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Frage? Umbau BR 130 BTTB

Hallo, Modellbahnfreunde,

ich bin dabei, eine BR 130 von BTTB zu digitalisieren. Leider fehlt bei meinem alten Modell der Tank, also das Mittelgewicht der Lok.

Ich habe schon auf vielen Internetseiten recherchiert, bin aber nirgends fündig geworden. Hat jemand einen Hinweis, wo man solche Teile noch erhalten kann?

Mit bestem Dank

Happy
 
Ganz davon abgesehen, so ein altes Modell noch zu digitalisieren, würde ich einfach mal bei E...y reinschauen und eine günstige Komplettlok für Apfel+Ei kaufen und ausschlachten. Eventuell findet sich ja noch jemand, der solche E-Teile noch herum liegen hat.
Aber ehrlich: mit Umbau auf Digital wird das Fahrverhalten nicht viel besser!
Gruß Holger
 
Elriwa hatte vor einigen Jahren einige 132 von Tillig OHNE! Verpackung für 80€ verramscht. Eine habe ich gekauft und meine nach der Wende gekaufte, neuwertige BTTB 130 für 60€ in die Bucht gestellt. Naja, jeden morgen steht ein ... auf, man muss ihn nur finden. Ich hatte letztlich eine 132 mit Decoder für 20€.
In eine BTTB 130 würde ich heute weder Zeit noch Geld investieren.
 
An der Getriebekonstruktion und der Qualität der Radsätze. Abgesehn von der Qualität, ein so verkürztes 'Modell' kann einem schon optisch wehtun...
 
tja, ich würde sagen, zur falschen Zeit am falschen Ort gefragt, hier hat so gut wie niemand mehr was übrig für Technik aus der Zeit von Zeuke und BTTB. hier wird nur das neueste vom Neuen hofiert. - sorry, nicht ganz ernst nehmen.
 
Och nö, ganz so ist es nicht. Meine leistet gute Dienste, sie muss nur gelegentlich den Tomix ziehen. Das Getreibe lässt sich einfach von Geschwindigkeit auf Kraft umbauen.
 
Hi allemann,
die (zumindest meine!) BTTB-130er war eine echte Schmerztablette: Die tat wirklich schon beim Schlucken weh.
Nicht nur, daß sie nicht viel gezogen hat, sie blieb damals spätestens in der vierten Runde um die väterlich erbaute Heimanlage (2,5m²) stehen und zuckte nicht mehr, bevor sie wieder kalt war. Meinen (damals noch kindlichen) Reparaturversuchen war kein Erfolg vergönnt. Ich habe sie gehaßt!
hier hat so gut wie niemand mehr was übrig für Technik aus der Zeit von Zeuke und BTTB. hier wird nur das neueste vom Neuen hofiert.
Das ist nicht wirklich so.
Meine BR 92 von 1965 fährt auch heute noch und mein doppeltes Lottchen (2x V 36 mit nur einem Motor aber Antrieb auf sechs Achsen, die ich als Lehrling umgebaut habe, klingt mit den alten Rundmotor auch ohne Sound wie ein Sechszylinder Diesel.
Die gebe ich auch nicht her.
In eine BTTB 130 würde ich heute weder Zeit noch Geld investieren.
100% Zustimmung.
 
Auf Flohmärkten und in fachfremden Antiquariaten findet man immer mal wieder tütenweise Zeuke- und BTTB-Schrott. Nicht das Zeuke und BTTB generell Schrott ist, nur das, was man dort in sogenannten Konvoluten findet.

Allerdings würde ich heute in so was keinen müden Euro mehr investieren. Über ein halbes Jahrhundert Weiterentwicklung im Modellbau und hier insbesondere in der Antriebstechnik kann man nicht ignorieren. Die Lok ist laut, zu breit, zu kurz und sie hat zumeist stark eiernde Räder, die außerdem auch noch häufig BTTBs größtes Verbrechen aufweisen, die grauen Komplettgummiräder, die selbst im Neuzustand keine Haftreifen waren. Aber die dürften inzwischen von allein abgefallen sein.
 
Ich habe zwei BR130 von BTTB. Eine davon habe ich aus "Spaß" umgebaut und die Andere steht original in der Vitrine.

Wo liegen die Probleme beim Umbau:
  1. Testfahrten mit dem originalen Aufbau (Getriebe und Rundmotor) ergaben bei 12 Volt Spannung umgerechnete Geschwindigkeiten zwischen 170 und 230 km/h!
    Motortausch lohnt nur gegen einen Glockenankermotor. Mit dem GAM 1215S von micromotor.eu und dem originalen Getrieben ergaben sich umgerechnet Geschwindigkeiten um die 300 bis 320 km/h.
    Ich habe also die erste Getriebestufe so geändert um auf die erforderlichen Untersetzungen zu kommen, damit bei der Motordrehzahl von 12000 U/min (nach Datenblatt) eine umgerechnete Höchstgeschwindigkeit von 100 bis 120% des Vorbildes erreicht wird.
    Der GAM passt allerdings auch mechanisch nicht 1:1 in die Rahmenkonstruktion und ist außerdem leichter als der Originalmotor. Ich habe mir aus Weißmetall eine Motoraufnahme für den GAM gegossen. Diese hat die gleiche äußere Kontur, wie die beiden Originalgewichte der Lok.
  2. Das bringt das nächste Problem: Der Rahmen der V300 ist so weich, das er sich nach Einbau des GAM in der Weißmetallaufnahme durchbiegt (der mit dem Splint im Rahmen fixierte Originalmotor stabilisiert ganz offensichtlich den Rahmen).
    Um dieses Problem zu lösen habe ich ein U-Profil angefertigt, das auf den originalen Gewichten aufliegt. Der Motorblock ist von unten mit den Rahmen und von oben mit dem U-Profil verschraubt und wird praktisch von ihm getragen.
  3. Die originalen Radsätze habe ich gegen neue von Tillig getauscht (bei DAS für 16,99 Euro zu haben).
Die Lok läuft jetzt zufriedenstellend , hat genug Zugkraft und zieht bei mir den Reinigungszug.

Fazit: Das Ganze lohnt sich wirtschaftlich nicht. Wenn Du das alte Schätzchen nur fahrtüchtig erhalten willst, dann ist es einfacher die Radsätze zu tauschen und den Motor instand zu setzen. Das ist schon oft beschrieben worden. Wenn Du dazu Fragen hast, melde Dich einfach bei mir per PN.
 

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Motortausch lohnt nur gegen einen Glockenankermotor.
Es gibt (gab) einen Umbausatz von Harry Barth, der einen Mabuchhi-Motor verwendet.
Kein großer Aufwand, funktioniert gut, am Rahmen muß etwas abgeschnitten werden.
Diese Motoren bzw. baugleiche bekommt man nach wie vor im Netz.
Und die verwendete Kardanwelle kan man durch ein Stück dünnen PE-Schlauch ersetzen.
Ich selbst habe mind. 5 BR130 und 5 NOHAB zu laufen. Gebraucht gekauft und instandgesetzt.
Natürlich gibt es Ersatzteilprobleme. Aber sie laufen alle gut. Wichtig ist, den Rundmotor gut
wieder instand zu setzen. Gibt aber auch noch genug im Netz.
Und getriebeseitig so viel wie möglich Plasteteile verwenden, wenn vorhanden, dann wird sie
ruhiger.
Auf ebay versuchen, Suchbegriff Ersatzteile Spur TT und Sortierung bald endend zuerst.
Es gibt noch einige, die Loks zerlegen und als Einzelteile verkaufen.

Grüße Wolfgang
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für die vielen Hinweise. Ich werde erstmal schauen, wie das Fahrverhalten mit einem Decoder ist und dann weiter entscheiden, ob ich das Projekt weiter verfolge oder fallen lasse.
 
Alternativ kann man die zweigängigen Schnecken in den Drehgestellen wechseln gegen eingängige aus BR56/86, natürlich passend zugeschnitten. Wird damit etwa fast um die Hälfte langsamer aber dafür doppelt so zugkräftig und liegt dann in der richtigen Geschwindigkeit.
Haben im MEC Pirna unter Jochen Ehrig viele Getriebeumbauten gemacht, da war diese Variante unter anderem auch dabei. Auch möglich: Motorritzel 10 Zähne und Ritzel Querwelle auf 27 Zähne - hier muß man aber auch das Halteblech etwas mit ändern.
Vorteil mit den Ritzeln/Zahnrädern - ist nach wie vor verhältnismäßig leise - Umbau der Schnecken macht deutlich mehr Geräusche.
Aber bei Diesel- und E-Loks - da schlage ich trotz allem die neueren Modell vor. 130/131 von Piko sind nicht so teuer (einfach auch mal nach Werbepreise Ausschau halten).
Dampfloks - naja, ist so eine Sache, die alten Modelle lassen sich leichter Reparieren, sofern man noch Ersatzteile hat, die neuen sehen natürlich wesentlicch besser aus, Ersatzteilprobleme sollte es nicht geben und auch die Fahreigenschqaften sind besser - aber jede(R) so wie er/sie/es es für richtig hält.
 
Glockenankermotoren laufen deutlich ruhiger als die Originalmotoren. Außerdem kann die Lokomotive mit nur 1 Volt betrieben werden.
Deshalb statten Hersteller ihre Modelle mittlerweile immer häufiger serienmäßig mit Glockenankermotoren aus.

Ed
Ich glaube du hast meinen Beitrag nicht richtig gelesen und verstanden.
 
Den Krach verursacht das mit hoher Drehzahl laufende Getriebe. Das kann man mit reichlich Fett reduzieren. Der alte Motor ist besser als sein Ruf, nur, egal was man da macht, die Fahrkultur einer BR 130/131/132/142 von Piko, Roco oder Tillig wird man nie erreichen. Die Maßstäblichkeit schon gar nicht. Die BR 130, die auf der Nohab-Konstruktion von Zeuke Herr (Danke Berthie) beruhte, wurde von BTTB auch noch verschlimmbessert, als man dort die Haftreifen gegen Hartgummiräder tauschte. Wenn man da jetzt viel Geld für neue Motoren, Beleuchtung und Räder ausgibt, wird das Modell nicht maßstäblicher, aber für das Geld findet man mitunter auch schon bei eBay gebrauchte Modelle von Piko.
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum muß er das denn? Ist Deine Meinung die einzig wahre?
Er hat einfach andere (vernünftigere?) Vorstellungen

Grüße Wolfgang
Viel Ahnung scheinst du nicht zu haben. Harka hat es schon richtig erkannt und beschrieben. In soeine Lok die weniger Wert einen teuren Motor einsetzen und hinterher auch nicht viel besser läuft wie vorher ist rausgeworfenes Geld.
 
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