• Hallo TT-Modellbahner, schön, dass du zu uns gefunden hast.
    Um alle Funktionen nutzen zu können, empfehlen wir dir, dich anzumelden. Denn vieles, was das Board zu bieten hat, ist ausschließlich angemeldeten Nutzern vorbehalten. Du benötigst nur eine gültige E-Mail-Adresse und schon kannst du dich registrieren.
    Deine Mailadresse wird für nichts Anderes verwendet als zur Kommunikation zwischen uns.
    Die Crew des TT-Boardes

Von Kleinklöten nach Großbommeln

Heute zeigt sich – siehe erstes Foto – das Pola-Stadthaus letztmalig mit dem alten, infolge der verkürzten Giebel zu hohen Schindeldach. Es paßte einerseits landschaftlich nicht in mein Anlagenthema, andererseits wies das verunglückte Ausgangsmodell derartige Dachschäden auf, daß die Flächen unbrauchbar waren. Glücklicherweise nutzte Pola Standardspritzlinge für zwei Dachausführungen: mit drei kleinen Gauben und Schindeldeckung sowie mit großem Jugendstil-Giebel und Pfannendeckung. Faller übernahm von Pola nur letztere in sein Programm, doch am Spritzling hing weiterhin beides. Dank des löblichen Faller-Service‘ kam ich vor einigen Tagen preiswert an den benötigten Ersatz.

Auf den weiteren Fotos sieht man die dem neuen Grundriß angepaßten Dachflächen bereits lose aufgelegt, jedoch um die drei unteren Ziegelreihen gekürzt. Damit entspricht der Traufen-Überstand wieder annähernd dem des Pola-Modells.

Pola-Stadthaus_6330.jpgPola-Stadthaus_6449.jpgPola-Stadthaus_6452.jpg
 
Die Gauben des Pola-Stadthauses gefielen mir gar nicht. Sie hatten glatte graue Wände in undefinierter Oberfläche, die Fensterrahmen waren nicht eingelassen, sondern gleich mit angespritzt, erhaben ausgeführt und zudem mit einer Sprosse waagerecht unterteilt. Sie waren auch verhältnismäßig klein, so daß die Gaubendächer einen sehr großen Überstand aufwiesen. Darum habe ich die Wände mit 0,5 mm profiliertem Polystyrol aufgedoppelt, so daß sie später wie aus Holz wirken. Die Fensteröffnungen habe ich anschließend von innen her aufgeweitet, so daß die Rahmen denen der wirklich filigranen Fenstereinsätze in den anderen Geschossen entsprechen. Schließlich habe ich den Gauben zweiflüglige Fenster verordnet – gemäß der vertikalen Orientierung der anderen Fenster im Haus.

Pola-Stadthaus_6510.jpgPola-Stadthaus_6511.jpgPola-Stadthaus_6514.jpg
 
Der Pola-Bausatz sah vor, die gesamte Dachausstattung stumpf auf die Dachflächen aufzusetzen. Bei den Gauben hätte dies nicht nur eine spätere Beleuchtung ausgeschlossen, sondern durch die erhabene Struktur auch unschöne Spalte an den Übergängen ergeben. Um dies zu vermeiden, habe ich das Dach geöffnet und die Gauben eingepaßt. Deren Dächer sind auf dem letzten Bild nur aufgelegt, denn ihre Firste sind deutlich zu lang und sollen in der folgenden Bastelnacht auf ein ziviles Maß gekürzt werden.

Pola-Stadthaus_6508.jpgPola-Stadthaus_6516.jpgPola-Stadthaus_6518.jpgPola-Stadthaus_6520.jpg
 
Die Gaubenfirste sind nun von der Dachseite her eingekürzt und danach sogleich aufgeklebt worden. Die Verglasung der Fenster kann später von innen erfolgen, wenn die Farbgebung abgeschlossen ist. Ferner hat der Bau sogar Regenrinnen erhalten. Pola hatte aus unerfindlichen Gründen bei dem so deklarierten Meister-Modell keine vorgesehen, auch Faller hat sich nach Übernahme des Modells in sein Programm im Jahre 1997 um die Dachentwässerung nicht eben verdient gemacht. Deshalb habe ich Dachrinnen aus einer Auhagen-Basteltüte nachgerüstet und finde, daß sie dem Haus eine würdige Trauflinie verleihen.

Pola-Stadthaus_6529.jpgPola-Stadthaus_6528.jpg

Als Abschluß noch ein Farbexperiment aus dem Fotoladen: Das Dach soll in Großbommeln ziegelrot werden und ich wollte die Wirkung in Kombination mit der Fassade testen. Würde so gehen, meine ich.

Pola-Stadthaus_6526.jpgPola-Stadthaus_6526_Farbtest.jpg
 
Hallo, bei den Dachenden oder bei den Experten gerne Ortgang genannt habe ich durch mein eigenes Haus in den letzten zwei Jahren viel dazu gelernt. Mein Haus ist von 1877, den Ortgang Dachziegel gab es zu der Zeit noch nicht. Also den Ziegel der das Dachende abschließt mit einer Kante gibt es in linker und rechter Ausführung. Als das Haus gebaut wurde ragte der Giebel über das Dach hinaus, in der Giebelwand wurde auf höhe der Ziegel eine Nut eingekappt in der wurden die Ziegel mit eingeputzt.
Dazu beim Dachüberstand kommt es dann darauf an wo der Dachbalken aufliegt. Endet dieser auf der Mauerlatte ist am Dachbalken ein ( der Dachdecker nannte es Aufschiebbrett), damit macht das Dach einen leichten knick nach außen. Diese enden dann auf der Rollschicht (der Mauerkopf wird in Stufen nach außen gemauert, heute macht man aus Kostengründen einen Holzkasten.
Das die Dachziegel bündig abschließen habe ich hier nur bei einigen wenigen Häusern gesehen, diese sind im Stil auch sehr einfach gehalten, ohne Verziehrungen der Fensterlaibung.

mfg Bahn120
 
Zurück
Oben