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Lokwechsel

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Bad Dürkheim
hallo,

mich beschäftigt eine frage: wo kann ich vorbildgerecht einen lokwechsel von zügen vollziehen? zb. von diesel-bzw. dampflok auf e-lok. geht das nur in einem grösseren bahnhof? der hintergrund: ich möchte meine bestehende anlage erweitern. die neue strecke soll auch mit e-loks befahrbar sein. dass ganze bewegt sich in der epoche 3 bis 4 der reichsbahn.
soweit ich mich erinnere wurden lokwechsel im vorbild in halle und leipzig vollzogen. doch so ein grosser bahnhof ist auf meinem neuen anlagenteil nicht geplant. wurden die loks auch auf kleineren bahnhöfen gewechselt, oder etwa auf freier strecke? wie geschah es genau? ich wäre sehr dankbar für ein paar tipps und sag schon mal vielen dank!

thomas
 
Während der Elektrifizierung der Strecke Dresden - Berlin wurde zwischenzeitlich auch auf recht kleinen Bahnhöfen - z.B. Brenitz-Sonnewalde - planmäßig umgespannt... Aber das war wohl eher eine "Spezialität" der DR.
In der Regel erfolgte bis Ende EP-IV ein planmäßiger Lokwechsel in Bahnhöfen, wo aus auch ein BW gab...

FD851
 
Hallo,

während meiner Bahnhauptreisezeit (lang ist's her), zur Elektrifzierung Berlin-Chemnitz (damals noch Karl-Marx-Stadt), fand lange Zeit der Lokwechsel in Elsterwerda statt. Wichtig war nur, die grad nicht benötigte Lok bis zum Gegenzug abstellen zu können und das sie eben den Zug beim Wechsel umfahren können. Riesa hatte zwar das große BW aber bis dahin reichte das Kabel noch nicht ...

Viele Grüße ode
 
Ich kann mich auch an Lokwechsel in irgend welchen kleinen Klitschen nördlich von Berlin erinnern. Das muß nach der Wende gewesen sein, denn 1993-95 hatte ich des öfteren in Hamburg zu tun. Das hatte auch mit der Elektrifizierung zu tun. Das witzige war, das sich die Lokwechselbahnhöfe mit fortschreitender Zeit nach dem Elektrifizierungsstand verlagerten.
 
Während der Elektrifizierung der Strecke Dresden - Berlin wurde zwischenzeitlich auch auf recht kleinen Bahnhöfen - z.B. Brenitz-Sonnewalde - planmäßig umgespannt... Aber das war wohl eher eine "Spezialität" der DR.
In der Regel erfolgte bis Ende EP-IV ein planmäßiger Lokwechsel in Bahnhöfen, wo aus auch ein BW gab...

FD851

Brenitz-Sonnewalde ist ein gutes Beispiel für eine Modellnachbildung: Vier Hauptgleise, ein Abstellgleis - fertig ist der Bahnhof.

Umgespannt wurde dort alles, vom Dg bis zum Ex.

Die Regel, daß planmäßige Lokwechsel nur in Bahnhöfen mit einem Bw gemacht wurden, gab es nicht. Gerade die größten Umspannbahnhöfe Priort, Saarmund, Berlin-Grünau und Geestgottberg hatten kein Bw.

Ich kann mich auch an Lokwechsel in irgend welchen kleinen Klitschen nördlich von Berlin erinnern. Das muß nach der Wende gewesen sein, denn 1993-95 hatte ich des öfteren in Hamburg zu tun. Das hatte auch mit der Elektrifizierung zu tun. Das witzige war, das sich die Lokwechselbahnhöfe mit fortschreitender Zeit nach dem Elektrifizierungsstand verlagerten.

Du erinnerst Dich richtig. Die "Klitsche" nennt sich Nauen. Die Verlagerung der Lokwechselbahnhöfe nach Elektrifizierungsstand war nicht witzig sondern entsprach der damaligen Dokrien der maximalen Einsparung von Dieselkraftstoff. Daher durften auch nur in Ausnahmefällen Züge unter Fahrdraht mit einer Diesellok gefahren werden.

Hauptlok
 
In Wustermark gab's auch Lokwechsel. Als die Verbindungskurve nach Nauen noch existierte hatte der Bahnhof drei(?) Bahnsteiggleise. Ein Inselbahnsteig und ein außen liegender Bahnsteig auf der dem EG gegenüber liegenden Seite. Dazwischen lagen zwei oder drei "Durchfahrgleise". Ein BW und einen großen Rangierbahnhof gabs dort zwar auch aber das war räumlich stark vom Personenbahnhof getrennt.
Die Eilzüge nach Stendal mussten dort immer umgespannt werden und der, der kurz vor 8 Uhr in Schöneweide losfuhr durfte etwa eine dreiviertel Stunde warten weil er die Strecke nach Oebisfelde über Stendal wegen eines Interzonenzuges Richtung Hamburg als Ausweichmöglichkeit freihalten musste.
 
Zum Thema "umspannen in kleinen Bahnhöfen" ein Link von mir.

http://www.deutschebahn.com/site/ba...tzzugang/dokumente/Bahnhof/SNB/R/REA__NBS.pdf

Hier handelt es sich um den Bahnhof Eberbach am Rande des Odenwaldes.
Dort wurden die Eilzüge Frankfurt- Stuttgart von Diesel (215/218) auf E-Lok (110/143) und umgekehrt um gespannt.
Im Gleis 22 wurde die Diesellok abgestellt.
Die Auswechslung fand Ri Erbach, sowie Ri Neckarelz (im Tunnel) statt.

Hier noch ein Link zu ein paar Bildern

http://www.google.de/imgres?q=Lokwe...=160&start=0&ndsp=18&ved=1t:429,r:11,s:0,i:94
 
Als die "Strippe" 1987 Richtung Hoyerswerda kam, wurde mal in Ruhland eine Zeit lang gewechselt. Dafür wurde sogar extra der 2ständige Schuppen hergerichtet und mit Fahrdraht ausgestattet um über Nacht dort was abzustellen. Ein Bw hat Ruhland aber nicht.
 
Gerade die größten Umspannbahnhöfe Priort, Saarmund, Berlin-Grünau und Geestgottberg hatten kein Bw.
Hauptlok

Kleine Korrektur: der Bahnhof Saarmund war nie ein großer Umspannbahnhof!

Warum auch?
Fahrleitung ging nach Inbetriebnahme bis Seddin und später bis Werder/Wustermark.

Der kleine Bahnhof Ludwigsfelde war auch mal Umspannbahnhof für
Reisezüge, sogar die Städteexpreßzüge wurden da gewechselt.

http://www.biuub.de/gleisplaene/ludwigsfelde.jpg
 
Da kann ich meinen Vorrednern zustimmen - bei der DR wird es so ziemlich alles gegeben haben! Wichtig war, dass die Wechsellok irgenwo auf einem Nebengleis warten konnte und der Zug, für den ein Lokwechsel durchgeführt wurde, umfahren werden konnte.

In den 80ern auf der Strecke Berlin - Karl-Marx-Stadt - Berlin wurde sogar 2mal gewechselt:

ca 1983:
Berlin - Diesellok
Wünsdorf - E-Lok
Elsterwerda - Diesellok bis Karl-Marx-Stadt.

Mit zunehmender Erweiterung der Fahrdrähte verlagerten sich die Lokwechsel immer weiter bis an die Endziele. Der Wechsel von Diesel auf E-Lok wanderte von Wünsdorf nach Rangsdorf und dann wurde gleich in Berlin Ende der 80er eine E-Lok bereitgestellt und ein Lokwechsel eingespart.

Der Wechsel von E-Lok auf Diesel wanderte dann von Elsterwerda nach Doberlug-Kirchhain und Ende der 80er weiter nach Riesa. Zwischen Riesa und Karl-Marx-Stadt mussten ein paar Tunnel abgetragen und durch Einschnitte ersetzt werden. Darum hat die Ausrüstung mit Fahrdraht ab Riesa anscheinend etwas länger gedauert.

Nicht verwunderlich, dass die durchgehende D-Zugverbindung bei 2 Lokwechseln von Berlin nach Karl-Marx-Stadt fast 4h gedauert hat! Heute gibt es keine Direktverbindung mehr, aber trotz Umsteigen braucht man heute für die Strecke Berlin-Chemnitz keine 3h mehr.
 
Kleine Korrektur: der Bahnhof Saarmund war nie ein großer Umspannbahnhof!

Warum auch?
Fahrleitung ging nach Inbetriebnahme bis Seddin und später bis Werder/Wustermark.

Stimmt, ich hatte das mit Satzkorn verwechselt. Saarmund war der "Parkplatz" für Züge, die entweder in Seddin oder auf dem Westlichen Außenring nicht genommen werden konnten, weil schon alles voll war.

Hauptlok
 
Selbst im "Bahnhof" Schöna hat man Lokwechsel gemacht. Der südliche Nachbar hat den Zug bis dahin gefahren, die Lok abgehangen, vorgezogen, umgesetzt und zurück in die Heimat. Aus Bad Schandau kam die deutsche Lok, hat sich vor die Wagen gesetzt und fuhr damit weiter. Selbst auf diesem "Haltepunkt mit Überleitstelle und zwei Abstellgleisen" hat man sowas praktiziert. Und auf der Strecke war schon damals reichlich Betrieb. (Deshalb hat man die dt. Lok auch gern gleich auf Ersatzsignal direkt vom ESig vor die Wagen fahren lassen und sich das zusätzliche Rangieren erspart.)

Gruß ebahner
 
.....
Der Wechsel von E-Lok auf Diesel wanderte dann von Elsterwerder nach Doberlug-Kirchhain und Ende der 80er weiter nach Riesa. .....

Doberlug-Kirchhain kommt vor Elsterwerda und ich glaube nicht, daß man mit Diesel unter Fahrdraht gefahren ist, wenn man es vermeiden konnte.
 
Das kann durchaus mit dem Lokumlauf zu tun haben, die Gegenzüge für die entsp. Loks müssen auch passen vor allem zeitlich. Schwierig wurde es dann nur bei Verspätungen, da hat dann schon mal die Wechsellok gefehlt und der "Gegenzug" mußte halt warten.
 
Umspannen

@Ragulin, tt-leuchte
Wie wär es damit, dass ich es nur verwechselt habe?!
Es ging doch nur darum, dass die Lokwechsel an den vorhandenen Fahrdrahtausbau angepasst wurden und die Positionen für den Lokwechsel mitgewandert sind.
Ist doch immerhin schon 25 Jahre her - ihr seid aber auch Haarspalter ....
 
Der Fahrdrahtausbau ging von Dresden aus nach Berlin. Erstmals umgespannt wurden Züge aus Karl-Marx-Stadt in Elsterwerda als der Fahrdraht bis Uckro hing. Danach folgten Baruth, Wünsdorf und Rangsdorf. Doberlug als Umspannpunkt ist mir nicht in Erinnerung. Das Stück wäre arg kurz gewesen.

Ein typischer Umspannbahnhof, der noch nicht im Gespräch war, war Camburg an der Saalbahn. Hier gab es auch eine Behelfsdrehscheibe und eine zweiständiges Rest(?)rundhaus.

Gruß Siggi
 
Und keiner erwähnt Dessau!:bruell:

Aus Richtung Köthen haben die Dieselzüge (wie auch noch Heute)geendet.
Aber aus Richtung Leipzig/Bitterfeld wurden P-Züge auf Diesel/Dampf umgespannt um dann weiter inRichtung Belzig-Berlin od. Brandenburg zugelangen.Diese Schiene wahr bis kurtz nach der Wende ab Meinsdorf ohne Strippe.
Güterzüge wurden meist erst in Roßlau umgespannt ,da dort ein Bw wahr.

Dessau wahr seid 1968 kein Bw sondern nur noch Einsatsstelle von Bw Roßlau. Der Personenzugbahnhofteil Dessau kommt mit seinen damals 6 Bahnsteigsgleisen und Abstellgeisen und kleiner Drehscheibe(16,8m),sehr dicht an die eine oder andere grosse Heimanlage ,wie meiner, heran.

Epochenmässig ist diese Vorbildanlehnung für die Modellbahn sehr Interesant,da dort schon der Lokwechsel seit den 20er Jahren stattfand.
Also Altbau E-Lok`s auf Dampf oder Neubau E-Lok auf GrosDiesel.:fasziniert:



MaTThias
 
In Zwickau wurde von Dampf auf Strom gewechselt und umgekehrt; in Aue von Dampf auf Dampf oder von Diesel auf Dampf; in Reichenbach/Vogtl von Diesel auf Strom und andersrum
VG Uwe
 
@Ragulin, tt-leuchte
Wie wär es damit, dass ich es nur verwechselt habe?!
Es ging doch nur darum, dass die Lokwechsel an den vorhandenen Fahrdrahtausbau angepasst wurden und die Positionen für den Lokwechsel mitgewandert sind.
Ist doch immerhin schon 25 Jahre her - ihr seid aber auch Haarspalter ....

Noch kannst Du es ja ändern und darum geht's mir ja, vor allem auch das "Elsterwerder", denn der Ort hat nix mit dem Werder an der Havel zu tun. Elsterwerda wird wie Bad Liebenwerda und Hoyerswerda mit "a" am Ende geschrieben (vielleicht liegts an dem Fluss, an dem alle 3 Städte liegen).
 
Auch wenn es kein ganz kleiner Bahnhof war:

In Camburg an der Strecke Großheringen - Probstzella mußten alle weitergehenden, mit Elok bespannten Züge Richtung Süden umgespannt werden, weil dort die Fahrleitung endete.
Es gab aber wohl genug Züge, die mit Dampf oder Diesel nach Norden z.B. bis Leipzig Hbf durchliefen.

MfG
 
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