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Zugkraft von Loks

Mag sein dass früher im Durchschnitt steiler und enger gebaut wurde. Mittlerweile wird ja zumeist statt r286 r310 als Mindestradius von den Herstellern umgesetzt. Da sollten dann aber auch 3% Steigung möglich sein, obwohl es beides im Original nicht gibt.
Also die Höllentalbahn hat schon mal 5,7% Steigung, ICE-Strecke Köln - Frankfurt 4%, Schwarzwaldbahn 4%, Ebensfeld - Erfurt 3,6%, Frankenwaldbahn 2,9%. Zudem Rübelandbahn mit max. 6,14% Steigung. Das zum Thema, gibt es im Original nicht...
 
Gerade gefunden: Gerlach Modellbahnhandbuch (für MICH immernoch eine Art Bibel, hab das Buch fast auswendig gekonnt) Fahrwiderstände und Zugkraft, Seitenzahl variiert je nach Ausgabe, bei mir mit 284. Finde, immernoch die brauchbare Grundlage. Ist die Erstauflage von 1965, damit genausoalt wie ich .
 
mach heut abend mal Bilder;
die für mich praktikable Lösung:
Digital-Waage, handlich und preiswert;
Gewichtswagen, mit Fahrwerksteilen aus einem BTTB-Y-Wagen + Profilen gebaut;

app (1).JPG.app (1)a.JPG.app (2).JPG.app (3).JPG.

Als Gewichte dient allerlei
app (4).JPG

mfg
fp
 
daher würde ich eher eine weitere Spalte "Decoder ja/nein" einwerfen
Man kann das erst mal erfassen, aber ich bin mir recht sicher, dass das kaum einen Einfluss haben wird. Die Zugkraft entsteht zwischen Rad und Schiene und die Mechanik ist ja identisch. Ähnlich wird sich das mit der Geschwindigkeit verhalten, wenn man z.B. 1/4 Fahrregler festlegt. Ein paar Prozent mehr oder weniger wird das Ergebnis nicht segnifikant verändern. Das können wird aber schnell abklären, wenn mehrere Leute dasselbe Modell testen.
mit Formeln für Berechnungen in Steigung und Bogen
So kompliziert will ich das garnicht machen und muss es meiner Meinung auch nicht. Hier muss der Modellbahner aus den gemessenen Werten und den Loks, die er besitzt, selbst eine Einschätzung herleiten, ob eine neue Lok auf seiner Anlage wie gewünscht funktionieren wird. Dazu kann man ja mit der Zeit ein paar Faustregeln entwickeln. Das Ganze soll so einfach wie möglich sein.

Gruss, iwii
 
Ich bin sehr gespannt, was heraus kommt. Wenn der Test nachvollziehbar wird, prüfe ich auch meine Loks (nur analog).
 
In "Kleine Eisenbahn ganz groß"
widmet sich Gerhard Trost ab Seite 271 recht anschaulich dem Rollwiderstand von Wagen mit ausführlichen Berechnungen nach Dr. Kurz, incl. dessen Anstieg im Radius und bei Steigungen.
Sehr lesenswert.
Nach der Lektüre weiß man auch, warum ein einzelner Wagen - unterschiedlich schwer belastet - zur Zugkraftmessung ungeeignet ist...
 
Rollwiderstand - weitgehend vernachlässigbar, da alle zum Testen dasselbe Modell verwenden sollen, der mehrfache Test durch mehrere Leute verringert hier zudem Toleranzen und Abnutzung
Radius und Steigung - irrelevant, da auf waagerechter, gerader Strecke getestet werden soll

Wie gesagt, die Abstraktion auf das eigene Anlagenprofil und den eigenen Fuhrpark muss jeder selbst machen. Rechnen muss man dafür nicht wirklich etwas - Betriebserfahrung mit der eigenen Anlage wird dazu reichen.

Gruss, iwii
 
So kompliziert will ich das garnicht machen und muss es meiner Meinung auch nicht.
Die Berechnungen sind je Wagen(typ) nur einmal durchzuführen, wenn man eine 'Meßsteigung' und einen 'Meßradius' definiert. Sie zeigen sehr anschaulich den Einfluß von Achslagerung, Masse und Radstand des Wagens einerseits, sowie Radius und Neigung des Gleises andererseits auf den am Zughaken der Lok ausgeübten Widerstand.

Weiterhin empfehle ich die Definition dreier weit verbreiteter Wagentypen:
  1. Zweiachsiger Güterwagen mit 4,5-6 m Achsstand (z.B. BTTB Ommu/Es),
  2. zweiachsiger Reisezugwagen mit langem Achsstand (z.B. BTTB Donnerbüchse),
  3. vierachsiger Wagen (kurz) mit zwei Drehgestellen (z.B. BTTB OOt).
Das hält den Rechenaufwand in engen Grenzen.
 
daher würde ich eher eine weitere Spalte "Decoder ja/nein" einwerfen
Man kann das erst mal erfassen, aber ich bin mir recht sicher, dass das kaum einen Einfluss haben wird.
Unter Dekoder verstehe ich die Lok mit Drehzahlregelung. Und ich glaube, die Lok mit Drehzahlregelung fährt sicherer an,
da die Regelung beim Anfahren und bei einer Steigungsfahrt das schleudern/durchdrehen der Räder eher verhindert
während bei der reinen Analoglok die Räder schon durchdrehen.
Das ist eine Annahme von mir, nicht erprobt, da ich nicht mit Dekoder fahre.

Grüße Wolfgang
 
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Schwarzwaldbahn 4%
Das Buch "Alles über die Schwarzwaldbahn" schreibt auf S. 26 zum letzten und ohne Änderungen angenommenen Entwurf der Streckenführung von Robert Gerwig: "die größte Steigung im Streckenbereich betrug an einigen wenigen Stellen maximal 20 Promille; in den Kurvenbereichen lag die Steigung sogar noch darunter und alle Bahnhöfe lagen in der Waagerechten".

DIe Hunsrückbahn toppt aber mit maximal 63,1 Promille Neigung noch alle oben aufgeführten Beispiele.
 
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