Ein Vorführer von tht aus Tschechien 2010 auf dem Tatra-Treffen in Seehausen mit der Typenbezeichnung CAS 30 S3R war zu viel wie TLF mit einer Pumpenleistung von 3.000 l/min. Das S steht für ein Fahrzeug über 14.000 kg, die 3 für geländegängig und das R für eine reduzierte Ausstattung. Der Tankinhalt lag bei 9.000l Wasser und 540l Löschmittel.
Das Fahrzeug hat noch einen originalen Tatra-V8-Diesel verbaut.
Das Fahrzeug ist später an die Feuerwehr von Ostrava gegangen.
Ein fast baugleiches Fahrzeug ist 2012 an die Feuerwehr in Perleberg geliefert worden und war damit das erste Fahrzeug die militärischen Baureihe im regulären Feuerwehrdienst in Dtl.. Allerdings sind solche Fahrzeuge auch nicht unzerstörbar. 2015 brach der Boden bei einer Geländefahrt unter dem schweren Fahrzeug ein und der Tatra überschlug sich. Das Fahrzeug wurde einer fast einjährigen Reparaturzeit 2016 wieder in Dienst gestellt.
2020 stellte der Feuerwehr Liebenwalde diesen Tatra Force 815-7 in Dienst. Er trägt nicht genormte die Bezeichnung TLF9000. Das Fassungsvermögen liegt bei 9.000l Wasser und 500l Löschmittel. Die Pumpenleistung liegt bei 3.000l/min.
Hier hat Tatra einen Cummins Diesel mit 442 PS sowie ein Allison-Vollautomatikgetriebe verbaut. Bei Antrieb/Getriebe sind auch andere Kombinationen möglich, wie ein automatisiertes Schaltgetriebe von ZF und Paccar-Motoren.
Bei der Freiwilligen Feuerwehr Rostock-Markgrafenheide ist dieses TLF-W BB stationiert. Aufgrund verschiedener Waldbrände hatte das Bundesland Brandenburg ein spezielles Tanklöschfahrzeug ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielten Tatra und tht, die durch den deutschen Importeur Metallbau & Fahrzeughandel Friedrich bei uns vertreten werden.
35 Fahrzeuge bestellte das Bundesland Brandenburg. Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern schloss sich der Bestellung an und orderte 11 Fahrzeuge. Von den 46 Fahrzeugen sind allerdings nur 45 in Deutschland angekommen. Drei Feuerwehrleute aus Brandenburg verunglückten mit ihrem neuen Einsatzfahrzeug noch auf der Überführungsfahrt in Tschechien. Ein Straßenbaum war härter als der Tscheche.
Verbaut ist ein Cummins-Diesel mit 396 PS und ein Allison Vollautomatikgetriebe. Das Tankvolumen beträgt 4.800l Wasser und 180 l Löschmittel. Daher tragen einige Fahrzeuge in Mecklenburg-Vorpommern die nicht genormte Bezeichnung TLF 5000. Die Pumpenleistung beträgt 2.000 l/min.
Der Kostenpunkt pro Fahrzeug lag bei 260.000,- €.
Indirekt hat die Deutsche Bahn auch 76 Waldbrandlöschfahrzeuge bestellt. Mit 24,9% ist der Bahn-Konzern an der BwFuhrParkService GmbH beteiligt. Von dort gab es eine Bestellung bei Tatra und Rosenbauer. Die Fahrzeuge sind kompakter als das TLF-W BB. Sie können 4.850 l Wasser plus 300l Wasser als Selbstschutz sowie 100l Löschmittel befördern. Die Pumpenleistung liegt bei 3000l/min.
Diese Aufträge haben sich positiv in der Bilanz des tschechischen Fahrzeugherstellers bemerkbar gemacht. Man produziert zwischen 1.500 und 1.600 Fahrzeuge pro Jahr. Der überwiegende Anteil sind militärische Auftraggeber.

Exotisch auf deutschen Straßen ist ein TLF auf Basis des Tatra Phoenix. Das Tatra-Antriebskonzept (Zentralrohrrahmen mit luftgefederten Halbachsen) kommt auch hier zur Anwendung.
2018/19 beschaffte die Stadt Senftenberg für die Ortsfeuerwehr Brieske dieses TLF 9000 (genormt: TLF 4000 mit Zusatzbeladung "Wasser"). Der Tatra kann 9.100l Löschwasser befördern.
Motorisiert ist der Tatra mit einem 360 PS Paccar-Diesel, wie man die auch bei DAF findet. Unschwer zu erkennen ist, dass die Paccar-Tochter DAF auf das Fahrerhaus (DAF CF) zugeliefert hat. Das Fahrerhaus wurde bei einem Fahrzeugbauer in den Niederlanden zu einer Gruppenkabine verlängert.
Bei diversen Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen laufen Fahrzeuge aus der Phoenix-Baureihe als Abrollkipper.
Die aktuelle Phoenix-Generation teilt sich mit dem DAF XD das Fahrerhaus. Auch für die Feuerwehrfahrzeuge auf Basis des Tatra Force T815-7 gibt es inzwischen ein überarbeitetes Fahrerhaus. Nur an die Stückzahlen des guten alten T815 wird man nie wieder herankommen.

Der Kenner erkennt, dass es sich um ein einstiges TLF32 der NVA handeln muss. Erkennbar ist dies an der Tesla-Leuchte zwischen den beiden nachgerüsteten Rundumleuchten auf dem Fahrerhaus.