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Modellankündigung Piko Neuheiten 2026

Also ich kenne recht viele Bilder mit so einem Kohleaufsatz.
In EP. III mit schlechter Kohle (Kosakenkies, Stalins letzte Rache), oder Braunkohle ist der Aufsatz aber absolut plasibel.
Oder mal nach TKi3 preuß. T9.3 googeln.
 
Plausibel? Ja. Und das Foto des konkreten Vorbilds hat natürlich diesen Aufsatz. Doch ich habe, bis auf die sä. 94er, in der Literatur keine solchen Aufsätze gesehen. Wenn jemand Bilder kennt, dann doch gerne Angaben dazu.
 
Im EK-Buch über die Baureihe 91 habe ich die...

91 1087, aufgenommen in Rochlitz Oktober 1966
91 1229, Nähe Göltzschtalviadukt September 1965

...mit vergleichbaren Aufsatz gefunden.
 
nur bei Fotos von 94ern der Eibenstocker Strecke gesehen. Gab es auch als Modell. Aber sonst?
Link zur Eisenbahnstiftung und 91 697 in der Volltextsuche eingeben+Enter. Es sollten 3 Ergebnisse angezeigt werden.
-->Eisenbahnstiftung<--
MfG

Edit: Bildlink: 91 1608 im Bf. Reichenbach (1964).
In Farbe: Bildlink: 91 1802 mit dem Spritzzug in Zwickau Hbf. (06.1967)
Der Aufsatz war allerdings niedriger. Nochmal in sw, Bildlink: 91 1802 in Zwickau Hbf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube, diese Aufsätze gab es zu Reichszeiten nicht. Da hatte man noch ordentliche Kohle. Deshalb freue ich mich auf eine Epoche-II-Variante ohne diesen Aufsatz.
 
Ich glaube, diese Aufsätze gab es zu Reichszeiten nicht.
Ich bin entsetzt...:eek:
Also das selbst Günter Meyer schon 1964 mittels KI "Fake-Fotos" produzierte, ist glatt ein Skandal.
Fotografierte er doch am 31.10.1964 die Lok 91 1788 im Bahnhof Göltztalbrücke (Mylsche Berta) mit exakt solch einem Aufsatz.:ja:

Erlebnis Deutsche Reichsbahn - Band 2 Seite 23.
 
Piko bringt ja auch keine Reichslok, sondern eine Reichsbahnlok.
 
Der Aufsatz wird öfter als gemeinhin gedacht vorgekommen sein. Hauptgrund war nicht nur schlechte Kohle. Nein, man konnte und wollte nicht aller Forz lang an die Kohle fahren und auch die Reichweite erhöhen.
Der erste Aufsatz an Tenderloks kam ja oftmals schon zu DRG-Zeiten in Form von Blech. Siehe aktuelle Saxonia 92er oder Beckmann 75 oder Roco 94. Da waren anfangs nur kleine Kästen mit Deckel drauf. Die richtigen Monsteraufsätze aus Hilz ganz obendrauf, die gab es erst in der Epoche 3.
 
Ich muss mal paar Bemerkungen loswerden – einmal bezüglich der Schnellzugwagen mit hölzernem Wagenkasten (preußische Oberlichter von Tillig und sächsische Schnellzugwagen von Saxonia) und ersten Diskussionen zur Piko-T9.3. Auch wenn es manchem nicht gefällt - ich fasse das mal hier zusammen (und k... mich aus):

Ich fange mit den Reisezugwagen an...
Bei der DB war alles ganz einfach: 1962 wurde die betriebliche Verwendung von Personenwagen mit hölzernem Wagenkasten im öffentlichen Personenverkehr untersagt.

Bei der DR war das bissel anders... Es gab (irgendwann) die betriebliche Anweisung, dass Personenwagen mit hölzernem Wagenkasten nur noch zwischen Wagen mit stählernem Wagenkasten laufen dürfen.
Solche Wagen mit stählernen Wagenkästen waren erstmal bezüglich der 4-achsigen Reisezugwagen
die stählernen preußischen Oberlichter (gebaut ca. 1000 Stück),
die DRG-Konstruktionen der Schnellzugwagenbauarten der DRG ab 2023
die DRG-Konstruktionen der Eilzugwagenbauarten der DRG ab 1930
ausgewählte „Beutewagen“
Neubauwagen der DR-Bauart „E5“.

Bei dem Unfall von Langhagen wurde diese Anweisung zwar eingehalten, war aber eben wegen des konkreten Unfallverlaufs wirkungslos.
Es gab folgend einen Ministerratsbeschluss, wonach die alten Reisezugwagen (durch Neubau und durch Rekonstruktion) abzulösen seien (Reko – Bghw und Mod). Leider konnte ich den Beschlusstext als solchen noch nirgends einsehen, also keine konkreten Termine, Vorgaben, Festlegungen...
„Beschlüsse“ waren ja in der DDR immer so eine Sache... Wenn es betrieblich nicht möglich war, einen solchen Beschluss umzusetzen, gab es bekanntermaßen ein gewisses Stillschweigen bezüglich der Umsetzung des Beschlusses. Und dann wurden solche Beschlüsse da umgangen, wo es möglichst nicht auffiel – also eben nicht gerade im Berlin-Verkehr, sondern z.B. im Tal der Ahnungslosen. Wobei ich davon ausgehe, dass zumindest die Anweisung bezüglich des Einsatzes zwischen Stahlwagen eingehalten wurde.

So tue ich mich allerdings etwas schwer mit dem auch für die EP-IV von Saxonia angebotenem „Schlusswagen“. Das war mit Sicherheit IN DER EP-IV nicht mehr zulässig.

Die Indienststellung von alternativen Reisezugwagen )ohne Doppelstockwagen) für den schnellfahrenden Reiseverkehr bei der DR war wie folgt:
- LOWA E5 Mitteleinstiegswagen → nur 2. Klasse → Lieferung ab 1954, 200 Stück E5/Bgh
- Mod-Wagen (Ag, ABg, Bg, BRg, Dgs) → Musterwagen 1960, Serienlieferung 1961 – 1970 (ab 1964 Neubauwagen)
Die Zahl der gebauten Mod-Wagen liegt mir aktuell nicht vor, ist aber sehr deutlich geringer als die Zahl der Bghw.
- Bghw-Wagen → nur 2. Klasse → Musterwagen 1964, Serienlieferung 1967 – 1977
3031 Stück Bghw + 202 Stück BDghws + 50 Stück WRg (WRg 1973-75).
Die Rekonstruktion von Fahrzeugen mit hölzernem Wagenkasten zu Bghw startete also deutlich später als die „Modernisierung“ älterer DRG-Schnell- und Eilzugwagen...

Zu den Dampflokomotiven:
Hauptproblem des Dampflokeinsatzes in der Nachkriegszeit bei der DR war die Braunkohlenfeuerung. Einige BW – wie z.B. das BW Zittau mussten jahrelang ausschließlich mit Tenderlokomotiven (BR94.20, BR75.5, BR75.4,10-11) ihre betrieblichen Aufgaben erfüllen. Da erscheinen außergewöhnliche Erhöhungen des Kohlenkastens a la der angekündigten T9.3 von Piko einfach nur als Retter in der Not. Das BW Bautzen befuhr z.B. mit der T9.3 im Personenverkehr die Strecke Bautzen – Wilthen – Neustadt – Sebnitz – Bad Schandau, da war sicher jedes Krümel mehr an RBK im Tender quasi ein Retter in der Not...
Auch wenn es in der EP-II mit Steinkohle aus Schlesien oder dem Ruhrgebiet nicht eines solchen Aufsatzes bedurfte – mit der Rohkohlefeuerung nach dem WK-II musste er einfach sein...

FD851
 
Ich glaube, diese Aufsätze gab es zu Reichszeiten nicht.
Ich bin entsetzt...:eek:
Also das selbst Günter Meyer schon 1964 mittels KI "Fake-Fotos" produzierte, ist glatt ein Skandal.
Fotografierte er doch am 31.10.1964 die Lok 91 1788 im Bahnhof Göltztalbrücke (Mylsche Berta) mit exakt solch einem Aufsatz.:ja:

Erlebnis Deutsche Reichsbahn - Band 2 Seite 23.
Nix für ungut,
aber 1964 war der Fotostandort in der DDR verortet, und die hieß definitiv NICHT Deutsches Demokratisches Reich. :happy:
Zwischen Reich und Reichsbahn sollte man schon unterscheiden.
Der erste Aufsatz an Tenderloks kam ja oftmals schon zu DRG-Zeiten in Form von Blech. Siehe aktuelle Saxonia 92er oder Beckmann 75 oder Roco 94.
Wer als Vorbild (oder wie hier als Rechtfertigung) für ein Modell ein Modell wählt, begibt sich oft auf dünnes Eis. Man läuft da Gefahr, die gemachten Fehler der Anderen mit zu kopieren.
Die bessere Wahl ist ein echtes Vorbild, sowohl als Beispiel, wie auch zur Nachbildung. Auch wenn's deutlich mehr Arbeit macht...
 
Die von mir genannten Modelle dienen keinesfalls als Rechtfertigung, sie sollen den Boardern hier nur als bekannte Beispiele für Loks ohne Kohlekastenaufsatz geben. Nicht mehr und nicht weniger.
Der größte Teil der hier schreibenden möglichen Interessenten findet den Holzaufsatz unpassend, aber genau am nachgebildeten Modell ist er vorbildgerecht.
Piko wird uns in nächster Zeit schon mit allen möglichen Varianten der Lok beglücken. 9% wollen erwirtschaftet werden.
 
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