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Lazarettzug

Heizkesselwagen von @chap ab diesem Beitrag:
Zu erwerben bei www.digitalzentrale.de.
 
Ein Heizwagen wäre noch schön. Aber woher nehmen?

so schlimm dürfte ein Eigenbau gar nicht werden . heizkesselwagen epoche I - Google Suche

ein passender Grundkörper läßt sich bestimmt finden, zumal die damaligen Heizkesselwagen auch nur aus der Not heraus gebaut wurden;
so typisiert wie die 4-achsigen ab Ep. II waren die damals nicht,


hier mal ein eigener Versuch
Heizungswg. - IMG_0282.jpg

mfg
fp
 
Ja, eine Lösung mit Containertragwagen und flexibel nutzbaren Containern für Krankentransport, Behandlung oder als Notfalllager wäre sicherlich sinnvoller.
 
Diese Lösung hätte aber das Problem, dass man dort nicht durchgehen kann. Zumindest nicht ohne weiteres. Das wäre dann auch wieder ungünstig. Bin gespannt, wie man das Thema angeht, die Tragen in den Zug zu bekommen. Könnte aber eventuell ganz gut gehen, wenn man die gegenüberliegende Tür verschließt und damit dort auch die Treppe einebnet. Na wir werden sehen.

Gruß ebahner
 
Ich hätte eher eine containerbasierte Lösung erwartet.
So ein Konzept (mit Durchgangsmöglichkeit) gibt es seit einigen Wochen: MedEvacTrain von Rheinmetall und Alstom
Auch wenn das Konzept auf Grund der Flexibilität verlockend scheint, halte ich nicht viel davon. Containertragwagen sind und bleiben Güterwagen, die weder den Komfort noch die Geschwindigkeit von Personenwagen bieten - beides Eigenschaften, die mir für den Transport Verwundeter essentiell erscheinen.
...flexibel nutzbaren Containern für Krankentransport, Behandlung oder als Notfalllager wäre sicherlich sinnvoller.
Klingt verlockend, aber im Ernstfall brauchst du alles gleichzeitig. Da sind spezialiserte Lösungen, die optimal auf die jeweilge Aufgabe zugeschnitten sind, wesentlich besser, nicht nur von der Funktionalität, sondern auch vom Training des Personals.
 
Zumal beim (zivilen noch extremer als militärischen) Ernstfall erst die Tragwagen zusammengesucht, zugeführt und "beladen" werden müssten, was extra Personal und viel (!) Zeit beanspruchen würde.

Die Tunnelrettungswagen sind trotz optischer Ähnlichkeit auch keine Container.
 
Die Fachleute werden ihre Gründe für ihre Lösung haben. Die sofortige Einsatzbereitschaft wird sicher ein Argument sein. Dass die Container separat gelagert und die Wagen erst im Bedarfsfall zusammengebaut werden, halte ich für ein Gerücht. Ich war seinerzeit bei einer Fernmeldetruppe und die einzelnen Komponenten steckten auch in Containern. Fahrzeug und Container blieben immer zusammen. Zudem sind Krankenhäuser auf Schienen extrem unpraktisch, vor allem in Zeiten, wo es kaum noch irgendwo Abstell- oder Ladegleise gibt. Ein konventionelles Feldlazarett kannst du irgendwo in der Wildnis aus ein paar Fahrzeugen in wenigen Stunden zu einer riesigen Größe aufbauen. Lazarettzüge dienen in erster Linie dazu, viele Menschen so schnell wie möglich aus der Gefahrenzone zu bringen. Dazu wird man auch in Zukunft ganz normale Personenwagen einsetzen - so es überhaupt noch "Schlachtfelder" wie in der Geschichte geben wird. Die heutige Kriegsführung ist ja eher dezentral.

Gruss, iwii
 
Es soll ein Patiententransportzug entstehen. Dieser kann dann insgesamt 240 Personen, also Schwerverletzte, Leichtverletzte und Betreuungspersonal befördern. Scheinbar hat man sich gegen die Beschaffung von 3 ICEneo entschieden und setzt nun auf die Umrüstung von Reisezugwagen. Im letzten Absatz steht was von Umrüstbarkeit von zivilen Personenverkehr auf die Patientenevakuierung. Mit dieser Lösung ist wahrscheinlich angedacht, diese "Paletten" der Lufthansa auch nach Umbau/Umrüstung in einem Reisezugwagen einzusetzen.

Damit können die Wagen ganz regulär zur Personenbeförderung eingesetzt werden und im Fall der Fälle greift man auf die vorhandene Ausrüstung bei der Lufthansa zurück. (so mein Verständnis)

Aus dem Veröffentlichung bleibt vieles unklar, aber man hat die Absicht der Sache näherzutreten.

Die 1989 und 1990 gebauten Bymee für CSD hatten diesen Einsatzzweck auch. Früher gab es den Begriff Fakultativwagen.

Johannes
 

Bundeswehr-Konzept versus Rheinmetall-Lösung​

Der Vergleich zwischen dem, was bisher in Sanitätsdiensten und in Medien diskutiert wurde, und dem, was Rheinmetall und Alstom jetzt präsentierten, unterscheidet sich deutlich voneinander. Die ICE-3neo-Lösung basiert auf einem geschlossenen Hochgeschwindigkeitszug, dessen Wageneinheiten fest miteinander verbunden sind. Der Umbau muss gesondert und ganzheitlich erfolgen; das Rheinmetall-Konzept bleibt durch seinen modularen Container-Bau flexibler – auch im Fall einzelner Ausfälle von Waggons durch Beschuss.
Dazu kommen Einschränkungen, die erst im Übungsbetrieb wirklich auffallen. Beispielsweise der Umstand, dass Personenzüge wie der ICE nie für den Ein- und Ausstieg via Patiententransportrage konstruiert wurden. In der Praxis führt das zu teils skurrilen Bildern, zu schmale Gänge und Türen führten bei einer gemeinsamen Übung von US Army und Bundeswehr in Polen kürzlich dazu, dass die Tragen durch geöffnete Fenster ins Innere des zweckentfremdeten Waggons bugsiert wurden.

(Das Bild habe ich entfernt)
US-Soldaten versuchen, eine Trage mit Verwundetem durch das Fenster eines weißen Zugwaggons zu heben.
Foto: CPM / Navid Linnemann

Das ist nicht nur umständlich, sondern kostet auch wertvolle Zeit. Zeit, die 1.000 Verwundete täglich nicht haben, wenn sie von einer möglichen Ostfront im Baltikum über Polen nach Deutschland verlegt werden wollen.
Zitat aus DEFENCE-NETWOFK.com
Ich hoffe, das ist rechtlich in Ordnung?
Bei Bedenken bitte entfernen.
 
... auch nach Umbau/Umrüstung in einem Reisezugwagen einzusetzen.

Damit können die Wagen ganz regulär zur Personenbeförderung eingesetzt werden ...
Welche Reisezugwagen sollen das sein? Wo gibt es die* noch in größerem Umfang, so dass die in Zeifelsfall für medizinische/militärische Nutzung abkommandiert werden können?

* abgesehen von Doppelstockwagen
 
@Mika Die Reisezugwagen sollen zukünftig laut dem Bericht auch für die zivile Nutzung eingesetzt werden. Ich gehe davon aus, es sind ähnliche Großraumwagen wie für den Comfortjet der CD (kommt von Siemens). Es geht nicht darum vorhandene Reisezugwagen zu nutzen.

Johannes
 
@Stardampf
Das sind doch nur Scheinargumente (Vermutlich direkt aus der Marketingabteilung von Rheinmetall). Bei neu zu beschaffenden Wagen für den Krankentransport wird mit Sicherheit darauf geachtet, daß Patienten auf Krankentragen ein- und ausgeladen werden können. Auch die ganzen Flexibilitätsargumente halten einer genaueren Betrachtung nicht Stand.

Eine Übung ist kein Maßstab für irgendwas. Übungen dienen nicht nur dem Training der Soldaten, sondern unter anderem auch als Test für Verfahren auf ihre Machbarkeit. Rein spekulativ: Man wollte testen, ob man Verwundete mit vor Ort requirierten Reisezugwagen abtransportieren kann. Ergebnis: Schwierig bis gar nicht. Ergo beginnt man mit der Neubeschaffung von geeigneten Wagen.
 
Diese Lösung hätte aber das Problem, dass man dort nicht durchgehen kann.
Doch, das ist - siehe verlinkter Artikel - vorbereitet und bei Bedarf nutzbar. Übergänge und Rampen sollen unkomlizierten Zu/Abgang bieten.
Innovativ ist das Schon.

Auch wenn die Container Standardabmessungen haben, sind es keine Standardcontainer, wie wir sie täglich sehen.
 
Ok ok. Ich kannte den Vorschlag von Rheinmetall nicht. Aber so richtig funktional scheint das nicht zu sein.
Ach und vom Krankenhaus auf Rädern ist man ja schon zu Bw-Zeiten abgekommen. Operieren während der Fahrt funktioniert so nicht.
Ansonsten sind das dann eher rollende Intensiv- bzw. Normalkrankenstationen.

Gruß ebahner
 
Haben die letzten 5 Jahre nicht ausgeicht?
Die letzten Jahre haben gezeigt, dass man sich auf niemanden als strategischen Partner verlassen kann und man selbst die Verantwortung für sich (als Land) übernehmen muss. Ich persönliche möchte weder von einem Putin, einem Trump oder einer allmächtigen Partei regiert werden.
 
Ich glaube, das die Geschwindigkeit der Wagen nicht das entscheidende Kriterium ist. Unter den Bedingungen eines bewaffneten Konfliktes wird eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h ausreichend sein.
Lazarettzüge dienten in den letzten 120 Jahren stets vorrangig dem Transport von Verwundeten, weniger der medizinischen Behandlung.
Eine auf Containern basierende Lösung hat für mich auf Grund der Modularität ihren Charme. Mobile Krankenhäuser werden heute ja auch so konzipiert. Sei es für den zivilen oder auch militärischen Gebrauch.
Die Lösung so etwas in normalen Personenwagen zu realisieren, halte ich für suboptimal. Dazu früher genutzte Wagen mit Doppeltüren, wie die Silberlinge, Halberstädter MEW oder die Bautzener Wagen der ČSD werden seit Jahrzehnten nicht mehr neu beschafft. Ihre Nachfolge haben Doppelstockwagen oder Triebwagen angetreten.
 
Es geht nicht darum vorhandene Reisezugwagen zu nutzen.
Genau deswegen meine Frage: Wo werden in Zukunft bei Bahnen, die im Zugriffsbereich der BW liegen, in großem Stil brauchbare (= einstöckige) Reisezugwagen beschafft? In D hat sich der rote Riese gerade von einstöckigen Reisezugwagen im FV verabschiedet; im NV sind die bis auf ein paar Anbieter schon länger Geschichte.

Ich gehe davon aus, es sind ähnliche Großraumwagen wie für den Comfortjet der CD (kommt von Siemens).
Das ist das entscheidende: SIEMENS sucht verzweifelt Abnehmer für seine Konstruktionen. Diese waren und sind bis heute nur Krücken, um die überzähligen Taurüssel zu beschäftigen bzw. jetzt Vectrons. Bei den ÖBB gehe ich davon aus, dass sie die RJ1 nicht durch neue Reisezugwagen sondern durch EMU ersetzen. Der Beginn ist mit den KISS und Mireos gemacht. Mit Fertigstellung des Semmering-Basistunnels kann auch der FV auf der Südbahn auf Dostos umgestellt werden.

Daher nochmal die Frage: Welches EVU will in Zukunft Reisezugwagen beschaffen, die sich für den Verwundetentransport umrüsten lassen sollen?

Dabei gilt:
Die letzten Jahre haben gezeigt, dass man sich auf niemanden als strategischen Partner verlassen kann und man selbst die Verantwortung für sich (als Land) übernehmen muss.
Also müssen die zu beschaffenden Wagen in D ihren Vollzeitjob haben. Oder eben Wagen, die ausschließlich dem Verwundetentransport dienen und keinem Umbau bedürfen.
 
Tja. Auf die Frage, wie denn die Bw mit den Militärzugbegleitwagen umgehen will, wenn DB Cargo implodiert, gab es nur Schulterzucken. Selbst anschaffen will die Bw sowas nicht.
Letztendlich sind bisher alle Lazarettwagen entweder aus alten Personenwagen entstanden oder waren so konzipiert, dass Personenwagen umgerüstet werden können. Das dürfte mit Dostos schwierig werden.

Gruß ebahner
 
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