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Modellbau Chemiekesselwagen und andere Exoten

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Hol dir die Lackstifte von AK. Eine der besten Efindungen im Bereich Modellbau der letzten Jahre finde ich.
 
Hallo,

@Kühn Danke für dein Feedback. Ich hatte mich bei der Positionierung der Schlusscheibenhalter an anderen Kesselwagen, z.B. der Bauart Deutz von Saxonia orientiert.

@Schwarzfahrer So richtig weiß ich mit deinem Post so aus dem Zusammenhang gerissen nichts anzufangen 🤷‍♂️
Die Stifte von Ak Interactive nutze ich schon seit geraumer Zeit, z.B. für die Farbgebung der Seilhaken und der Bremsumsteller.

VG Martin
 
Sorry, ich meinte natürlich für den Zettelkasten, Bremsen-Umsteller etc..
 
Hallo,

um zurück zum Thema zu kehren, möchte ich heute den fertigen Kesselwagen für Brom von Hädl präsentieren. Anbei was konkret mit dem grauen Grundmodell passierte:

  • Kessel blau lackiert
  • Decals von Hartmann-Original
  • Rangiertritte unter den Puffern entfernt und durch Ätzteile von SDV-Model ersetzt
  • Kupplungshaken ergänzt
  • Alterungen mit Pulver- und Ölfarben

Im Carstens Band 9.2. auf S. 238 finden sich drei Vorbildfotos. Dabei fällt auf das die Wagen durch die aggressive Chemikalie Brom sehr schnell versifft aussahen. Ich habe für die Alterung versucht den goldenen Mittelweg zu wählen. Das grüne Modell, welches Hädl bei der Messe Leipzig anbot, ist ebenfalls auf den Fotos im Carstens zusehen.

VG Martin


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Guten Morgen,

heute nochmal zwei andere Ansichten des Bromwagens die bei der Fotosession entstanden. Mittlerweile ist es schwierig alle bisher hier vorgestellten Wagen auf ein Foto zu bekommen. Da ist das Fotodiorama mit 60 cm Länge doch etwas beschränkt. Für Porträts oder Kurzzüge erfüllt es aber wunderbar seinen angedachten Zweck.
Dem aufmerksamen Beobachter werden ein neues Detail am BÜ und an der V15 auffallen. Lokschilder in Epoche 4 für die V15 sind bereits geordert.

VG Martin

PS: Falls Interesse besteht, könnte ich gerne auch mal einen Beitrag verfassen wie die gezeigten Fotos entstehen. Sozusagen ein Einblick hinter die Kulissen und die verwendete Fototechnik. Ihr könnt ja mal eure Meinung kundtun, ob das von allgemeinen Interesse wäre.


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Zuletzt bearbeitet:
Guten Abend,

na dann mal anbei ein Blick hinter die Fotokulissen. Sehr empfehlenswert ist übrigens als Nachschlagewerk die „Modellbahnschule Nr. 38“.


Bild 1 zeigt die Ausgangslage. Das Diorama misst 60x 10 cm und der Hintergrund ist ca. 35 cm hoch. Bei mir steht das Diorama auf einem Regal eines schwedischen Möbelherstellers. Natürlich kann man es auch, z.B. auf einem Tisch zum Fotografieren aufbauen.

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Bild 2 zeigt das von mir genutzte Equipment. Einmal die Kamera auf dem Stativ und einmal die Fotolampe. Letztere habe ich genauso wie das Stativ vor vielen Jahren für einen schmalen Taler gekauft und sie erfüllen immer noch ihren Zweck. Bei der Lampe lassen sich Intensität und 3 Lichtfarben auswählen.


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Bild 3 statt der Vollformatkamera mit Spezialobjektiv kann man natürlich auch das Handy nehmen. Die größte Herausforderung bei unserer recht kleinen Baugröße ist die Tiefenschärfe, also das möglichst viel im Bild von vorne bis hinten scharf abgebildet wird. Das Handy bietet hier den Vorteil des kleinen Sensors und damit sehr viel Tiefenschärfe. Bei meiner Kamera löse ich das mit einem sog. Tiltobjektiv. Bei diesem lässt sich die Bildebene verschieben und so an das Motiv, z.B. schräg von vorn anpassen.


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Bild 4 zeigt das fertige Bild (hier ausnahmsweise aus dem Handy). Ausgelöst wurde mit Fernauslöser/ Zeitauslöser um Erschütterungen und damit unscharfe Bilder zu vermeiden. Ich habe das Motiv vorher manuell fokussiert und eine möglichst hohe Blendenzahl eingestellt.


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Bild 5 und 6 zeigen das ich Bilder grundsätzlich nachbearbeite z.B. in Lightroom und/ oder Photoshop. Hier kann selektiv die Schärfe, Belichtung etc. angepasst werden.


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Das war es dann eigentlich auch schon. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Martin
 

Anhänge

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Hallo,

beim Kesselwagen für flüssigen Schwefel von Saxonia war nicht viel zu tun. Das Grundmodell ist ja schon sehr gut detailliert. Und ja mir ist bewusst, dass es ein Freelancemodell ist. Die Losung, damals ja wahrscheinlich Kreide oder Farbe, habe ich versucht abgewaschen darzustellen. Ansonsten gab es wieder den bewährten Mix aus Pulver- und Ölfarben.

VG Martin


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Hallo,

weiter geht es heute mit einem Wagen für Tetraethylblei. Eine hochgiftige Chemikalie, die bei Körperkontakt sofort tödlich wirkt. Bei der DR wurde diese in G-Wagen transportiert, da für Tetraethylblei nur sehr wenige Kesselwagen zur Verfügung standen. Die Chemikalie wurde als Antiklopfmittel benutzt. Ein Produktionsort war Premnitz an der Bahnstrecke Brandenburg- Rathenow. Da mein Vater aus der Ecke stammt, war so ein Wagen also Pflicht in meiner Sammlung. In TT gibt es reichlich Modelle dieses auffälligen Wagens. Ich habe auf ein Modell von Tillig zurückgegriffen.

Anbei wieder was ich an dem Wagen geändert habe:

- Kupplungshaken von SDV-Model
- Seilösen entfernt und gegen Seilhaken getauscht
- Bremsumsteller von Kuswa montiert
- graues Dach umlackiert, sodass ein leicht rostiges Blechdach imitiert wird.
- mit unterschiedlichen Brauntönen einzelne Bretter und Bleche hervorgehoben (Ausbesserungen)
- schwarzes Wash für Schrauben und die Bretterfugen
- Pulverfarben zum Abschluss der Alterung

Langsam muss ich den Fred hier in Alterung von Güterwagen umbenennen😁

Sehr schöne Informationen zum Vorbild der Tetraethylbleiwagen findet man übrigens im MIBA Spezial „Gedeckte Wagen“.

In der Hoffnung euch nicht zu sehr gelangweilt zu haben.

VG Martin


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[...] Langsam muss ich den Fred hier in Alterung von Güterwagen umbenennen😁

[...]

In der Hoffnung euch nicht zu sehr gelangweilt zu haben.
Ganz und gar nicht...und selbst wenn du uns hier noch die Alterung von Lokomotiven, Gummibereifte und Gebäuden zeigst, ich finde davon kann es nie genug geben...immer hier damit!
 
Hallo,

na denn, nicht das noch gesagt wird ich mach nur Güterwagen dreckig. Vor geraumer Zeit hatte ich mir mal zwei vierachsige Rekowagen von Piko geleistet. Einer ist nun schon in die Schmutzbrühe gefallen. Im speziellen habe ich mich daran versucht die Waschkante am Dach zu imitieren. Naja es war erst einmal ein Versuch. Das Grün des Wagenkastens habe ich u.a. mit weißer Ölfarbe ausgebleicht. Dafür nutze ich unter anderen matten Verdünner, da die Ölfarben ansonsten glänzend bleiben. Ansonsten ist es wieder ein ziemlich wilder Mix aus Airbrush, Pulverfarben von H0fine und Vallejo. Dabei arbeite ich ziemlich Freischnauze bis das Ergebnis gefällt. So na dann Feuer frei!😁

VG Martin


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Hallo,

vor langer Zeit hatte ich mal zwei Wagen mit der funktionsfähigen Originalkupplung von MMC ausgerüstet. Die optische Wirkung ist schon enorm, wenn KK- Kulisse etc. auf einmal nicht mehr das Model verraten. Natürlich ist das Kuppeln jetzt deutlich fummeliger und für Rangieren und enge Radien eher weniger geeignet.

Hat den jemand Anlagenerfahrung mit der Kupplung von MMC oder der MFK-Kupplung von Schifferdesign? Dann würde ich mich sehr über einen Austausch freuen.


VG Martin


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Zuletzt bearbeitet:
Ich finde die Alterung der Rekos als gelungen. Nur bei den Tritten an den Türen ist es (für mich) ein wenig zu "auffällig"; sprich ein wenig zu hell.
 
Moin Martin,

die Alterung der Rekos wurden mir hier doch glatt unterschlagen, oder ich habe im Halbschlaf mit einem Auge zu draufgeschaut, jedenfalls habe ich den Eintrag erst heute gesehen.
Die Umsetzung der Waschkante gefällt mir, die Verschmutzung der Tritte finde ich allerdings auch too much!
Dagegen wirkt das Original auf dem Vergleichsfoto viel filigraner.
Bei den Kupplungen hatte ich mal diese (ich glaube) tschechischen Starrkupplungen ausprobiert, gabs mal in der Bucht
 
Hallo @KarsTTen und @FCEFux ,

danke für eure Anmerkungen zum Rekowagen. Ok da werde ich die Aufstiegspartie nochmal mit schwarzer Farbe nacharbeiten.

Übrigens die beiden Wagen mit der Originalkupplung stammen von easTTend einer Firma die damals sehr schöne Modelle auch für TTf produziert hatte und dann auf einmal verschwand. Die Wagen sind wirklich sehr detailliert und haben schöne Vorbilder. Ich bin froh, dass ich diese damals erworben habe.

VG Martin


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Und niemand hat Kontakt zu "easTTend", was sehr traurig ist.
 
Die Wagen sind wirklich sehr detailliert und haben schöne Vorbilder.
Gibt es dazu zugängliche Vorbildfotos oder gar Zeichnungen?
Der Gepäckwagen scheint eine Modernisierung zu sein, die mir sehr gut gefällt. Geradezu perfekt für eine Kleinbahn der frühen Epoche III, eine gute Inspiration, selbst Hand anzulegen.
Den kurzen G finde ich aber schon recht gewöhnungsbedürftig ob seines Aussehens und der Unsymmetrie. Auch fehlt scheinbar oben die Laufschiene für die Tür. Hat der tatsächlich ein Vorbild?

Sind das Abgüsse von Umbauten, oder plumpsten die so vom Drucker?
 
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