann als "Fake".
 
Ich bin ziemlich froh, dass dieses Thema historische Bausubstanz und historische Vorbilder beackert, der aktuelle Brutalismus in Alu und viele Farben Betongrau gegossen ist im Original schon schwer verdaulich.
Auf dem Dorf gab es schon so ein „klassisches“ Bauernhaus.
Achtung lausiger Abzug
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Hierzulande kann das z.B. so aussehen. In Richtung Dorfmitte, was man bei einem langen Straßendorf auf Höhe Kirche und Schule verortet, stehen auch kleinstädtisch anmutende Gebäude.
 
Ich muß um Nachsicht bitten, daß ich nicht auf alle vorhergehenden freundlichen Anmerkungen ausführlich eingehen kann. Womöglich ist es ohnehin hilfreicher, sich auf die Beantwortung der Frage zu beschränken, die da lautet:

Wie muss ich mir Großbommeln vorstellen (...) Ist es ein Dorf oder eher eine Kleinstadt?

Ich versuche, mich so kurz wie möglich zu fassen:

Vor rund 800 Jahren wuchsen irgendwo zwischen Börde, Altmark und Prignitz einige Gehöfte zur Siedlung zusammen, woraus ein Dorf entstand, genannt Bommeln. Etymologen führen das Wort auf „Bummeln“ zurück als Indiz für ein eher behäbiges Naturell der Bewohner oder eine gewisse Renitenz gegenüber der Landesherrschaft.

Die Lage am Schnittpunkt zweier Überlandstraßen begünstigte seine Ausdehnung, weckte jedoch seit dem Mittelalter immer wieder fremde Begehrlichkeiten. Marodierende Söldner plünderten das Dorf, im Dreißigjährigen Krieg fiel es eine Zeitlang unter schwedische Besatzung. In Stockholm verwahrte Urkunden erwähnen Ortschaften wie Lillbåmmla und Lillebåmmal; ob es sich ums spätere Großbommeln handelt, ließ sich aber nicht verifizieren. Gegen solcherart Einfälle errichtete man, wie andere größere Dörfer auch, frühzeitig Befestigungen mit Tor und Wehrturm. Dahinter bildete sich, was man heute Alt-Bommeln nennt; Bauer wurden Ackerbürger, bewirtschafteten Felder vor den Mauern, während die Bebauung dichter wurde, mehrstöckige Fachwerkhäuser zunehmend das Bild prägten und sich zumeist landwirtschaftsbezogenes Handwerk niederließ. Überregional fand alsbald die „Bommelner Chaussee“ Erwähnung, an der als wichtiger Postroute ein Gasthof „Zur Faulen Liese“ lag. Kurze Zeit soll Großbommeln gar über Stadtrechte nach Magdeburger Recht verfügt haben, verläßlich belegt ist dies bisher jedoch nicht.

Umliegende Ansiedlungen entwickelten sich ebenfalls; die Ortschronik verzeichnet Namen wie „Vorbommeln“ und „Kleinbommeln“ für das vor dem Tor gelegene, später eingemeindete Gebiet. Amtliche Dokumente sprechen seither von „Großbommeln“, derweil die Einheimischen die alten Namen bewahren oder kurz „Bommeln“ sagen.

Ausgangs des 19. Jahrhunderts nahm Bommeln trotz des dörflichen Status‘ baulich und wirtschaftlich das Gepräge einer kleinen Landstadt und lokalen Zentrums an, erst recht seit dem Bau des Bahnhofs der Stedelebener Kreisbahn im alten Vorbommeln. Als Sehenswürdigkeiten gelten allenfalls das Klötener Tor mit den Resten der Wehrmauer und dem Wimmerturm.

Verwaltet wird Großbommeln traditionell vom Amt Stedeleben. Amtmann beziehungsweise Amtsvorsteher ist ein gewisser Johann Elias.


Soweit dieser knappe historische Abriß, und nun in gebotener Kürze noch der Bericht von der aktuellen Baustelle:

Die heutigen Fotos bilden nur dem Anschein nach denselben Arbeitstand ab. Indessen habe ich die Giebelhöhe um drei Millimeter verringert. Klingt wenig, ändert aber die Wirkung erheblich. Zum anderen habe ich, um dem steilen Mansarddach die Wuchtigkeit zu nehmen, die Giebelkonturen geändert. So sollen das Dach später nach unten leicht konkav auslaufen und die Schleppgauben leicht nach hinten rücken. Das zieht zwangsläufig nach sich, daß ich die ebene Dachfläche ausrunden muß. Bliebe zuletzt die Frage: einfaches Mansarddach oder lieber Mansardenwalmdach? – Die Antwort lautet: Ja. Oder anders ausgedrückt: Ich bin schwer unentschlossen.

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Die Entscheidung ist, wie man sieht, zugunsten des einfachen Mansarddaches gefallen. Die gewählte Biberschwanz-Doppeldeckung folgt der regionalen Verortung Großbommelns im nördlichen Mitteldeutschland. Dort waren Biberschwanz-Ziegel Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts bei weitem am häufigsten anzutreffen – mit Ausnahme von Gegenden mit lokalen Schiefervorkommen. Falzziegel, die zwar sturmsicherer, jedoch teuer waren, fanden erst größere Verbreitung, als die industrielle Fertigung hohe Stückzahlen und damit sinkende Preise ermöglichte.

Die Außenwände sind endlich verklebt, nicht aber die mühsam vorbereiteten Dachteile, in welche zuvor die Gauben einzuarbeiten sind. Zudem liegen die unteren Flächen nicht steil genug auf den Giebeln. Sie exakt einzupassen ist dank ihres konkaven Auslaufs zur Traufe hin eine Zeit und Geduld erfordernde Strafarbeit. Insofern geben die Fotos einstweilen nur einen Eindruck, welche Richtung die Sache nehmen soll.

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Anders als geplant habe ich doch zunächst die Dachflächen aufgeklebt. Das verschaffte dem Modell nicht nur die nötige Stabilität für alles weitere, sondern es ließen sich so auch die günstigsten Positionen für die Gauben besser finden. Dadurch blieb in der Bastelnacht leider nur Zeit zum Aufsetzen einer der vorgesehenen drei Gauben. Deren Fenster waren mit der Gaubenwand aufs heftigste verschmolzen und nicht zu lösen. Ich mußte sie mühsam herausfeilen, um wenigstens die Gaube selbst weiterverwenden zu können. Als Ersatz habe ich Fenstereinsätze umgearbeitet, die wohl mal zum Berggasthaus Pöhlberg von Mamos gehörten. Mit der ersten placierten Gaube bin ich indessen gar nicht unzufrieden; sie löst die große Dachfläche in meinen Augen angenehm auf.

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Zu vermelden ist diesmal der Einbau der zweiten straßenseitigen Gaube. Auch hier war die Anpassung eines neuen Fenstereinsatzes vonnöten. Die Teerpappe-Eindeckung der Gauben werde ich übernehmen. Dafür Biberschwänze zu verwenden wäre technisch falsch gewesen und hätte das Dach zwar einheitlicher, aber auch dominanter wirken lassen. Die Teerpappen setzen hingegen weitere farbliche Akzente. Die Originalteile aus dem Mamos-Bausatz sind erst lose – und darum windschief – aufgelegt; ich muß das Material noch auf die halbe Stärke heruntersetzen.

Ferner habe ich als oberen Dachabschluß die Firstziegelreihe appliziert und Schornsteine angefertigt. Beim Ausgangsmodell waren sie verputzt – ich wollte sie unverputzt. Sie haben noch denselben Grundriß, sind aber ein wenig höher, da ich sie nicht ganz so dicht an den First heranrücken wollte. Die Schornsteinköpfe habe ich etwas verkleinert, damit sie nicht mehr so deutlich überstehen.

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Zu ganz unüblicher Tageszeit erspare ich heute dem Publikum sensationelle Neuigkeiten, sondern lege hier zur gepflegten Unterhaltung lediglich ein Bilderrätsel ab. Links sehen Sie das Originalmodell, rechts die abgespeckte Variante im derzeitigen Zustand. Finden Sie zehn Unterschiede! 😊

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Langsam wird es Zeit, sich der Hofseite zuzuwenden – vor allem dem Eingang, wozu ich mich allerdings gegenüber dem Teil des Publikums, das nicht nur Bilder schaut und dann wild ins Blaue hinein orakelt, sondern auch den zugehörigen Text liest, lieber Wolfgang, bereits hier geäußert und eine spätere Erklärung angekündigt hatte.

Meine Idee war, daß mir ein nicht fest mit dem Haus verbundener Windfang einige Gestaltungsvarianten offenläßt. In Abhängigkeit der Position des Gebäudes in der Häuserzeile sowie der Hofgestaltung könnte ich Windfang und Treppe vor das erste, zweite oder dritte Fenster von links rücken, aber genausogut auch an die Giebelwand.

Der bauliche Anfang ist gemacht. Dafür verwurste ich Teile des Treppen- und Toilettenanbaus vom Mamos-Original. In der Restekiste lag noch eine klassische Nebeneingangstür, bei der ich bloß die Fenster etwas aufgeweitet habe. Das graue Dach ist ein Provisorium, um die Wirkung zu prüfen – ein zufällig passender Abschnitt einer Kibri-Strukturplatte.

Ob ich der Treppe ein Geländer oder eine gemauerte Brüstung verpasse? Bei meiner Tante Anneliese in der Altmark, von deren Bauernhaus die Inspiration zu dem Windfang stammt, lehnte der Schlachter stets die Leiter mit dem auszunehmenden Schwein an den Windfang und übertrug uns Kindern die verantwortungsvolle Aufgabe, das Blut in der Satte zu rühren, die auf der Brüstung stand. Mal sehen, wozu es mich letztlich treibt.

Ansonsten habe ich das Dach für den Einbau der hofseitigen Gaube geöffnet sowie eine Dachluke eingelassen. Fehlt nur noch das Laufbrett für den Schwarzen Mann.

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„Vor rund 800 Jahren wuchsen irgendwo zwischen Börde, Altmark und Prignitz einige Gehöfte zur Siedlung zusammen, woraus ein Dorf entstand, genannt Bommeln. Etymologen führen das Wort auf „Bummeln“ zurück als Indiz für ein eher behäbiges Naturell der Bewohner oder eine gewisse Renitenz gegenüber der Landesherrschaft.“

:happy: Schon brilliant, welche ‚etymologischen‘ Nebelkerzen Du hier zündest, um die Herkunft der beiden Ortsnamen zu verschlei… äh… erklären… :versteck:
 
Vom Mond aus oder aus einem sehr engen, sehr langen, sehr dunklen und sehr tiefen Tal heraus betrachtet könnten es sicher schätzungsweise 300 Beiträge gewesen sein. Es waren 36, neun davon von mir. Aber wenn man sie nicht liest, spielt es gar keine Rolle, wieviele es tatsächlich waren, über wieviel Speicherplatz ein Hirn für die darin enthaltenen Informationen verfügt oder ob die Stützbatterie dieses lustigen Biocomputers längst leer ist.

@TT-Poldij: Bisher liegst Du vorn.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist ja auch völlig Pumpe, wieviel Beiträge rückwärts Du was zu den Türen geschrieben hast und warum. Falls du dich trotz
Rosenthaler zurückerinnerst, Du hattest nach den Unterschieden zwischen beiden Häusern gefragt und ich hatte richtig
festgestellt, eins hat eine Haustür und das andere keine. Die Diskussion zu warum Haustür oder aber nicht kam nicht
von mir. Also weiterschnitzen und Speicherplatz nicht überlasten.

Grüße Wolfgang
 
Bitterschokolade und Banane erhärtet auch und das halte ich persönlich von der unnötigen Diskussion ums letzte Wort :braue:

@Ribnitz
Kurz vor 1800 zu 90% abgebrannt, aber Haus 2, 4 und 5 könnten danach in dieser Art auch in der Bommelner Bördelandschaft erbaut worden sein.
Haus 2 war möglicherweise im Originalzustand nur geklinkert als wenn irgendwo noch ein Fassadenstück vom Bausatz Wittenburg, so 45%, übrig war.

Soviel zur laienhaften Anneliese Analyse.

:lupe:
 
Zuletzt bearbeitet:
(...) :happy: Schon brilliant, welche ‚etymologischen‘ Nebelkerzen Du hier zündest, um die Herkunft der beiden Ortsnamen zu verschlei… äh… erklären…

Nebelkerzen? Ich? Niemals! Reine Wissenschaft, ganz großes Pionierehrenwort!

(...) Gerade in Ribnitz gesehen... Da musste ich direkt an Großbommeln denken.

Ich bin in hohem Maße entzückt, das ist genau die Art Straßenzeile, die mir für Vorbommeln vorschwebt, also das Gelände vorm Klötener Tor, dessen Mittelpunkt heutzutage der Bahnhof Großbommeln ist.

Welch schöner Zufall, daß die Sprünge in den Firstlinien, die Kubaturen und die verschiedenen Dachneigungen genau meiner Idee entsprechen. Allerdings muß ich mir das durch die liegenden Fensterformate fürchterlich überformte blaue Haus wegdenken. Zum Trost darf ich indessen mitteilen, daß der Flohmarkt mir kürzlich das Material für das rechts im Bild angeschnittene Haus beschert hat. Wenn es beliebt, werde ich diesen schlimmen Sanierungsfall als nächstes Kapitel öffentlich bearbeiten.

Noch sind wir aber beim ehemaligen Bauernhaus.

Da der Windfang rohbaufertig und die Treppe mit Podest aufgebaut worden ist, kann ich heute mit einer Bilderfolge veranschaulichen, weshalb ich ihn separat anlegen wollte. Nunmehr darf der Eingang auf der Hofseite dorthin „wandern“, wo es gestalterisch am besten paßt. Und sogar auf die Giebelseite. Beim Bau mußte ich lediglich darauf achten, daß die zur Hauswand zeigende Seite offen bleibt und die Öffnung groß genug ist, damit die wieder anzubringenden Fenstergewände beziehungsweise Simse darin genügend Raum haben und sie vollständig verdecken.

Das Dach entstand aus einem Bastelrest. Zur Fertigstellung fehlen noch eine kleine Säule neben der ersten Stufe und ein Geländer sowie die Dachrinne mit Fallrohr. Das Fenster muß noch vergrößert werden, aber das kann erst geschehen, wenn ich in den Tiefen meiner Bastelkiste einen passenden Fenstereinsatz gefunden habe.

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