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Nebenbahnwagen aus Altmaterial

@Stedteleben
Es gibt zur betriebssicheren Mindest-Wagenmasse eine NEM-NORM 302.
Für TT 0,25 Gramm je mm LüP. Eher noch etwas mehr.
EIne U-Scheibe oder ähnliches läßt sich sicher unterbringen und erspart Frust....
Viel Spaß beim Fertigstellen.
 
@UVogel63: Diese NEM kannte ich gar nicht, danke für den Hinweis! Ich habe mal einige der letzten gebastelten Wagen daran gemessen und darf aufatmen. Im wesentlichen liegen sie gewichtsmäßig innerhalb der Normgrenzen, sofern ich die Beleuchtungsplatinen einkalkuliere.

Was gibt es sonst zu berichten? Die Inneneinrichtung des PwPosti ist fertiggestellt. Als erstes habe ich den Fußboden grau gestrichen – soweit ich die Quellen richtig studiert habe, war dies Standard bei besetzten DRG-Waggons. Anschließend ist der Postsortierschrank in die angekündigten 40 Fächer unterteilt und danach das gesamte Mobiliar im amtlichen hellen Holzfarbton lackiert worden. Das sieht im Moment zwar langweilig aus, läßt aber bei aufgesetztem Gehäuse einen guten Kontrast zur dunklen Wagenfarbe und Sichtbarkeit durch die klaren Fensterscheiben vermuten. Die Kanonenöfen sind ebenfalls geschwärzt worden. Die Ofenrohre will ich später noch mattsilbern lackieren, damit sie von außen erkennbar bleiben.

Bei der Bastelei hat mich die Frage beschäftigt, warum damals für den Postbeamten im Gegensatz zum Packwagenschaffner keine Sitzgelegenheit vorgesehen wurde. Vielleicht sollte ich ihm einen vom Bau des Kleinklötener Empfangsgebäudes übriggebliebenen Küchenstuhl gönnen.

Daß bei den Aufnahmen ein Bild des Wagens mit aufgesetztem Gehäuse fehlt liegt daran, daß die frische Farbe noch zwei Tage durchtrocknen soll.

PwPosti_Pr82_5880.jpgPwPosti_Pr82_5883.jpgPwPosti_Pr82_5884.jpgPwPosti_Pr82_5886.jpg
 
Ist bestimmt noch nicht fertig, die Farbe muss noch trocknen 😉
Grüße Bernd
 
Mit der Bastelei am PwPosti war mir nach Ostern der BCi-Pr86 ein bißchen aus dem Blick geraten. Da ich zuletzt Farbe für die Inneneinrichtung des ersten angerührt hatte, habe ich den Rest für kleine Retuschen am zweiten benutzt. Das war vor allem der Test, ob ich die Fensterfachen im Holzton auslegen oder in Wagenkastenfarbe belassen will. So recht kann ich mich dennoch nicht entscheiden. – Kommt Zeit, kommt Rat. Gewonnen hat der Anblick auf jeden Fall mit der Lackierung der Einstiegstritte sowie des Fahrgestells; anbei Ansichten von beiden Seiten.

Ein bißchen schade finde ich, daß ausgerechnet bei diesem Wagen das Vorbild ohne die vier senkrechten Griffstangen zwischen Dach und Bühnenboden auskam. Die hätten ihm gut zu Gesicht gestanden, aber so ist es nun mal.

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Hatte ich neulich in diesem Sektor des Universums 27 noch fertigzustellende Eigenbauten erwähnt? – Da einem hier niemand glaubt, was man nicht im Bild zeigt ... Selber schuld, da muß das Publikum jetzt durch.

Stichwort 27: Als ich 2019 für meinen ersten preußischen Schnellzugwagen schmale Abortfenster suchte, fielen dem zwei Zeuke-Donnerbüchsen ohne Fahrwerk und Dach zum Opfer. Nach dem Aussägen der benötigen Fenstersäulen war mir der klägliche Rest der Donnerbüchsen zum Wegwerfen zu schade. Also schob ich die Teile kurz aneinander, und plötzlich stand ein für den Einsatz auf Kleinbahnstrecken mit engen Kurvenradien verkürzter Cid-27 vor meinem inneren Auge.

Tags darauf waren die Teile nachgesetzt, umsortiert und verklebt. An den Kanten waren Reste der abgebrochenen Dachstützen verblieben. Zur Zielorientierung hatte ich einen Streifen Zeichenkarton zu einem provisorischen Dach gerollt und den Wagenkasten auf ein Vierfuffziger-Güterwagen-Chassis aus der Bastelkiste gesetzt – zu erkennen am Rangiertritt vorne rechts.

Cid-27_4806.jpgCid-27_0368.jpgCid-27_0373.jpgCid-27_0374.jpg
 
Wie die Bilder von 2022 zeigen, hatte ich zwischenzeitlich die Langträgerverkleidung vom Gehäuse entfernt. Um die erhabenen Anschriften darauf abzuschaben, war das Material zu bruchempfindlich. Das Dach war mittlerweile ein lose aufgelegter, leicht vorgebogener PS-Streifen; die mit Teppichband angepappten Bühnen dienten lediglich als Platzhalter. Sie stammten ebenso von den für meine D-Zug-Wagen tranchierten CiPr05 wie das bereits aufs vorbildgerechte Maß gekürzte Fahrwerk.

Nachdem ich die Langträger bis unter die Bühnen verlängert und die Pufferbohlen angesetzt hatte – siehe drittes Bild –, lag der Wagen vier Jahre in der Bastelkiste. Nun soll es damit weitergehen. Kann ja so aufwendig nicht sein, dieses Dornröschen wachzuküssen.

Cid-27_0396.jpgCid-27_0402.jpgCid-27_0413.jpg
 
Ein Vorbild für diesen Wagen zu finden wird wohl schwer werden. Aber dafür gibt es ja die von den Privatbahnen übernommenen Personenwagen. Manche wurden im Laufe der Jahre bis zur Unkenntlichkeit umgebaut.
Ich hatte einen solchen Versuch mit einem angepassten Dach vom Bi/Be-Bausatz versehen. Das änderte das Erscheinungsbild deutlich.
@Stedeleben: Hier sind deutlich zu wenige Sägeschnitte angefallen.
Gruß
Harry
 
Wenn ich irgendwem Tritte verpasse, so handelt es sich beim Opfer üblicherweise um kleine Waggons. So auch im Falle des künftigen Cid-27. Es ist nicht meine Lieblingsarbeit, doch man wird für die Mühe entschädigt. So sieht das Gefährt doch gleich viel schöner aus. Zuvor hatte ich ihm Kupplungskulissen untergebaut und an den Pufferbohlen die Befestigungsschlitze der Zeuke-Bügelkupplungen verschlossen.

Danach geriet ich ins Spielen; deshalb zeigt sich der Wagen diesmal mit einem Dach aus schwarzem Karton und schwarzen Deck- und Zierleisten.

Cid-27_0520.jpgCid-27_0522.jpg
 
Nun, als ehemaliger Wagen einer Kleinbahn ist der Wagen nicht Vorbildfrei. Die WUMAG in Görlitz lieferte u.a. einen Wagen, der ganz ähnlich aussah, an die Kleinbahn Groß Peterwitz–Katscher. Im Netz war 2018 ein Bild zu finden. Den Link kann ich nicht wiederherstellen, aber das gespeicherte Bild einfügen. Der polnische Eisenbahnfreund T.Suchorolski hielt 1973 einen ähnlichen Wagen in Tczew im Bild fest. Allerdings dürfte der Achsstand nicht bei 4500 mm gelegen haben.ABi 50 51 34-20 023-5, Waggonfabrik Görlitz 1911, Tczew 10.08.1973, fot.T.Suchorolski.jpgGroß-Peterwitz-Katscher_2-achs-3-4_Kl_1924.jpg
 

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die kurzen "Donnerbüchsen" waren auf der Zackenbahn o. im Schlesischen unterwegs, als Beiwagen für die el. Triebwagen;
in einer Broschüre vom DMV+berliner-tt-bahnen.info 1988 wird ein solcher beschrieben. s.u.
mfg
fp
 

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Wie man sieht, habe ich begonnen, dem Wagenkasten eine neue Gürtellinie zu basteln. Vorerst wurden dazu innenbündig PS-Streifen von 2,5 mm Breite und 0,5 mm Dicke angebracht. Ferner habe ich mich mit dem endgültigen Dach befaßt – ebenfalls aus weißem Kunststoff. Um es richtungsabhängig auf dem Wagenkasten zu fixieren, habe ich drei Stifte aus Edelstahldraht eingelassen, die in die Stirnseiten des Gehäuses eingreifen. Damit ist das Dach auch später abnehmbar. Das letzte Foto erklärt die Herkunft des Daches: Man fleddere einen Traps aus dem Baumarkt zu lumpigen Zweifuffzich, und fertig ist die Laube!

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Mit Achsabstand von 4,5m gibt es auch ein Vorbild. Das hat aber wohl eine etwas andere Geschichte.
Zu finden im Bayerischen Eisenbahnmuseum in Nördlingen.

Gruß

gsa
 

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Die Kupplung könntest Du mit einem Normschaft für den Normschacht aufwerten. Für den Nebenbahnbetrieb wäre das vorteilhaft, weil man damit auch in engen Radien gut kuppeln konnte. ;)
 
ich meinte, obs da auch reale "Einkürzungen" von Originalwagen gab,
es heißt doch: es gab nichts, was es nicht gab

mfg
fp
 
@knechtl : Ein bisschen häßlich sieht der kurze Rekowagen schon aus.
 
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