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Nebenbahnwagen aus Altmaterial

Das ist ein START-Wagen, den es ab der 2. Hälfte der 1960er-Jahre gab.
Damals habe ich aus drei solcher Wägelchen zwei Wagen mit acht Fenstern (inkl. Tür)je Seite zusammengeschnippelt. Das "Produkt" war damit immer noch allerding LüP zu kurz.
 
Die neuen Langträgerverkleidungen sind nun fertig, wirken jedoch in reinem Weiß gröber als die des Opferwagens. Ich nehme allerdings an, daß sich das in Schwarz und mit Beschriftung deutlich relativieren wird.

Ansonsten fällt auf, daß das Dach aktuell sehr steril aussieht. Kein Wunder, da fehlen noch die Lüfter, und mit Farbe wird das auch ganz anders aussehen. Wobei hier der Farbton noch zu klären wäre. Das DRG-typische Grausilber der Dächer wie bei den Schnellzugwagen erscheint mir hier ein bißchen überkandidelt. Andrerseits bieten Schirmer und Tillig die Nebenbahnwagen auch so an. Na, mal sehen, wonach mir am Ende der Sinn steht.

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Unter der Adresse https: //www.donnerbuechse.eu/ habe ich einen Wagen gefunden, der Deinem sehr ähnelt. Allerdings heißt er Bi 24. Ist das wieder ein anderer? Und welchen Achsstand hast Du deinem Deinem Cid 27angedeihen lassen? Geht dafür ein Güterwagen- Unterbau?
LG TTKind
 
Nein, mein Wagen war ein verkürzter Cid-27, kein Bi-24. Für das Untergestell kann man durchaus ein Güterwagenchassis mit 4,50er Achsstand nachnutzen, wenn man sich nicht an der harten Federung stört.
 
Da ich keine Lust hatte, mitten in der Nacht die blecherne Bodenplatte der Donnerbüchse mit der Metallsäge zu kürzen, habe ich den Wagenboden kurzerhand aus 1,0 mm starkem Polystyrol zurechtgeschnippelt und aufs Chassis geklebt. So kann ich dann später auch die Inneneinrichtung mit Plastekleber draufsetzen. Nicht mehr zeitgemäß wirkt die alte Verglasung, aber ganz ohne sieht es schlimmer aus, und ich will ja bis zur Fertigstellung nicht in Depressionen verfallen. Am Ende werden sowieso passende Einzelscheiben eingesetzt.

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Bevor die 36 Reisenden der Holzklasse im Wagen Platz nehmen können, hat die Modellbahntischlerei die Sitzbänke geliefert. Auch die Zwischenwände wurden hergestellt, die nicht zuletzt das Abortabteil umgrenzen. Da der Einklassen-Wagen ein Raucher- und ein Nichtraucherabteil aufweist, mußte in eine der Zwischenwände eine Tür eingehängt werden. Das Abortabteil steht auf dem Bild noch leicht nach rechts geneigt, was aber vorm Einkleben noch mit einigen Feilenstrichen behoben werden wird.

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Vor der Montage der bereitgestellten Hauptbaugruppen des Cid-27 sollte eine Stellprobe eventuelle Fehler offenbaren. Im zweiten Bild erkennt man, daß die Abortwände immer noch leicht geneigt sind. Die, ähm, Stuhlprobe muß also noch verschoben werden. Die Bestuhlung – oder mit @TT-Poldij gesprochen: Bebankung – der beiden Abteile paßt aber schon soweit. Zufrieden bin ich auch mit dem Dach, das in den letzten Tagen nochmals hier und da begradigt wurde. Der Spalt zwischen Wagenkasten und Dachunterkante ist dabei gewollt: Was Tante Tillig kann, beherrscht man auch im Wagenwerk Kleinklöten!

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Zuweilen geht die Arbeit flott von der Hand, und so darf ich diesmal ein paar wichtige Fortschritte zeigen. Tatsächlich ist die Inneneinrichtung fixiert, wie die ersten beiden Fotos für jede Wagenseite zeigen. Um die vier äußeren Sitzbänke einsetzen zu können, mußten allerdings die angespritzten Haltestege für die ursprünglichen Glaseinsätze weichen. Die Abortwände habe ich im übrigen bewußt in Höhe der Dachkante enden lassen, um den Platz darüber für eine eventuelle Beleuchtungsplatine freizuhalten.

Die beiden letzten Fotos zeigen den Wagen erstmals in der kompletten äußeren Form, das heißt mit Dach und Bühnen. Letztere habe ich aus Teilen aus der aktuellen Tillig-Produktion zurechtgefriemelt.

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@Kühn: Es freut mich, daß Dir dieses Thema zusagt. Es scheint auch so, daß es mir oder uns noch ein paar Monatchen erhalten bleibt.

Hier sieht man den heute Wagen mal aus der Froschperspektive, und er macht schon einen ganz soliden Eindruck. Die Inneneinrichtung scheint, wenn man dem letzten Bild glauben mag, ebenfalls sichtbar zu sein und das, wie ich hoffe, noch etwas besser, wenn sie erst bemalt sein wird. Davor sind allerdings etliche weitere Details anzubringen.

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Moin, ich muss mich jetzt auch mal äußern. Ich bin ja auch mit Leib und Seele "Selbstbastler", du lieferst mir hier immer wieder neue Inspirationen um meine Kiste Bastelmaterial weiter zu verarbeiten. Danke dafür und Grüße Andi
 
Es mag so aussehen, als hätte sich nichts verändert, aber fünf Kleinigkeiten sind doch hinzugekommen. Da wären zum einen die Handläufe an den Wagenstirnseiten, wieder aus Stahldraht gebogen. Sie sind das Pendant zu den Handläufen der Bühnen und folgen exakt deren Verlauf. Anzunehmen ist, daß sie stärker hervortreten, sobald sie geschwärzt sind. Des weiteren hat der Wagen einen Batteriekasten für die elektrische Beleuchtung erhalten. Diesen habe ich aus einem Donnerbüchsenfahrgestell der letzten Zeuke-Auflage ausgesägt.

Als nächstes muß nun der Dachgarten folgen.

Falls übrigens jemand meint, der Wagen steht schief: Das ist so. Ich dachte zunächst, ich hätte einen Knick in der Linse, aber auf der Suche nach der Ursache fiel mir schließlich auf, daß eines der Achslagerbleche lose ist. Ich werde es bei nächster Gelegenheit austauschen.

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Da wären zum einen die Handläufe an den Wagenstirnseiten, wieder aus Stahldraht gebogen. Sie sind das Pendant zu den Handläufen der Bühnen und folgen exakt deren Verlauf. Anzunehmen ist, daß sie stärker hervortreten, sobald sie geschwärzt sind.
Mein Eindruck ist gegenteilig: Die dünnen Drähte lassen die "dicken" Plastebühnen "brutaler" wirken.
 
Ein konzentrierter Farbangriff auf das Innenleben des Cid-27 ist zu vermelden, zu dem gar nicht viel zu erläutern ist. Es handelt sich um die übliche Ausstattung der Wagen 3. Klasse mit Holzbänken sowie der gestrichenen Zwischenwände in gelblichem Holzton. Der Fußbodenbelag ist ein schlichtes mattes Grau. Was man auf den Fotos nebenbei etwas besser erkennt, sind die Handläufe an den Wagenstirnseiten. Die "brutal" dicken Handläufe der Bühnen lassen sich leider schwer verdünnisieren, darum wird das wohl so bleiben müssen.

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Da wären zum einen die Handläufe an den Wagenstirnseiten, wieder aus Stahldraht gebogen
Ich bin immer wieder erstaunt, dass du damit so gern arbeitest. Natürlich ist Stahl ein schönes Material mit vielen tollen Eigenschaften, aber die Bearbeitung gehört zumindest für mich, nicht dazu. Sicher liegt das nur an meiner unzureichenden Werkzeugsammlung, von daher würde es mich interessieren, womit du den Stahldraht bearbeitest, insbesondere schneidest.

Und weil ich gänzlich unwissend bin: Stahldraht = Federstahl

Die "brutal" dicken Handläufe der Bühnen lassen sich leider schwer verdünnisieren, darum wird das wohl so bleiben müssen.

Kann man da nicht ein bisschen feilen und die Handgriffe selber durch Draht ersetzen? Ein rundes Profil würde sie vermutlich schon deutlich schlanker wirken lassen.
 
@Kreisfahrer: Ich arbeite darum so gerne mit Federstahldraht, weil er im Baumarkt als Meterware günstig zu bekommen ist und sich damit viele feine Details darstellen lassen, die, aus Kunststoff oder Ätzplatinen hergestellt, den strapaziösen Alltag auf einer intensiv genutzten Anlage nicht lange überstehen würden. An alten Häusern liebe ich zum Beispiel elegant geschwungene Handläufe oder Treppengeländer, die man so filigran nicht zu kaufen bekommt (siehe Beispielfoto) und wenn, dann nur dreimal so klobig und zehnmal so teuer. Pumpenschwengel und Wasserausläufe, Hühnerleitern, Türdrücker, Sprengwerke und Beschläge an Güterwagen, Trittbügel an Schornsteinen, Führungsschienen für bewegliche Schiebetore, Achsen für PKW, freistehende Leitungen an Dampfloks ... es ist einfach ein ideales Material für mich. Zum Ablängen benutze ich einen alten, dadurch in 15 Jahren längst heftig vergurkten Seitenschneider. Manchmal genügt es auch, den Draht an der entsprechenden Stelle hin- und herzubiegen, bis er bricht. Ein paar Zehntel kürzen und entgraten kann man ihn dann mit einer Diamantfeile. In die benötigte Form biege ich ihn freihändig mit einer kleinen Flachzange.

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Was den aktuellen Wagen betrifft: Vielleicht könnte ich die Bühnengriffstangen noch etwas rundfeilen, aber erst einmal will ich abwarten, wie sich das mit Farbe ausnimmt.
 
Vielleicht liegt hier ein Missverständnis vor?
Mir ging es bei dem filigranen Geländer nicht um die Verbindung zur Treppe sondern der Stützen zum Handlauf.
 
Wohl dem der einen Hornbach mit Modellbau - Abteilung in der Nähe hat. In Sachsen ist es meines Wissens nur der in Leipzig. Aber vielleicht ist das auch gut so, denn da gibt es noch mehr schöne Profile aus Kunststoff, Messing und Holz. @Stedeleben Deine Werke sehen phantastisch aus :)
 
Profile aller Art und Materialien zu bekommen ist gar kein Problem. Es gibt zahlreiche Internet-Möglichkeiten.
Fängt bei Conrad an, geht u.a. bei Weinert und Kuswa weiter und endet in Architekturbedarfs-Läden.

Ich nehme für Rohrleitungen, Handläufe, Geländer immer 0,3mm Bronzedraht hart, entspricht 40mm beim Vorbild.
Leicht zu verarbeiten und lötbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zunächst @all: Federstahldraht verwende ich am häufigsten im Durchmesser 3 mm, erwerblich bei Hornbach. Allerdings verwerte ich für kürzere Stücke zunächst all die übriggebliebenen Kupplungsfederdrähte aus zersäbelten oder auf Kurzkupplungskulissen umgerüsteten Zeuke- und BTTB-Wagen mit Schlitzkupplung. Bei Geländern und dergleichen verbinde ich die Knotenpunkte von Stützen und Handläufen meist mit Sekundenkleber.

Und damit wieder zur laufenden Bastelei:

Ich staune oft, wie sehr sich ein Modell durch etwas Farbe verändert. In diesem Fall habe ich doch eigentlich nur die Langträgerverkleidung sowie die Trittsrufen geschwärzt. Aber es scheint dadurch ein anderer Wagen geworden zu sein. Die Fotos zeigen beide Seiten. Nun muß ich noch etwas am Gehäuse und am Dach arbeiten. Die erhabenen Anschriften müssen abgetragen und Fenstereinsätze angefertigt werden. Aufs Dach gehören Luftsauger der Bauart Wendler, zu deren Anfertigung mir noch die geniale Idee fehlt. Insofern werde ich den Wagen wohl eine Zeitlang zur Seite legen, bis mich die Muse küßt, und mich um andere Basteleien kümmern.

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