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Drahtzüge im Bahnhofsbereich. Wie geht es richtig?

Wie viele Seilzüge können pro Kanaltyp verlaufen? Im Kanal Typ1 können 2 oder 4 Seilzüge verlaufen?

Du musst den Typ mit 2 multiplizieren und hast die Anzahl der Seilzüge. Wobei ein Seilzug immer 2 Drähte bedeutet (hin- und rück-). Wenn du einen Typ 1 Kanal öffnest, siehst du also 4 Drähte nebeneinander. Kannst damit aber zB nur 2 Weichen stellen, da die Drähte ja einen Ring bilden.
 
Also benötigt man für eine Weiche mit Riegel einen Typ 1 Kanal und für zwei Weichen mit Riegel einen Typ 2. :)
Ach und wie funktioniert das mit dem Riegel bei einer DKW?

Jetzt hab ich das mit den Seilzügen endlich so gut wie alles verstanden da tut sich die nächste Wissenslücke auf. Ich sage nur HL Signale. :-(

Hier hat man zwar eine gute Beschreibung aber ich verstehe das mit den Geschwindigkeiten nicht so wirklich.

Da ich Weichenriegel verwende darf ich schneller als 40 kmh fahren. Aber freie Fahrt im Bahnhofsbereich ist sicher nicht möglich oder?

Ich stelle es mir wie folgt vor.
Jedes Bahnhofsgleis hat bevor es in die Weichenstraße mündet ein Signal (HL3b) welches Fahrt mit 60kmh und freie Fahrt erwartet anzeigt. Am Ende der Weichenstraße (beim Übergang von Bahnhofsbereich zur freien Stecke) steht das Ausfahrsignal (HL1) welches die Fahrt dann freigibt.
PS: interessant finde ich an Bahnsteigsgleisen ZP10 und ZP9.
 
In der Regel hast du aus jeder Richtung nur ein Einfahrtsignal. Je nach dem über welche Weichen der Zug auf sein (Bahnsteig-)Gleis fährt, zeigt es die passende Geschwindigkeit an. Diese Geschwindigkeit wird nicht durch die Riegel vorgeschrieben, sondern durch die Weichenbauart. Und da wird es nun ganz verrückt, da wir ja mit unseren Weichen keine Vorbildgeometrie nachbilden können. Bei der Planung musst du für die eigentlich festgelegt haben welches Gleis wofür gedacht ist, und die passenden Weichen einbauen. Mit Tilligs System kannst du zB die EW1 mit einer 190er Weiche gleich setzen. Da ist die Vmax dann 40km/h im Abzweig. EW2 mit ner 300er und EW3 mit einer 500er. Die Geschwindigeiten für letztere hab ich jetzt nicht im Kopf. Können die Experten hier sicher schnell liefern.
Die Geschwindigkeit hängt aber auch noch vom Durchrutschweg ab. Also wenn du zB hinter dem Ausfahrtsignal nicht genügend Platz hast, darfst du eh nur mit 40km/h einfahren (Durchrutschweg). Also nützt eine schnellere Weiche nix.

Bei den Ausfahrtsignalen, zeigt das HL-Signal übrigens unten die Vmax für die Weichenstr. an. Im oberen Teil dann für die Strecke dahinter.

Am besten du zeigst mal deinen Gleisplan und wir diskutieren an ihm die Signale.
 
Hab ich hier jetzt was falsch verstanden, oder hat da wirklich jemand vor, die Weichen mit Seilzügen auszurüsten und dann HL Signale zu stellen?
 
Opilein, warum nicht? In meinem Heimatbahnhof Bramow war das so. Ich weiß nicht obs heute noch so ist.

Micha
 
Mal zum Hintergrund der Seilzüge in Verbindung mit den HL Signalen.

Mein Bahnhof hat eine West und eine Ostseite. Ich stelle hier erstmal nur die Westseite dar. Die Ostseite kommt später.

Auf der Westseite ist es so, dass da über ein Behelfsstellwerk die Weichen via Seilzüge gestellt werden. Die Westseite wird über ein Stellwerkneubau bedient, wobei die Weichen elektrische Antriebe erhalten. Von diesem Stellwerksneubau werden auch alle im Bahnhof befindlichen HL Signale bedient.
 
Ja warum nicht Opi? In Spremberg (mein Heimatbf.) war das bis zum Umbau auf ESTW eben so. Meines Wissens sind die HL-Signale doch extra für diesen Zweck erdacht worden?

Von Spremberg hab ich sogar Bilder. Printe aber was nicht geht, ist Signale und zugehörige Weichen in unterschiedlichen Stellwerken bedienen. Die sind doch abhängig, wie soll das gehen?

Ob in einem Bf der Größe verschiedene Stellwerkstechnologien zum Einsatz kamen?
 
In Hoyerswerda ist das noch immer so. Weichen mechanisch (Ausnahme 3 Weichen an der östlichen Einfahrt) Signale HL-System.
 
Mal ein Bild, Spremberg Richtung Weißwasser. Alles gut zu sehen.

Mittlerweile stehen da Ks-Signale und das Stellwerk ist leer.
 

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Na geht doch mit Euch

Na geht doch mit Euch!:brrrrr::allesgut:

Ich weiß natürlich, das es das gibt/gab.
War im Bahnhof Rangsdorf bis zum Umbau auch so.

Wollt ja nur mal nen paar Beispiele von Euch haben, für die Nichtwissenden. :auslach:

Und Bilder zu solchen Situationen sind doch immer interessant.

PS:
Printe aber was nicht geht, ist Signale und zugehörige Weichen in unterschiedlichen Stellwerken bedienen. Die sind doch abhängig, wie soll das gehen?

Da hat Grischan wohl recht!

Ob in einem Bf der Größe verschiedene Stellwerkstechnologien zum Einsatz kamen?

Das ist möglich und gabs auch öfter. Ist nicht so selten.
 
Meines Wissens sind die HL-Signale doch extra für diesen Zweck erdacht worden?

Moin Grischan,
das war nicht so. Die ersten Hl Signale wurden zu den entsprechenden Stellwerken erdacht. Die Zuordnung zu mechanischen und eletromechanischen Stellwerken entstand aus dem Mangel an Hochbaukapazität und Finanzen. So entstanden die Mischbauweisen.
Es ist in Ost und West möglich verschiedene Bauformen in einem Stellwerk zusammen zu instalieren. z.B. Halle, HP4: Elektromechanisch mit Bauform 1 Signalen und für die S-Bahn ein komplettes Bauform 2 Stellwerk mit Siemens Achszähleinrichtung, Plochingen: SpDrS 59 und SpDrS 60 und so weiter.
Die Möglichkeit die Weichen von einem Stellwerk und die Signale von einem anderen Stellwerk zu stellen besteht bei allen Bauformen. Das kann als z.B. als mechanisches Stellwerk mit zentraler Signalbedienung ausgeführt sein. z.B. wenn ich nicht irre Dornburg: FDL hat die zentrale Signalbedieneung für alle auf dem Bahnhof vorhandenen Signale (HL System) und ist als mechanisches Stellwerk ausgeführt, ebenso das Wärterstellwerk.
Dann habe ich noch eine Bitte: es handelt sich nicht um Seilzüge. In der Regel liegt Stahldraht mit einem Durchmesser von 5mm (für die Signale) und 6 mm (für die Weichen). Seil wird nur an bestimmten Zwangspungten eingebaut. Bei Spannwerken, Umlenkrollen, Antrieben und bei den Hebeln. Das war jetzt der Meckerteil.:ballwerf:
Schönen sonnigen Sonntag noch,
Norbrt
 
Was es noch Besonderes bei der DR gab, Formhauptsignal mit Lichtvorsignal. So hat man sich die langen Stellwege eingespart.
 
Also ist mein Behelfsstellwerk im Westen als ein Wärterstellwerk anzusehen welches nur die Weichen im Westteil stellt.
Der später als Erweiterung kommende Ostteil wird dann das Neubaustellwerk bekommen von wo die Weichen im Ostteil sowie alle HL Signale des Bahnhofs gestellt werden. In diesem Stellwerk wird dann auch der Fahrdienstleiter sitzen.

Ist ein solches Szenario Vorbildgetreu?
 
Danke für die Antwort Norbert.

Meine Unwissenheit erzeugt so viele Fragen. Hier auch gleich die nächste. ;-)

Wie würden in diesem Szenario die beiden Stellwerke in Verbindung stehen? Nur übers Telefon oder gibts da noch andere Dinge die zu beachten sind bei der Ausgestaltung des Behelfsstellwerks?
 
Also ist mein Behelfsstellwerk im Westen als ein Wärterstellwerk anzusehen welches nur die Weichen im Westteil stellt.
Der später als Erweiterung kommende Ostteil wird dann das Neubaustellwerk bekommen von wo die Weichen im Ostteil sowie alle HL Signale des Bahnhofs gestellt werden. In diesem Stellwerk wird dann auch der Fahrdienstleiter sitzen.

Ist ein solches Szenario Vorbildgetreu?

Schaust Du mal hier.http://www.stellwerke.de/
Da gibts ne Menge Infos auch zu nicht mehr existenten Stellwerken.
Ist aber ganz schön schwer das Richtige für Dich zu finden.
 
Ich hab den Drahtzugverlauf meines Bahnhofs nochmal überarbeitet.

Können es sich die Experten bitte anschauen und was dazu sagen?

ROT= Weichenantrieb
BLAU= Weichenriegel
 

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Kleinere Ändrung im Bereich oben links. Ich nehme mal an das das eine Einfahrt ist? Sonst sind Riegel (und Antriebe) dort Unsinn. Auch die Lage der Durchgangsriegel scheint mir plausibel.
 

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