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Grischans Bastelecke

Ja guten Tach im Digitalen Zeitalter :streichel Zur Ätzerei schicke ich auch nur noch PDFs. Spart Porto.
Die Gußform lagert jetzt allerdings bei mir. Für neue Abgüsse muß ich die wieder hin schicken. Hab ich ganz vergessen, hier auch ein Foto davon:

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Vermutlich geht das Überdrehen der Speichenräder nicht so gut wie erhofft.... Ich hatte das Vergnügen schonmal für ne 3 stellige Anzahl Gußradscheiben für TT, aus Neusilber und Lauffläche sollte glaub 8mm Durchmesser werden. Die Maschine wurde je eingestellt und dann in 3 Arbeitsgängen rangetastet. Die Speichen dürften um einiges empfindlicher sein.
Aus dem Gedächtnis betrachtet......wie das lief.....
Die Angüsse der Rumänen sind völliger Mist. Das Material füllt die Kehle von Spurkranz zur Lauffläche. Die anderen seh'n besser aus. Versuch die Angüsse knapp abzusägen, ideal noch etwas verschleifen, sonst hakt dort der Meisel und die Speichen biegen sich. Zuerst auf der Lauffläche mit passend ausgedrehter Spannzange aufnehmen, ist hinreichend dick und stabil. Ggf. Freiheit für's Gewicht schaffen das nur die Außenseite der Lauffläche anliegt. Nun die Rückseite plan ziehen und auf Solldicke der Radscheibe, und den Spurkranz rund machen (Durchmesser). Neue Spannzange, Rad drehen, Rückseite zur Spannzange, sollte rund laufen. Nun die Achsbohrung aufdrehen !!, geringes Untermaß zur Isobuchse bzw. dem angedachten Material. Die Isobuchsen vorfertigen, Eindrücken. Rad wieder am Spurkranz spannen, Isobuchse hinten planen, Zentriebohrung für Achse setzen, geringes Untermaß. Rad wenden in gleicher Zange, Profil der Lauffläche mit entsprechendem Meisel drehen inkl. Kontur zum Spurkranz. Achsen fertigen, aufwachsen. Viel Erfolg, ich möchts nicht machen müssen...da entsteht bestimmt etwas Schrott dabei....
 
@Grischan

Mich würden 2 Dinge interessieren:

(1)
Wie sind denn Deine Erfahrungen mit FreeCad? (Dafür ist sicher ein neuer Thread notwendig - das würde diesen hier sprengen). Es gab in der Vergangenheit einige Meldungen, dass es hin und wieder zu Fehlern und Abstürzen kam, wenn man was konvertieren wollte z.B. für den 3D-Druck. Wir arbeiten deshalb zurzeit mit Fusion360 - man darf halt nur bis zu 10 Projekte aktiv in der Bearbeitung haben.

(2)
Mich würde mal interessieren, wie Du so ein Rad einspannst und wie Du die Radreifen plan drehst. Da fällt mir als Grobmotoriker (ehemaliger Maschinen- und Anlagenmonteur) echt nix ein. Wird das Rad außen am Spurkranz eingespannt? Wenn Du es dann eingespannt hast - was soll das für ein Drehmeißel sein? Der muss doch mit bloßem Auge kaum noch erkennbar sein? Ich kann hin- und wieder eine Hobbymat nutzen, aber die ist dafür wohl nicht geeignet ...
 
Hallo miteinander
zum einspannen der Radscheiben würde ich eine Gewindestangemit 2 Muttern und zwei Scheiben benutzen
das Rad zwischen den Scheiben einschrauben und die Stange dann ins Dreibackenfutter einspannen
fb.
 
Zum Einspannen beim Abdrehen könnte so etwas funktionieren:

Diese Spannzangen habe ich für die Achsbohrungen der Räder meiner V 10 C benutzt:

Damit die Sache mit dem Ein- und Aufpressen funktioniert, müssen die Isolierbuchsen aus dem passenden Kunststoff gefertigt sein. Mit gedruckten Buchsen klappt das - zumindest mit den Harzen, die ich bisher benutzt habe - nicht. Das jeweils übermaßige Metallteil quetscht den Kunststoff nicht, sondern schert ihn einfach ab. Vor allem beim Einpressen der Buchsen hatte ich daher das Problem, dass sie anschließend zu locker saßen, sich beim Aufpressen des Rades auf die Achse schräg stellten und das Rad dadurch eierte. Ich bin daher dazu übergegangen, die gedruckten Buchsen mit Loctite 603 einzukleben. Damit habe ich erstmals drei quasi eierfreie Radsätze hinbekommen. In meinem V 10 C Thread poste ich demnächst mal noch ein paar Bilder dazu.

Andi
 
bei den Radscheiben für die TTe Rollböcke habe ich die Bohrungen mit 2Komponentenkleber verschlossen und anschließend auf der Drehbank die Achsbohrung gesetzt
fb.
 
Wir arbeiten deshalb zurzeit mit Fusion360 - man darf halt nur bis zu 10 Projekte aktiv in der Bearbeitung haben.

(2)
Mich würde mal interessieren, wie Du so ein Rad einspannst und wie Du die Radreifen plan drehst. Da fällt mir als Grobmotoriker (ehemaliger Maschinen- und Anlagenmonteur) echt nix ein. Wird das Rad außen am Spurkranz eingespannt? Wenn Du es dann eingespannt hast - was soll das für ein Drehmeißel sein? Der muss doch mit bloßem Auge kaum noch erkennbar sein? Ich kann hin- und wieder eine Hobbymat nutzen, aber die ist dafür wohl nicht geeignet ...
Wenn es funktioniert und du mit dem Programm klarkommst, dann bleib bei Fusion. Und die maximal 10 Dateien sind absolut kein Problem, da du die anderen auf schreibgeschützt stellst und wieder 10 neue Dateien bearbeitest. D.h., wenn du eine alte schreibgeschützte Datei bearbeiten willst, einfach den neuen Stand speichern und die Datei ist nicht mehr schreibgeschützt.

Wenn Du es dann eingespannt hast - was soll das für ein Drehmeißel sein? Der muss doch mit bloßem Auge kaum noch erkennbar sein?
Wenn der Eckenradius sehr scharfkantig sein soll, wird ein HSS Rohling passend geschliffen, die Meißelgröße ist doch beim Außendrehen des Profils egal, Hauptsache der passt in die Drehmaschine.
 
Wie sind denn Deine Erfahrungen mit FreeCad?
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Für so einen einfachen Radstern sind drei Arbeitsschritte erforderlich. Wenn das Teil fertig ist, erstelle ich das Netz aus der Form und exportiere dieses als .stl. Bisher hatte ich damit noch nie Probleme.

Andi
 
Geht in Fusion auch sehr simple und ist in unter 10 min erledigt.

Skizze für Rotationsgrundkörper erzeugen:

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Rotationskörpererzeugen:

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Vertiefungen subtrahieren:

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2. Skizze - Referenzen aus Rotationskörper übernehmen und das Segment für die Auschnitte ertsellen:

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Extrudieren und im Ring anordnen:

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Segmenten vom ersten Rotationskörper subtrahieren und fertig:

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War nur schnell zum Zeigen. Ja, den Schritt hätte man sich natürlich noch sparen können. 👍
So, dann meinste, wa?

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Zuletzt bearbeitet:
Huch so viel zum Beantworten:
@rklemmi: ich habe hier knapp 30 Radscheiben von Exella liegen. Die werden genügen um das genaue Verfahren auszutüfteln. Die sind ja eh Schrott.

@F-Rob_S: Meine Erfahrungen mit FreeCAD sind durchweg gut. Ich hab mich vorher mit Leuten unterhalten, die teils professionell mit CAD zu tun haben, die haben es mir empfohlen. Hauptgrund ist das Lizenzmodell und das man in einer Anwendung konstruiert und nicht im Browser. Gerade bei Fusion360 schrauben sie wohl gerade mal wieder am Lizenzmodell. Wer garantiert, dass die Zeichnungen nicht morgen alle weg sind oder sie jemand anders nachnutzt? Abgestürzt ist mir FreeCAD noch nie. Einzig diese Sache mit dem Topological Naming Problem hat mich nerven gekostet. Aber das hat ja weniger mit FreCAD zu tun, als mit der Art eine Konstruktion aufzubauen und zu ändern. Das muss man lernen.

Zu der Spannerei: Andi hat da ja was von Formann verlinkt. Allerdings werde ich das nicht kaufen. So man eine Drehbank hat, kann man das auch selbst herstellen. Das Spannen über die Lauffläche passiert in einer Spannzange. Dafür kann ich das Futter meiner Drehbank abnehmen und einen Spannzangenhalter ER32 aufsetzen. Gibt es bei Paulimot oder HBM. Da sind Spannzangen für Durchmesser 2 - 20 mm dabei.

@FB ne M2 Gewindestange ist mir nicht stabil genug zum Spannen. Auf der Drehbank an einen Rundling vorn einen 2mm Zapfen gedreht und ein Stück Gewinde drauf geschnitten. So kann ich die Radscheibe spannen und sogar den Radreifen über eine passende Scheibe mit stützen/fixieren.

@mcpilot Deine Kommentare kann ich nicht einordnen. Worauf beziehen die sich? Vielleicht sollten wir für FreeCAD wirklich einen anderen Thread aufmachen. Bin da auch interessiert zu lernen. Aber ungefähr wie Andi hab ich die Räder auch konstruiert. Man kann die Anzahl der Speichen sogar parametrisieren.
 
100%ig würde ich nicht die gegossne Bohrung zum spannen nehmen. Weil einmal die Kräfte da viel zu hoch sind als das es halten würde wenn man ganz außen am Umfang spanen möchte. Zum anderen weil dieses Loch rund ausschauen mag, es aber sicher nicht ist und zum anderen auch nicht sicher rechtwinklig zum Rest vom Rad. Aber jeder soll seine Erfahrungen sammeln.
 
Deine Kommentare kann ich nicht einordnen. Worauf beziehen die sich? Vielleicht sollten wir für FreeCAD wirklich einen anderen Thread aufmachen. Bin da auch interessiert zu lernen. Aber ungefähr wie Andi hab ich die Räder auch konstruiert. Man kann die Anzahl der Speichen sogar parametrisieren.
Nein es ging um Madas seine Hinweise zu Fusion360.

Ich hatte mal FreeCAD probiert, wenn ich damals das richtige gefunden hatte und es war nichts für mich. Deshalb bleibe ich auch bei Fusion und hatte F-Rob_S auch dazu geraten. Du kannst Fusion für deine privaten Anwendungen auch kostenlos bekommen und es ist Inventor aus dem gleichen Haus sehr ähnlich, was die Arbeit mit Erfahrungen bei dem Umgang mit einem richtigen Konstruktionsprogramm erheblich vereinfacht gegenüber FreeCAD oder anderen Programmen.
 
Nur die Vergabe der Constrains in Baugruppen finde ich in Fusion noch grottig. Da ist mir Inventor lieber.
Aber vlt kommt da ja noch was.
Ist wirklich ein eigenes Thema wert.
 
So unterschiedlich sind die Erfahrungen, ist wohl wie mit iphone und Samsung. Hatte im Studium vor mehr als 20 Jahren bereits mit AutoCad zu tun , daher war FreeCad für mich sehr einfach und intuitiv. Konstruiere fast alle benötigten Teile damit. Könnte mir das 3D-Leben ohne FC gar nicht mehr vorstellen. Gern ein eigenes Thema.

Salud
Butzler
 
Zum Glätten von Unebenheiten haben Hersteller feinmechanischer Sachen das Zeug früher zusammen mit abrasivem (kennt die „KI“ nicht - musst tausend mal ändern 🤣) Sand in eine Trommel, ähnlich Betonmischer, gesteckt.
Darf man, wie meist im Leben, nur nicht übertreiben 🤣🤣.
:top:
Das nennt man Trovalisieren.
Entfernt feinsten Grat ohne Kanten zu brechen und erzeugt eine matte, aber nicht rauhe Oberfläche.
Zum Drehen muss man (vor allem) am Radreifen spannen. Braucht man eine spezielle Drehvorrichtung. Die Bohrung, wo die Achse… Welle … Achswelle (verschont mich bitte mit Spitzfindigkeiten) hin muss, dient dann nur zum Zentrieren.
:top:
Drehvorrichtung = wie von Grischan beschrieben - Spannzangen.
Im industriellen Bereich gibt es für die verschiedenen Futter extra weiche Spannzangen zum selbst Ausdrehen.
Den Bau des Gußbaums übernimmt die Gießerei. Ich hab da nur 2 STL-Dateien mit den Zeichnungen der puren Räder hingeschickt.
Nich mal Urmodelle? Nur Dateien?? Erstaunlicher Service!
Das gibt es schon seit vielen Jahren:
STL > Wachsdruck > Gießbaum bauen > Gießbaum abformen > Gießen (Schleuder-, Vakuum- oderwasauchimmer-Guß)
Man kann das Loch kleiner konstruieren, den Spanner entsprechend kleiner wählen und erst nach Drehen der Lauffläche auf Maß bohren. Wenn die Nabe stabil genug ist (davon gehe ich aus), kann man damit kleinere (!) Abweichungen ausgleichen.
Ein vorgegebenes 'Loch' wird einen Bohrer immer 'verführen', der im Guß vorhandenen Unwucht zu folgen. Ein Spiralbohrer wird dieser Verführung kaum Widerstand leisten.
Besser:
Kein Startloch vorsehen, sondern mit einem Zentrierbohrer (möglichst Vollhartmetall (VHM)) kurz gespannt ins Volle bohren.
Danach knapp unter Zielmaß aufbohren und mit einer Reibahle auf Zielmaß aufreiben.
 
Das gibt es schon seit vielen Jahren:
STL > Wachsdruck > Gießbaum bauen > Gießbaum abformen > Gießen (Schleuder-, Vakuum- oderwasauchimmer-Guß)
Jaja, schon klar. Hab mich mit derlei Dingen auch schon befasst. Aber bisher wollte der Abgießer immer einen von mir fertig zusammengestellten Baum aus Urmodellen haben. Dass man da nur noch Dateien hinschickt, war mir neu.
 
Hallo, zum bearbeiten der Gußräder mache ich es so. Das Speichenrad nehme ich in der Spannzange auf und reibe die Achsbohrung auf, bei mir auf die Hülsen von Fohrmann-Werkzeuge. Dann nehme ich den Dorn der Aufnahme von Fohrmann, unterstütze den Radstern mit eigenen Hülsen kurz unter dem Radreifen. Zum überdrehen nehme ich den fertig geschliffenen Meißel und drehe erst die Lauffläche und Spurkranz, dann die Rückseite.
Ja es geht auch mal daneben, beim letzten Durchgang hatte ich auf 100 Radscheiben 8 für die Tonne.

mfg Bahn120
 
Hallo, zum bearbeiten der Gußräder mache ich es so. Das Speichenrad nehme ich in der Spannzange auf und reibe die Achsbohrung auf, bei mir auf die Hülsen von Fohrmann-Werkzeuge. Dann nehme ich den Dorn der Aufnahme von Fohrmann, unterstütze den Radstern mit eigenen Hülsen kurz unter dem Radreifen. Zum überdrehen nehme ich den fertig geschliffenen Meißel und drehe erst die Lauffläche und Spurkranz, dann die Rückseite.
Ja es geht auch mal daneben, beim letzten Durchgang hatte ich auf 100 Radscheiben 8 für die Tonne.

mfg Bahn120
nich in die Tonne--als Ladegut im Schrottwagen gehen die immer noch
fb
 
Das nennt man Trovalisieren.
Entfernt feinsten Grat ohne Kanten zu brechen und erzeugt eine matte, aber nicht rauhe Oberfläche.
Wir haben zuhause dafür spezielle Steine verwendet, das mit dem Sand war mir auch neu. Alles in einer achteckigen Stahltrommel mit Gummiüberzug innen, den Plast Eimer hatte Vatern Jahre vorher auch mal verwendet.
 
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