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Zugkraft von Loks

Womit wir wieder bei den Videos aus #51 wären. Na immerhin 49 Beiträge weiter. Der hat da ganz einfach eine kleine Schale mit Schnappdeckel, eine Umlenkrolle aus dem Märklinbaukasten ( musste ja sein ) und Stecknüsse aus dem Werkzeugkasten als Gewichte genommen. Fertig.
 
Bei stationärer Kraftmessung (Waage, Federkraftmesser o.a.) gibt es einen Punkt des Übergangs von Haft- auf Gleitreibung. An diesem ist die Zugkraft maximal, allerdings aufgrund des kurzen Moments ohne "Schleppzeiger" nicht gut abzulesen.
Mit Gewichten (und Rolle) dagegen muss man sich langsam rantasten.

Vllt kann man eine Kette einseitig oben an einer Federwaage aufhängen und das andere Ende an einer leichten Schnur (Angelseene) über eine Umlenkrolle an der Lok befestigen. Je weiter die Lok fährt, umso größer ist der lokseitige Anteil am Gewicht der Kette, einfach abzulesen an der Waage (Gesamtgewicht - Anzeigewert = Zugkraft). Alternativ die gefahrene Strecke nehmen (dazu muss diese aber einmal kalibriert werden).
Reicht die Strecke nicht, einfach weitere Gewichte auf der Lokseite in die Kette hängen.
 
Die Federwaage muss sowieso an einer Seite fest sein und liegend auf vielleicht einem leicht rollenden Flachwagen befestigt. Dann hat man das Problem der Befestigung an der Lok nicht, dazu ist die Kupplung da. Die Messung ist ja sowieso möglichst langsam durchzuführen, denn ein Elektromotor hat sein größtes Drehmoment bei Drehzahl=0. Dadurch, dass die Messgeschwindigkeit gleichbleiben muss, muss man sowieso bei sich aufbauender Federkraft die Spannung nachstellen bis zum Schleuderpunkt. Grundsätzlich kann man aber je nach Waage sowieso nicht besser als auf 0,02..0,05N genau messen, mehr geben die Federwaagen nicht her. Wenn man dann noch am Flachwagen einen seitlich herausragenden Stift anbringt, der einen 'Schleppzeiger' aus Karton oder so an einer Skala auf dem Boden neben der Schiene mit verschiebt, weiß man genau, wann der Kippunkt war, denn die geschobene Strecke ist die Auslenkung der Federwaage.
 
Ich habe ein weiteres Experiment gemacht. Ursprünglich war ja der Gedanke eines Bremswagens - also habe ich mir meinen Reinigungswagen nach Jörger genommen und die beweglichen Schrauben mal belastet. Er erzielte mit 25g dieselbe Wirkung (nur Ladung), wie ein normaler Wagen mit 500g. Wenn man jetzt sicherstellen kann, dass das Filz immer dasselbe Material hat und immer auf derselben Sorte Schienenprofil getestet wird, sollten sich eigentlich reproduzierbare Werte erzeugen lassen.

0991.jpg 0990.jpg

Gruss, iwii
 
Und da wird es wieder unübersichtlich. Tillig Gleise, analog, 12V Gleisspannung (gibt jedes Tilliggerät aus der Startpackung her) , Bremswagen oder Federwaage wird egal sein, Kupplungswagen wie @ateshci beschrieben find ICH gut . Es ist einfach und von jedem nachzustellen. Werde das mal am WE ausprobieren.
 
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