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Länderbahn-Schnellzugwagen auf Zeuke-Basis

Genau wie die Citr pr.05. Beide Bauformen sind in der Regel fürs Schnittmuster eines Schnellzugwagens nötig: der Ci pr.05 wegen der geschlossenen Bühnen, der Citr pr.05 wegen der größeren Fensterbreite, welche aber auch nur für Dritte-Klasse-Wagen taugt. Für die Fenster der Polsterklassen muß man die der Opferwagen leider aufwendig verbreitern.
 
Hallo Stedeleben,

ich kann aus meiner Erfahrung sagen, das sich die Anschaffung einer Airbrush auf alle Fälle gelohnt hat.
Auch Teillackierungen gehen damit gut von der Hand (ordentliche Trockenzeit der Farben und ordentliches abkleben vorausgesetzt).
Und soooo teuer sind die Teile nun auch wieder nicht. Und da ich Farben auf Wasserbasis verwende, hält sich der Reinigungsaufwand auch in Grenzen (so ohne Chemie).
Gruß
Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Schon wären wir wieder beim Interieur. Da es nicht der einzige Wagen ist, der eine Inneneinrichtung mit geschlossenen Abteilen benötigt, habe ich eine einheitliche Grundkonstruktion ausbaldowert, die dann als Trägergerüst für die jeweils verschiedenen Wände, Türen und Fenster dienen kann. Sie besteht aus einem langen Rahmen sowie Standard-Zwischenwänden. Beide Elemente sind so aufgebaut, daß sie verschachtelt werden können. Das ist insofern nützlich, als man vor dem Einkleben gut die exakte Position im Gehäuse bestimmen kann.

Das erste Bild zeigt die vorbereiteten Einzelteile. Zu erkennen sind bereits die Fenster der Gangtüren. Zusammengesteckt sieht man die Teile im zweiten Bild. Es handelt sich erneut um 0,8 mm dickes Polystyrol. Entsprechend breit sind die Einschnitte fürs Verschachteln. Das nächste Bild veranschaulicht das Bauprinzip: Die Konstruktion läßt sich den verschiedenen Wagentypen bzw. Wagenklassen anpassen. Auf dem letzten Bild wurde der Wagenkasten übergestülpt, der durch die stabilen Querwände gut in Position gehalten wird. Die fehlenden Abteil-Zwischenwände sind wiederum Standardteile mit definierter Kontur, die einfach eingeklebt werden. Für sie genügt 0,5 mm dickes Material; das reduziert das Gewicht des Wagens.

Wer genau hinsieht, erkennt auf dem vorletzten Bild die „Tische“ an den Wagenenden, die zur Fixierung der Faltenbalge benötigt werden. Sie erst nach dem Einbau der Abortwände einzufügen wäre etwas ungünstig gewesen.

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Sehr schick - Deine Vorbereitungen für die zukünftigen Makroaufnahmen :cool: !

Die Fensterwagen älterer Epochen sehen nach meiner unmaßgeblichen Meinung wesentlich interessanter und schöner aus als die rundgelutschten neuerer Epochen. Aber so langsam beschleicht mich das Gefühl, Du bist der Urenkel von Ivan Lokomow (Das war der erste Mechaniker, der eine Lokomotive aus dem Vollen gefeilt hat.)!
:narrwech:
 
Die Fensterwagen älterer Epochen sehen nach meiner unmaßgeblichen Meinung wesentlich interessanter und schöner aus als die rundgelutschten neuerer Epochen.
Alle Fahrzeuge der Epoche 1 sehen schnugglicher, bunter, hölzener, interessanter, verwurschtelter aus.
Man kann die Modelle nicht ablecken, ohne sich weh zu tun. Schreibe ich schon immer. :)
 
...ausbaldowert...
Geile Formulierung!
Das klingt nach Überfall auf ein Juweliergeschäft, DEM Postraub in England oder anderen schurkischen Banditentaten aus den 30ern. Zumindest paßt die Zeit... :applaus::applaus::applaus:
 
Oh, was geht denn hier gerade ab?

(...) klingt nach Überfall auf ein Juweliergeschäft, DEM Postraub in England oder anderen schurkischen Banditentaten aus den 30ern. (...)
Also ich muß doch sehr bitten! In diesem Forum wird allenfalls in 1:120 geklaut, und auch das ist schon schlimm genug, siehe Lichtbild!

Diamant-Brauhaus_MD_8513.jpg

(...) es soll im 19. Jh. aus dem jiddisch-deutschen Sprachraum in die Umgangssprache übernommen worden sein. (...)
Mein Weltbild gerät ins Wanken! Seit frühester Jugend habe ich das Wort „ausbaldowern“ der Urheberschaft meiner herzhaften Tante Anneliese zugeschrieben, ihres Zeichens LPG-Brigadierin aus Miesterhorst. Und nun das! Shocking! Als würde mir der Rebbe auf der Bahre mein Geburtshoroskop eröffnen.
(...) Aus was machst du die Zwischenwände? Aus Osmium? ;)
Nein, Trompetengold im Polystyrolmantel!
Wie leicht oder schwer werden die Waggons denn im einsatzbereiten Zustand sein? (...)
Aktuell bringen die Rohbaumodelle jeweils zwischen 38 (unverglast) und 43 Gramm (verglast, siehe Beitrag #519) auf die Waage. Am Ende möchte ich, daß sie samt Inneneinrichtung, Fenstereinsätzen, Sprengwerken, Griffen, Tritten, Faltenbalgen, Kupplungen, Kulissen, Beleuchtung etc. nicht viel mehr als 50 Gramm wiegen. Da zählt jedes Zehntelgramm. Es sollen ja nicht bloß kurze Flügelzüge aus drei, vier Wagen über die Bommelner Rampe fahren, sondern möglichst auch längere FD. Die Last soll die Loks nicht ins Schleudern und die Antriebe an den Rand des Wachkomas bringen.
Alle Fahrzeuge der Epoche 1 sehen schnugglicher, bunter, hölzener, interessanter, verwurschtelter aus.
Volle Zustimmung!
Man kann die Modelle nicht ablecken, ohne sich weh zu tun. Schreibe ich schon immer. :)
Modelle abzulecken findet Dr. Schnelltod aus Großbommeln grob fahrlässig! Wer seine Wagen abschmecken will, sollte laut seiner Empfehlung einen Abstrich machen und dann das Wattestäbchen genüßlich auslutschen. Danach kann bei akutem Mißempfinden mit Rosenthaler Kadarka abgelöscht werden.

Und damit darf ich mich freundlich absentieren; es gibt viel zu tun, die Bastelnacht dauert heute planmäßig bis drei Uhr morgens.
 
Am Wattestäbchen sind keine Griffstangen, Leitern, Rohrleitungen, Ventile, etc.
Das tut nicht weh.
 
Guten Morgen, verehrte Fahrgäste, die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft heißt Sie willkommen in der Holzklasse! – Von Holz ist allerdings keine Spur, so lange die Farbgebung fehlt. Immerhin sind – siehe Lichtbilder – Abteilwände und Sitzbänke montiert worden. Die lange Gangwand hat ebenfalls ihre endgültige Vielfensterform erhalten. Für die Sitzbänke kam abermals L-Profil aus Polystyrol zum Einsatz. Die stilisierte Darstellung der Abteiltüren- und -fenster erfolgte mittels 0,8 mm breiter PS-Streifen, deren Materialstärke indessen nur 0,23 mm beträgt. Das genügt für solche reinen Deko-Elemente. Vor der vorbildgetreuen Bemalung werden die Wände dunkel grundiert, damit sie lichtundurchlässig sind.

Apropos Holzklasse: In diesem Fall stimmt der Begriff nicht mehr ganz. Die harten Bänke der C4ü ließ die DRG ab Mitte der 1920er Jahre peu à peu mit dünnen Sitzpolstern aus derbem Stoff oder Kunstleder nachrüsten. Deren Farbe war braun, während die Velours-Polster der B-Abteile rot und die Plüschsessel der A-Coupés dunkelblau oder dunkelgrün waren. Hölzern blieb die Holzklasse lediglich optisch durch die Wandfarbe „gelblicher Holzton“.

Was ist sonst noch neu? – Die Abortwände sind eingebaut, die Einstiegstritte hergestellt sowie Kulissen inklusive Kupplungen untergesetzt worden. Damit ist der Wagen rohbaufertig. Kleinkram wie Tritte, Griffe, Luken, Gaskessel etc. sind wieder Standardelemente und werden zunächst in Serie vorgefertigt, bevor sie an allen geplanten Wagen ergänzt werden. Desgleichen die Fensterscheiben. Aber bis zu dieser Station werden Sie auf dieser Reise wohl noch ein halbes Jahr mitfahren müssen.

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Ich hätte mich fast hinreißen lassen und das Ganze als "grandios" bewertet, aber ein wenig Kritik sei gestattet. Nach meinem Empfinden hast du die Sitzflächen deutlich zu hoch angeordnet, obwohl es bei dir baulich nicht notwendig ist. Der Abstand zwischen Sitzfläche und Fußboden sollte meine Meinung nach lediglich ca. 1/3 des Abstands zur Fensterunterkante betragen. Etwas, was nach meinem Dafürhalten alle Hersteller regelmäßig nicht beachten. Falls du jemals Fahrgäste in den Genuss einer Reise mit diesen Fahrzeugen kommen lassen möchtest werden diese vermutlich viel zu hoch sitzen und das befremdliche Gefühl haben, aus dem Fenster fallen zu können.

Gruß Jan
 
@schnerke: Das ist fein beobachtet, und selbstverständlich hast Du recht. Zu meiner Verteidigung kann ich vorbringen, daß es mit voller Absicht, aber immerhin nach längerer Abwägung geschah. Soweit mir bekannt, sind passende Sitzfiguren in TT in der benötigten Menge nicht handelsüblich. Und wenn, wären sie (mir) zu teuer. So ein läppischer C4ü beherbergt bei voller Auslastung schließlich 68 Menschlein. Selbst wenn ich nur 34 Platzkarten je Wagen ausgeben würde, wären es bei einem Zug schon an die 300 Fahrgäste. In meiner Not und um mir bei Erbschaft, Lottogewinn oder Zufall von Sondervermögen dennoch die Option auf Mitreisende offenzulassen, habe ich die Höhe der Sitzflächen vorausschauend an die bekannten und für diesen Zweck beliebten N-Figuren angepaßt. Bei früheren Wagen mußte ich denselben zuvor stets mehrere Siesta-Kissen unterschieben, damit sie über die Fensterkanten hinausragen.

Insofern kann ich nur um freundliche Nachsicht bitten.

@Per: "Beine ab" kommt für mich nicht in Betracht, da es vorliegend auch nicht nötig ist. Die N-Persönchen können in meinen Wagen unversehrt, komfortabel und entspannt die Beine baumeln lassen.
 
...habe ich die Höhe der Sitzflächen vorausschauend an die bekannten und für diesen Zweck beliebten N-Figuren angepaßt.
Na dann hast du ja doch alles richtig gemacht und ich darf voller Bewunderung meine Hochachtung vor deiner Kunstfertigkeit Ausdruck verleihen.
Das Problem mit den überteuerten Reisenden ist mir durchaus geläufig. Bei Waggons mit großen Fenstern dürfen bei mir dort die besser detaillierten aber selbst bemalten von Preiser oder Noch sitzen, Richtung Gang tun es auch die Menschenmassen aus Fernost nach einer farblichen Behandlung. Bei kleineren Fenstern und schummriger Beleuchtung dürfen die aber auch gerne einen Fensterplatz buchen.

Gruß Jan
 
Manchmal juckt es in den Fingern, sofort auszuprobieren, was einem durch den Kopf schwirrt. Vorliegend waren es die Nottritte unter dem Langträger. Die sollten eigentlich später in einem Ruck für alle geplanten Wagen angefertigt werden, aber plötzlich und unerwartet packte mich akute Neugier.

Zunächst dies als Hintergrund: Ursprünglich gab es diese Trittbretter nicht, bis sich bei einigen Bahnunfällen erwies, daß die Opferzahl so hoch war, weil Reisende in den verunfallten Wagen eingeschlossen waren. Den letzten Ausschlag gab der Unfall zwischen Mühlheim/Main und Offenbach/Main am 8. 11. 1900, als gegen 22.30 Uhr im dichten Nebel ein Personenzug mit neun Wagen auf den außerplanmäßig haltenden D 42 Frankfurt am Main – Berlin auffuhr. Beim letzten des aus vier Wagen bestehenden D-Zugs geriet der Leuchtgasbehälter in Brand, der Wagenkasten wurde derart verformt, daß die Türen verklemmten. Die Fenster waren generell nicht zu öffnen. Es gab zwölf Tote und drei Schwerverletzte. Danach wurden die Vorschriften geändert. Die Wagen waren mit von innen zu öffnenden Fenstern aus- bzw. nachzurüsten. Notgriffstangen unter den Fenstern und dazugehörige Trittbretter unter den Langträgern waren von nun an verpflichtend. Vor dem Sprengwerk wurde auch eine Leiter obligatorisch, die Rettungskräfte im Notfall von außen anlegen konnten.

Wie sieht’s damit eigentlich bei den 2024 und 2025 zum „Modell des Jahres“ gekürten käuflichen TT-Wagen aus? Saxonia hat dem sächsischen C4ü Sa 07 weder Notgriffe noch -tritte, aber immerhin Notleitern spendiert, die Reisenden in Tilligs Oberlicht-Preußen haben … hoffentlich Schutzengel.

Daß man sich im Wagenwerk Kleinklöten streng an die Vorschriften hält, belegen die Lichtbilder. Das erste Bild zeigt den unterm Langträger noch nackigen Wagen, die anderen lassen schon tiefer blicken. Eine elende Fummelei war's, aber das Ergebnis überzeugt mich, wenngleich von vornherein klar war, daß wegen der Auslenkung der Drehgestelle nicht sämtliche Tritte nachgebildet werden können – im Gegensatz zu den Notgriffen unterhalb der Fenster. Das wird erst ein Spaß!

Schließlich sei auf den schon mal probeweise eingesetzten Faltenbalg auf dem dritten Foto hingewiesen, und damit endet auch dieser Rohbau.

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@schnerke: Nein, diesen ersten Gedanken habe ich schnell verworfen. Denn diese Art der Nachbildung würde die Betrachter erst recht auf das Problem hinweisen. Und zwar nicht nur mit dem seitlichen Ausschwenken, sondern auch mit dem in der Höhe. Die Drehgestelle sind bei mir zwecks ruhigen Laufs in alle Richtungen wippend aufgehängt, die dort angebrachten Trittbretter würden also immerzu aus der Flucht mit denen unter dem Langträger ausscheren. Außerdem werden die Trittbretter ja schwarz wie alles unterhalb des Wagenkastens und wären somit am Drehgestell kaum zu erkennen. Das verhält sich anders zwischen den Drehgestellen, da man dort zwischen ihnen und dem Langträger freien Durchblick hat. Mir war beim Entschluß, die Tritte nachzubilden, vielmehr daran gelegen, die Silhouette des Wagens dem Vorbild möglichst weit anzugleichen. Er wirkt dadurch nicht so hochbeinig.
 
@geiglitz: „Ätzende Anbieter“ – Bist Du böse! Wie gut, daß ich darauf nicht selbst gekommen bin.

Allerdings würde mich schon interessieren, wie die ÄA das realisieren würden im Hinblick auf Stabilität und Montage der Fenster-Notgriffe.
 
Die ganz Alten in diesem Forum erinnern sich vielleicht noch an den ersten meiner D-Zug-Preußen; den Jüngeren habe ich ihn zuletzt hier gezeigt. Dieser Wagen war – immerhin schon mit Fensterscheiben – am 20. Mai 2019 rohbaufertig geworden. Sieben Jahre später soll auch er endlich fertig werden.

Ähnlichkeiten zum vorherigen Wagen sind rein zufällig kein Zufall, handelt es sich doch um einen C4ü der gleichen Bauform. Indes stellt er den Vorgänger in Holzbauweise ohne Langträgerverkleidung dar. Er war zudem der erste meiner Sitzwagen, der zwischenzeitlich ein Sprengwerk erhielt. Darauf komme ich später zurück.

Die heutigen Bilder gelten erst einmal dem Innenleben. Es entstand – Effektivität bestimmt das Handeln nicht nur bei Major Tom – nach dem beschriebenen Schema, deshalb genügte dafür ein Bastelabend. Bereits 2021 hatte ich nach einem akuten Gewissensbiß allen Einstiegen Treppchen verordnet. Aktuelle Ergänzungen sind hingegen die „Tische“, die die Faltenbalge für die Übergänge aufnehmen sollen.

Nun geht bei solchen Basteleien ja üblicherweise jede Menge schief. So erkennt man auf der Abteilseite ganz links das für diese Wagen typische Halbabteil mit lediglich vier Plätzen. An dem wäre ich fast verzweifelt, denn im jugendlichen Überschwang war mir 2019 ein Fehler beim Hingucken unterlaufen. Ich hatte übersehen, daß der Abstand zwischen den Seitenfenstern nur siebenmal gleich und der achte Fensterholm schmaler ist – eben wegen des Halbabteils. Glücklicherweise hat es niemand im Publikum bemerkt und die Sache ist verjährt.

Das Problem aber ist geblieben und ich mußte etwas tricksen. Daß das angrenzende Abortabteil etwas komfortabler geworden ist, muß nicht zum Nachteil sein; es soll ja Menschen geben, die können oder wollen nicht alleine aufs Klo.

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