• Hallo TT-Modellbahner, schön, dass du zu uns gefunden hast.
    Um alle Funktionen nutzen zu können, empfehlen wir dir, dich anzumelden. Denn vieles, was das Board zu bieten hat, ist ausschließlich angemeldeten Nutzern vorbehalten. Du benötigst nur eine gültige E-Mail-Adresse und schon kannst du dich registrieren.
    Deine Mailadresse wird für nichts Anderes verwendet als zur Kommunikation zwischen uns.
    Die Crew des TT-Boardes

Von Kleinklöten nach Großbommeln

@Stedeleben: Danke für Dein Lob! Das ist ja schon wie ein Ritterschlag! Du gehst aber noch einige Schritte weiter als ich; ich bin z:B. nie auf die Idee gekommen, die Teile dünner und feiner zu feilen. Und die Fenster habe ich auch einfach aus der Packung genommen, ohne Zusatzstege oder Ähnliches.
Ich habe jetzt, seit ca. 2 Jahren, endlich(!!) einen Hobbyraum und baue an einer Anlage. Ich habe einen Platz für die Häuserzeile vorgesehen, aber ob und wie es passt und wirkt, muss ich erst noch sehen. Wie Du schon sagts, für TT eigentlich etwas zu groß. Wenn es doch nicht passt, dann bleiben sie in der Vitrine.

Viele Grüße und weiter viel Spaß bei Deinen Häusern! Ich lese gern weiter mit und lasse mich inspirieren.
 
Vorab @jaytee71: Dann will ich hoffen, daß es mit Deiner Anlage zügig vorangeht und sich in der Folge weitere Ansichten Deiner Basteleien im Board finden werden!

Ich hingegen steuere momentan bei den beiden Mamos-Altmodellen auf eine Zwangspause zu. Um weiterzukommen, müßten erste Lackierarbeiten folgen, aber zum einen sind mir bei den Farben die wichtigsten Rot- und Grautöne ausgegangen beziehungsweise in der Hitzewelle eingetrocknet, zum anderen nutze ich zur Farbgebung lieber Zeiten mit halbwegs stabilen Witterungsbedingungen, so daß Temperaturen und Luftfeuchte gleichmäßig sind. Mal sehen, wann ich in die Stadt komme, um neue Farben zu beschaffen. Einstweilen erledige ich noch Kleinigkeiten und demoliere schon mal die nächsten Mamos-Modelle ...

Damit wieder zum Bastelnachtbericht:

Der Ankündigung entsprechend habe ich planmäßig die Fenster in allen Gauben ausgetauscht. Die drei auf der Straßenseite waren ohnehin bloß eine temporäre Notlösung, die bestens verklebten Originale auf der Hofseite ließen sich schwer entfernen. Ich mußte sie teils ausfeilen, teils zehntelmillimeterweise ausschnitzen. Das Risiko der Beschädigung der Gaube war groß – der Ausbruch an der Unterkante ist der Beweis.

Daß ich die Fenster überhaupt schon tauschen konnte, verdanke ich @Osthesse, der mir dieser Tage freundlich seinen gesamten Fensterbestand zur weiteren Veranlassung sandte. Darin fanden sich passende Hochformate mit Fensterkreuz aus einem N-Sortiment. Da die Stege ohnehin deutlich schlanker gefeilt werden mußten, habe ich sie bei der Gelegenheit gleich noch dem Layout der Erdgeschoßfenster angeglichen. Mir gefällt das so; jetzt fehlt ihnen nurmehr ein heller Anstrich. Den Ausbruch an der hinteren Gaube wird entweder ein Blumenkasten kaschieren oder aber ich setze ein kleines Stück Polystyrol ein.

Stadthaus-B_7077.jpgStadthaus-B_7069.jpgStadthaus-B_7070.jpgStadthaus-B_7072.jpg
 
Moin,
Es gab vor vielen Jahren bei H0 Fine mal ein Projekt, Rahmen für historische Fenster zu ätzen.
FREMO typisch leider nur H0.

Aber das Prinzip ist erkennbar. Ok - bei den wenigen aktiven Bastlern wird sich kaum jemand antun, die Originalmaße zu erforschen und in TT anzubieten.
Es muss aber auch schon vor dem Krieg eine Art Norm oder Richtlinie für Fenster gegeben haben - an manche Typen kann ich mich erinnern - eine Sorte habe ich im alten Haus noch täglich vor mir.

Grüsse Ralf
 

Anhänge

  • IMG_5791.jpeg
    IMG_5791.jpeg
    189,7 KB · Aufrufe: 240
vor dem Krieg eine Art Norm oder Richtlinie für Fenster
Eins der krassesten Beispiele wären die May-Häuser. Da ist bis zum Treppengeländerklauf alles genormt.
Aber Normung kam so richtig ernst Ende des WK I auf, was nicht heißen soll, dass nicht schon manche Teile im Katalog und damit nach Hausnorm zu haben waren. Die Häuser hier dürften aber noch älteren Ursprungs sein und damit von örtlichen Handwerkern ohne Normenzwang gefertigt.
 
Man hat ja als Bastler so seine Lustobjekte, die man mitschleppt durch die Jahre für den Fall, daß sich Gelegenheit bietet, sie aufzuhübschen. So erging es mir seit 15 Jahren mit diesem Flohmarktkauf. An sich handelt es sich bei dem Mamos-Postamt um eine bescheidene, zu DDR-Zeiten umfunktionierte Vorstadtvilla im Jugendstil. Die Konstruktion hat ihre Schwächen, vor allem die – neben dem Wohnhaus klar erkennbare – Übergröße infolge des leidigen Zwischenmaßstabs sowie die mittelgebirgstypische Schindeldeckung. Am ärgerlichsten aber ist, wie lieblos ausgerechnet das prägendste Architekturdetail umgesetzt wurde: der Wintergarten. Und doch hat das Modell in meinen Augen eine zweite Chance verdient.

Warum also nicht dem Leid ein Ende bereiten, sprich: das Objekt „aufwerten“, wie man im heutigen Marketing-Gewäsch sagt, um es als Ecklösung in meine Großbommelner Häuserzeile einzufügen?

Mamos-Postamt_6881.jpgMamos-Postamt_6883.jpg
 
Bei einer Villa sind die aus dem Zwischenmaßstab resultierenden größeren Geschosshöhen vielleicht gar nicht so schlimm, die konnten in 1:1 gut und gern auch mal 4 Meter betragen. Man wollte ja repräsentieren. Dem später eingezogenen Postamt kann's ja wurscht sein. Auch stehen Villen meist einzeln. Ich finde aber, eine Schieferdeckung passt besser zu dem Gebäude als eine Ziegeldeckung.

Der Wintergarten lädt zum Umbau in eine Loggia ein.
 
Die Post ist aber nach einem realen Vorbildgebäude entstanden. Man hat es aber abgewandelt. Der "Wintergarten" muss so. War eine Villa. Ich denke die muss gar nicht kleiner wenn ich die Bilder zum Vorbild vergleiche. Existiert auch noch. Die graue Dachdeckung ist auch aktuell vorhanden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nun, es ist mir in der Tat gelungen, das Leid mit dem Mamos-Postamt zu beenden, und zwar in Rekordzeit: Treffpunkt Mülleimer! Dank horrenden Klebstoffverbrauchs des Erbauers ließ sich kein einziger Fenstereinsatz lösen und keine Wand von der anderen. Zu retten waren lediglich die Rampe samt Überdachung, die Treppe, der Briefkasten, eine Dachluke, zwei Schornsteine, der Schriftzug „Post“, ein Fenstergitter, die Holzverzierung des Mittelrisalits sowie sechseinhalb aufgesetzte Fenstergewände – die aber nur ohne ihren floralen Zierrat.

Und was folgt aus dieser Verlustanzeige? – Richtig, wir leeren eine Flasche Rosenthaler und wenden uns nach vollständiger Ausnüchterung einem anderen Sanierungsfall zu.

Mamos-Postamt_7140.jpg
 
Apropos Bausätze: Im Blog „Modelle mit TT-Eignung“ von @JPP hatten mich zwei Pola-Bausätze aus den 1980ern gar heftig angesprochen: „Stadthaus mit Laden“ und „Stadthaus mit Durchfahrt“. Ländliche Gründerzeit-Bauten, wie sie mir für Großbommeln vorschwebten. Nicht schön, aber selten, geriet mir unlängst ein Exemplar des erstgenannten in Griffweite. Angeblich für N, faktisch TT+, dürfte Pola bei dem „Meister-Modell“ die in der BRD unterversorgten Rokalisti (mit) im Blick gehabt haben.

Die Fotos zeigen den Zustand beim Erwerb. Drollig, nicht wahr? Offenkundig besteht akuter Restaurierungsbedarf. Wie sagte Percy Stuart: „Gentlemen, ich werde mein Bestes tun.“

Pola-Stadthaus_5994.jpgPola-Stadthaus_5996.jpgPola-Stadthaus_5999.jpgPola-Stadthaus_6001.jpg
 
Guckst du Blog ... da sind zwar nur die höheren Stadthäuser zu sehen, aber es sollte dir einen Eindruck vermitteln.

MfG JPP
 
Zuletzt bearbeitet:
Das läuft also wieder unter "Herausforderung angenommen!"
Schon die Verteilung von Gauben und Schloten im Breitstreuverfahren lässt einen fröhlich die Messer wetzen.
Hinter dem größeren Fenster im Erdgeschoss könnte durchaus Geschäftigkeit einziehen, vielleicht ein Milchgeschäft oder das ländliche Postamt?
 
Dann Bitte ein Milch- und Käsegeschäft,
das schmeckte auf dem Dorf immer besonders gut.
 
Na als erstes interessiert uns doch ein Größenvergleich mit uns Bekannten...

Dafür ist es leider zu spät. An ein Vergleichsbild habe ich vor der Demontage nicht gedacht.

@Stedeleben

im Vergleich zu alten Mamos- und Verohäusern und Auhagenhäusern sehen diese Häuser irgendwie murksig und komisch aus - auch von den Proportionen her (...)

Wenn man das Objekt genau untersucht, wird an einzelnen Details das Gegenteil erkennbar. Die Gewände etwa sind feiner als bei Mamos/Auhagen, und das liegt nicht daran, daß sie mit angespritzt sind. Auch die Fenster sind filigraner als bei Mamos, ja sogar im Vergleich mit neueren Auhagen-Modellen.

(...) Schon die Verteilung von Gauben und Schloten im Breitstreuverfahren lässt einen fröhlich die Messer wetzen.

Das ist, wie mein Schokoladenmädchen zu sagen pflegt, wenn es mir nachts um zwei das Kännchen Kakao ins Bastelzimmer bringt, ein ganz natürlicher Vorgang.

Hinter dem größeren Fenster im Erdgeschoss könnte durchaus Geschäftigkeit einziehen, vielleicht ein Milchgeschäft oder das ländliche Postamt?

Ein Postamt gibt es in Großbommeln nicht. Zuständig ist das Kreispostamt in Stedeleben.

Dann Bitte ein Milch- und Käsegeschäft (...)

Das ist der Plan!

Und nun zu den vollendeten Tatsachen.

Wer immer dieses "Meister-Modell" montiert hat – ein Meister war’s nicht. Was mag ihn getrieben haben, Fensteröffnungen in die Giebel zu schmelzen: mit dem Lötkolben und an unsinnigsten Stellen? Woher hatte er überhaupt die neun dort applizierten zusätzlichen Rahmen? Klar ist indes, daß dem Bauherrn die Löcher zu groß und schief gerieten. In seiner Not klebte er Polas filigrane Einsätze von außen auf. An Klebstoff hat es ihm dabei weniger gemangelt, als an Vorsicht; mehrere Fensterkreuze waren gebrochen.

Drei Stunden hat es gekostet, die „falschen“ Fenster vom Giebel zu bergen. Zuvor waren Wände und Dach zu demontieren. Daß dabei trotz größter Obacht und scharfen Skalpells Ab- und Ausbrüche unvermeidbar sind, war mir bewußt. – Das letzte Foto gibt einen Eindruck von den separierten Bauelementen. Die durchlöcherte Giebelwand werde ich nachfertigen, das Original aber nicht wegwerfen; man kann nie wissen, für welche Kleinteile und Reparaturen das noch zu gebrauchen ist.

Pola-Stadthaus_6002.jpgPola-Stadthaus_6003.jpgPola-Stadthaus_6010.jpg
 
knechtl, eine Poststelle ist auf dem Dorf nur ein kleines Zimmer.
Bei Tantchen im Haus gegenüber war so eine Zimmer.
Heute würde man es als halbes Zimmer bezeichnen.
Das kann man in jedem x-beliebigen Haus darstellen.
Einen Milchladen gab es im Dorf auch, der war sehr groß.
Hauptsächlich gab es Vollmilch, Buttermilch(hmm), Käse und Butter.
Geliefert wurden noch Brot, Mehl und Zucker.
Das war es schon.
 
Da war nur ein kleines gelbes Schild mit einem Posthorn drauf und ein Briefkasten
Für Sendungen ging man rein..
 
Zurück
Oben