Ernsthaft? Ich finde die bunt gerechneten Bilder als Dokumentationsbilder erträglich, darüber hinaus sind die Glasperlen der Smartphones aber nicht mal ansatzweise eine Konkurrenz für richtige Objektive mit großen Sensoren. Regelmäßig saufen diese Bilder im Schwarzbereich völlig ab. Die rausgerechnete Rauschunterdrückung löscht viele Details. Der hochgerechnete Kontrast lässt weitere Details verschwinden. Der Megapixelwahn führt zu hochgerechneten Auflösungen und die Physik dahinter ist eindeutig. So lange man die Bilder auf Smartphones oder alten Computermonitoren ansieht, fällt es nicht auf, aber 36 MPixel auf 6 mm² Chipfläche müssen rauschen. Das ist physikalisch gar nicht zu vermeiden. Da fällt auch niemals genug Licht drauf, um das nicht verstärken zu müssen. Wer weis, worauf man achten sollte, erkennt solche Bilder meistens sofort, außer KI hat noch dran rumgerechnet.
Mein für solche Aufnahmen genutztes Objektiv hat 13 aufeinander abgestimmte Glaslinsen aus verschiedenen Glassorten, die alle möglichen Interferenzen und Brechungsprobleme klein halten sollen. Der Aufnahmechip hat eine Grundfläche von knapp 1000 mm² und nicht nur von 6 mm² wie ein Smartphone.
Zweifellos kann man mit heutigen Smartphones gute Bilder machen, aber eine Konkurrenz zu richtigen Fotoapparaten sind sie nicht, egal welche Software da noch dran rumrechnet. In wie fern KI man noch als echte Bilder betrachtet, muss jeder für sich selber entscheiden. In Kombination mit realen Fotos kann das gut aussehen, aber es ist nicht die Realität. Im Gegenteil, genau die braucht man nicht dafür.
Ich benutze durchaus Smartphonebilder um etwas zu betrachten oder zu dokumentieren. Ich ertrage dabei die extremen Fassverzehrungen und Schärfenprobleme an den Rändern der Bilder. Ich versuche das auch zu vermeiden. Für richtige Bilder bevorzuge ich aber Objektive, die mir parallele Linen des Vorbilds auch parallel abbilden.