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Warnung vor Zombie-Onlineshops

Und der Bursche hat sich heute erst angemeldet.
In dem Fall war das Melanie :verweis: :)
Das Melden dieser Inserate direkt beim Veranstalter „Kleinanzeigen.de“ mag hilfreich sein,
Hilft aber zumindest, um "Ahnungslose" nicht reinlaufen zu lassen.
In dem Fall: 19:53 der letzte Kontakt > dann 19:57 Meldung > 21:31 Rückmeldung, daß User gesperrt ist.
Paypal-Konten inklusive ...
Ich hoffe ja, daß der Support von Kleinanzeigen das weiter gibt.
 
Da sollte zwar für die Behörden eine Bankverbindung ermittelbar sein, aber das geht wahrscheinlich als Kleinkram unter.
Leider ist auch eine Bankverbindung gar keine Gewähr für Sicherheit mehr.
Zum Beispiel über windige Portale (3000€ pro Woche bequem von daheim ...) werden Bankkonten angelegt, ohne dass den Personen in der Rolle Kontoinhaber das tatsächlich bewusst ist. Darüber laufen auch Bezahlungen aus Kleinanzeigen und der Abfluss, alles innerhalb weniger Tage. Die Banken sehen sich da hilflos, merken es erst und fragen beim Inhaber ab, wenn auf Konten viele hohe Zahlungen eintreffen, teils mit falschem Empfängernamen (ist auch erst seit kurzem Prüfkriterium).
Leider ist es kaum möglich, den Plattformbetreiber die Bank oder den echten Kontoinhaber in so einem Fall für Schäden haftbar zu machen. Und unsere Behörden sehen sich außerstande, überhaupt die eigentlichen Verursacher zu ermitteln.
Das Banksystem ist gar nicht auf so ein Vorgehen ausgelegt, siehe z.B. ebenfalls massenweiser Betrug Deutschlandticket unter Ausnutzung von verzögerten Lastschriftprüfungen.

Daniel
 
Kostet halt was und man müsste im Sinne der rechtschaffenden Menschen auch mal ein wenig vom hohen Ross des Datenschutzes herunter.
Vielleicht in x0 Jahren..., :dance:
 
Die Masche dieser Betrüger ist zu gefühlt 95% diese:

- relativ neuer Account, wie von tt-fan2015 beschrieben
- maximal drei Inserate in unterschiedlichen Kategorien, fast keine follower
- Bilder und Text von abgelaufenen eBay-Auktionen kopiert

Wobei es mittlerweile schwierig ist, mit der Google-Bildersuche die ursprüngliche Quelle zu finden.
Verm. sucht die KI nur noch ähnliche, die dem erkannten Gegenstand entsprechen.
Hilfreich ist es, mit Hilfe des Titels (oder Teilen davon) der entsprechenden Kleinanzeige bei eBay
zu suchen und da die Option „verkaufte Artikel“ zu wählen.
Dann Bilder und Text vergleichen und feststellen: dieser identische Artikel wurde ja schon vor zwei
Monaten für ein Mehrfaches verkauft.

Auch wird bei solchen Anzeigen nicht nur Paypal Freunde angeboten, sondern auf Nachfrage gern
auch mal Sofortüberweisung.
Woher weiß ich das? Ich fische solche Anzeigen, sagen wir mal aus sportlichen Gründen, raus.

Und letztlich sollte jedem klar sein, wenn z.B. eine BRAWA E95 für 135€ angeboten wird, dann
macht das keine ahnungslose Witwe, die die Sammlung ihres verblichenen Mannes verkloppt,
sondern ein Betrüger.
Und wie tt-fan2015 schrieb, Standort ist meist der Rand der Republik. Wobei ich ergänzen möchte,
meist der westliche, dünn mit TT-Bahnern besiedelte Rand (Erfahrungswert). Und wenn jemand
in einem. 300km vom TT-Kernland entfernten Ort, z.B. Hintertupfingen (Abholung scheidet also
für die meisten potentiellen Käufer aus), einen Mehano Tiger, einen Orden aus dem ersten Weltkrieg
und ein teures Schlagzeug zu Schleuderpreisen anbietet, dann sollten alle Alarmglocken angehen.

Das Melden dieser Inserate direkt beim Veranstalter „Kleinanzeigen.de“ mag hilfreich sein, es dauert
in der Regel mehrere Stunden bis der entsprechende Delinquent gesperrt wird. Da sind dann immer
schon ein paar Ahnungslose drauf reingefallen und einige Taler versenkt worden.
Du triffst mit der Beschreibung genau meine Erfahrungen und meine anschließende Vorgehensweise.

Auffällig ist eigentlich immer, dass sehr textaufwändige Beschreibungen für unterschiedliche, hochwertige Artikel innerhalb einer Minute hochgeladen werden und der Text aber jeweils einen komplett anderen Aufbau hat. Schon daran ist erkennbar, dass es sich um kopierte Beschreibungen handelt. Ich beobachte das sehr oft bei größeren Konvoluten, da hier der Gierfaktor natürlich noch größer ist...

Ebenfalls versuche auch ich gern mal, mit denen in Kontakt zu kommen, um vielleicht ein paar Daten zu fischen. Meistens wird dann der Kontakt abgebrochen und mir bleibt nur noch das "Melden" der Anzeige.
 


Haben beide im Footer "Kleopatra Markt" stehen. https://verbraucherschutz.de/fake-shops-kleopatra-markt/
 
Wobei ich mich immer frage, ob dieser quasi rechtsfreie Raum toleriert / hingenommen werden muss.
Jeder vergleicht normalerweise Preise und das ist nicht immer Geiz, wenn man plötzlich sieht, dass man sich etwas vielleicht doch leisten kann...
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Betrüger sitzen ja meistens nicht im Land - das Geld ist schnell transferiert, verfolgung durch die Organe schwer bis unmöglich. Das hat vor allem was mit Nationalismus zu tun.
 
"Rechtsfreier Raum" - Betrug bleibt Betrug, aber Delikte, die nicht verfolgt werden (können) erwecken den Anschein eines rechtsfreien Raumes, ähnlich auch bei Graffiti.

Das mit dem Nationalismus würde mich auch interessieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ganz einfach: jede internationale Strafverfolgung wird mit den Argumenten der Souveränität maximal erschwert: aufwändige Prozesse wie Rechtshilfeersuchen, Prüfung nach individuellem Recht. Da werden die Behörden häufig gar nicht erst aktiv "sitzt eh nicht in D". Was hat es gedauert bis die Polizei selbst innerhalb der EU über die Grenze hinaus verfolgen konnte. Wäre alles einfacher geworden wenn eine stärkere Integration (EU Verfassung) nicht abgelehnt worde wäre.

Das ist von mir sicher etwas überspitzt formuliert, aber vielleicht macht es die Idee klarer.

In dem Fall sitzen die Betreiber det Sops irgendwo wo sie von hier aus nicht greifbar sind, nur nicht in D.

Luchs
 
Gäbe es da nicht aber auch Wege der Kontrolle? Oder ist das nicht gewollt? (China-Vergleich)
 
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