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Ein Quadratmeter TT: Eine Fensterbankanlage

Funk-N-Stine

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Ort
Wien
Hallo zusammen,

als Reaktion auf User TTaske, der in einem anderen Thread auf der Suche nach Gleisplänen für seine 130 x 90 cm messende Grundplatte ist, habe ich einen Gleisplan meiner kleinen Fensterbank-Anlage mit den passenden Maßen 124 x 90 gezeigt.

Aufgrund sehr positiver Rückmeldungen möchte ich meine Anlage hier in diesem eigenen Thread vorstellen:

Grundprinzip ist eine Ringstrecke zwischen Bahnhof (rechts) und Schattenbahnhof (links). Der Bereich links der grünen Linie ist verdeckt. Zusätzlich zweigt im Bahnhof eine Anschlussbahn ab, die in der Anlagenmitte in einem Kreis stetig ansteigt und zu einem Industrieanschluss über dem Schattenbahnhof führt (im Gleisplan nicht dargestellt).
Im Schattenbahnhof zweigen zwei Stumpfgleise ab, an denen optional jeweils ein Fiddleyard oder ein weiteres Anlagensegment angesetzt werden können.

Die Gleise sind von Tillig, in der Stückliste fehlen noch drei Flexgleise und eben der Industrieanschlussbereich. Diesen mit unterschiedlichen Rangierfahrten zu bedienen ist ein wesentliches Betriebsthema der Anlage.
Statt des Industrieanschlusses wäre eventuell auch ein zweiter Bahnhof in Minimalausstattung denkbar gewesen. Eine Umfahrmöglichkeit ist platzmäßig aber schwer unterzukriegen, daher habe ich darauf verzichtet

Die Anlage ist weitgehend fertiggestellt, es fehlen aber noch einige Details und Ausgestaltungselemente. Ich werde in Folge einige Beiträge mit Bildern und Hintergrundinformationen meiner kleinen Anlage zeigen.

Viele Grüße und viel Spaß damit!
 

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@Funk-N-Stine - bitte unbedingt mehr von der Anlage zeigen, das klingt interessant!
Es gibt sogar einen Spezialthread hier für solche Klein(st)anlagen:

 
Ok, gerne. Und danke für die Info mit dem Link.

In unserer Wohnung gibt es zwei große Fensterbänke, von denen ich eine für meine kleine Anlage verwenden durfte. Wenn sie nach vorne etwas übersteht, konnte ich 120 x 90 cm herausholen, später habe ich sie noch um 4 cm verbreitert um das Ladegleis bis zum Empfangsgebäude zu verlängern. Vorne links befindet sich zudem ein klapp- und abnehmbarer Fiddleyard zur Zugbildung.
Auf eine Hintergrundkulisse habe ich verzichtet, dafür hat es in Wien gerade ungewöhnlich stark geschneit:
Anlage 1.jpeg

Wenn der morgendliche Schüler- und Berufsverkehr abgewickelt ist, taucht zuverlässig die Übergabe auf:
Anlage 2.jpegAnlage 3.jpeg

In meinem Industrieanschlussbereich befindet sich die Firma Zitterell, die Putz- und Dämmstoffe herstellt und dafür Kalk, Gips und Zement mit Wagen der Typen Ucs, Tds und Tms erhält. Fertigprodukte werden in gedeckten Güterwagen versendet. Daneben befindet sich noch der stahlverarbeitende Betrieb Ramscher. Der Fcs mit Kohle ist für das Freiladegleis bestimmt.

Der Tds wird vorerst auf dem Stumpfgleis abgestellt. Mit Kalk und Stahl am Haken geht es nun bergwärts, auf den 40 Promille erreicht die 212 bereits ihre Grenzlast und muss sich ins Zeug legen:

Anlage 4.jpegAnlage 5.jpegAnlage 6.jpegAnlage 7.jpeg

Die meisten Wagen werden bergwärts gezogen und talwärts geschoben. Für das Gleis ganz links muss hin und wieder aber auch ein Wagen umgekehrt zugestellt werden, was den Aufwand angenehm vergrößert.
Zuletzt wird noch das Fcs zugestellt, dann wartet für Lokführer und Rangierer der wohlverdiente Besuch in der nahegelegenen Metzgerei:

Anlage 8.jpeg

Viele Grüße!
 
Eine wirklich hübsche Anlage du da hast. :ja: :gut:
Ich glaube fast, das unter den gegebenen Umständen eine Spillanlage für den Güterschuppen erste Wahl wäre.
 
Hallo,

danke. Über die Spillanlage habe ich tatsächlich schon nachgedacht, aber in die Halle hinein kam mir das in Bau und Betrieb etwas kompliziert vor.
Eine kleine Ortsdiesellok wäre eine Alternative, aber hier habe ich in TT noch nicht die richtige für mich gefunden.

Grüße und schönes Wochenende!
 
Eine wunderbare Idee und richtig schöne Umsetzung.
Ich bin dafür, dass die zweite Fensterbank auch diesem Zweck zugeführt wird.😀
 
@Funk-N-Stine
Eine feine, kleine Anlage. Ich wäre dafür, daß ein Admin deinen Beitrag in ein eigenes Thema auslagert. Hier geht das eventuell unter und das wäre schade. Jede Anlagenvorstellung hier hat meiner Meinung nach einen eigenen Fred verdient.
 
Sehr schön! Jetzt musst Du uns nur noch verraten, wie das mit dem Fensterputzen funktioniert… 🤔
 
… mit Lappen und In-Door-Hubschrauber?
 
Sehr schön! Jetzt musst Du uns nur noch verraten, wie das mit dem Fensterputzen funktioniert… 🤔

Servus,

ganz einfach: Die Anlage lässt sich zu zweit wunderbar tragen und woanders hinstellen. Im Sommer wird sie meistens eh auf eine Kommode in einer dunkleren Ecke gestellt. Wenn andere Leute zum Betrieb machen vorbeikommen, passt sie auch auf dem Küchentisch (es heißt ja auch Table-Top), wo sie dann von allen Seiten bespielt werden kann.

Der Urspungsbeitrag wurde mit Admin-Hilfe angepasst, danke dafür!
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Sommer wird sie meistens eh auf eine Kommode in einer dunkleren Ecke gestellt.
Wenn du mal wieder jemand zum tragen hast, würde ich vorschlagen, dass du sie mal nach draußen bringst und dann im freien Fotos vor realem Hintergrund machst. Falls du den Effekt noch nicht kennst, wird er dich umhauen!
Ich würde meinen Urspungsbeitrag für diesen neuen Thread gerne ein wenig anpassen
Vielleicht liest ein Admin mit, alternativ jemanden anschreiben, der hier mehr zu schreiben hat, zum Beispiel @Stardampf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo sind wir hier eigentlich?

Meinem Bahnhof fehlt noch das Bahnhofsschild, aber er trägt den Namen "Uttenweiler".

Uttenweiler, existiert das denn? Ja, Uttenweiler ist ein (für oberschwäbische Verhältnisse) größeres Dorf, das beinahe einst einen Bahnanschluss von Biberach an der Riß erhalten hätte. Im Jahr 1919 wurde nach jahrelanger Planung und Diskussion mit dem Bau dieser Nebenbahn begonnen, der jedoch nach der Erstellung von einigen hundert Metern Unterbau im Biberacher Stadtgebiet wieder abgebrochen wurde (Uttenweilers Nachbarort Attenweiler hat bis heute eine Bahnhofsstraße, obwohl der Bahnhof über das Theoriestadium und eventuell den Grunderwerb nicht hinauskam). Dabei war Uttenweiler sogar nur als vorläufiger Endpunkt einer Verbindungsbahn zwischen Süd- und Donautalbahn vorgesehen, bei der das Ziel einer Verlängerung ins Donautal zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden sollte – im Gespräch waren die Bahnhöfe Munderkingen, Riedlingen und Rottenacker.

Was beim Vorbild also weitgehend fiktiv blieb, wird nun zumindest bei mir im Modell nachgebildet. Ich habe für die Fortführung der Strecke die Variante nach Riedlingen ausgewählt, die von allen Optionen die landschaftlich reizvollste geworden wäre, weil sie unmittelbar am Fuß des Bussen, der die umliegende Gegend um 100 – 200 Meter überragt sowie als Wallfahrtsort und „Heiliger Berg Oberschwabens“ bekannt ist, verlaufen wäre (und in diesem Bereich nicht unwesentliche Steigungen gehabt hätte). Nach ihm hätte auch die gesamte Strecke benannt werden können: Die „Bussenbahn“.

Bussenbahn.jpg
(Bild aus Openstreetmap)

Zwischen Hailtingen und Riedlingen wäre die normalspurige Bussenbahn nach meiner Vorstellung anstelle der tatsächlich gebauten, schmalspurigen Federseebahn entstanden.
Die Anlage ist zeitlich zwischen 1978 und 1982 angesiedelt (wenn Rocos angekündigte 086 kommt, wird der Zeitraum vielleicht nachträglich auf 1972 rückverlängert).

Wer die Gegend kennt, weiß, dass das verkehrliche Potenzial dieser Strecke ziemlich überschaubar gewesen wäre. So braucht man etwas Vorstellungskraft, um anzunehmen, dass die Bahn sämtliche Stilllegungswellen der 50er bis 70er Jahre überstanden hat. Denkbar wäre dies allerdings durchaus, wenn der Bahnbau die Ansiedlung von Industrie und dementsprechendem Güterverkehrsaufkommen begünstigt hätte. Im Personenverkehr hätte die Chance der Strecke vielleicht im Schülerverkehr gelegen (alleine zwischen Stafflangen und Biberach fahren heutzutage morgens vier Busse in kurzer Folge, um die Schülermengen zu bewältigen). An Wochenenden hätten Ausflugszüge zum Bussen vielleicht ihr Publikum gefunden, zumindest in der Sommersaison.

Und das ist eine reichlich großspurige Hintergrundgeschichte für so eine kleine Anlage, deswegen lassen wir es so weit mal gut sein.

Da heute Sonntag ist, ruht der Güterverkehr, dafür gibt es die planmäßige Kreuzung zwischen dem 8704 Riedlingen - Biberach mit dem 6313 Ulm - Riedlingen. Die 218 ist größenmäßig schon ziemlich die Obergrenze für die engen Radien.
Zugkreuzung.jpeg

Viele Grüße und schöne Woche!IMG_0382.jpeg
 
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