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Module von Mathias

Auf der Messe modell-hobby-spiel 2022 in Leipzig habe ich bei Artitec am Verkaufsstand ein Objekt meiner Begierde entdeckt.
Ich habe mir eine zweite Meinung vom Präsidenten eingeholt und die lautete: Kaufen! Zum Glück gab es sogar noch einen Messepreis.

Es ist ein Fertigmodell einer Autofähre im Maßstab 1:120 und ich finde sie sehr gelungen.

Fähre 1 neu.jpg

Drei Fahrzeuge passen gut auf die kleine Fähre drauf.

Fähre 2 neu.jpg

Fehlt nur noch ein passender Anleger für die kleine Fähre. Artikelnummer bei Artitec ist 312.024. Es gibt sie in H0, TT, N und sogar in Z.

Fähre 3 neu.jpg

Zur Not ist sie zur Revision oder zur Reparatur im Sundevitter Hafen. Aber ich hab da noch eine Idee für ein Modul ...

Mathias
 
Meist waren die Führerstände (oder sagt man Kommandobrücke?) etwas höher.
Offenbar auch kein Fenster in Fahrtrichtung … schon etwas merkwürdig.

Grüße Ralf
Da ist überhaupt nix merkwürdig.

So eine Fähre mit genau so einem seirlichen Maschinenhaus gab es in Brandenburg auch.
Viel wichtiger ist, zu sehen was seitlich in der Fahrrinne los ist.
 
Hallo miteinander
die Fähre sieh ganz gut aus--was kann sie alles??

wer sowas in Funktion mit echtem Wasser erleben will kann uns im November zur Modellbahnausstellung besuchen

ZIMEC in Zittau ab 5.11.
gruß FB.
 
Ich hoffe es passt, wenn ich hier mal zur Neuendorfer Fähre quer verlinke:
Das ist der Zustand nach der Modernisierung. Vorher gab es so ein ähnliches Maschinenhaus, wie hier im Modell gezeigt. Die Türen waren längs angeordnet.

Die Schranken kamen wohl auch mit der Modernisierung. Da gab es wohl früher Ketten. Bilder der Fähre im Urzustand habe ich leider nicht.

Und natürlich fuhr die Fähre nach Fahrplan (1984), was aber in der Realität mehr oder weniger irrelevant war.
Es gab auf beiden Seiten große Glocken. Damit konnte man die Fährfrau rufen, die in der Nähe wohnte (Werkswohnung?).
Sie kam dann immer mit dem Fahrrad angesaust, auch noch nach der letzten Fahrt.
Was für ein Riesenspaß.

Heute gibt es nur noch Betriebszeiten.
Nach Ablauf der Betriebszeit "fährt" da sicher niemand mehr.
 

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  • 20221009_102519.jpg
    20221009_102519.jpg
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Zuletzt bearbeitet:
Es ging ihm vermutlich eher um die eingesetzten Fähren, als um das Prinzip.
 
Hier geht es ja weiter. Zwar nur langsam, aber stetig.

Das in #568 vorgestellte Modell von Revell der "Calypso" habe ich gerade aktuell auf dem Basteltisch.
Nach vielen Jahren hab ich mich endlich getraut aus dem Vollrumpfmodell endlich ein Wasserlinienmodell zu sägen. Finale Schleifarbeiten zum Feintuning am Rumpf stehen noch aus.

Calypso 1.jpg

Das Modell ist im Maßstab 1:125 gehalten, etwas Genaueres findet der TT-Modellbahner kaum. Der Bausatz ist aus den 90-er Jahren. Das Material ist erstaunlich flexibel und dennoch stabil. Ich habe das Modell vor vielen Jahren als teilmontierten Bausatz übernommen. Die bereits montierten Teile unterlagen einer leichten Farbveränderung vermutlich durch Sonneneinstrahlung ins leicht gelbliche. Die "neuen" noch nicht montierten Teile dagegen sind reinweiß.

Calypso 2.jpg

Es gab viele Entscheidungen zu treffen. Bohre ich die 20 Bullaugen im Unterdeck händisch auf und hinterlege ich sie mit Folie, oder male ich sie nur einfach schwarz auf der Oberfläche aus? Natürlich habe ich sie alle aufgebohrt und mit Folie und entsprechendem Hintergrund hinterlegt. Die Farben des Schiffes wurden nach zahlreichen Studien von Videos bei YouTube der Calypso ermittelt. Die Calypso wurde im Laufe ihres Einsatzes mehrfach umgebaut. Die Hubschrauberplattform am Heck ist eine spätere Ergänzung.

Mathias
 
Lange gab es hier nichts Neues zu berichten. Mir fehlte ein wenig die Motivation, zum Modulbau als auch zur Berichterstattung hier darüber.
Viele Threads werden im TT-Board zerlabert. Grabenkämpfe werden ausgetragen. An Rechtschreibfehlern wird sich unendlich hochgezogen. Ist das noch mein TT-Board? Das Fehlen von Bastelthemen wird kritisiert, ohne ein eigenes zu eröffnen.

Ich habe ein neues Projekt. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein Faible für die französische Eisenbahn besitze. Seit vielen Jahren berichte ich über meine Urlaube in Frankreich und die daraus gewonnenen Erkenntnisse unter Link Klick mich.

Irgendwann reifte die Idee, ein Stück Frankreich auf die heimische Modellbahn zu bringen. Natürlich als Modul nach FKTT-Norm. So kann ich im heimischen Keller meiner Leidenschaft für die SNCF frönen und vielleicht auch an FKTT-Treffen teilnehmen. Doch was gab es von der deutschen Modellbahnindustrie an französischen Fahrzeugen in TT? Nicht wirklich viel. Höchstens Farbvarianten von deutschen Waggons. Keine Tfz, keine Triebwagen.
Deshalb begrüße ich die Initiative von Arnold sehr, die CC 72000 in drei verschiedenen Varianten herauszubringen. Ich habe sie in allen 3 Varianten vorbestellt. Endlich gibt es echte französische Triebfahrzeuge in TT, und nicht nur eingedeutschte, wie die SNCF-Version der V 36 von Tillig, welche wegen zu geringer Vorbestellzahlen nicht produziert wurde.

Demnächst geht es hier weiter mit der Vorstellung meiner französischen Module.

Mathis
 
Ich habe ziemlich lange für meine Vorlage von französischen Modulen nach FKTT-Norm gesucht. Sollte es eine Betriebsstelle in der Bretagne sein, oder doch lieber im Süden Frankreichs an der Côte d’Azur? Natürlich sehen Bahnhöfe im Norden anders aus als im Süden, das ist in Deutschland nicht anders.
Nach Wochen der Internetrecherche bin ich bei der PLM gelandet. Die "Compagnie des chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée" also kurz in Deutsch die Eisenbahngesellschaft der "Eisenbahn der Linie Paris - Lyon - Mittelmeer".

Die Gesellschaft ist im französischen Internet sehr gut dokumentiert unter: Portail — WikiPLM und umfasst mehrere zehntausend Dokumente dazu. Eine Übersetzung ins Deutsche ist heute per Browser problemlos möglich.

Es gibt genau eine Firma in Frankreich, welche Lasercut-Bausätze von Bahnhöfen und Nebengebäuden nach französischem Vorbild der PLM in TT anbietet. Dort habe ich also eine Bestellung ausgelöst und nach knapp einer Woche nach der Bestellung bekam ich Post aus Frankreich. Die Lasercut-Bausätze sind sehr genau und präzise ausgeführt. Der Zusammenbau ist mit einer kurzen Bauanleitung beschrieben. Die Website bietet auch noch hilfreiche Videos zum Zusammenbau an.

Mathias
 
Es gibt genau eine Firma in Frankreich, welche Lasercut-Bausätze von Bahnhöfen und Nebengebäuden nach französischem Vorbild der PLM in TT anbietet. Dort habe ich also eine Bestellung ausgelöst und nach knapp einer Woche nach der Bestellung bekam ich Post aus Frankreich. Die Lasercut-Bausätze sind sehr genau und präzise ausgeführt. Der Zusammenbau ist mit einer kurzen Bauanleitung beschrieben. Die Website bietet auch noch hilfreiche Videos zum Zusammenbau an.

Mathias
Ich würde mich freuen, wenn dich die Lust packt, Bilder dazu hier zu veröffentlichen.

Viele Threads werden im TT-Board zerlabert. Grabenkämpfe werden ausgetragen. An Rechtschreibfehlern wird sich unendlich hochgezogen.
Ja, das nervt. Mein Eindruck ist, dass es aber weniger in den Bastel-Threads passiert. Ggf kann man ja auch mal den Admin fragen, ob der abdriftende Teile verschiebt.

Der Blog als Alternative ist nicht zu verachten. Dort passiert das fast garnicht. Und selbst wenn, die eigenen Inhalte bleiben weiterhin im Fokus, da Diskussion und Inhalte getrennt sind.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Natürlich wird der Bau bebildert.

Zuerst werden die Außenwände farblich behandelt. Damit alle den gleichen Farbton erhalten, wird aus beige und ocker Acrylfarbe die benötigte Menge des erforderlichen Farbtones gemischt. Ein paar Versuche auf weißer Pappe waren erforderlich, um den gewünschten Farbton nach Vorbildfotos zu erzeugen.

Außenwände.jpg

Die Verteilung für einen gleichmäßigen Farbauftrag erfolgte mit einem kleinen Schaumstoffroller. Danach wurden die einzelnen Teile mit Cuttermesser oder einem kleinen Skalpell aus der Pappe gelöst.

EG 1.jpg

Die Außenwände des EG wurden mit Holzkaltleim verklebt. Der Bausatz hat eine Inneneinrichtung, die der tatsächlichen Gebäudeeinteilung entspricht.

EG 2.jpg

Mathias
 
Das Dach schon mal probeweise aufgelegt und die Wirkung der Türen und Fenster bewundert. Alles sehr passgenau und einfach zu bauen.

EG 3.jpg

Erste Stellprobe auf dem Modulkasten. Ich bin begeistert. Die Bahnsteighöhe stimmt noch nicht. Als provisorischer Bahnsteig musste eine halbwegs passende Leiste herhalten. Ein paar Details fehlen noch. Regenrinnen und Fallrohre liegen dem Bausatz nicht bei, da findet sich aber was passendes in der Bastelkiste.

Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist natürlich schick daß die Mauerecken nachher die Laserecken abdecken. Da macht auch die Farbgebung Spaß. Was mir noch besser gefällt ist der Innenausbau mit einzelnen Zimmern, wenn man nicht immer alles komplett beleuchten will.
 
Jetzt fragt sich vielleicht mancher, was baut Mathias da eigentlich genau?

Es ist ein Nachbau des Bahnhofs Saint-Désert an der Strecke von Mâcon über Cluny nach Chalon-sur-Saône in der Bourgogne. Kursbuchstrecke 529. Ich hab das mal in eine alte Kursbuchkarte von 1955 eingezeichnet. Der Pfeil zeigt die Lage des Bahnhofs Saint-Désert. Könnte man mit "Heilige Wüste" übersetzen.

Karte 1.jpg

Entscheidend für den Nachbau war natürlich die Verfügbarkeit der Lasercutbausätze von Architecture & Passion. Link
Wenn man sich mit dem Vorbild beschäftigt, erkennt man die Rationalisierung der PLM. Es gibt Standard Empfangsgebäude, Wartehäuser, Toiletten, Güterhallen und Wärterbuden. Sie sind an vielen Bahnhöfen absolut identisch. Ich hätte auch den Bahnhof Buxy oder Givry nachbauen können.

Auf dieser Strecke dominierte seit jeher der Güterverkehr, der Reiseverkehr spielte keine große Rolle.
Deswegen wurde er schon zum Fahrplanwechsel 1968 eingestellt. Auszug aus dem Kursbuch der SNCF der Strecke 522 aus meiner Sammlung.

Fahrplan Sommer 1968.jpg

Hier der letzte Fahrplan vom Sommer 1968. Die Strecke wurde noch mit Triebwagen bedient. Die erste Verbindung des Tages wurde schon mit dem Bus gefahren. Die "Communauté de Taizé", ein internationaler ökumenischer Männerorden in Taizé machte sich für den Erhalt der Strecke für den Personenverkehr stark, die SNCF lehnte jedoch ab. Dort finden heute Jugendtreffen mit bis zu 10.000 Teilnehmern statt. Die Teilnehmer müssen heute mit dem Bus anreisen.

Fahrplan Winter 1968 Bus.jpg

Der Winterfahrplan 1968 zeigt den Verkehrsträgerwechel zum Bus. Ab diesem Zeitpunkt gab es nur noch Güterverkehr auf der Strecke. Der wurde schließlich in mehreren Etappen bis November 2003 auch eingestellt. Heute ist die zurück gebaute Strecke ein gut ausgebauter Radweg der Voie Verte (Grüne Route) des Fernradwegenetzes in Frankreich.

Und genau da beginnt meine Modulidee. Was wäre, wenn der Reiseverkehr nie eingestellt worden wäre? Man könnte die Strecke als Umleitungsstrecke bei Bauarbeiten oder Störungen auf der Route zwischen Mâcon und Chalon-sur-Saône betrachten. Was da alles zwischen Paris und Marseille an hochwertigen Reisezügen und Güterzügen fuhr! Pilgersonderzüge nach Taizé sind möglich. Ich hab da schon eine Menge Ideen.

Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:
Wegen der Versandkosten von € 15,- habe ich gleich mehrere Bausätze bestellt. Dem EG gegenüber mittels eines ebenerdigen Überganges über die 2 Gleise verbunden stand in der Regel auf dem anderen Bahnsteig ein Warteraumgebäude. Hier ein erster Arbeitsstand bei einer Stellprobe.

Warteraum 1.jpg

Passend dazu gibt es bei A&P auch noch Bahnsteigkanten, die müssen hier noch farblich und in der Höhe angepasst werden.

Toilette 1.jpg

Geradezu winzig dagegen ist der Bau des Toilettengebäudes. Ein Mann steht sogar am Pissoir und eine Tür ist nicht richtig geschlossen.

Poste 1.jpg
Und zum Abschluss noch das typische Postengebäude der PLM ohne die finalen Details, das Dach ist nur aufgelegt, der Schornstein fehlt und die Alterung sowieso.

Übersicht 1.jpg

Und so sieht meine geplante Variante des Bahnhofs Saint-Désert aus. Auf drei Modulkästen zu je 50 x 90 cm mit insgesamt 7 Weichen erschaffe ich mir ein Stück Frankreich mitten in Berlin.

Mathias
 
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