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Uli baut nach englischem Vorbild

Uli-Peter

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Lübbenau
Guten Abend, nachdem ich schon eine Weile TT-Modelle von Hornby kaufe und nun in die Umsetzung einer geplanten Modellbahn für Ausstellungen einsteige, möchte ich mich und mein Projekt vorstellen.


Mein Name ist Ulrich Thorhauer und ich komme aus dem Osten Deutschlands. Seit Juni bin ich Rentner, war vorher in der Ausbildung von Erzieherinnen als Schulleiter unterwegs.


Modellbahner bin ich seit nunmehr ca. 60 Jahren. Zuerst in H0, später in Iim und 0e, H0 und H0m. Nun bin ich bei TT gelandet und habe den Plan, den Bahnhof Arley mit der Victoria-Brigde über die Severn als Museumsbahnhof der Severn Valley Railway nachzubilden.


Zwei Jahre lang habe ich Fahrzeuge von Hornby und aktuell von Heljan gekauft und die Anlage geplant.


Der Unterbau wurde in Fusion 360 gezeichnet und in Dateien zum Lasercut umgewandelt. Über den Sommer hat Marcin Bator aus Polen mit die Teile gelasert (Home - Pikart Models).

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In Vorbereitung der Modellbahnausstellung in Jena bin ich auch zur Überholung meines Wohnwagens nach Jena gefahren und habe dort die Möglichkeit im alten Straßenbahndepot an Wohnwagen und Modellbahn zu arbeiten.



Heute wurde der Bau der TT-Anlage „Arley/SVR“ begonnen und mit einigen Modellbahnern gefeiert.

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Hier nun etwas zum Modell.


Die Szene des Bahnhofes Arley und die Victoria-Bridge über die Severn werden auf vier Segmenten in der Größe 1,00 x 0,50 m dargestellt und mit Hintergrundkulisse sowie Beleuchtung versehen.

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Die Kehrkurven und der Fidele-Yard werden nicht gestaltet.

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Als Gleismaterial wird das TT-Modellgleis von Tillig verwendet, die Weichen und Signale werden mit Antrieben von MTB aus Tschechien versehen. Die Steuerung der Anlage erfolgt über eine Digitalzentrale und weitere Komponenten von YARMORC aus den Niederlanden sowie mittels der Software Train-Controller 11.


Die Gebäude und die technischen Bauten entstehen oder entstanden im 3D-Druck.

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Soweit erst einmal die Vorstellung meiner Person und meines Projektes.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Oha. Britische Bahn ist zwar nix für mich, aber ich finde die professionelle Herangehensweise super. Das hat Hand und Fuß. Kein Gebastel, sondern solider Anlagenbau speziell auch mit den laserseitigen Vorbereitungen für die Landschaft. Da werde ich gerne zuschauen.
 
Auf der Ausstellung des Modelleisenbahnklubs Jena im alten Straßenbahndepot wird weiter an „Arley/SVR“ gebaut. Hier einige Bilder von der Präsentation und vom Arbeitsfortschritt…
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Lieber Uli,

mich hat damals auf einer Schottland-Rundreise das Fieber der britischen und schottischen Vorbilder erwischt, auch weil ich seit Jahren bei Gelegenheit die britischen Modellbahnzeitschrift mit ihren Anlagenvorstellungen lese und deren anderes Herangehen an den privaten Anlagenbau.

Ich werde also, nicht nur um das Fernweh zu befriedigen, regelmässig bei dir vorbei schauen....

Viel Spass mit dem Terrier und seinen Verwandten ;-)

Rolf alias Django
 
Hallo und guten Tag aus Jena, der Bau meiner TT-Anlage „Arley/SVR“ geht auch am fünften Ausstellungstag in Jena weiter. Hie mal wieder ein paar Bilder. Übrigens werden heute die ersten Streckengleise gelegt. Einen schönen Mittwoch wünscht
Uli
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Die Messing-Nägel dienen der Fixierung der Gleise an der Segmentkante
 
@Uli-Peter
Die Technologie mit Messingnägeln oder Messingschrauben an den Segment-/ Modulkanten kenne ich auch. Viele "Modulisten" geben immer den Hinweis, dass man an den Segmentkannten besser nichts Elastisches (wie z.B. Kork) unter die Gleise legen sollte, sondern lieber gleichdicke Sperrholzstreifen. Allerdings werden die Module immerzu hin- und hertransportiert und sind großen Temperaturschwankungen ausgesetzt.
Wie sind denn Deine Erfahrungen dazu?
 
@Per
Jetzt wo Du es schreibst fällt‘s mir auch auf :) . Wie ist das, wenn man die Übergangsstücke aus Leiterplattenmaterial nutzt? Kann man die auch so mit Schrauben auf dem Kork und an der Segmentkante befestigen, dass die nicht wackeln?
 
Ich habe nicht die besten Erfahrungen mit Leiterplattenmaterial. Die Kupferschicht hat sich bei mir teilweise durch die mechanische Belastung vom Trägermaterial abgelöst. Da sind abgelöste Schienen an Messingschrauben bzw. Messingstiften schnell wieder anzulöten.
 
Die Ausstellung in Jena geht heute zu Ende und damit endet für ein paar Tage auch die intensive Bauphase. Ich habe mein Ziel erreicht und die ersten beiden Segmente im Landschaftsrohbau fertiggestellt. Auch sind die Gleise geschottert. Das Bahnhofsgebäude Arley ist erst mal ein unvollständiger Probedruck. Bis Ende November sollen die beiden anderen Segmente im gleichen Zustand sein und die Gebäude fertig gezeichnet und gedruckt sein. Soweit der Bericht von der Bauphase in Jena.
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Viele Grüße, Uli
 
@Uli-Peter

Vielen Dank für die Präsentation.

Was verbirgt sich bei der Anlage unter der Zeitung bzw. wie formst Du die Berge und Hügel Deiner Anlage? Es sieht so aus, als ob Du nicht mit der "Styrodurformung" arbeitest. Befindet sich unter der Zeitung irgendein Drahtgeflecht oder etwas ähnliches?
 
Schön zu sehen, wie es voran geht. Ich habe auch schon mehrere Austellungsanlagen gebaut.
Den Gleisübergang an den Modul/Segmnetkanten habe ich genauso gemacht. Messingschrauben mit Flachkopf eingedreht und die Schienenprofile aufgelötet. Hat sich gut bewährt.
Beste Grüße, Torsten
Britische Bahn Forum
 
Das war mir auch neu, dass Hornby und Tillig da so sehr zusammenarbeiten.
Ich war mir sicher, dass Hornby was eigenes an Gleisen macht, grad weil die britischen Gleis- bzw. Schwellenlagen ja andere sind als in Deutschland
 
Beim Hornby-Schwellenband stören mich die dicken Gnubbel am Schwellenbandende unter den Schienenverbindern.

Für 'Quasiendlosgleis' (ohne Schienenverbinder), wie ich es bevorzuge, muß ich bei Tilligs Schwellenband nur je eine Schwelle pro Ende abschneiden (und ersetzen!), weil kein Kleineisen dran ist.
Bei Hornbys Schwellenband sind es wegen der Gnubbel schon acht (bei der oben gezeigten Länge). Da das Schwellenband nur 16 Schwellen hat, ist so glatt ein Viertel für die Tonne...
Dat iss mir too much Matsch!
 
Das wusste ich sogar, aber der Vorschlag war doch peco oder Hornby. und da sollte peco flacher sein.
 
Nun, was ich bisher so gelesen hab, hier und anderswo, daß bis auf Weinert in H0 und TT-Filigran keiner Weichen mit "deutscher" Schwellenanordnung macht, also es fehlen immer die Doppelschwellen an bestimmten Stellen.
Das ist wohl so in USA und GB nicht üblich, sodaß also z.B. Tilligweichen näher am GB - Gleisbild sind als am hiesigen (mittlerweile historischen). Also in sofern, alles gut für diese Anwendung.
Nur sehe ich auf Bildern immer deutliche Unterschiede bei den Kleineisen, nennt sich dort glaube ich sogar Schienenstuhl und wirkt entsprechend hoch/groß und damit eben markant!
Nun hatte ich selber noch kein Peco - oder Hornby - Gleis in der Hand, respektive vor den Augen, aber ich dachte, daß die da näher an ihrem einheimischen Vorbild sind.
Da war jetzt meine Vermutung, es kann nur noch ein Verarbeitungspraktischer Grund sein, doch das "deutsche" Tillig - Gleis zu verwenden. und den wollte ich halt gern wissen,

beste Grüße, der Schildbürger
 
Gleich vorneweg.

Das Folgende gehört eigentlich nicht hierher.
Vielleicht kann ja jemand das auch an eine andere passendere Stelle schieben, nur die Fragen tauchten hier auf, deshalb die jetzt erstmal hier einige Anmerkungen zum englischen Gleis.
Wer mich kennt, weiß, daß Gleise und Weichen nun Mal mein Gebiet sind um sich auszutoben.

Der englische Oberbau unterscheidet sich grundlegend vom deutschen Oberbau.
Auf dem Kontinent hatten sich Breitfußschienen verlegt mit Befestigungen, die den Schienenfuß auf einer Unterlagsplatte, meistens mit Unterlagspaltte jedenfalls, festhalten. Abgesehen von Ausnahmen.

Auf der Insel wurde der Stuhloberbau mit Bullheadschienen (Doppelkopfschienen) relisiert.
Erste Versuche mit Breitfußschienen erfolgten in den dreißiger Jahren. So wurde auch eine Weiche im Netz der LNER mit Breitfußschienen eingebaut als Test, die Befestigung soll der deutschen Bauart geähnelt haben, allerdings ist die Quellenlage dazu sehr dürftig. Bei der Gleis-Befestigung nutzte man die sogenannte Macbeth Klemme, in Deutschland unter Federnagel bekannt, auf einer Unterlagsplatte. Dazu kam die Befestigung mit dem KT-clip. und dieser ist interessant, da sieht man Verwandtschaft zum K-Oberbau. Aber eben dies waren nicht flächendeckende Einbauten. Historisch gesehen kann man folgendes grob feststellen.

Deutschland: ab den Zwanzigern K-Oberbau bis fast heute, abgelöst durch den W-Oberbau und der Variante des KS-Bügels, auch Pandrol teilweise

UK: bis in die fünfziger durchgehend Bullhead-Schiene in Rail Chairs, Breitfußschiene ab den späten vierziger Jahren mit Federnagel, dann durchgehend mit PANDROL. Selbst auf den ersten Betonschwellen mit dem markanten sehr erhabenen Firmennamen DOW-MAC wurden Rail-Chairs benutzt, CS1 mit Verschraubung in Dübeln oder mit durchgesteckten Bolzen.

Fazit: Deutsches Gleis gehört nicht auf die Insel

Insgesamt gesehen, immer eine Suche nach einer wirklich permanent elastischen Schienenbefestigung, so wie wir sie heute kennen.

Zu den Weichen. in Deutschland, ich bleibe beim Vergleich deutsch-englisch, weil die Modellsysteme jeweils daraus resultieren, sind die Schwellen durchgehend senkrecht zur Winkelhalbierenden am Schwellenpunkt auf der Symmetrieline zwischen geradem Stammgleis und abzweigendem Gleis angeordnet; Ausnahme die 190-ger Weichen, da sind die Schwellen erst mit Beginn des Endteils zur Winkelhalbierenden angeordnet. Man sieht da eine Fächer.

In UK sind die Weichenschwellen durchgehend bis zum Ende senkrecht zum Stammgleis angeordnet. ein weiterer sichtbarer Unterschied ist die Gestaltung des Weichenantriebes, bzw., die Lagerung des Verschlußmechanismus, da ist etwas zwischen den Schienen am Zungenanfang.

Fazit: Deutsche Weichen gehören nicht auf die Insel

Die Ausschlüße sind ebenso umgekehrt zu lesen.


Jetzt kommen wir mal zum Modell, zur Nachbildung und da sieht die Welt ganz anders aus.

Wer nicht unbedingt unter der Lupe sich am unterschiedlichen Kleineisen erfreuen will, sondern Wert darauf legt einen fahrenden Zug in typischer Landschaft zu sehen. Wer Erinnerungen lebendig werden lassen möchte, sollte auf Einfache Verfügbarkeit und sichere Funktion Wert legen. Das Tillig-Gleis ist so grob geschnitzt, daß es durchaus verwendet werden kann. Eingeschottert und etwas gealtert sieht man es einfach nicht. Wichtig ist, außen ist etwas ehr klobiges, das kann der Versuch eines K-Oberbaues oder eben Schiene-Stuhls sein, und die Imitationen sehr flach, geht es auch als Pandrol durch. Bei den Weichen sieht man schon ein bißchen mehr, die Schwellenlage ist für uns vom Kontinent etwas gewöhnungsbedürftig, sollte aber kaum auffallen, wenn es nicht gerade EW1 ist und man nicht Weichen mit Kuppelschwellen verwendet.

Fazit: eigentlich egal was man nimmt, die Umsetzung ist entscheidend.

Wer sich an der Lupenbetrachtung erfreut, der muß alles selber machen. Und da ist dann selbst einProfil mit 1,55 mm zu hoch. Da sollte man auf etwas feineres, 1,4mm, ausweichen oder sogar echte Minibullheadschienen besorgen. die gibt es, zu einem horrenden Preis in dieser Größenordnung. Die Geometrie des Stuhloberbaues erlaubt es, den Stuhl selbst maßstäblcih nachzubilden, innen und außen. Innen wenn die Schienen 1:20 geneigt eingebaut werden. da ist nicht die Schienenhöhe ausschlaggebend, sondern die Lage des Kopfes zum Befestigungssystem.

Das Ganze ist jetzt hier gelandet, weil die Fragen dazu hier auftauchten. Eines sollte man ins Kalkül ziehen, wenn irgend möglich bei Zweigleisigkeit den britischen Gleisabstand von 11 Fuß 2 inch = 3403,6 mm einhalten. Das wären dann 28,4 mm, besser 29 mm, also 14 mm weniger als die angebotenen Gleissysteme.

Aber!!! Das gehört eigentlich alles nicht hierher, nicht in diesen Beitrag. Hier geht es um das Einfangen etwas typisch britischem. Und das steht und fällt mit den richtigen Farben, dem typisch britischem Flair, dem typischen Stationsgebäude, den Signalen und Bahnübergängen, dies sahe und sieht eben anders aus. Und, vielleicht irgendwie, mit der richtigen Ausleuchtung typisches Inselwetter zu imitieren, Regen. Letzteres mit etwas Schmunzeln lesen bitte.

Jedenfalls bin ich gespannt, wie es mit Arley weitergeht, es ist british ist, das sieht man schon jetzt und macht weiterhin neugierig. Von der professionellen Planung bis zum bisher Erreichten.

Deswegen schaue ich hier immer vorbei, wenn es etwas neues gibt. Und dazu weiterhin gutes Gelingen.
 
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