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Darum geht es nicht. Mir ist klar, dass man eine Inneneinrichtung verändern kann. Mein Gedanke bezog sich auf die Türen, die von außen nach innen und andersrum führen. Also raus - rein mit dem Küchenkram, nicht innen hin und her.
 
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Die Inneneirichtung hat man entfernt, soweit es notwendig war, die Trennwand erhalten. Somit hatte man zwei Räume mit jeweils einer Tür pro Wagenseite.
 
Ja genau. Da hoch und da durch stelle ich mir für das viele Küchengut etwas beschwerlich vor. Aber vielleicht war es ja nicht so. Ich verweise mal auf diesen Wagen: TT-Modellbahn Datenbank
 
Für eine Handvoll Arbeiter braucht es dann aber auch keinen Küchenwagen. Da reicht die Stullendose von Muttern. Mich interessieren doch nur die genaueren Umstände des Einsatzes dieser umfunktionierten Wagen.
 
Für eine Handvoll Arbeiter braucht es dann aber auch keinen Küchenwagen. Da reicht die Stullendose von Muttern. Mich interessieren doch nur die genaueren Umstände des Einsatzes dieser umfunktionierten Wagen.
...du unterschätzt die Menge der Arbeiter, mancher Bauzüge und.... die Dauer, der Einsätze.
Da waren auch 'Wohnwagen' dabei. Soll heißen: Die Suppe, von 'Muttern' war schon lange alle, wenn sie wieder nach Hause kamen...;)
 
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Na gut, wenn ihr meint, dass 2 offene und 2 verrammelte relativ schmale Resttüren pro Seite für eine Be- und Entladung sowie für eine unkomplizierte Essensausgabe in dieser Höhe (auf freier Strecke im Bauzugeinsatz) ideal wären, dann nehme ich das mit einem fröhlichen "Ach was!" zur Kenntnis ;D
 
Das Be- und Endladen wird wohl nicht das Problem gewesen sein. So richtig Zeitdruck wird man bei diesen Zügen nicht gehabt haben. Im Gegensatz zum regulären Bahnverkehr, da schiebt man das auch alles durch eine schmale Luke...


Den unbequemen Zugang wird man bei allen Arten von Wagen auf freier Strecke haben. Ich kann mir aber vorstellen, dass man sich da eine Treppe o.ä. gebastelt hat.

Gruss, iwii
 
Ist ja nicht meine Diskussion, aber die ICE 1 - Tür ist laut Netz/KI 90 cm breit, die Einheitsabteilwagentür wohl unter 70 cm. Das macht schon einen Unterschied.
 
Mich interessieren doch nur die genaueren Umstände des Einsatzes dieser umfunktionierten Wagen.
Die Bauzüge hatten oftmals eine schöne Länge und standen in Ladestraßen und/oder Nebengleisen in der Nähe der Baustelle. Für die Versorgung in den oft ein Dutzend "anwesenden" Wohnwagen waren diese Versorgungswagen gedacht. Das waren aber keine Speisewagen, reine Küchen
auf freier Strecke im Bauzugeinsatz
Das war nicht die Regel, das die dort standen! Die würden ja alles andere behindern.
 
Es gibt mittlerweile zwei Bände von Stefan Carstens, die sich recht ausführlich mit diesem Thema beschäftigen. Vor allem Band 2 ist hier eine wahre Fundgrube.
Ein Küchenwagen auf Basis eines Abteiteilwagens erscheint mir jetzt nicht ganz unmöglich. Beim Vorbild hätte man eventuell nicht benötigte Türen verblecht, das wird im Modell aus Kostengründen so nicht umsetzbar sein.

Die Bauzüge standen in der Regel auf den Nebengleisen eines Bahnhofs in der Nähe der Baustelle. Das war quasi ein Dorf auf Schienen.

Da gab es:
  • Wohn-/Schlafwagen
  • Werkstattwagen
  • Bürowagen
  • Wasch-/Duschwagen
  • Aufenhaltswagen
  • Küchenwagen
  • Vorratswagen für Kohlen, Lebensmittel, Werkzeug und mehr
 
Vielleicht muß man sich Küchenwagen auch so vorstellen, daß da einfach eine Gemeinschaftsküche eingebaut ist und jeder der Lust und Laune hat, dort hingehen kann, um sich etwas zu kochen. Ähnlich war es ja in den Ledigenwohnheimen. Da gab es auch auf den Etagen Gemeinschaftsküchen.
 
Sehr interessanter Gedanke... muss ich doch mal mir die Zeit nehmen, ob ich Teil 2 vom neunen Carstens dazu was finde.

Extra Personal zum kochen im Bauzug glaube ich nicht. Eher, dass die Arbeiter dort nach Feierabend selbst was zubereiten konnten. Diese Wagen kenne ich eigentlich nur im Bahnhof abgestellt und nie bei Arbeiten an der Strecke. Ich habe eher den Eindruck, als wenn diese Wagen nahezu nicht mehr bewegt wurden und dies ein Dauerprovisorium als Wohnstätte/Arbeiterwohnheim war. In Lutherstadt Wittenberg standen solche Wagen neben dem Güterschuppen gefühlt immer rum..

Grüße

Jörg
 
Für eine Handvoll Arbeiter braucht es dann aber auch keinen Küchenwagen. Da reicht die Stullendose von Muttern. Mich interessieren doch nur die genaueren Umstände des Einsatzes dieser umfunktionierten Wagen.
da ich eine Zeitlang als Abtlg.-Leiter für Arbeits- u. Lebensbedingungen im VEB Nickelhütte Aue gearbeitet habe, muß ich bestäätigen, das es Vorchriften gab, Arbeitskräften mit schwerer körperlicher Arbeit, dazu zählen in jedem Fall die Gleisbauarbeiter, in den 8,45h vollwertige Mahlzeiten, also Frühstück+Mittag+"Vesper", anzubieten, und 2 verschiedene Mittagessen waren Pflicht-angebot;
insofern ist ein technisch vollwertiger Küchenwagen+ Kü.-mannschaft verpflichtend, stand teilweise sogar ausdrücklich in den Brigadeverträgen mit der Betriebsleitung;
...und alte Chef-Weisheit: Arbeitsleistung geht durch den Magen, also nix mit Broten von Muttern.

mfg
fp
 
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