Ja, das waren vermutlich die allgegenwärtigen polnischen Y-Wagen aus heimischer Fertigung.
Das würde ein paar Besonderheiten erklären. Als meine Familie mit diesen polnischen
Wagen der Y-Bauart 1976 von Katowice nach Erfurt fuhren, erlebten wir Bauartunterschiede zu den uns bekannten DR-Wagen. Wir, also eine Familie mit fünf Kindern, hatten ein komplettes Abteil für acht Personen reserviert und genutzt. Die Fahrt war lang und wir schliefen auf den Bänken.
Ab Leipzig standen plötzlich Polen ständig vor unserer Tür und hofften wohl, dass wir aussteigen würden. Hinter Naumburg kamen sie rein, baten uns aufzustehen und klappten binnen Sekunden die Rückenlehnen auf die Sitzflächen. Hinter diesen holten sie große Beutel mit Süßigkeiten hervor, die es in der DDR nicht gab. Da gab es die uns aus Polen bekannten großen mehrfarbigen runden Lutscher, Kaugummies mit Bolek & Lolek und einen Berg von einzeln verpacken Pralinen, die wir aus Polen kannten und in sehr geringerer Menge selber im Gepäck hatten. Sie schenkten uns einiges davon und waren ganz fix in Erfurt verschwunden.
Später traf ich polnische illegale Verkäufer der Waren in Oberhof wieder, wo sie das Zeug für Wucherpreise verhökerten. Unsere polnischen Freunde, die bei der Bahnfahrt nicht dabei waren, explodierten in Oberhof ob der Preise und ihrer Landsleute. Das wurde in Oberhof recht laut und die Händler verschwanden schnell. Unsere echten polnischen Freunde hätten die vermutlich am liebsten gesteinigt oder zumindest erwürgt.
Nur, diese Funktion des Sitzumklappens habe ich in keinem DR-Wagen der Y-Bauart je nachvollziehen können.