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Zugkraft von Loks

Hallo miteinander
irgendwann in der Bauklotzära habe ich mal gelernt -auf einen Meter Strecke maximal 1cm Höhenunterschied
-hat sich bewährt und brachte auch kaum Ärger mit den Loks

fb.
 
irgendwann in der Bauklotzära habe ich mal gelernt -auf einen Meter Strecke maximal 1cm Höhenunterschied
Ich beglückwünsche dich, dass du den Platz dafür hast. Das dürfte jedoch die Ausnahme sein. Gerade die Hersteller sollten ihre Loks so bauen, dass sie für den Durchschnitt der Modellbahner mit mehr als zwei Wagen einsetzbar sind.

Gruss, iwii
 
Loks sollten (auch im Modell) am besten in vorbildgerechter Landschaft verwendet werden. Die BR 91 gehört eher auf eine Anlage mit Flachland-Vorbild (z.B. Nebenbahn in Brandenburg/MV o.ä). Auf die typische Nebenbahn auf den Berg gehören z.B. die BR 93, 94 oder 95.

Bei Tests in der Ebene haben alte BTTB-Modelle der BR 110 bzw. V 36 zwei BDv (DB13) gezogen bzw. geschoben. Auf einer steilen Nebenbahn sollte dagegen die BR 118 (möglichst BR 118.2-4) oder BR 119 mit einer DBz (DB7) und ggf. einem weiteren Wagen fahren (Planzug der Strecken bei Suhl).
 
Bei uns ist sie auf der Sekundärbahn Cotta (Bahnstrecke Pirna-Großcotta) gefahren - da waren im Schnitt 29 ‰, ein paar Fotos dazu gibt es im Buch "Sekundärbahnen von Pirna nach Großcotta und Gottleuba".
 
Zum Thema objektive Einschätzung gehört für mich auch, dass wir von TT ja immerhin als "table top" , also von Tischplattenformat reden. Ohne das komplett wörtlich zu nehmen wollen, sind wir bei Gleisüberführungen auf Anlagen unter 2m Kantenlänge ganz automatisch schnell bei 3% Steigungen. Das ist aus meiner Sicht schon ein objektives Kriterium, an dem sich Hersteller der idealen Spur orientieren müssen, wenn man die Grundmotivation für den Maßstab einigermaßen im Blick behalten will.
 
Loks sollten (auch im Modell) am besten in vorbildgerechter Landschaft verwendet werden.
Das finde ich einen komischen Ansatz. Nicht einmal die Demoanlagen der Hersteller oder riesiege Modularrangements erfüllen diese Bedingung. Am Ende des Tages reden wir immernoch (auch wenn es manche nicht gern hören) von einem Spielzeug.

Gruss, iwii
 
Loks sollten (auch im Modell) am besten in vorbildgerechter Landschaft verwendet werden. Die BR 91 gehört eher auf eine Anlage mit Flachland-Vorbild (z.B. Nebenbahn in Brandenburg/MV o.ä). Auf die typische Nebenbahn auf den Berg gehören z.B. die BR 93, 94 oder 95.
...dann solltest du mal ins Vogtland fahren und dir die Landschaft der Vorbildlok (Bw Reichenbach/Vogtl.) anschauen.
Glück auf, Harri
 
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Finde ich auch schräg. Man braucht doch zumeist Schattenbahnhöfe und spätestens im unsichtbaren Bereich wird die Flachlandanlage zur Steilstrecke.
 
(...) Man braucht doch zumeist Schattenbahnhöfe und spätestens im unsichtbaren Bereich wird die Flachlandanlage zur Steilstrecke.

Man kann Schattenbahnhöfe so anlegen, daß es keine Rampen oder Keller braucht, um sie zu erreichen. Auf meiner Anlage ist das jedenfalls so. Trotzdem werde ich die 91.3 von Piko mangels Zugkraft verschmähen.
 
Die alten Loks haben auch nicht mehr geschafft.
Auf meiner - ca. anno 1970 von Papa gebauten Anlage - ging es im 286er Radius den Berg hoch. Bei drei Donnerbüchsen war da Schluß, egal welche der 'kleinen' Loks (bei mir damals die BRn 92, V 36 oder T334) davor hing.

Was die Alten damals wußten, gilt auch heute noch.
Die Physik altert nicht.
 
Ewige Diskussion, Zugkraft. Wenn man sich nur mal anschaut was in einer BTTB 130er für Gewichte drin waren. Das konnte man noch als Gewicht bezeichnen. Warum? Weil damals Blei in den Legierungen war. Heut alles bleifrei was ja eigentlich auch gut ist aber für die Zugkraft natürlich alles Knete.
So dann hab ich doch noch meinen Senf dazu gegeben.
 
...die typischen Steigungen von damals...
...waren auch nicht steiler als heute.
Es waren gut zwei Meter Strecke für die 60 mm Höhenunterschied. Nur die Donnerbüchsen leisteten mit ihrem langen Achsstand und den Vollgummirädern im 286er Radius erheblichen Widerstand.
Ich fand das damals auch o.k., der obere Bahnhof gab eh nicht mehr Gleisänge her.
Freilich gab es damals Leute, die meinten, auf einen Meter Strecke 10 Zentimeter hoch fahren zu müssen und dann schimpften wie die Rohrspatzen, wie schlecht die Loks zögen. Die gibt es aber auch heute noch. Die Dummheit stirbt nicht aus.
 
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@iwii
Ein ganz schwieriges Thema! Ich kann dein Anliegen wohl verstehen, sehe den Ansatz aber recht subjektiv.
Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie sich viele Modellbahner immer wieder schlechte Fahr- und Leistungseigenschaften schönreden und endlos Ausreden finden ...
Könnte ich auch nich, hab ich so aber auch gar nich rausgelesen.
Jemandem ist etwas aufgefallen ... man redet/schreibt darüber ... ein Anderer hat eine mögliche Lösung ... man redet/schreibt darüber. Und wenn ich das alles nich lesen will oder mich nich interessiert, ignorier ich das eben. Ich muss da nichts nachvollziehen.
Am Ende werden andere Modellbahner gar diskreditiert oder beschimpft, wenn sie diese Mängel thematisieren.
Das is passiert? Muss ich auch überlesen haben ...
Bei den heutigen Preisen fehlt mir ehrlich gesagt das Verständnis dafür.
Wenn mir das Verständnis dafür fehlen würde, hat das aber nichts mit dem Preis zu tun, mehr mit dem Job der Konstrukteure. Mich verwundert (wie schon mehrfach erwähnt), dass es anders (besser??) genauso und auch nich teurer hätte umgesetzt werden können.

Meine Meinung auf den Punkt gebracht:
Niemand kann von einem Hersteller erwarten, dass er Modelle bringt, die im Maßstab nahezu kompromisslos umgesetzt werden, in der Umsetzung jedem erdenklichen Kunden vorbehaltlos zusagen und somit alle möglichen Situationen zufriedenstellend meistern.
Niemand verlangt von einem Modellbahner, dass er eine Anlage plant und baut, auf der alles so passt, dass jedes erdenkliche Modell problemlos darauf zurechtkommt und vorbildgerecht eingesetzt werden kann.
Letztendlich muss jeder für sich entscheiden, ob das jeweilige Modell zu der von ihm kreierten Anlage und Gleisführung sowie zu den von ihm favorisierten Zuglängen passt. Der Rest muss sich arrangieren, basteln oder verzichten.

Technische Ausreden zählen für mich nicht. Zum einen gibt es genug funktionierenden Beispiele ...
Da bin ich voll und ganz bei dir! Der Trend, die Dinge so kompliziert wie möglich durchzukonstruieren, nervt gewaltig! Sind weniger Bauteile dran, die reibungslos funktionieren müssen, funktioniert das Gesamtprodukt eher ... und einfacher. Zumeist.
... ein Modell einfach nicht auf den Markt bringen, wenn es nicht zuverlässig auf einer 08/15 Heimanlage funktioniert
Da fehlt mir leider die Definition einer 08/15 Anlage.

Nich falsch verstehen, ich fänd' auch gut, einfach mal eine Lok so aus dem Karton zu nehmen und sie für spätere problemlose Einsatz einfach in der Vitrine parken. Ja, wäre schön, aber verlangen kann ich das von den Herstellern nich wirklich. Die können nich auf jede Eigenheiten meiner Anlage eingehen, bis hin zu den Standzeiten in der Vitrine ... während dessen die Haftreifen runterfallen ...
 
Niemand kann von einem Hersteller erwarten, dass er Modelle bringt, die im Maßstab nahezu kompromisslos umgesetzt werden, in der Umsetzung jedem erdenklichen Kunden vorbehaltlos zusagen und somit alle möglichen Situationen zufriedenstellend meistern.
Hmmm.
Irgendwie hast Du schon Recht.
Andererseits habe ich den Eindruck, daß von den Herstellern zwar zunehmend allerlei 'Tingeltangel' (Führerstandsbeleuchtung, Triebwerksbeleuchtung, Feuerbüchsenflackern usw.) werbewirksam vorgesehen wird, die Grundfunktionen (Fahreigenschaften, Zugkraft) aber immer mehr auf der Strecke bleiben.

Kein Mensch würde ein Auto kaufen mit einer tollen LED-Lightshow im Kofferraum, das am erstbesten Berg stehen bleibt...
 
Jetzt wollte ich mal wissen, was ungefähr vorbildgetreu sein könnte, und habe ins Merkbuch geschaut.

Baureihe 91.3-18, Gt 34.15, soll bei 2,5 % Steigung ziehen: 195 t mit 15 km/h, 150 t mit 20 km/h, 115 t mit 25 km/h. Für 3 % gibt es keine Zeile mehr in der Tabelle, aber wenn ich es wagen darf zu extrapolieren, so könnten sie 150 t mit 15 km/h und 110 t mit 20 km/h gerade so geschafft haben. 150 t sind auf einer Nebenbahn mit 15 t Achsfahrmasse glatt 10 Achsen. Also 4 oder 5 Zweiachser sollte das Maschinchen demnach den Berg hinauf mitnehmen können.

Zum Vergleich: die 92.5-11 mit vier Kuppelachsen befördert rund 25 t mehr, der "Bulle" mit seiner höheren Achslast fast das Doppelte der 91.

Martin
 
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