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Modelle und Modellbahnanlagen fotografieren

vatolin

Gesperrt
Beiträge
75
Ort
Leipzig
Moin.

Mit welchem Objektiv für die Nikon D70 ist man am besten gerüstet, um Impressionen von (s)einer Modellbahnanlage einzufangen? Wie beleuchtet man die Szenerie am besten (mehrere Blitzlichte, gar keins, …)?

DiV und Gruß. Friedrich
 
Hallo Vatolin,

am besten füllst Du erstmal den Lottoschein mit den richtigen Zahlen aus. Der beste Fotokram kostet Unmengen an Geld, mit einer Digitalknipse hast Du aber schon mal die Möglichkeit 1001 Versuchsfotos für lau zu knipsen.
Ich würde für Modellfotos eine gute Festbrennweite mit Makrostufe verwenden, mit möglichst kleiner (>22)Blendenstufe. Blitz möglichst indirekt, gegen die Decke oä. Vielleicht probierst Du es mal mit Baustellen-Strahlern aus dem Baumarkt für kleines Geld, richtige Fotolampen kosten auch schon richtiges Geld. Wie gesagt, probieren – und hier einstellen, wir sagen Dir dann, was alles mistig ist. ;-)

Grüße Steffen

PS Torsten: Link geht, aber wenig Fotoinfo? Hatte irgendein Modulaner hier nicht tolle Fototips gegeben?
 
Vieieielll Licht von allen Seiten bzw. 1-2 Baustrahler auf das Sujet. Am besten zuerst mit einer Kompaktknipse versuchen und wenn möglich eine niedrige ISO Empfindlichkeit einstellen. Zum einen wegendes Rauschens, zum anderen hat die Kompaktknipse eine größere Tiefenschärfe.

Ansonsten bei der Spiegelreflex gilt ganz kurz gesagt:

50 mm = ca. Brennweite des Auges

somit 24-50mm Weitwinkel und entsprechende Verzerrungen (Tonneneffekt)
50-300mmm = Weitwinnkel -> Details, aber geringe Tiefenschärfe

Ich würde 75-100mm Brennweite nehmen und auf Details fokussieren, Blende 11, viel Licht, das Programm auf AV, einen Blitz dazu und natürlich ein Stativ verwenden.
Einfach erstmal mit dem Standard (18-55mm) oder einem sog. "Suppenzoom" (28-300 mm) probieren. wie es gefällt.

Grüße

bahnwusel
 
@Bahnwusel:
Baustrahler sind nicht so das Wahre (ich hab's mal damit probiert) - das Licht ist zu weich und sie lassen sich schlecht platzieren. Gezieltes Abschatten des Lichtaustrittes ist ebenfalls nicht möglich. Hier gibts sogenannte PAR-Scheinwerfer die sich gut zum Arbeiten im Modellbereich eignen.

@vatolin:
Mit extra Blitzlichtern solltest Du als Laie am Anfang nicht arbeiten. Erstens sind sie teuer und Dir fehlt die Erfahrung wie man sie am besten Aufstellt.
Allgemein gibt es zu diesem Thema etliche Threads im Forum und das Web ist mit Informationen zum "richtigen" Fotografieren gerammelt voll.
Bisher habe ich mich bezüglich Deiner vielen Fragen zurückgehalten aber mein Eindruck - und ich bin damit nicht alleine - das Du schlichtweg aus Faulheit zum durchsuchen des Forums lieber einen neuen Thread aufmachst bestätigt sich mehr und mehr.
Halte Dich doch bitte an die ungeschriebenen Regeln die in allen Foren dieser Welt gelten:
Nachgrübeln, Suchen ob es dazu schon was gibt und erst bei erfolgloser Suche einen neuen Thread aufmachen.
Die Ausrede der kurzgehaltenen und deswegen übersichtlichen Threads zieht nicht.
Wo liegt der Unterschied zwischen 200 Threads mit 5 Postings oder 1 Thread mit 1000 Postings zu einem einzigen Thema?
 
@Halte Dich doch bitte an die ungeschriebenen Regeln die in allen Foren dieser Welt gelten:
Nachgrübeln, Suchen ob es dazu schon was gibt und erst bei erfolgloser Suche einen neuen Thread aufmachen.
Ungeschrieben sind sie nicht!
In meiner Signatur findest Du die allgemeine Netikette für Internet-Foren.
Zitat daraus:
Es gehört zum guten Ton, erst einmal mit der Suche eines Forums nach Lösungen zu suchen.
 
Hallo Friedrich,

da ich auch eine D 70 habe, kann ich dir sagen, das es so gut wie unmöglich ist, mit dem im Set enthaltenen Objektiv, Nahaufnahmen zu machen, da dieses Objektiv über keine Macrofunktion verfügt.
Zum Glück hat das Objektiv meiner F 50 eine Macrofunktion.
Man kann die Objektive der analogen Kamera für die Digitale verwenden aber nicht anders rum.

MfG

Peter
 
allerdings hat man mit Objektiven für analoge Kameras an digitalen häufig Schärfeverluste insbesondere im Randbereich, da der Strahlengang zum Sensor nicht parallel ist (brauchte er ja auch nicht, da es dem Film egal war)
 
Zu Hause mache meine Modellbahnbilder nur noch mit der Nikon Coolpix 5400. Sie ist schön klein und passt zwischen die Häuser.
Gruß Reko-Uwe
 

Anhänge

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    Bild3-114kb.jpg
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Hat einer der geneigten Mitschreiber mal die Lochkamera a la www.linsenfrei.de probiert? Das gibt extreme Nahaufnahmen mit unglaublichem Tiefenschärfenbereich. Hilfsweise eine Pappscheibe mit Loch in der Mitte vor das Objektiv setzen. Nachteil- sehr lange Belichtungszeit, aber das Resultat spricht für sich. Ich nehme übrigens oft einen weißen Schirm, in den ich einen Halogen-Baustrahler reinleuchten lasse und dessen reflektiertes Licht aufs Motiv fällt.
Gruß vom Heizer
 
Hallo,

nachdem ich mir im Januar ein Huawei P30 zugelegt habe, wollte ich die viel gelobten Qualitäten der Kamera auch bei Modellbahnaufnahmen testen. Die Ergebnisse waren schon bei den ersten Versuchen beeindruckend und können durchaus mit meiner ansonsten für die Modellfotografie genutzen MFT-Kamera mithalten. Teilweise ist die Smartphonekamera sogar besser, da sie auch bei hohen Zoomstufen des optischen Zooms eine beachtliche Schärfentiefe erreicht. Hier mal ein Beispiel einer Aufnahme mit hohem Zoomfaktor und mit einem Aufnahmewinkel, wo man mit einer "richtigen" Kamera bei einer vergleichbar langen Brennweite oft schon Probleme mit der Schärfentiefe bekommt. Das geht dann nur noch mit Zeitbelichtung und extrem kleiner Blende, diese Smartphoneaufnahme wurde hingegen freihand aufgenommen.

At the loading dock by Jörn Pachl, auf Flickr

Ich habe im Moment trotz Homeoffice beruflich sehr viel zu tun und nicht die Zeit, viel in Foren zu schreiben. Aktuelle Bilder von meinen Anlagen und Dioramen (ein neues US-Diorama ist gerade im Bau) poste ich aber regelmäßig auf meinem Instagram-Account.

instagram screenshot 3.JPG

Bilder in voller Auflösung gibt es in den entsprechenden Ordern auf meinen Seiten bei Flickr und Devinatart.

Jörn
 
Sehr gute Bildqualität.
Verraten hat sich die Aufnahme vom Model sofort durch den Aufnahmewinkel bei der sonst gut gestalteten Hintergrundkulisse.
Die Feuertreppen sind bei Schrägaufnahmen leider platt.
Das ist keineswegs eine negative Kritik an Deiner wirklich tollen Momentaufnahme.:fasziniert:
 
@Jörn: Es ist wieder einmal eine überzeugend gute Aufnahme. Auf die Laufflächen habe ich gar nicht gleich geachtet. Trotzdem alles bestens.
Bitte bleibe uns hier im Board mit Deinen Aufnahmen treu. Bei Instagram bin ich nicht zu Hause, aber hier schon eher. Deine Aufnahmen sind hier immer eine gute Bereicherung.
 
Eine ähnlich gute Bildqualität hab ich bei meinen Aufnahmen mit dem IPhone 5s bzw Iphone SE erreicht.
Nahezu alle Aufnahmen meiner Module sind damit entstanden.
Hier ein paar Beispiele besonders täuschend echt wirkender Fotos:
IMG_5056_HP.JPG

IMG_3166HP.JPG
IMG_3181HP.JPG
IMG_3187.JPG IMG_5056_HP.JPG
 
Habe auch mal einen schnellen Schnappschuss mit meinem Huawei P8 lite gemacht, kein Zusatzlicht und ohne Blitz. Ich finde es macht ganz gute Bilder, das P30 hat mich auch schon beeindruckt und wird wohl der Ablöser zum Jetztgerät, wenn dieses seinen Geist aufgibt.
IMG_20200321_161547.jpg
 
Das ist wirklich erstaunlich, wie gut moderne Smartphone-Kameras bei Modellbahnen abschneiden. Dank der Schärfentiefe und des Zooms sehen manche Aufnahmen täuschend echt aus.
 
Das Smartphone nehme ich meist, um Anschriften zu vergrößern. Erstaunlich wie gestochen scharf gedruckt wird.
 
Ernsthaft? Ich finde die bunt gerechneten Bilder als Dokumentationsbilder erträglich, darüber hinaus sind die Glasperlen der Smartphones aber nicht mal ansatzweise eine Konkurrenz für richtige Objektive mit großen Sensoren. Regelmäßig saufen diese Bilder im Schwarzbereich völlig ab. Die rausgerechnete Rauschunterdrückung löscht viele Details. Der hochgerechnete Kontrast lässt weitere Details verschwinden. Der Megapixelwahn führt zu hochgerechneten Auflösungen und die Physik dahinter ist eindeutig. So lange man die Bilder auf Smartphones oder alten Computermonitoren ansieht, fällt es nicht auf, aber 36 MPixel auf 6 mm² Chipfläche müssen rauschen. Das ist physikalisch gar nicht zu vermeiden. Da fällt auch niemals genug Licht drauf, um das nicht verstärken zu müssen. Wer weis, worauf man achten sollte, erkennt solche Bilder meistens sofort, außer KI hat noch dran rumgerechnet.
Mein für solche Aufnahmen genutztes Objektiv hat 13 aufeinander abgestimmte Glaslinsen aus verschiedenen Glassorten, die alle möglichen Interferenzen und Brechungsprobleme klein halten sollen. Der Aufnahmechip hat eine Grundfläche von knapp 1000 mm² und nicht nur von 6 mm² wie ein Smartphone.
Zweifellos kann man mit heutigen Smartphones gute Bilder machen, aber eine Konkurrenz zu richtigen Fotoapparaten sind sie nicht, egal welche Software da noch dran rumrechnet. In wie fern KI man noch als echte Bilder betrachtet, muss jeder für sich selber entscheiden. In Kombination mit realen Fotos kann das gut aussehen, aber es ist nicht die Realität. Im Gegenteil, genau die braucht man nicht dafür.
Ich benutze durchaus Smartphonebilder um etwas zu betrachten oder zu dokumentieren. Ich ertrage dabei die extremen Fassverzehrungen und Schärfenprobleme an den Rändern der Bilder. Ich versuche das auch zu vermeiden. Für richtige Bilder bevorzuge ich aber Objektive, die mir parallele Linen des Vorbilds auch parallel abbilden.
 
Ich kenne professionelle Fotografen die gern aufs Smartphone zurückgreifen. Mein Xiaomi 15 Ultra mit Leica Objektiv macht so geile Fotos das ich es mit dir aufnehmen könnte... Natürlich nicht in allen Belangen aber für mich relevante schon.
 
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