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Gleise altern, aber wie?

Auf echten Rost würde ich auch verzichten, das trägt wirklich stark auf.
Befahrene Gleise sehen halt anders aus. Ich möchte hier ein Bild (mit Blitz geknipst) beisteuern, so in etwa gefällt es mir.
 

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Bei der Färbung des schotters kommt es drauf an, welche Fahrzeuge da drüber fahren (Scheibengebremst oder Klotzgebremst) und vorallem, ob das Gleis (bei zweigleisigen Strecken) bergauf oder bergab geht. Da gibt es zum Teil gravierende Unterschiede in der Färbung. Dazu kommt bei Betonschwellen weiß hervorgearbeitete Stellen, die genau im Zickzack unter der Fahrleitung auftreten.

MfG
 
Torsten's Methode führt zu sehr ansprechenden Ergebnissen, da bleiben aus meiner Sicht keine Wünsche offen.
Echtrost eignet sich nur für sehr wenig befahrene Gleise, da er doch ziemlich aufträgt. Ich habe mir bei meinem letzten Versuch Mühe gegeben, die Farbe möglichst dünn aufzutragen, trotzdem verwischen die Konturen durch den entstehenden Rost, gerade an den Kleineisen.

WOW!!!!!!!!!!!!!!!
 
Da gibt es zum Teil gravierende Unterschiede in der Färbung. Dazu kommt bei Betonschwellen weiß hervorgearbeitete Stellen, die genau im Zickzack unter der Fahrleitung auftreten.
Dazu möchte ich noch was ergänzen.
Dort, wo heutzutage Neubauloks öfters mal mit ihren Zügen anfahren müssen, ist das Gleisbett eher grau als braun. Dieser Farbton entsteht durch den zermahlenen Sand und die Makroschlupffunktion der Fahrzeuge, die die Antriebsräder beim Anfahren schwerer Züge leicht durchdrehen lässt und den Sand mehr zermahlmt als das Altbauloks tun würden.
Bei zweigleisigen Strecken ist in den Ein-/Ausfahrten der Bahnhöfe der Unterschied zwischen Einfahrgleis und Ausfahrgleis sehr schön zu sehen.
 
Hallo Gemeinde

Da ich nun auch an den Schritt der Gleisalterung herangekommen bin, habe ich gestern mal paar Versuche gestartet. Da man seine eigene Arbeit immer zu kritisch sieht, möchte ich mein Ergebnis zur Kritik oder Änderungsvorschlag zeigen. Benutzt habe ich Revell Aqua Farben, und gefärbt habe ich in zwei Schritten mit Airbrush. Die erste Schicht ist reines Lufthansa gelb, dieses Gelb hat einen leichten rotstich und kommt somit frischem Flugrost am nähesten. Als Deckschicht habe ich 1:1 Ziegelrot und Ocker gemischt (jeweils eine Dose) und einen großen Tropfen Sandfarbe dazu, ich finde das Endergebnis recht ok. Die Deckfarbe ist etwas wässriger, dadurch scheint in den Ecken die Gelbe Farbe etwas durch. Obwohl es aus 1m Entfernung nicht sichtbar ist, fällt der Unterschied beim vergleichen (einmal mit Gelb, einmal ohne) sofort auf.

Bild 1 Gelbfärbung
Bild 2 im Hintergrund ist Färbung ohne Gelb zu erkennen
Bild 3 Endergebnis

Gruß Thomas
 

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Hier habe ich gestern mal eine Exkursion zu meinem Heimatbahnhof gemacht und verschiedene Nutzungszustände dokumentiert:
Bild 1: seit 1968 nicht mehr befahren
Bild 2: 1999 eingebaut und seit 2002 nicht mehr befahren
Bild 3: seit 1993 nicht mehr befahren
Bild 4: täglich 3 mal befahren
Bild 5: seit 1991 nicht mehr befahren
 

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Im Bild 4 erkennt man richtig die Gleisschotterfärbung im Farbton der Schiene ;)
Bei der weniger benutzten Strecke ist es wohl durch den Regen wieder abgewaschen.

Ist das Bild 4 von einer Bremsstrecke?
 
Deine FRage kann eindeutig mit ja beantwortet werden, wobei der Bremsvorgang dort in der Regel schon abgeschlossen ist. Gebremst wird 3 mal täglich ( schön, genau wie bei Arzneimitteln ;-) )aus ca. 20 Km/h. Daraus folgend dürfte der Abrieb nicht so riesig sein. Da dieses Gleis schon geraume Zeit liegt dürfte die Färbung noch aus DR zeiten sein, da wurde noch richtig und mehrmals pro Stunde aus ca. 50km/h abgebremst.
 
Vielen Dank für die Info. Dies habe ich so noch nicht beobachten können, kommt es doch einem Glücksfall gleich hier bei mir mal einen Zug zu erwischen. Man fährt fast nach Lust und Laune. Einen Fahrplan oder etwas ähnliches konnte ich die letzten Jahre nicht ansatzweise erkennen.
Bei meiner Exkursion habe ich allerdings festgestellt, das der Schotter als auch die Schienen in jedem Gleis eine andere Farbe besitzen. Ich hätte also noch sehr viele Bilder machen können.
Ob dies dem einzelnen hilfreich gewesen wäre wage ich zu bezweifeln, verunsichert so etwas doch nur. Man sollte vielmehr selbst herumexperimentieren und schauen was am authentischsten aussieht.
 
Hallo Leute,
ich bin zwar gerade dabei, das Gelände zu modellieren, inkl. Stützbauwerke und Portale, aber letztere beschränken arg die Zugänglichkeit, also habe ich an einigen Stellen erstmal eine Gleis-Alterungsmaßnahme vor mir (bzw. ... hinter mir)
Meinen ersten Versuch würde ich mal als suboptimal gelungen bezeichnen. Da muss ich nochmal ran. Meine eigentliche Frage: kriegt man eine bereits mit braunem (Auhagen) Schotter eingeschotterte Strecke vernünftig gefärbt oder sollte ich nochmal von vorn...?
Die Farben waren übrigens recht grobe Acrylfarben, gepinselt. Ich würde wohl beim nächsten Versuch die Airbrush bemühen.
LG, Rob
Die Betonwand ist auch noch nicht ganz dort, wo ich sie haben will...
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@Rob2006, ich habe in den letzten Jahrzehnten paar Sachen einigermaßen hinbekommen, das nachträgliche Färben der fertigen Bettung ist immer wieder ein Misserfolg gewesen. Am Ende war es meist ein farblicher "Matsch" von Schotter und Schwellen. Was an den Flanken noch ganz gut funktioniert, scheitert spätestens an den Schwellenzwischenräumen.
Momentan bin ich gerade aus diesem Grund dabei, ca. 7 Meter Streckengleis komplett abzureißen und neu anzulegen. Ich hatte vor vielen Jahren tatsächlich auch den runden und viel zu groben Schotter von Auhagen verwendet und wollte die Optik mehrmals etwas verbessern - Fehlanzeige!

Blick auf die Baustelle 🚧

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p.s. Der Gegenbogen vor dem Tunnel wird dabei auch verschwinden.
 
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Danke Euch!
Und @Ralf_2 - Du hast auch den Schotter mit gepinselt?
Vor 10 ... 15 Jahren war der Auhagen - Schotter der Weisheit letzter Schluss... Oder ich hab nicht richtig aufgepasst 😊
 
Nö - nur die Schienen. Beim
„Luftpinseln“ ist dann das Kleineisen und bischen Schwelle auch einbezogen - ich fand das nicht verkehrt.
Es stimmt schon, das die Gleise vor Einführung der Scheibenbremse anders aussahen.
Irgendwie hat man den Lokführern auch Bremsen beibringen können - man sieht weniger Sand am Bahnsteig 🤣
Es gibt „50 ways to leave your lover”.
Und noch wesentlich mehr Möglichkeiten, Modellbahn zu gestalten.
Alles nur ein Vorschlag.
Auhagen war immer problematisch, weil nicht farbecht.
Aktuell empfiehlt man jeweha, weil die bisher bevorzugten ASOA und KöMo aufgehört haben.
Sinnvoll ist immer Schotter, aus Stein. Ohne Einfärbung.
Grüße Ralf
 
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Liegt vor allem an der "Ergänzungregelung B011" des EBA.
Diese gibt neben betrieblichen Regeln auch technische Maßnahmen zum Sanden vor. So sind die zulässigen Ausbringungsmengen ggü. früher deutlich gesenkt worden, was von den Werkstätten nun auch regelmäßig zu prüfen ist.
Das geht auf die Unfälle und Ereignisse zurück, bei denen Sand und Gleisfreimeldeanlagen mit Gleisstromkreisen eine wesentliche Rolle spielten.
 
Hallo,
ich traue mich mal hier zu fragen, was ich beim "Anpinseln der Schienen" verkehrt mache. Ich verwende Revel Email Color mit einem feinem Pinsel direkt aus der (umgerührten) Dose und die Farbe scheint auf dem blanken Schienenprofil nur zu halten bzw. zu decken, wenn ich relativ viel Farbe auftrage. Dünnere Anstriche scheinen "abzuperlen", decken also nicht. Muss man das Profil vorbehandeln oder grundsätzlich 2 mal pinseln oder was mache ich falsch? Vor einigen Jahren hatte ich es mit den Aqua Color Farben gemacht, kann mich aber auch an das Problem mit dem nicht haften wollen erinnern. Ich hatte gehofft, dass es mit der anderen Farbe besser geht.
Jörg
 
Entfettem mit Ethanol oder Spiritus hilft schon mal.
Wenn Du gut mit Salzsäure umghen kannst und ggf. vom Harlöten welche rumstehen hast, ist das auch nicht verkehrt, aber nur seitlich!
Und dann gibt es natürlich spezielle Grundierungen für Metall (Neusilberprofile).

Ich habe einfach immer etwas Küchenrolle mit Spiritus getränkt und die Schienenprofile vor dem Einpinseln damit kurz abgerieben. Sind die bereits fest verlegt, reicht das. Ich bin leider zu doof, auf einer beengten Anlage bereits verlegte Gleise mit der Airbrush zu bearbeiten, deshalb der besagte 0er insel.
Airbrushst Du erst und verlegst hinterher, wird immer alles an den Kleineisen abreissen. (Zumindest war das bei mir so)
 
Moin,
ja, kenne ich. Habe dann den Kompressor angestellt und Farbe gespritzt. Wenn das Kleineisen auch was abkriegt, ist das ja kein Nachteil.
Über diesen "Perleffekt" und die daraus resultierenden blanken Stellen habe ich mich auch geärgert.

Also Salzsäure ... lieber nicht.
Das Zeug wird man nicht wieder los und man staunt, wo es überall hin kriecht. Hab da mal irgendwas Löten wollen... hatte mit Modellbahn nix zu tun, aber nie wieder. Alles was im Umkreis von einem Meter rumstand hatte einen schönen Rostbelag.... nie wieder.

Grüße Ralf
 
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