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2 x 1,05 m mit Tillig- und BTTB-Gleis

Bf_Mylau

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Natrup-Hagen
Hallo zusammen,
nachdem in meiner Kindheit (1970/1980er Jahre) mein Vater mir jedes Jahr zum Weihnachtsfest eine neue (und größere) TT-Anlage gebastelt hat, ruhte das Thema lange. Dann ein erster zaghafter Beginn mit 2 x 1,05 im Keller, weil ich Beckmann BR 75.5 gesehen hatte. Die Anlage wurde nie wirklich fertig, dann kam ein Umzug und alles wurde wieder abgebaut. Die Grundplatte (oder wie wir zu Hause zu sagten pflegten "das Zugbrett") verweilte nun noch ein paar Jahre im Dachboden. Dann habe ich darauf eine neue Idee umgesetzt. Ich hatte zwischenzeitlich etliche BTTB-Gleise geerbet und auch ein paar von Tillig. Und ich fand eine Kombination reizvoll. Zum einen in Erinnerung an früher, zum anderen, weil die engen Radien der alten Gleise einfach mehr Möglichkeiten auf engem Raum schaffen. Es entstand ein äußeres, ebenes Oval mit vier Abstellgleisen, dass auch digital zu befahren ist, aus Tillig-Material und ein innere Wendeschleife mit kleinem oberen Bahnhof und einem Abstellgleis im SB aus BTTB-Material. Ich habe bewusst auch alte Schottermatten und Grasmatten eingesetzt. Zum einen der Optik wie anno dazumal wegen und weil sie noch da waren, zum anderen weil ich mich nicht so recht ans Begrasen und Schottern traute und kein großes Geld für Equipment ausgeben wollte. Auch das Rollmaterial ist bei mir sehr gemischt.

Trotz des optisch im Vergleich zu anderen hier vorgestellten Erstlingswerken mäßigen Ergebnisses und der Tasten auf der Anlage bin ich ganz zu frieden und wollte den Gleisplan mit der inneren Wendeschleife einfach mal zeigen. Ich habe gelernt, dass selbst solch eine kleine Anlage mit solch einer Gestaltung viel Zeit kostet. Einen Hintergrund habe ich nicht, weil das mit der Dachschräge nicht so einfach ist. Vielleicht kommt das noch, vielleicht aber auch nicht. Denn ich muss zugeben: Die alten BTTB/Zeuke-Gleise sind zwar platzsparend, aber haben wirklich oft Kontaktprobleme. Zudem tun sich moderne Loks damit schwer. Und so kreisen die Gedanken um etwas Neues. Mal sehen.
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Schönen Gruß

Matthias aka Bf_Mylau
 
Hallo nach Mylau!
Ich habe mir gerade deinen Beitrag angesehen. Meine Anlage habe ich hier auch schon vorgestellt. Ausgehend von einem ehemaligen Schattenbahnhof mit 14 Gleisen und zunächst einseitiger fertig verdrahteter Weichenstraße wurde die andere Seite mit vorhandenen Gleis- und Weichenmaterial von BTTB und Tillig ergänzt. In den nicht sichtbaren Bereichen meiner Anlage habe ich dieses Material weiter verbaut. Aus einem Nachlass sind noch mal Trafos, Rollmaterial und Gleise hinzugekommen. Letztere habe ich mehrmals zum Jahresende bei den Umtauschaktionen von Tillig "in Zahlung gegeben" und die Gutschriften für neue Tfz verwendet.
Kontaktschwierigkeiten auf den Gleisen gibt es hin und wieder, das ließ sich aber mit Schmirgeln bzw. Überfahrten mit dem Schienenreinigungszug abstellen. Entgleisungen von Tfz auf den alten Weichen kommen bei langsamer Fahrweise selten vor. Das nehme ich aber in Kauf, weil die vollständige Umstellung auf Modellweichen mit Unterflurantrieb bei knapp 70 Stück mein Budget sprengen würde.
Außerdem betreibe ich die Anlage analog. Zur Entlastung der Stellwerker wird die Hauptbahn später mit Blockabschnitten ausgestattet, die sich selbsttätig mit Relais und Lichtschranken schalten. Der Bau des zentralen Schaltpults im Mittelpunkt der kommenden (Winter-)Monate stehen. Dann erst kann der vollständige Testbetrieb auf den rund 110 m Streckenlänge beginnen...
 
Hallo Holli,
also tatsächlich ist der Bf Mylau nur mein Nickname hier im Forum, nicht aber mein Wohnort. Ich komme zwar ursprünglich ganz aus der Nähe, habe den Bf wegen später Geburt aber nicht mehr in Betrieb erlebt. Nun fährt man seit einigen Jahren auf der B173 mit dem Auto statt Zug zwischen EG und Gsch entlang.
Ich habe mir einmal Deine Anlage angeschaut. Das ist natürlich eine andere Dimension als 1,05 x 2,0 m. Da wird auch der Landschaftsbau viel Zeit und Geld erfordern. Ich wünsche gutes Gelingen.
Zum Zeuke/BTTB-Standard-Gleis: Ich habe heute ein wenig gespielt und mich wieder ein wenig über das alte Gleismaterial geärgert. Zwar fahren zumindest auch vierachsige Drehgestell-Nachwende-Loks über den 286er-Radius und selbst die BR 52 von Tillig geht, aber manche, nicht alle kurzgekuppelte Wagen überpuffern in den engen Radien und entgleisen dann. Man will aber ja auch die neueren Wagen mal auf meine kleine Nebenstrecke auf den Berg schicken. Naja. Ich habe deshalb wieder über Gleisplänen gegrübelt. Da ich die Mühen einer neuen Grundplatte doch scheue, könnte ich mir einen Neuaufbau der aktuellen Grundplatte komplett mit Tillig-Modellgleis (ggf. wegen des niedrigeren Profils teilweise auch Roco) in der angefügten Form vorstellen, wobei die Platte in der Tiefe ca. 5 cm erweitert wird. Es ist ein Hundeknochen mit Schattenbahnhof (vsl. 6 Gleise) vorn unten statt wie aktuell hinten. Vom SB kommt man zum minimalistischen Trennungsbahnhof ähnlich Köditzberg oder Walthersdorf, in dem auch ein wenig Güterverkehr mit entsprechenden Rangierbewegungen stattfindet. Von da führen beide Stränge in den oberen kleinen Schattenbahnhof, wobei der innere Strang gedacht nach Königsee bzw. Crottendorf führt. Nach Verlassen des SB geht zunächst doppelgleisig in einer Wendeschleife mit einem Anschlussgleis durch den Ort und wieder zurück in den SB. Die drei Gleise ermöglichen einen Wechsel der Reihenfolge der Züge, bevor es wieder in den unteren SB geht. Mal sehen, ob ich das so baue oder noch andere Ideen habe oder alles beim aktuellen Stand lasse. Die mühsam gestaltete Landschaft wieder abzureißen fällt mir schon schwer. Andererseits ist gerade das Basteln mit all seinen ungeahnten Problemen erfüllend, wenn es wieder ein Meilenstein erreicht ist. Und dann kann auch mal eine BR 118 mit dem D900 (gekürzt auf drei bis vier kurzgekuppelten Wagen) störungsfrei auf den Berg fahren. Den habe ich bei früheren Urlauben im Schwarzatal kennengelernt.

Schönen Gruß, Matthias
 

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