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Nebenbahnwagen aus Altmaterial

Da wir den Spielwert der Modelleisenbahn nicht ganz vergessen wollen, flimmert heute als kleines Intermezzo vorm Weiterbau ein minimalistisches Daumenkino über Ihren Bildschirm. Bitte einmal vor- und zurückklicken und Gute Unterhaltung!

Das wird bis auf weiteres die letzte halbwegs gepflegte Ansicht sein, denn die Längsseiten des Wagenkastens müssen nochmals gründlich nachbearbeitet werden.

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Heute müssen wir über Hunde sprechen – auch wenn ich Katzentyp bin: Niemand ist perfekt. Ich hatte bereits erwogen, das Problem der Klappe fürs Hundeabteil an ätzende Menschen zu delegieren, doch das kostet Geld und dauert mir zu lange. Also habe ich wieder nach einer eigenen Billiglösung gesucht. Man sieht einen ersten Zwischenstand auf den Bildern. Ob das am Ende eher wie ein Hundehaufen als ein Hundetürchen aussieht? Ich lasse mich überraschen.

Die leichtere Übung war hier die Anpassung der Seitenwandaufteilung. Der Opferwagen war zwischen den Türen von Post- und Packabteil mit vier Blechen beplankt, das Vorbild nur mit dreien. Hätte niemand bemerkt, mich aber um den Schlaf gebracht.

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@Dikusch: Das ist die Notlösung, wenn es am Ende nicht klappt, wie geplant. Ich fürchte, daß man auf dem DRG-Grün die dünnen schwarzen Linien kaum und ansonsten nur den weißen Fleck mit dem Terrierkopf erkennt.

Nun zu dem, was weiter geschah: Nachdem ich auch in die andere Wagenseite die Luft- und Lichtschlitze für den Wauwau eingelassen hatte, habe ich mich um die äußere Form der Hundeklappen gekümmert. Auf der Suche nach dem passenden Material kam mir mal wieder der häusliche Besen in die Quere. – Nein, nicht der, der immer schimpft: Wie sieht es hier wieder aus?! Und wie das hier wieder nach Lösungsmittel stinkt! Gemeint ist der mit den Borsten, von denen er wieder zwei lassen mußte. Wir alle müssen Opfer bringen.

Ach, und falls es jemanden interessiert: Nein, es hat nicht wirklich Spaß gemacht. Tröstlich ist, daß nun erfreulichere Aufgaben bevorstehen.

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Spannend beim Wagenbasteln finde ich seit jeher die Applizierung markanter äußerer Details. Dazu zählen unbedingt Handläufe, Griffstangen und Leitern. Indessen ist das stets heikel: Stabil und anlagentauglich soll die Konstruktion sein, dabei aber filigran und halbwegs maßstabstreu.

Eine wichtige Baugruppe in diesem Sinne sind die Leitern an der Rückwand des Post-und Packwagens. Ich hätte die einzelnen Stufen direkt auf eine Traverse und diese dann an die Wand kleben können, aber besonders sehenswert finde ich gerade, daß sie beim Vorbild von der Wagenwand abstehen. Meinen Kompromiß sieht man zu Beginn der heutigen Bildfolge. Nach dem Abschaben der angespritzten Griffstangen habe ich die vorgebohrten Einzeltritte lose auf zwei Drähte gefädelt und in der oberen langen Trittstufe verbunden. Nach Fixierung der Drahtenden in entsprechenden Bohrungen im Wagenkasten konnte ich die kleinen Stufen regelmäßig verteilen und an ihren Endpositionen verkleben. Als würdigen Abschluß der Bastelnacht habe ich noch die zugehörigen Handläufe angebracht.

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Da hat man wohl Glück wenn man den als Modell zu Nachkriegszeiten DR erstellt. Da waren doch diese Auftritte schon eingespart, oder?
Ganz abgesehen, ob es so einen Wagen bei der DR gab, aber Klasse gemacht.
 
Das ist ein interessanter Gedanke. Aber mir liegt nur ein Foto eines solchen Wagens vor, wo Tritte an der Übergangsseite angebracht sind, und es ist nicht zu erkennen, daß es an der anderen Stirnseite ebensolche gibt. Das Musterblatt zeigt hingegen eindeutig Aufstiege nur an einer Stirnwand, und das ist die der Übergangsseite gegenüberliegende. Ich werde es also erst einmal so lassen, wie es ist. Sollte sich erweisen, daß sich doch auf beiden Seiten Aufstiege befanden, kann ich sie nachträglich ohne weiteres ergänzen.
 
Hallo miteinander
bei den Schmalspurwagen war das so geregelt das alle Wagen in die gleiche Richtung stehen(Pfeil in Richtung "Zittau")
da reicht dann ein Aufstieg-wie das bei den Normalspurigen war weiss ich nicht-vielleicht ist etwas auf der Bildersammlung vom Waggonbau Görlitz zu erkennen

fb.
 
Ganz abgesehen, ob es so einen Wagen bei der DR gab...
Im Buch "Die Geschichte der Kleinbahn Erfurt (West) - Nottleben 1926 - 1967", 2. Überarbeitete Auflage von 2019, findet sich auf Seite 156 die Zeichnung von einem GmP der DR. Der GmP besteht aus einer Lok der BR 55.0-6, 2 ex-pr. Schnellzugwagen, einem Packwagen und 2 gedeckten Güterwagen. Der Packwagen sieht so aus, als könnte es der hier gezeigte Typ sein oder sein Bruder mit langem Radstand (ohne die Hutze für die Bremse).
 
Danke für den Hinweis! Ich habe gleich mal im Bändchen "Traditionsbahn Erfurt West" von Günter Barthel und Günter Fromm (1982) nachgesehen, aber leider findet sich darin keine Frommsche Zeichnung eines solchen Wagens. Doch wie gesagt, es eilt nicht, und wenn sich irgendwann doch noch Hinweise zu Aufstiegen auf beiden Wagenstirnseiten finden sollten, läßt sich das Konstrukt, siehe Lichtbild, in einer kurzen Bastelnacht nachrüsten.

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Danke für die Suche und den Link! Ein wirklich schönes Vorbild. Tatsächlich sieht er auf den ersten Blick aus wie die Vorlage meiner Bastelei. Aber die Ähnlichkeit täuscht, denn mein Vorbild war kürzer und wurde auch früher gebaut. Trotzdem ist die Geschichte des Wagens interessant für mich, weil er zufällig das Einsatzgebiet hatte, in dem sich das Vorbild für meinen Bahnhof Großbommeln mitsamt Gleisplan und Empfangsgebäude befand: In der Prignitz um Perleberg herum.
 
@Stedeleben
Das du in dem Buch über die Traditionsbahn nichts über den Wagen gefunden hast, wundert mich nicht. Was da über die Gleise gefahren ist, hatte eigentlich nichts mit der Kleinbahn zu tun. Einzige mir bekannte Ausnahme ist 55 669, eine Leihgabe des Verkehrsmuseums Dresden. Die lief zu DR Zeiten tatsächlich auf der Strecke.

Leider ist in dem von mir genannten Buch außer der (künstlerischen) Zeichnung auch keine weitere Information über den Wagen enthalten. So ein Wagen gehörte nie zum Bestand der eigentlichen Kleinbahn, lief nur zu DR Zeiten über die Gleise. Und mein subjektiver Eindruck zu DR Zeiten ist: Da lief allles, was zur Z-Stellung vorgesehen war und noch Restfristen hatte.
 
Und mein subjektiver Eindruck zu DR Zeiten ist: Da lief allles, was zur Z-Stellung vorgesehen war und noch Restfristen hatte.
Von jeder Sorte aus'm Wagenpark einen, Packwagen dran, fertich. So mutt dat!
 
Von jeder Sorte aus'm Wagenpark einen, Packwagen dran, fertich. So mutt dat!

So in etwa werde ich’s auch für die Epoche II um 1930 handhaben, zumindest auf der Nebenbahn. Bei der DRG herrschte als Kriegsfolge ein enormer Mangel an Personenwagen, weshalb zunächst alle noch halbwegs intakten, teils schon vierzig Jahre alten Länderbahnwagen ertüchtigt und reaktiviert wurden. Für die daraus resultierenden „bunten“ Garnituren gibt es noch Dutzende Bastelvorlagen …
 
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