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Piko BR 91 (T9.3)

Die Diskussion über Vorbild- und Modellzugkraft haben wir doch bei jedem Modell und jedes Mal ist es sinnfrei. In meinen Augen sollte eine Tenderlok einen ein Meter langen Zug über mindestens 2% Steigung bewegen können. Dann ist sowohl der GISAG- als auch der maßstäblich veranlagte Modellbahner zufrieden.

Gruss, iwii
 
@iwii
Da gebe ich Dir im groben und ganzen Recht. Mir reichen für die 91.3 auch 60cm + Lok als Zuglänge aus - bei mir sind dann aber auch die Steigungen höher.
Da sie aber einen Zug aus der Zeit um 1935, nachgestellt um 1960, darstellen soll, waren da nur ein Güterzugpackwagen und eine kleine Donnerbüchse (wenn sie 2 davon schafft, auch gut) dran.
Optisch bin ich gespannt um wieviel sie besser als die Jatt ist und ob das sooooo auffällt aus 2/3 Meter Entfernung.
Habe mich bis heute zurück gehalten mit Äußerungen und nun erst wieder, wenn da und getestet nebst verglichen.
 
Laut Schlepplastentafel konnte die Lok in der Ebene 1000 t mit 40 km/h bewegen...
Gewiß.
Die 80er schafft laut Merkbuch sogar 100 t mehr. Die von Roco auch?
Ich meine, komplexe Physik läßt sich nicht widerstandslos mal eben 1:120 skalieren wie ein simples Längenmaß. Das kann man auch bei den großen Modelloks feststellen, die - maßstäblich betrachtet - ein mehrfaches übergewichtig und übermotorisiert sind, aber trotzdem Haftreifen brauchen...
 
Jungs, will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, weil, war damals nicht dabei.

Laut Weisbrod, Müller und Petznick "Dampflokomotiven Teil 3 Baureihen 61 bis 98" ist auf Seite 180 ff eine Lastentafel abzulesen, die zwar für die wü T9 steht aber selbige von Preußen als T9-3 gekauft wurden. Ob die Lastentafel nun nur für die wü T9 oder aber generell für die pr T9-3 steht, geht aus dem Buch nicht eindeutig hervor, jedoch sollten bei gewissen Abweichungen diese nicht gravierend gewesen sein.

Es steht da geschrieben:
300t in der Ebene bei max 65 Km/h
315t bei 5 pro/mill mit 45 Km/h
335t bei 10 pro/mill mit 25 Km/h

Bei einem Brennstoffvorrat von 2t, mit Tenderaufsatz vielleicht max 3t und einem Wasservorrat von 7 bis 7.5m³, einer Reibungsmasse von 45t und einem Baujahr bis 1903 oder kurz danach, kommt mir doch leicht der Verdacht, daß da keine 1000t als Zug an der Lok hängen konnten. Die Lok hatte ca 430 PSI !

Im Endergebins laufen nun 10 2achser über 1.7%, vorhin getestet, Vidscho folgt demnächst. Es sind jetzt 17...18g Blei drin (hab noch eine freie Stelle gefunden), die Geschwindigkeit ist auf gut auf 48 Km/h gedrosselt und geht in der Steigung auf 40 Km/h zurück.

Was mich doch sehr interessiert - ist der LS im Führerhaus untergebracht und versperrt die Durchsicht durch selbiges?
Wenn der Decoder eingesetzt ist, bleibt dann noch Platz für eine Bleiauflastung?
 
Naja, das 1962er Merkbuch für Tfz nennt neben den 300t bei 65km/h auch 1000t mit 40km/h für Güterzüge in der Ebene.

Na klar war die 91.3-18 nicht die kräftigste Lok, aber damit die Modellzugkraft zu rechtfertigen, halte ich nicht für richtig.

Von den anderen Gegengewichten abgesehen: Könnte die Haftachse der 93er passen?

MfG
 
Was mich doch sehr interessiert - ist der LS im Führerhaus untergebracht und versperrt die Durchsicht durch selbiges?
Die Schallkapsel ist ein Klarsichtteil und durch die Fenster wahrnehmbar. Den Lautsprecher selbst konnte ich nicht sehen.
 
Hi,
ich habe mal zum probieren überall Bleistücken auf der Lok verteilt und Probefahrten gemacht vorwärts wie rückwärts. Im Heckbereich sollte auch nicht zu viel Gewicht platziert werden ohne das die Lok schleudert. Aber ohne diese Gewichte war ein anderer Test Interressant. Ich habe die Vorlaufachse entfernt und siehe da schaffte die kleine auf einmal das doppelte an Wagen, rückwärts sogar noch besser wie vorwärts. Also habe ich eine weichere Feder gesucht für den Vorläufer. Der drückt die Lok nämlich mit der straffen Feder vorn hoch was gerade bei Steigungen schlecht ist. Mit der weicheren Feder wird sie nicht mehr ausgehoben und der Radsatz bleibt trotzdem nicht stehen.
Gruß Thomas
 
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