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Jochen baut in TTe

Ich like mal vorsichtig. Irgendwie geile Idee, irgenwie hab ich angst um den m. E. schicken Schrank (o. Ä. Möbel sind nicht meine stärke... ich find sie manchmal blos hübsch)
 
2 Fragen von meiner Seite dazu:
Sind die 100 mm Abstand vom Gleis zur Segmentkante so zwingend, dass in den Kurvensegmenten dieser Gegenbogen entstehen muss?
Für die Rollwagengrube hast Du im Bereich der Normalspur ordentlich Ausziehgleis, im Schmalspurbereich nicht, da müsstest Du immer auf die Strecke rausrangieren. Baut derjenige, der die Weichen baut auch Kreuzungsweichen?
 
Ich finde die Idee irgendwie gut, den Schrank zu integrieren. Bei den meisten Möbeln dieser Art ist der Schrankaufsatz nur auf große Dübel gesteckt. Da lässt sich der Eisenbahnunterbau quasi dazwischenstecken, ohne direkt am Schrank etwas zu befestigen.

Poldij :icon_wink
 
Vielen Dank für die Rückmeldungen!

Bau dir einen Deckel, die oberen Schranktüren haben recht viel Abstand.

Ja, der Abstand ist 8,5cm. Da müssen Auflageplatte und Gleis drauf, ggf. auch Gleisbettung, wenn ich darauf nicht verzichte. Das sollte genug sein.

Die Idee mit den Deckel ist nicht schlecht, der müsste dann irgendwie nach vorne klappen und könnte innen auch gestaltet sein. Ich muss aber auch aufpassen, dass es nicht zu wuchtig aussieht, sonst schwindet die Toleranz der Liebsten. Müsste irgendwie auch das Gelenk so machen, dass es noch schick aussieht.

irgenwie hab ich angst um den m. E. schicken Schrank

Die Idee ist, auf das Unterteil Segmente draufzulegen und den Oberschrank oben rauf das Segment. Wenn ich unten etwas Filz dranklebe, wird es dem Schrank nicht schaden.

Sind die 100 mm Abstand vom Gleis zur Segmentkante so zwingend, dass in den Kurvensegmenten dieser Gegenbogen entstehen muss

Nein, nicht zwingend. Wegen der Absturz-Sicherheit wollte ich mind. 10 cm. Die Gegenkurve ist noch ein Überbleibsel aus dem Versuch, es mit Radius 310mm zu machen*. Dann hatte ich vorne nur 5cm - zu wenig, deshalb der Gegenbogen auf 10 cm Abstand zur Vorderkante. Den 310mm-Radius habe ich verworfen, weil dann alles zu breit und wuchtig wurde.

Wenn der Gegenbogen weg kommt würde ich noch etwas Breite sparen. Wobei es auch schön ist, wenn sich der Zug in beide Richtungen schlängelt.

* Ich Liebäugel mit der G12/BR58, die ich aber nur wegen der Schönheit kaufen würde, für meine Schmalspurideen brauche ich nur eine Kö.

Für die Rollwagengrube hast Du im Bereich der Normalspur ordentlich Ausziehgleis, im Schmalspurbereich nicht, da müsstest Du immer auf die Strecke rausrangieren. Baut derjenige, der die Weichen baut auch Kreuzungsweichen?

Müsste ich ihn fragen. Du denkst vermutlich an ein Ausziehgleis wie auf der rechten Seite. Da würde ja eine einfache Kreuzungsweiche reichen.

Schrankaufsatz nur auf große Dübel gesteckt. Da lässt sich der Eisenbahnunterbau quasi dazwischenstecken, ohne direkt am Schrank etwas zu befestigen.
und die Bahn umkreist den Vitrinenteil, wie geplant :winker:
Was meint der Erbauer dazu?

Genauso hatte ich es mir gedacht. Ca. 6cm hohe Segmente. Vor und hinter dem Oberschrank kommt eine Platte drauf, der Oberschrank steht direkt auf dem Gerüst der Segmente. Die Weichen dann mechanisch bedient durch versenkte Drehgriff vorne.

Wobi der Aufsatz so hammerschwer ist, dass er keine Dübel hat und braucht. (Liegt vermutlich daran, dass da vor den Büchern drei Dampfloks, zwei Kleindieselloks und zig Wagen drinne stehen :))
 
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Zurück zum Diorama!

4 Bastelnachmittage weiter haben wir unser Modul mit Turf und 2mm-Gras verschönert und den Waldboden vorbereitet. Dabei wollten wir vor allem lernen.

Wir sind einigermaßen zufrieden mit dem Erstlingswerk. Allerdings frage ich mich, wie ich weitermache. Einfach mit 4mm Grasfasern drüber gehen? Was meint ihr?

Folgend mein wieder etwas langer Bilder-Bericht. Hinweise, Kritik und Lob sind sehr gerne gesehen.

Viele Grüße,
Jochen

Auf dem kleinen Diorama soll es 5 verschiedene Oberflächen geben
  • Nutz-Wiese noch lang
  • Nutz-Wiese frisch gemäht.
  • wilder Bewuchs der Hänge am Einschnitt
  • feuchtes Gras in den Gräben der Innenkurve
  • Waldboden an der hohen Außenseite
Auf ein Einfärben des Grundes haben wir verzichtet, die Modelliermasse aus den Holzspänen hat eigentlich eine erdnahe Farbe.

Als Erstes wurde das noch schotterlose Gleis mit Malerkrepp bedeckt und das Krepp mit einem Bastelmesser bis zu den Schwellen zurückgeschnitten.

Robert schützt das Gleis vor dem Zuwachsen.

Dann haben wir mit rotem Stift diverse Markierungen aufgebracht. Sie markieren die Ränder der Wiesen, Zäune, die Position des Sensenmanns und den Telegrafenmast. (Die Linien sah man noch lange durch, war keine so gute Idee). Es folgten das Bohren der Löcher für den Telegrafenmast, siehe Beitrag #72 von mir hier.

Die roten Linien markieren, wo die Wiese lang und kurz werden soll. Allerdings habe ich die später mit Buntstiftstaub wieder etwas kaschiert, da sie auch nach dem Beflocken noch zu sehen waren.

Für die Wiesen sind wir der Empfehlung gefolgt, die unterste Schicht mit verschiedenen dunkelgrünen Schaumstofffusseln zu bestreuen (Turf in verschiedenen Farben).

Feiner Turf von Woodland wandert in den Streuer.

Dabei haben wir mit dem Leim experimentiert. Erst mit Sprühkleber MagiSpray von Microrama, an einzelnen Punkten mit UHU flinke Flasche, an der anderen Seite mit mattem Klarlack von Vallejo.

Der erste Versuch mit Sprühkleber ging schief. Wir haben ihn zu sparsam verwendet, es blieb trotz Andrücken mit der Hand nahezu nichts hängen. Also im 2. Durchgang mehr Kleber versprüht und wieder mit der Hand angedrückt.

Damit die Flocken halten, brauchte es einen dicken Nebel aus der Sprühkleberflasche. Glänzt wie nach einem Wasserrohrbruch: ausgehärteter Sprühkleber nach dem Beflocken.

Auf den Bildern gut zu erkennen: Der Sprühkleber glänzt, als würde ein Wasserrohrbruch die Wiesen fluten, UHU flinke Flasche glänzt sogar noch mehr.

Um die schönen Felsen auf der anderen Seite zu schützen haben wir sie mit einer Lage feuchtem Küchenkrepp abgedeckt. Auf der Wiese dort haben wir die Flocken mit mattem Klarlack angeklebt. Ergebnis: Es glänzt Nichts - so soll es sein!

In Erinnerung an Christo und Jeanne-Claude: Verpackungskünste in der Landschaft zum Schutz der schönen Felsen. Auf der anderen Seite klebt matter Klarlack die Flocken an den Boden - Nichts glänzt - gut so!

Dann folgt Stück für Stück das punktweises Begrünen. Die Punkte bestehen aus etwas verdünnten Weißleim, der mittels Borstenpinsel aufgetragen wird. Die Konsistenz wurde so angerührt, dass er nach dem Auftragen beständige, runde Tropfen bildet. Wir haben immer nur kleine Flächen betropft, weil ich nicht weiß, wann die Oberfläche des Klebers anfängt zu trocknen.

Teamarbeit mit dem Begraser Hat etwas von Marienkäfer - weiße Klebepunkte im 2. Durchgang.

Die ersten Elektrostat-Durchgänge starteten wir auf der Kurveninnenseite mit verschiedenen gelben und gelbgrünen 2mm-Gräsern (Trockenes Gras/Spätsommer). Im feuchten Graben wurde noch mehr grün hinzugemischt (Frühsommer).

Anfangs haben wir den kleinen Applikator genutzt, vor allem im Einschnitt ist der praktischer.

Ergebnis nach den ersten Durchgängen mit 2mm-Fasern. Die Lücken sollen dann mit anderen Fasern gefüllt werden.

Auf der Wiese der Kurvenaußenseite haben wir den Tipp von Martin (murten) ausprobiert, die erste Schicht Grasfasern ohne Elektrostat zu verstreuen. Leider habe ich da das Fotografieren vergessen.

Die zweite Schicht hier wieder nach der Punkt-Methode mit Elektrostat. Diesmal zum Vergleich zuerst mit den grüneren 2mm-Frühsommer-Fasern. Nach dem Begrasen hatte ich den Eindruck, dass es zu wenig Fasern sind. Drum haben wir nach dem Absaugen auf den großen Elektrostat gewechselt und ein zweites Mal Fasern auf den Leim geschossen.

Das Ergebnis war für den Anfang zu grün, in den nächsten Durchgang habe ich hier wieder hellere Gräser verwendet. Die Gräser waren dann sehr dicht. Von den Schaumstofffusseln und den umherliegenden Gräsern des ersten Durchgang ist nichts mehr zu sehen. Hätte ich Lücken lassen sollen für längere Gräser?

An der Kurvenaußenseite wurde erst grünes Gras, im zweiten Durchgang helleres Gras verwendet. Die helleren Gräser sind höher, obwohl es die gleiche Faserlänge ist. Das wirkt wie eine Frühjahrswiese, wo neben den alten gelben Büscheln erstes grünes Gras durchkommt. Das Gras ist nun schon sehr dicht, ich habe keine Lücken mehr gelassen.

Zwischenfazit: Die bisherigen Ergebnisse sehen auf den Fotos gut aus, die habe ich auf dem Balkon im schrägen Sonnenlicht aufgenommen. In der Werkstatt unter der Tageslichtlampe ist alles blasser, gelber, verwelkter. Da das Modul wohl mehr im Kunstlicht/Schatten stehen wird als auf den Balkon, sollte künftig alles etwas kräftiger grün werden.

Danach haben wir nach und nach den Waldboden aufgebracht. Im ersten Versuch war es gesiebter Kaffeesatz. Das war mir dann aber doch zu dunkel. Also haben wir ihn mit Chinchilla-Sand aus der Tierhandlung gemischt. Kleber war verdünnter Weißleim.

Den Übergang zu bereits nach Felseinbau besandeten Stellen haben wir mit mattem Klarlack besprüht und mit eingefärbten Ostseesand bestreuselt. Das schafft einen fließenden Übergang zwischen den Materialien. Fixiert habe ich das alles wieder mit mattem Klarlack.

Waldboden aus gesiebtem Kaffeesatz und Chinchilla-Sand auf verdünntem Weißleim Waldboden verfeinert mit gesiebten und mittels Pulverfarbe gefärbten Ostseesand]

Ein paar Wochen später ging es wieder ans Begrasen. Damit die Wiese im Kunstlicht besser aussieht, haben wir die Lücken in der Wiese mit kräftigerem Grün beschossen (Mischung aus Frühsommer und Grün). Ups! Was für ein krasser Kontrast des saftigen Grüns zu bestehenden gelblichen Grasdecke! So was gibt es sicher, aber eher nicht auf einer kultivierten Wiese.

Kräftig-grünes Gras  in die Lücken geschossen - Boah, die Kontraste zum gelbgrünen Gras sind zu kräftig

Also Nachbessern: Nach leichtem Antrocknen habe ich einzelne Grasbüschel wieder herausgerissen. Die gerupften Lücken sowie verbliebene blanke Stellen der Wiese habe ich mittels Spachtels mit recht flüssigen Weißleim versehen. Nun eine hellere Grasmischung darauf geschossen aus Frühsommer-Gras, wesentlich weniger Grün- und dafür etwas vom Spätsommer-Gras. Das sieht schon besser aus:

Nach der Nachbesserung, dunkles Gras wurde herausgezupft und etwas helleres Gras dazwischen geschossen Nochmal von der Seite. Das sieht schon besser aus. Für eine zu mähende Weide wirkt das aber etwas sehr wild.

In weiteren Durchgänge kamen Hang und Graben nochmal dran. Zuerst mit etwas festeren Leimtropfen in die noch kahlen Stellen. Dann versuchsweise mit flüssigeren Leim. An einer Stelle hinten dick auf vorhandenes Gras. Im Graben vorne dagegen nur ganz wenig Leim. Hier haben wir einen Spachtel leicht mit Leim benetzt und am Gras abgewischt. Wir probieren.

Die nächsten Leimpunkte in die Lücken des Grases eingebracht. Hinten haben wir den Leim versuchsweise in bestehendes Gras gestrichen. Im Graben haben wir dagegen nur ganz dünn Leim aufgebracht.

Nun die letzte 2mm-Gras-Mischung. Jetzt wieder etwas mehr Grün dabei. Wir sind mehrfach mit dem Elektrostat drüber gegangen, teilweise ohne zwischendurch nochmal Leim aufzubringen.

Der erste Hang im Sonnenlicht, hier ist noch Platz zwischen dem Gras für längere Fasern. Die andere Seite an einem anderen Tag mit etwas anderem Weißabgleich. Das Gras im Graben etwas grüner und dichter, am Hang gelber und noch mit Lücken. Ergebnis Draufsicht. Diese Wiese soll von links her gemäht werden, ist aber noch nicht hoch genug und mächtig huckelig für eine regelmäßig gemähte Wiese.

Die Wiese soll im Vordergrund frisch gemäht sein. Irgendwie sieht das gar nicht danach aus, das Gras ist zu hoch und zu buckelig. Ich hatte die naive Idee, die Fasern einfach mit einem Rasierapparat abzumähen. Aber nichts da! Die Büschel sind dank Holzleim knochenhart. Selbst mit einer Schneidpinzette habe ich kaum etwas abbekommen. Also bleibt es erstmal so.

Rasierapparat als Rasenmäher? - Keine Chance wegen der knochenharten Leimtropfen!

Frage: Der Großteil der Wiese soll noch ungemäht sein. Dazu müssen wir wohl weiteres 4mm-Gras draufschießen. Ich frage mich, wie wir das machen! Es gibt oben nur noch wenige Lücken ohne Gras. Einfach überall Leim auf das bestehende Gras oben drauf streichen und das mit 4mm begrasen?

Meine Fazits aus dem langen Text:
  • Schaumstofffusseln (Turf) sehen gut aus, sind bei dichtem Gras aber nicht notwendig
  • Matter Klarlack ist der bessere Kleber für die Schaumstofffussel, denn er glänzt nicht. Sprühkleber ist ungeeignet
  • Ist der Elektrostat kräftig, so sollte eher nicht zweimal je Durchgang begrast werden, es sei denn, man will sehr dichtes Gras
  • Der kleine Applikator des Elektrostats ist praktisch, allerdings hat er weniger Kraft, aber ausreichend
  • Das Punkt-Verfahren macht schön wildes Gras, für bewirtschaftete Wiesen ist es aber zu uneben.
  • Ein späteres Schneiden des unebenen 2mm-Grases mit einem Rasierer ist vergeblich, weil zu hart.
  • Je nach Licht (und Weißabgleich) sieht das Ergebnis völlig anders aus. Was in der Abendsonne auf dem Balkon vielfarbig und grün aussieht ist unter der Tageslichtlampe vertrocknet, eintönig gelb. Man muss sich entscheiden! Ich werde künftig etwas kräftigere Farben nehmen.
  • Vorsicht beim Wechsel der Gras-Farben. Bei den meisten Wiesen sind zwei benachbarte Farben ausreichend, z.B. ein Durchgang mit Frühsommer, der nächste mit Spätsommer. Das Überspringen von Farbtönen macht sehr fleckige Wiesen. Bei Naturweisen kann das realistisch sein, aber eher nicht bei Weiden.
Werkzeug und Material:

Als Elektrostat nutze ich den bFlock 50 Flexible von Microrama. Ich hatte mich für einen Koffer mit einem kleinen, zusätzlichen Mini-Grasmaster an der Leine entschieden. Der verspricht ein zielgenaueres Begrasen und gutes Handling an engen Stellen, hier z.B. im Einschnitt. Von der Spannungsangabe und dem hohen Preis liegt der BFlock gleichauf mit dem Greenkeeper (55 KV für ca. 200 Euro).

Der Turf ist "fine turf" von Woodland Scenics. Das grüne Gras ist von ModelScene, "Grün" MS-002-02, "Frühsommer" MS-002-03, Spätsommer MS-002-04. Das gelbe Gras ist Magiflock "Trockenes Gras" Nr 32320302, Farbe 320. Leim ist Ponal-Holzkaltleim und matter Klarlack von Vallejo 28531. Dazu Staubsauger mit eingeklemmten dünnen Tuch zum Auffangen der Gräser, Küchenrolle, Wasser, Malerkrepp, Bastelmesser, Borstenpinsel und ein fast 13-jähriger Sohn, dem das immer noch Spaß macht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Frage: Der Großteil der Wiese soll noch ungemäht sein. Dazu müssen wir wohl weiteres 4mm-Gras draufschießen. Ich frage mich, wie wir das machen! Es gibt oben nur noch wenige Lücken ohne Gras. Einfach überall Leim auf das bestehende Gras oben drauf streichen und das mit 4mm begrasen?

Mal meine Gedanken dazu.
Ich bringe den Kleber am liebsten mit einer Tropfflasche punktuell auf, bloß nix aufstreichen (außer bei Golfrasen). Dabei ist es egal, ob man eine Lücke oder ein vorhandenes Büschel trifft.
Auf diese Art und Weise mache ich meist mit dem 4/4,5mm Gras auch 2-3 Durchgänge.

Daher keine Angst und los geht’s. Wenn Euch eine Stelle nicht gefällt, dann einfach 1-2 weitere Lagen drüber ziehen.

Beste Grüße Peter
 
Zwischenfazit: Die bisherigen Ergebnisse sehen auf den Fotos gut aus, die habe ich auf dem Balkon im schrägen Sonnenlicht aufgenommen. In der Werkstatt unter der Tageslichtlampe ist alles blasser, gelber, verwelkter. Da das Modul wohl mehr im Kunstlicht/Schatten stehen wird als auf den Balkon, sollte künftig alles etwas kräftiger grün werden.

Das ist generell so ein Ding, mit dem Kunstgrün. Je nach Lichteinfall verändert sich der Eindruck, auch durch Nachgestaltung und so richtig Einfangen lässt sich das nicht.

Danke für den Bericht, als Außenstehender siehts nicht nur gut aus, man lebt ja auch von den Erfahrungswerten und ans begrünen mit Strom habe ich mich noch nicht gewagt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Schöner Bericht, bemerkenswert der Aufwand für die Bildbeschreibungen!

Danke :)

Werkzeug und Material:

... und ein fast 13-jähriger Sohn, dem das immer noch Spaß macht.
daran wird es bei den meisten scheitern 🤭
Test bestanden, Text bis zum Ende gelesen :cool:!

Notfalls tut es auch ein hochmotivierter alter Sack, wie ich es bin, zumindest aus der Perspektive eines 12-Jährigen.

bloß nix aufstreichen (außer bei Golfrasen).

Ich muss noch einen Möglichkeit finden zwischen diesen schönen Holperwiesen basierend auf Kleberpunkten und dem Golfrasen. Wird wohl mal ein Bierdeckel als Probeopbjekt herhalten müssen.

In dem Zustand jetzt meinte ich mit "Aufstreichen", dass ich den Leim oben auf das Gras streiche, so wie in diesem Bild. Das wird dann kein Golffrasen mehr. Was es wird, muss ich ausprobieren:



Auf diese Art und Weise mache ich meist mit dem 4/4,5mm Gras auch 2-3 Durchgänge.

Daher keine Angst und los geht’s. Wenn Euch eine Stelle nicht gefällt, dann einfach 1-2 weitere Lagen drüber ziehen.

Danke fürs Mutmachen. Das kleine Diorama gefällt mir jetzt schon so sehr, dass ich schon wieder Angst habe, etwas zu versauen. Derweil ist es ja nur fürs Lernen (Versauen) gedacht. OK, dann fasse ich mal Mut!

Danke für den Bericht, als Außenstehender siehts nicht nur gut aus, man lebt ja auch von den Erfahrungswerten und ans begrünen mit Strom habe ich mich noch nicht gewagt.

Bis jetzt war es sehr einfach, da gilt das oben mit dem Mut. Und ja, ich habe soviel Infos aus dem Forum, die mir viele Fehlerfahrungen sparen, so dass ich gerne meine eigene Erfahrung wieder zurückgebe. Ich hoffe nur, dass das jemand findet, der vor dem Begrasen steht.
 
Es gibt kleine Fortschritte beim Diorama. Wir haben weiter begrast und nun auch das Gleis geschottert. In diesem Beitrag geht es nochmal ums Begrasen.

Vorab das Fazit: Wieder was gelernt, immer vor dem Begrasen prüfen, ob die Batterie des Elektrostats noch voll ist. Unsere war leer, so dass das 4,5mm Gras kreuz und quer im Kleber lag. Sah echt nicht gut aus, das Entfernen der einzelnen Grashalme war keine schöne Arbeit.

Zum Vorgehen: Am Waldrand und in den Lücken der Wiesen wurden weitere 2mm-Fasern ergänzt. Die Wiese in der Innenkurve hat 4,5mm-Fasern bekommen, dort wo sie noch nicht gemäht ist. Hier wollte ich feststellen, ob es besser ist, reichlich Leim aufzutragen oder lieber etwas spärlich.

Gras-Lücken auf der Weide füllen Vergleichstest, Leim für die 4,5mm-Begrasung links mit reichlich Leim, in der Mitte vorne mit spärlich Leim Begrasen mit dem Elektrostat

Ergebnis: Wie fast erwartet wird das Gras mit reichlich Leim flauschig und dicht, mit spärlich Leim ungleichmäßig und wild. Die Wiese soll eine Nutzwiese kurz vor der Heuernte sein, da passt das dichte Gras besser. Daher haben wir die Lücken im Anschluss nochmal begrast, wobei das Malheur mit der leeren Batterie passiert ist.

Ergebnis des Tests mit 4,5mm Halmen: links flauschig und gleichmäßig, inder Mitte lückenhaft. Den lückenhaften Bereich haben wir dann nochmalbearbeitet
Ergebnis des Tests mit 4,5mm Halmen: links flauschig und gleichmäßig, inder Mitte lückenhaft. Den lückenhaften Bereich haben wir dann nochmal bearbeitet

Ergebnis: einzelne Büschel am künftigen Waldboden
Ergebnis: einzelne Büschel am künftigen Waldboden

PS: Nicht wundern, dass es so langsam voran geht. Das Diorama ist ein gemeinsames Projekt mit meinem Sohn, hier geht’s nur weiter, wenn er Lust, Zeit und Laune hat. Alle drei gleichzeitig ist bei einem bald 14-jährigen eher selten. Freunde sind in dem Alter zurecht wichtiger, ansonsten abwechselnd Chillen, Suppen-Koma oder Ausruhen (alles natürlich mit Smartphone ;) ). Ein wenig arbeiten wir auch an unserem Griesbach-Projekt, aber da gibt es nichts Vorzeigbares.

Im nächsten Beitrag dann die Ergebnisse des Einschotterns, das ist meines Erachtens ganz gut geworden.
 

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In den Weihnachtsferien hatten wir uns einen Tag zum Ausprobieren des Schotterns genommen. Hier mein recht umfangreicher bebilderter Bericht mit unseren Erfahrungen.

Gebt gerne Lob, Kritik, Hinweise oder teilt eigene Erfahrungen.

Jetzt ist das Gleis geschottert und endlich betriebssicher.

Das wollten wir ausprobieren:
  • Bekommen wir das frustfrei hin?

  • Wie wirken die verschiedenen Schotterfarben? (rostiger Schotter R20, mittelalter Schotter R10, neuer Schotter W10 von Koemo)

  • Kann man bei 6,5mm Spurweite mit unterschiedlicher Schottertypen arbeiten? Das wäre schön, um Farbunterschiede realistisch darzustellen. Die entstehen durch Abrieb und Flugrost, wodurch der Schotter nahe der Schienen mehr rotbraun ist als der in der Mitte des Gleises.

  • War es richtig, erst zu Begrasen und dann zu schottern?

  • Ist die Idee gut, erst zwischen den Schienen zu schottern und dann außerhalb der Schienen am Rand? Das wurde hier vorgeschlagen, da der Kleber so von de Seite besser einziehen kann.
Es gibt viel dazu im Netz. Wir haben uns die Anleitung von Gleiswüste angeschaut.

Auswahl des Schotters. Wir entschieden uns für Koemo R10, unter den Schienen etwas rostiger R20. Zudem sollte ein kurzes Stück neu geschottert sein, hier wurde es der W10. Leider alles nicht mehr erhältlich

Vorweg unser Fazit zu den Fragen:

Frustfreies Schottern?

Es hat uns beiden Spaß gemacht. Das Ergebnis finde ich ganz passabel.

Zwischen den Schienen ging es schnell. Am Rand wird’s schwieriger, da rutschen/springen die Steine beim Stopfen gerne in den Graben.

Wird bereits vor dem Richten/Stopfen der lose Schotter etwas befeuchtet, springen keine Steine herum. Dafür kleben sie dann gerne am Stopfwerkzeug, das ideale Vorgehen dafür habe ich noch nicht gefunden.

Viel Zeit geht fürs Feintuning drauf, z.B. dafür, einzelne Steine wegzuschieben oder fürs stellenweise Nachschottern.

Wirkung der Schotterfarben?

Alle Schotterfarben von Koemo wirken glaubhaft. Leider hat der Hersteller das Handtuch geworfen. Als potentieller Ersatzlieferant habe ich den von spurenwelten.de ins Auge gefasst.

Kombination unterschiedlicher Schottertypen bei nur 6,5 mm Spurweite?

Wir haben erst in der Mitte geschottert und unter den Schienen etwas Platz gelassen. Erst dannach den Bereich unter den Schienen. Im Anschluss dann alles verklebt.

Das ging auch bei 6,5mm Spurweite noch ganz gut. Was ich noch üben muss, dass die rostige Schotterspur neben den Schienen überall gleich breit ist.

Erst Gras oder erst Schotter?

Ob es richtig war, zuerst zu begrasen, weiß ich noch nicht. Ohne Nachbesserung sah es oft so aus, dass Schottersteine über dem Gras schweben. Nachdem ich solche Steine weggeschubst oder eingedrückt habe, überzeugt mich das Ergebnis aber weitgehend.

Das nächste Mal versuche ich es in umgekehrter Reihenfolge.

Schottern am Rand erst in einem 2. Durchgang oder alles auf einmal?

Idee war, zuerst zwischen den Schienen zu schottern und zu kleben, erst dann den Rand.

Das ist bei 6,5mm-Spur nicht nötig, wenn man den Schotter vor dem Verkleben gut befeuchtet.

Die Idee ist schädlich, wenn die Seiten schon geschottert werden, bevor die Mitte ausgehärtet ist. Sowohl Kleber als auch Steine verirren sich von der einen Seite auf die andere und erschweren die Arbeit.

Weitere Erfahrungen

Spannend ist, wohin der Schotterkleber zieht. Jeder Krümel, der in 3cm Abstand zum Gleis lag, ist nun fest angeklebt. Das heißt, alle Steinchen, die beim Schottern wegspringen müssen vorm Kleben entfernt werden!

Extra Fließverbesserer ist nicht notwendig, Wasser mit Spülmittel tut es auch.

Vielleicht sollte das Schottern noch vor dem Geländebau erfolgen. Im Einschnitt kam ich nicht immer gut ran. Zudem musste ich meine Hände oft auf bereits begraste Flächen ablegen. Das Gras hat das zwar gut überstanden, aber ich fühlte mich nicht so wohl dabei.

Schotter-Schütteirichtungen sollten zu allen Seiten verschlossen werden! Ich habe versehentlich einen riesigen Haufen Schotter ins Gras gekippt. Den wieder rauszubekommen hat viel Zeit gedauert, ich finde immer noch einzelne Steine.

So sind wie vorgegangen:

Werkzeuge:

  • billiger Chinchilla-Sand aus dem Zoohandel oder gesiebter Ostseesand aus Prerow
  • Schotter in diversen Farbtönungen
  • Schotterkleber (Langmesser)
  • Zerstäuber (stammt aus einem Smartphone-Displayschutzfolien-Set)
  • Wasser mit etwas Spülmittel zum Befeuchten der Steine vorm Feintuning & vorm Verkleben
  • Zahnstocher, Pinsel und kleiner Schraubendreher zum Wegschubsen und Festdrücken von einzelnen Steinen oder Grasbüscheln.
  • Wattestäbchen zum Aufsaugen von Leimresten
  • verschließbare Quetsch-Plaste-Ampullenfläschchen mit ca. Ø1,5mm Öffnung. Mit einem Fläschchen wird der Leim verteilt, eine anderes Fläschchen kann als kleine Schotterhilfe für den rostigen Schotter dienen. Die Fläschchen habe ich von einem befreundeten Zahnarzt .
  • kleine Trichter zum Füllen der Ampullen. Alternative: Alupapier, um daraus solche Trichter zu bauen.
  • Teemaßlöffel zum Füllen der Schotterhilfen.
  • Daumen zum Festdrücken des Schotters.
  • Schienenschleifklotz zur Schlussreinigung der Schienenprofile.
1. Schotterhilfe gebaut:

In meiner Bastelkiste fand sich diese große Spritze. Das Loch mittels Schrumpfschläuche auf Ø1,5mm verkleinert, schon habe ich eine Schotterhilfe.

Schotterhilfe aus großer Spritze und Schrumpfschläuchen.

Mittels Klopfen an das Gerät purzeln gut dosierbar kleine Mengen Steine heraus. Drücken des Drückers - wie bei einer Spitze üblich - bringt wenig. Entweder es bläst nur die Luft raus oder es kommt zu viel auf einmal.

Test: Feiner Chinchilla-Sand rieselt selbstständig und gut dosierbar aus dem 1,5 mm-Loch. TT-Schotter kann durch leichtes Klopfen an das Gerät gut dosiert herausbefördert werden.

2. Anmischen des Klebers in der Quetsch-Ampulle:
  • Langmesser Schotterkleber und Wasser im Verhältnis 1:1
Anmischen des Klebers in der Quetsch-Ampulle: Langmesser Schotterkleber und Wasser im Verhältnis 1:1.

3. Vorschottern mit Chinchillasand
um den wertvollen Schotter zu sparen
  • zwischen den Schwellen eine Schicht Sand eingestreut
  • Sand mit groben Pinsel verteilt
  • Schwellen gesäubert mit Pinsel oder Wattestäbchen
  • mit Spülmittel-Wasser-Gemisch benetzt
  • reichlich mit dem Kleber betröpfelt
Zwischen den Schwellen eine Schicht Chinchilla-Sand (oder gesiebter Ostseesand aus Prerow). Sand mit grobem Pinsel verteilt. Mit Spülmittel-Wasser-Gemisch benetzt. Alles reichlich mit dem verdünnten Kleber betröpfelt.

4. Schottern der Bereiche zwischen den Schienen
  • erst mit mittelgrauen Schotter in der Mitte
  • dann mit rostfarbenen Schotter im Bereich der Schienen
  • verteilt und festgedrückt mit einem Pinsel
  • Steinchen von den Schienen und Schwellen entfernt mit Pinsel und Zahnstocher
  • benetzt mit Spülmittel-Wasser
  • reichlich betröpfelt mit dem Kleber-Wasser-Gemisch
Schottern in der Mitte mit mittelgrauen Schotter. Neben den Schienen wird etwas Platz gelassen. Neben und unter die Schienen kommt rostfarbenen Schotter Steinchen mit einem Pinsel verteilt und verdichtet Schotter mit dem Kleber-Wasser-Gemisch reichlich betröpfelt

5. Schottern der Seiten
  • wieder mit braunerem Schotter unter der Schiene und hellerem an der Seite
  • absichtlich ohne saubere Schotterkante. An manchen Stellen ist das Gras bis fast ans Gleis gewachsen, an anderen Stellen ist der Schotter bis in den Graben gerutscht
  • ein Verdichten mit dem Pinsel war am Rand kaum möglich, die Steinchen sprangen sonst wohin
  • Stattdessen habe ich in Kleinarbeit das Schotterbett mit Daumen, Zahnstocher und Schraubenzieher geformt
  • Herausforderung: Schotter schwebte an manchen Stellen über dem Gras, Schottersteine mussten entsprechend reingedrückt oder verschoben / entfernt werden
  • dann wieder alles benetzt mit dem Wasser-Spüli-Gemisch und mit Kleber betröpfelt
Nicht so schön: Auf dem Gras schwebende Schottersteine. Diese wurden vor dem Kleben reingedrückt, verschoben oder  entfernt. Damit bis an den Rand geschottert werden kann, habe ich mittels Klebezettel und Klebeband eine Absperrung hergestellt. Fitzelarbeit: Schwellen von Steinchen befreien und den Schotter formen.

6. Nachschottern
  • Nachschottern war vor allem vor den Schwellenköpfen notwendig, da hier das Gras zu nahe an die Schwellenköpfe gewachsen ist.
  • Das Gras wurde mit dem Schraubendreher weggedrückt. Das ging gut. Der Schotterkleber des letzten Klebedurchgangs hat den Kleber des Grases wieder weich gemacht.
Das ist Absicht! Auch beim Vorbild gibt es nicht immer eine saubere Schotterkante. Hier ist der Schotter entweder von sich aus nachgerutscht, oder man hat älteren Schotter einfach zur Seite geschoben statt ihn mitzunehmen und weiterzuverwenden.

7. Weiterer Leimdurchgänge
  • Alles wurde mindestens 3 mal mit dem Leimgemisch reichlich eingeweicht
8. Putzen, bevor alles fest ist
  • Steinchen entfernt, die sich doch noch auf Schienenfüße, Schwellen oder Kleineisen verirrt hatten
  • Schienenköpfe mit einem Schienenschleifklotz gereinigt
Das Ergebnis: Wir sind sehr zufrieden:

Das Ergebnis. Rechts der neue Schotter, dazwischen sieht man schön den rostigen Schotter nahe der Schienen. Zudem den stellenweise in den Graben gerutschten Schotter.
Das Ergebnis in der Gesamt-Draufschau. Wir sind sehr zufrieden.
Der erste Zug auf dem frisch geschotterten Gleis.
 
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