Stedeleben
Foriker
Man muß viel spielen und ausprobieren, damit man sich nicht verbastelt. Vorliegend sind es die Dimension und die Form des Daches. Ein Satteldach will ich vermeiden, denn so eines weisen alle Nachbarhäuser auf. Das Mansarddach lediglich in Ziegeldeckung neu aufzusetzen, scheidet ebenfalls aus. Wie mein Pröbchen mit den ungeliebten Schieferteilen ergab, wirkt es in dieser Ausführung beim Anderthalbgeschosser im selben Maße zu dominant, wie es beim Mamos-Dreigeschosser zu klein erschien. Der geringe Dachüberstand bei zugleich steilen Dachfronten erinnert mich eher an eine Pralinenschachtel. Klar ist, daß die Gauben versetzt werden müssen. Denn architektonisch ging die Wende vom Biedermeier zum Historismus um 1850 nicht allein mit dem Übergang von eher nüchternen zu stärker verzierten Fassaden, sondern auch mit einer strengeren Symmetrie einher.
Und was folgt aus all dem? – Wahrscheinlich wieder gehörig Mehrarbeit.

Und was folgt aus all dem? – Wahrscheinlich wieder gehörig Mehrarbeit.
