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Um- und Abladen von Stammholz in den 80igern der DR

Hallo Andre,
soweit ich mich erinnern kann,wurde in den 80ern Stammholz auf 4 achsigen Niederbord,-bzw.Rungenwagen transportiert.Gattungsbezeichnung,glaub ich,war "res",hab da nicht so die Ahnung.Leider hab ich kein:foto:.Falls ich doch Eines finden sollte,reiche ich es nach.
 
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Die Frage ist ob überhaupt noch in großem Umfang Langholz transportiert wurde? Wenn, dann wurden dafür sicher Res genommen. Aber in der Regel wurden die Stämme in "handlichere" Stücken geschnitten. Denn Langholz wurde ja früher gebraucht um Balken aus Vollholz zu fertigen. Heute ist das in der Regel durch Stahl ersetzt, oder man nutzt Verbundwerkstoffe, bzw. gefügtes oder geleimtes Holz.

Zum Transport aus dem Wald wurden Kfz eingesetzt (im schwierigen Gelände auch noch Pferde). Wenn man damit an der Straße war, gab es zB auch W50 Langholztransporter.

@railfan: dann solltest du das Bild entfernen, da du kein Recht zur Veröffentlichung besitzt.
 
@Grischan: guckst Du PN:kuxtu:

Edit:Hat sich erledigt,hab's selber hingekriegt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Frage ist ob überhaupt noch in großem Umfang Langholz transportiert wurde? [...] Denn Langholz wurde ja früher gebraucht um Balken aus Vollholz zu fertigen. Heute ist das in der Regel durch Stahl ersetzt, oder man nutzt Verbundwerkstoffe, bzw. gefügtes oder geleimtes Holz.

Ok, das ist sicher ein Argument und Res hab ich ohnehin einige. Bleibt die Frage, ob es allein forstwirtschaftliche Anschlüsse gegeben hat.

mfg André
 
Ok, das ist sicher ein Argument und Res hab ich ohnehin einige. Bleibt die Frage, ob es allein forstwirtschaftliche Anschlüsse gegeben hat.

Nicht nur Res, auch Rs (die ohne Bordwände) wurden verwendet. Aber diese waren die Minderheit, die meisten Hölzer wurden mit K(b)s versendet, nur nach Schweden mußte man die Stämme in Os der SJ verladen.

Zum Thema Anschlüsse: Klar hatten einige Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebe bzw. Militärforstwirtschaftsbetriebe eigene Anschlüsse, nur beschränkte sich das auf kurze Anschlußgleise. Der überwiegende Holzumschlag wurde jedoch auf Ladestraßen gemacht.

Hauptlok
 
Ich weiß, es geht hier nur um die Holzverladung bei der DR in den 80iger Jahren, aber vielleicht ist es für Reichsbahnfans interessant, dass private Unternehmen auch 2007 hier im Westen nach Kyrill noch Reichsbahnloks eingesetzt haben. Zum Beispiel hier: http://www.sauerlandbahnen.de/archiv/bgs-kyr-3.htm
Auf jeden Fall ein farbenfrohes Bild. Natürlich nur für die geschmähten Buntbahner.

Wolfgang
 
Ist zwar kein Langholz, aber: Mein Vater hatte beim STK Erfurt häufig an den Wochenenden Bereitschaft um Rohre bei der Bahn ab- und umzuladen. Da wurde praktisch alles genutzt, was greifbar war. Dazu gehörten nach seinen Berichten auch Reichsbahnbagger, an deren Schaufel man Stahlseile gebunden hatte und in einem Fall ein auf speziellen verlegten Gleisen fahrbarer 100-Tonnen-Turmdrehkran der eigentlich neben der Bahn einen Wohnblock bauen sollte! Der wurde an dem Wochenende nicht gebraucht und zum Abladen der Rohre missbraucht. Ich habe keine Ahnung, wo sie den Kranführer dafür aufgetrieben haben und was der schönes als Entschädigung bekam. Vermutlich eine Hollywood-Schaukel oder ähnliches aus der illegalen Konsumgüterproduktion des STK (Tatbestand ist verjährt).
 
...ein farbenfrohes Bild. Natürlich nur für die geschmähten Buntbahner.

Wolfgang

...verstehe ich nicht ganz:wiejetzt:.Die "bunte Bahn" mag ich auch,nur eben die "einheitsrote" nicht.Und auf der Anlage lebt halt "die gute alte Zeit" weiter:fasziniert:.
Ich habe übrigens etliche Freunde,die auch Modell-Bundesbahner sind.
 
...verstehe ich nicht ganz....

Hallo,

das sollte auch nur ein kleiner ironischer Seitenhieb an die Adresse der Puristen sein, für die die Epoche III das Maß aller Dinge ist. Obwohl noch in Epoche IIIa geboren, finde ich nämlich die Jetztzeit mit den Privatbahnen durchaus interessant. Und wenn dann noch Altfahrzeuge neben modernsten Loks eingesetzt werden, dann ist meiner Meinung nach direkt faszinierend.

Wolfgang
 
Hat JANO, nicht jetzt so eine Zange für den Bagger im Angebot?

Edit: Ja, einen Zinkengreifer als Bausatz, Artikel-Nummer: 130

Geht der auch?


Soweit ich weiß und es mir bekannt ist wurde der Zinkengreifer bevorzugt
für das Verladen von Mist an den Ställen oder Feldern verwendet.

Für das Verladen von Stämmen braucht man einen anderen Greifer der
eine Art Zange ist.
Ich hab mir da aus der normalen Schaufel von Jano so eine Zange gebaut.

Bilder siehst Du hier oder auch hier und hier Ich hab mit einem kleiner Fräser genau an den angedeuteten Metallgurten der Schaufel das Material abgetrennt und ausgefräßt. Die Schaufel/Zange mittels einer Feile etwas dünner gefeilt und das ganze farblich behandelt.

Tschau Rico
 
Wenn an dem Thema noch Interesse besteht, kann ich meinen Vater mal fragen was er dazu weiß. Als gelernter Forstfacharbeiter hat er nach der Lehre zwar nur kurz gearbeitet. Aber nach dem sie ihn in den 90ern auf seiner El-2 nicht mehr gebraucht haben, hat er ne "Brigade" in der Tagebaurekultivierung geleitet, schwere Technik inklusive.
Und dem Wald verbunden war er immer.
 
Na, dann können wir ja in Kömo eine Holzverladungsdiskussionsrunde bilden. Bis sich die ungeschälten Balken biegen...
Das mit der Baggerschaufel am T174 hab ich auch noch vor mir.:fasziniert:
Zum Holz schälen aus meiner Ferienforstarbeitserfahrung ('81-'85): Es wurde nur geschält, wenn der Borkenkäfer mit starker Vermehrung drohte, wir hatten damals nur Schäleisen und zum Wenden Rückeketten. Also Handarbeit. Vielfach fiel die Rinde aber auch von selbst ab.
Langholz wurde m.E. mit Winden oder Pferden zum nächsten W50-Haltepunkt befördert (Russen, Steyr und Valmet kamen erst später), geladen und gesichert wurde mit den fahrzeugeigenen Seilspills, nicht nur bei den Langholzlastern, auch bei den 2,40m-Stammtransportern.
Bilder habe ich keine, nur die "inneren" wurden voriges Jahr durch einen DDRenen Obereichelhäher (in Uniform 7 Eicheln und nur einen Stamm...):wiejetzt: aus denselben Interessengründen aufgefrischt.

Dann bis in 4 Wochen (oh, jetzt habe ich mich verraten...):boeller:
Der Tunnelmatthias
 
Hier die erste Antwort von Vaddern:
In den 80 Jahren wurde das Holz nur noch selten mit Pferden aus dem Wald geholt (dort wo noch teilweise Bäume standen.) Das meiste Holz wurde im Kahlschlag geerntet, also im Fischgrätenmuster gefällt und dann mit dem Valmet, einem schwedischen Rücketraktor auf Polder gezogen und von dort mit dem Langholz W 50 ins Sägewerk gefahren. Die ausgehaltenen Stämme waren meist nicht länger als 15 m. 30m lange gab es nicht mehr, die wurden nach dem 2. WK als Reparation verkauft. So langes Holz konnte die Industrie auch nicht verarbeiten, Sägeholz war meist nicht länger als 6-8 m. Bei der Bestandspflege kamen kleine Mini-Traktoren wie Zetor oder Belloruss zum Einsatz die fuhren um die Bäume rum. Wenn Stangenholz gemacht wurde waren es die Forstarbeiter die es aus dem Wald an den Weg getragen haben. Das gleiche galt für Schichtholz Meter oder 2 Meter stücken. Wenn ich die Zeit finde suche ich Dir mal ein paar Fotos raus die ich da noch habe.

Naja, das ist doch schon mal ne Ansage. Auf die Bilder bin ich gespannt.
 
Bei meinen Großeltern im Erzgebirge wurde das Holz im Wald mit Pferden und Rücktraktoren von den Hängen geholt. Der Abtransport erfolgte per LKW. Nach der Vollrodung wurden die Stubben gesprengt. Das Astwerk blieb in Reihen am Hang liegen. Anschließend erfolgte die Aufforstung. Allerdings waren die Birken anfangs schneller, so das diese gestutzt werden mussten.
Interessant war, das der in den 1980ern gerodete Wald Anfang des 20ten Jahrhunderts nicht als Fichtenmonokultur, sondern als Mischwald (Fichten, Buchen, Lärchen) angelegt wurde. Das war zur Kinddheitszeit meines Großvaters (Jahrgang 1912).
 
Ja Pferde wurden ja meist in schwierigem Gelände genutzt, Gebirge passt da. Das Vollroden passierte nach einer strengen Technologie. Die Bäume wurden im Fischgrätmuster umgelegt und entästet. Die Äste wurden dabei dazwischen (Mittelgräte) zu den von dir genannten Reihen aufgehäuft.

Das zu DDR-Zeiten nur Kiefer aufgeforstet wurde ist aber ein hartnäckiges Gerücht. Ich habe selbst immer wieder in meiner Schulzeit mit dem Aufforsten Taschengeld verdient. Natürlich auf dem Lausitzer Sandboden oft Nadelbäume. Aber wir haben auch oft genug Laubwald gepflanzt. Besonders nett war ein Aufforsteinsatz in der Studentenzeit an der hohen Liebe im Elbsandsteingebirge. Den 45°-Hang ein paar mal rauf und runter gehirscht, da war man abends völlig platt!

Ich hatte auch mal überlegt eine Vollrodung auf einem Modul nachzubauen. Aber dafür reichen die 20cm neben dem Gleis nicht. Jetzt wirds ne Schulklasse beim Aufforsten ;D
 
Neuaufforstungen

Im Erzgebirge wahren es meist Fichten, in den durch die böhmischen Abgase entwaldeten Kammlagen experimerntierte man mit rauchgasresistenten Duglasien und anderen nadeligen Exoten. Vor dem Garten meiner Eltern in Schwerin wurden auf die Trasse der Verlegten B321 Lärchen gepflanzt. (Eigendlich nur in den Sand geseckt.)
 
Da der Einsatz des W50 Langholztransporters im schweren Gelande nicht so erfolgreich wahr würde auf Basis des KrAZ 255 B(allradgetrieben) Langholztransporter eingeführt. Dabei erhöhte sich die Nutzlast erheblich.

De Stralsunner
 
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