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Frage an Signal-Spezialisten (EZMG)

poul_erik

Foriker
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Vanlöse-Kopenhagen/Dänemark
Frage an Signal-Spezialisten (EZMG)
Auf meiner Anlage habe ich auf der Hauptstrecke einen Keilbahnhof, von dem eine Nebenstrecke abzweigt. Auf dieser Nebenstrecke möchte ich EZMG-Signale aufstellen, während auf der Hauptstrecke Hl-Signale verwendet werden.
Meine Frage lautet: Wo sollte das erste EZMG-Signal platziert werden?
Sollte es an der Einfahrt zum ersten Zwischenbahnhof der Nebenstrecke stehen?
Gab es außerdem Nebenstrecken, die nur EZMG-Einfahrtssignale hatten – also keine Ausfahrtssignale an den Bahnhöfen entlang der Strecke?
Auf meiner Nebenstrecke gibt es zwei Zwischenbahnhöfe und einen verdeckten Endbahnhof.
 
Moin,
nach meinem Kenntnisstand hatten alle EZMG Stellwerke Ausfahrsignale.
Die ersten EZMG Signale sollten, wie du schon bemerkt hast, die Einfahrsignale (Vorsignale) des ersten Zwischenbahnhofs sein.
Norbert
 
Hej,

die Signalisierung eines Bahnhofs bestimmt die hochwertigste Strecke, die dort "vorbei" kommt. Also bei einer von der Hauptbahn abzweigenden Nebenbahn, gibt die Hauptbahn vor, was wie wo in diesem Bahnhof signalisiert wird.
Insofern müsste das erste EZMG-Signal das Einfahrsignal des nächsten Bahnhofs der Nebenbahn sein.

Da die EZMG-Stellwerke in Serie gefertigt wurden, war das Komplettset Signale immer mit dabei. Man konnte dann Signale sparen, wenn man zum Beispiel nur vier Gleise genutzt hat. Insofern gab es keine EZMG-Stellwerke ohne Ausfahrsignale. Im Laufe der Zeit ist man dann immer mehr zu den WSSB-Signalen übergegangen, da der Rostschutz bei den sowjetischen Signalen wohl zu wünschen übrig ließ.

Gruß ebahner
 
Mir war so, dass die EZMG-Technik nur für eine bestimmte Form von Bahnhof einsetzbar war....
 
Moin,
die Stellwerke waren, wenn sie geliefert wurden, für eine bestimmte Bahnhofsausstattung ausgerüstet. Das wurde dann in der DDR der Örtlichkeit angepasst (durch umbau der Schaltschränke). Die Signale wurden entsprechend angepasst. Es waren auch Bauteile der Signaltechnik der DR vorhanden, wie Schrankenanlagen und Rangiersignale, welche den üblichen Bauformen entsprachen. Auch dafüt wurden die Schaltungen angepasst. Somit war vom Einheitstyp entsprechend der Örtlichkeit mehr oder weniger verändert worden.
Norbert
 
die Signalisierung eines Bahnhofs bestimmt die hochwertigste Strecke, die dort "vorbei" kommt. Also bei einer von der Hauptbahn abzweigenden Nebenbahn, gibt die Hauptbahn vor, was wie wo in diesem Bahnhof signalisiert wird.
Moin,
kannst du mir diesen Satz bitte erklären, wie das zu verstehen ist? Die Ausrüstung von Bahnhöfen richtet sich in der Regel nach einem Lastenheft und danach, was der Auftraggeber vorgibt, so ist es jedenfalls Heute, egal mit welcher Wertigkeit (?) die Strecke veranschlagt ist. Es Gibt auf Hauptbahnen noch viele mechanische Stellwerke und auf Nebenbahnen elektronische Stellwerke...
Norbert
 
die Signalisierung eines Bahnhofs bestimmt die hochwertigste Strecke, die dort "vorbei" kommt. ...
Eher nicht.
Es gibt heute noch hochfrequentierte Bahnhöfe auf Hauptbahnen, die mechanische Signale haben.

Oder worauf möchtest du hinaus?
Mir war so, dass die EZMG-Technik nur für eine bestimmte Form von Bahnhof einsetzbar war....
Nur bis zu einer bestimmten Größe, ja.
 
Die Signale wurden entsprechend angepasst. Es waren auch Bauteile der Signaltechnik der DR vorhanden, wie Schrankenanlagen und Rangiersignale, welche den üblichen Bauformen entsprachen.
Es waren sowohl bei den sowjetischen Signalen als auch bei den WSSB-Signalen Anpassungen erforderlich. Bei den sowjetischen Signalen musste im Fall des Ausfahrsignals die Einzeloptik in weiß nachgerüstet werden, um das Ra12 zu signalisieren. Diese Einzeloptiken wurden aber aus der SU gleich mit geliefert.
Bei den WSSB-Signalen wurde zum Beispiel der Platz für den Lichtpunkt des Ersatzrot verblecht, da die EZMG-Technik kein Ersatzrot kennt.
Moin,
kannst du mir diesen Satz bitte erklären, wie das zu verstehen ist? Die Ausrüstung von Bahnhöfen richtet sich in der Regel nach einem Lastenheft und danach, was der Auftraggeber vorgibt, so ist es jedenfalls Heute, egal mit welcher Wertigkeit (?) die Strecke veranschlagt ist. Es Gibt auf Hauptbahnen noch viele mechanische Stellwerke und auf Nebenbahnen elektronische Stellwerke...
Norbert
Es geht nicht um die Stellwerksbauform sondern um die Frage, welche Ausrüstung vorhanden sein muss. Schließt eine Nebenbahn mit vmax 50 km/h an, so könnte man auf das Einfahrsignal ja verzichten, aber die Hauptbahn sagt dann, dass sämtliche einmündenden Strecken in den Bf Einfahrsignal haben müssen.
Es gibt heute noch hochfrequentierte Bahnhöfe auf Hauptbahnen, die mechanische Signale haben.
Oder worauf möchtest du hinaus?
Du meinst sicherlich Formsignale. Es geht nicht um die dort vorhandene Technik sondern um die Frage der Ausrüstung (zum Zeitpunkt der Errichtung des Stellwerkes).
Das eine schließt das andere ja nicht aus.
Es ging ebahner dabei sicherlich nicht um die Stellwerkstechnik, sondern um den Umfang der Signalisierung innerhalb einer Betriebsstelle.
Genau.

Man hat übrigens auch ein EZMG-G aus der SU angefordert. Dies sollte ein Hauptbahnstellwerk sein. Leider ist nicht mehr als der Prototyp in Minsleben entstanden. Dann kam da irgendwas zeitgeschichtliches dazwischen.

Gruß ebahner
 
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