Hallo!
Wenn du den alten Motor zu schlachten gedenkst, dann hast du doch auch eine passende Schwungmasse. Ich habe den Motor komplett beiseite gelegt und ersetzt.
Die Idee, daß die "Stoppies" vielleicht mit anderem Decoder oder Decoder-Update zu beheben wären, kam mir dann auch. Da war ich aber schon am werkeln. Der Decoder (Zimo MN180) wurde aber trotzdem geupdatet. Und schließlich traue ich dem Piko-Motor nicht mehr. Er ist ohnehin nicht der beste, läuft erst sehr spät und ruckartig an.

Die Lok lässt sich eigentlich ganz gut zerlegen. Um den Schlot herausziehen zukönnen, könnte ein wenig Druck auf die Rachkammertür helfen. Und dann den Kessel vorsichtigt aus den Windleitblechen herausfädeln, am besten mit der Heizerseite zuerst.

Ein normaler 0816-Motor reicht für die Geschwindigkeit aus. Ob er auch für die Zugkraft reicht, muß erst noch getestet werden.
Ich habe hier eine altbrauchbare Schnecke mit 4,5mm Durchmesser verwendet, dadurch mußte etwas Platz geschaffen werden. Eine 4,0er wäre einfacher gewesen.

Ich benutze gerne U-Profile als Auflager, so lässt sich der Motor einfach besser positionieren. Aber es ginge auch ohne. Und man sieht, das Profil braucht, obwohl deutlich befeilt, mehr Platz. Die obere Trägerhälfte muß noch etwas ausgefräst werden, damit es nicht mehr sperrt.

Das U-Profil als Träger gibt meist die Möglichkeit, den Motor (am U-Profil) zu verschrauben, also lösbar zuhalten. Hier ist die Form des unteren Motorträgers so, daß ich keine Möglichkeit für eine Schraube sehe. Der Motor ist also am unteren Träger verklebt. Der 0,2er-Draht hat beim Verkleben für das nötige Spiel zwischen Schnecke und Schneckenrad gesorgt. Im Prinzip ist der Umbau damit durch. Aber...

...der kleine Motor lässt ja viel Platz. Und der könnte gerne mit Blei gefüllt werden. Links und rechts an den Motor habe ich 1mm-Blei selbstklebend gefügt. Hinter den Motor wurden Bleiplatten geschichtet.

Und das Fach für die Schwungmasse wurde auch noch gefüllt. Das dürften in Summe so knapp 20g sein. Allerdings dieses Konstrukt wieder in den Kessel zu bekommen war eine ordentliche Fummelei, das Kesselinnere verjüngt sich etwas.
Meine Lok läuft nun wieder. Und sie kann nun auch laaaangsaaaam fahren. Nächstes Wochenende kommt der Stresstest.
Gruß, Thomas