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MAN, Raba, Roman Diesel - MK-Modell (VEB Modell-Konstrukt) [später u.a. Miki-Klose, Schirmer, Tillig]

Danke für die Zusammenfassung und die interessante Diskussion! Meine Fragen sind soweit beantwortet.
Schönen Tag und Gruss Si

Es wird noch einige Monate weitergehn...sei sicher.

Gibts ne Datenbank wo ALLE Modelle drin sind?
 
Gibts ne Datenbank wo ALLE Modelle drin sind?
Das dürfte schwer werden. Die Großserienmodelle aus DDR-Tagen sollten alle in der Datenbank drin sein, aber da die Anhänger immer mal wieder irgendwo neu bedruckt werden, kann man nie sicher sein, alle Varianten abgebildet zu haben. Ich bezweifele zudem, dass all die neuen Varianten von Schirmer tatsächlich vorbildlich sind. "Möbeltransport Leipzig" - ich kann mich nicht erinnern, dass eine Möbelspedition so einen riesigen LKW hatte. In dem hätte ja ein ganzes Schloss möbelmäßig reingepasst. "VE Handelstransport Leipzig" mit Raba-Zugmaschine! Raba habe ich in der DDR nur mit ungarischen Kennzeichen erlebt. "HUNGAROCAMION BUDAPEST" zeigt Schirmer in einer völlig falschen Farbwahl. Ein "HUNGAROCAMION BUDAPEST" war nicht blau, der war immer dunkelgrün. Zumindest in meiner Erinnerung, aber ich bin offen für einen zeitgemäßen Gegenbeweis. ...

Von den in der Tschechei neu bedruckten Varianten will ich da erst gar nicht anfangen. Da bezweifele ich, dass ich die alle auch nur kenne. Die ich in Prag im Laden gesehen habe, waren zudem zumeist recht lausig bedruckt.
 
Die Bedruckungen sind fast alle für die Tonne, da ist meistens nichts vorbildgerecht. Als Modellautosammler hasse ich dieses wie die Pest. Lieber etwas weniger als solche sinnfreien Bedruckungen. Das ist aber nicht nur ein Schirmer-Problem - auch bei Brekina gibt es solche Verfehlungen. Aber bedruckte Modelle verkaufen sich besser. Warum auch immer...

Generell ist das Modell genial, da kommt selbst der 1/87 MAN von Herpa nicht mehr mit - besonders bei der Gestaltungung des Fahrgestelles.

Und die Preise? Ob Tillig nun zu teuer ist, muss jeder selber mit seinem Geldbeutel ausmachen. Nur mal als Orientierung. Bei Herpa kostet der 1/87 MAN F8 mit Deutrans-Bedruckung auch 32,50 €. Die Formen sind ähnlich alt wie das 1/120-Modell von MK.

Dazu kommt, dass alte Formen auch gepflegt werden müssen. Wer letztes Jahr beim TdoT bei Auhagen war, konnte sich dieses ausführlich erklären lassen. Und so etwas kostet bekanntlich auch Geld. In einer der Auhagen-Publikationen waren die Schirmer-Modelle ja auch erwähnt. Und dann müssen auch 4 Parteien (Auhagen, Schirmer, Tillig und der Handel) an dem Modell verdienen.

Wenn mich nicht alles täuscht, dann sind Zubehör-Teile erst in der Zeit von MIKI-Klose auf dem Markt gekommen.
 
Hallo miteinander
aus den Taschenwagen habe ich noch einige MAN rumliegen
gab es da mal andere Kühlergrills um Roman und RABA draus zu machen?

fb.
 
Die wurden so unterschiedlich geliefert. Habe jedenfalls alle drei in meiner Sammlung. Das sind alles noch DDR-Exemplare.
 
Hallo miteinander
aus den Taschenwagen habe ich noch einige MAN rumliegen
gab es da mal andere Kühlergrills um Roman und RABA draus zu machen?

fb.
Bei Schirmer habe ich MAN und Roman Grills bekommen für kleines Geld ( vor ca 5 Jahren ) .

@ Birger :
Die Raba Grills haben doch aber modifiziete Kabinen benötigt weil der Grill ´´ Arme´´ an den Seiten hatte . Gabs den echt so zu DDR Zeiten oder ist das auf Miki Klose zurückzuführen .
 
Gabs den echt so zu DDR Zeiten oder ist das auf Miki Klose zurückzuführen .
Ja, den gab es auch zu DDR-Zeiten vom VEB Modell-Konstrukt schon so. Und die Kabine ist tatsächlich eigenständig, auch wegen des erhabenen RABA-Schriftzugs über dem Grill. Ich schwöre, dass ich den abgebildeten Raba für DDR-Mark in einer Verpackung des VEB MK gekauft habe.

raba.jpg

Beste Grüße
Jörg
 
Hallo, wenn ich mich recht erinnere kamen diese 1985 in die Läden. Die Hütten als RABA , Roman Diesel und MAN, dabei habe ich geschaut wenn möglich den MAN zu erwischen. Erst waren es die Kofferauflieger.
Ein tolles Modell welches seines gleichen sucht.

mfg Bahn120
 
Ja, bei meiner Filiale des VEB Forstwirtschaft ist ein RABA im Dienst. Schade, dass Kollege Erwin keine Fahrerlaubnis besitzt! Das Basismodell habe ich vor der Wende gekauft.
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Moin,

Die Entstehung dieser Modellreihe war das Ergebnis der „Zusammenarbeit“ innerhalb des RGW. Meine Kollegen entwarfen und bauten den Prototyp. Eine nahegelegene Werkstatt fertigte die Formen für den Probe-Spritzguß an. Hier ist ein Probeabguß ohne Sitze oder Lenkrad zu sehen; auch die Bohrungen für die Montage von Kühlergrill und Stoßstange fehlen noch.
Doch der „große Bruder“ schritt ein: Die Herstellung von Modelleisenbahnen war der der DDR zugewiesene Bereich.

20260728_162704.jpg

Der Anhänger mit Kofferaufbau (Budamobil) wurde als Erster fertiggestellt; er erschien schon mit dem Tatra. Als Nächstes folgte der Rába, später dann die (Budamobil) Pritschenversion mit Plane. Schließlich kamen die Modelle von MAN und Roman hinzu. Der (namenlose) Rungenauflieger sowie der Tankauflieger waren das Ergebnis von Entwicklungsarbeiten in Leipzig.

@FB.
Ja, es gibt durchaus noch Spielraum für Varianten.
Im Maßstab 1:1 wiesen die Kühlergrills der frühen Rába LKW-s keine "Arme".
Außerdem:
Nicht jede Zugmaschine hatte erhabene Schriftzüge über dem Grill und an Seiten.

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Gruß: ThoR
 
Wobei das Fahrerhaus ja bekanntlich auch nicht von MAN stammte, sondern eine SAVIEM-Entwicklung war.
 
Der Tankauflieger, der mit den vorbildlosen Tatra-ähnlichen Fahrzeugen verkauft wurde, war, genau wie diese "Tatra", nur Kinderspielzeug ohne Vorbild.

Der mit dem Modell ausgelieferte Tanksattelzug zeigt einen vorbildhaften Tankauflieger, der allerdings nie für Deutrans oder Minol oder auch nur in der DDR zum Einsatz kam. Den gab es da noch gar nicht.

@Per
Die Roman waren ständig kaputt, RABA gab es in der DDR nicht, da waren die MAN einfach die logische Alternative.
Als die Roman zum Beispiel das STK Erfurt erreichten, wurde der Betrieb in Leinefelde zum Instandhaltungsbetrieb für den Bezirk Erfurt. Dort stand fast die gesamte Roman-Flotte des STK Erfurt sich die Reifen platt, weil sie auf Ersatzteile warteten. Dutzende Fahrzeuge wurden kanibalisiert um mit ihren Teilen andere Roman wieder zum Laufen zu bringen. Trotzdem kamen sie kaum zum Einsatz. Die Betriebe klammerten sich an ihre W50LA, denn die waren zuverlässig, auch wenn die Roman theoretisch viel bessere Leistungsdaten hatten. Die eigentlich moderneren Roman wurden wegen ihrer Unzuverlässigkeit von der Belegschaft gehasst. Trotz seiner geringeren Zuladung wurde der W50 geliebt, denn der kam mit seiner perfekten Gewichtsverteilung auch da durch, wo ein Roman längst die weiße Flagge schwingen musste. Man lästerte, dass man dem Roman nur vor die Hinterräder pinkeln muss, damit er sich festgräbt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Harka

Wie kommst du drauf, dass es den Tankauflieger nicht gegeben hat? Es ist ein Kässbohrer-Auflieger und unser vor kurzem verstorbener Kollege Vt18.16 hat das Maß in Ablaß beim VEB Obstsäfte Rötha aufgenommen. Die Zugmaschine war eine Mercedes Sattelzugmaschine mit Vorlaufachse (also ein 3achser). Das Maß hatte Kollege auch schon aufgenommen. Nur kam dann die Wende und Herr Krätzer bekam seine 1972 verstaatlichte Firma (VEB Modell-Konstrukt Leipzig) zurück. Für Spielwaren hatte er zu dem Zeitpunkt aber nichts übrig. So kam nie der Mercedes auf den TT-Markt.

Das Maß vom ROMAN hatte unser Kollege Vt18.16 vor seiner Haustür beim VEB Kraftverkehr Waldheim BT Oschatz aufgenommen. Die Zeichnungen von Vt18.16 sind der Hammer. Eine bessere Zuarbeit konnte es für den Modellkonstrukteur und dem Werkzeugmacher nicht geben. Auch vom Budamobil-Kofferauflieger hat er das Maß genommen. Beim Pritschenauflieger gab es Schützenhilfe von Budamobil direkt.

Wobei das Fahrerhaus ja bekanntlich auch nicht von MAN stammte, sondern eine SAVIEM-Entwicklung war.

Renault hatte sich 1947 von der LKW-Fertigung aus finanziellen Gründen verabschiedet. Anfang der 1950 sah es schon wieder anders aus. Man wollte wieder mitmischen, nur hatte man keine Fahrzeuge. So gründete man SAVIEM und kaufte andere Hersteller, wie Latil und Somua, auf.

Daraus entstand ein schöner Gemischtwarenladen, der aber ein großes Problem hatte. Man hatte kein eigenen Motoren. Speziell für die Schwerlast-LKW ging man auf die Suche nach einem Partner. Fündig wurde man in Kassel bei Henschel. Henschel war selbst auf der Suche nach einem Partner, um sein LKW-Programm nach "unten" abzurunden. So schloss man 1961 einen Vertrag, der 25 Jahre Gültigkeit haben solle. U.a. war ab 1965 eine gemeinsame Fertigungsreihe geplant. Die Beziehung scheiterte nach gerade mal zwei Jahren.

Ein neuer Partner war für SAVIEM recht schnell mit MAN gefunden. MAN lieferte Motoren, die den Schwerlast-LKW von SAVIEM, der noch von Somua stammte, wieder wettbewerbsfähig machte. Allerdings war das Fahrerhaus der Konkurrenz nicht mehr gewachsen.

So entwickelte man ein neues Fahrerhaus und holte von Anfang an MAN mit ins Boot. Da MAN für die "Pausbacke" auch Ersatz benötigte, kam es zur Zusammenarbeit in dieser Richtung. SAVIEM lieferte idie Fahrerhäuser an MAN (irgendwann nahm MAN auch die Produktion auf).

MAN präsentierte den MAN F7 im Herbst 1967. Der SAVIEM wurde erst im Frühjahr 1968 vorgestellt.

Neben Motoren lieferte MAN auch Hinterachsen für die neue Baureihe an SAVIEM sowie für den Hauber die kompletten Fahrerhäuser.

MAN rundete mit dem SAVIEM SG sein Portfolio nach unten ab. Im Gegenzug gab es für SAVIEM die Lizenz für das patentierte MAN-Einspritzverfahren.

1974/75 wurde SAVIEM vom französischen Staat gezwungen, den Konkurrenten Berliet zu übernehmen. Citroen und Berliet gehörten damals zu Michelin und standen kurz vor dem Bankrott. Fiat wollte beide kaufen, doch das passte dem französischen Staat nicht. So musste Peugeot Citroen übernehmen und Berliet wurde von SAVIEM/Renault übernommen.

Nun passte es nicht mehr, dass französische LKW mit deutschen Motoren ausgerüstet werden. 1978 endete die Zusammenarbeit zwischen SAVIEM und MAN. 1980 wurde die Marken Berliet und SAVIEM aufgegeben und die Nutzfahrzeuge unter Renault angeboten. Der Schwerlast-LKW von SAVIEM wurde eingestellt. Das frühere Konkurrenzmodell von Berliet durfte als Renault R weiterleben.

Bei ROMAN waren SAVIEM und MAN Konkurrenten. Beide Hersteller hatten sich an der 1967 gestarteten Ausschreibung der rumänischen Regierung neben Büssing, Mercedes-Benz und UNIC beteiligt.

Ursprünglich war auch MAN für das "Vierer-Club"-Fahrerhaus vorgesehen (ein MAN-Prototyp ist einer Folge von der Krimireihe "DER ALTE" zu sehen). Jedoch sprang MAN frühzeitig ab. Das Design ähnelt dem großem MAN F7/F8 - Fahrerhaus, da die Franzosen einen Großteil der Gestaltung übernahmen.
 
@Harka

Wie kommst du drauf, dass es den Tankauflieger nicht gegeben hat? Es ist ein Kässbohrer-Auflieger
Den nur aus zwei Teilen bestehen äußerst grobschlächtigen Tankauflieger würde ich nie als Modell von irgendetwas bezeichnen. Der Formenbau hat nicht mal ansatzweise das Niveau von Zeukes Jahrzehnte älteren Modellen und bestenfalls Kleinkinderspielzeugniveau. Die taugen nicht mal als Hintergrundmodelle und Aufschriften wie "Bitumen", "Milch" oder "Caprolactam" machen das nicht besser. Da einen Kässbohrer-Auflieger erkennen zu wollen finde ich bestenfalls albern.
 
@Harka

Der mit dem Modell ausgelieferte Tanksattelzug zeigt einen vorbildhaften Tankauflieger, der allerdings nie für Deutrans oder Minol oder auch nur in der DDR zum Einsatz kam. Den gab es da noch gar nicht.

Was hat du den hier verlinkt und geschrieben? Das ist das Modell des Kässbohrers, der in Rötha lief. Und auf genau den habe ich mich bezogen.
 
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