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Großer Kran für den Hafen

Machen wir mal heute einen Ausflug in die Hansestadt Stade.

Stade erhielt 1209 das Stadtrecht und entwickelte sich florierenden Handelszentrum in der Zeit der Hanse. Stade hatte den wichtigsten Hafen zwischen Hamburg und Cuxhaven. Zusätzlich kreuzten sich landseitig zwei Handelswege. Im heutigen Hansehafen steht ein Holzdrehkran, der 1977 nach einem Vorbild von 1661 neu errichtet wurde. Aber das soll heute nicht Thema sein.

1881 erhielt Stade seinen Eisenbahnanschluss (heutige Bahnstrecke Hamburg - Cuxhaven) durch die Unterelbische Eisenbahngesellschaft (am 1.4.1890 vom Preußen gekauft). In Stade wurde in dieser Zeit ein neuer Hafen (der heutige Stadthafen) gebaut. Er bot auch Platz für neue Industrie. So siedelte sich dort die Holzhandlung J.H. Hagenah-Borcholte an, die 1850 gegründet wurde. Zur Holzhandlung gehörte auch ein Sägewerk und das Holz (Stammware) wurde bereits aus Schweden importiert. 1912 kaufte man sich einen Elektrodrehkran vom Eisenwerk Nagel & Kaemp aus Hamburg. 1934 wurde der Kranhersteller in Kampnagel umbenannt. Mit Aufkommen der Containerschifffahrt gibt die Nachfrage nach herkömmlichen Hafenkränen zurück. Containerbrücken hatte man nicht, so dass man sich unter dem Dach der DEMAG AG noch bis 1981 durchhalten konnte.

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Der Kran von 1912 wurde voll funktionsfähig restauriert.

1899 wurde die Kehdinger Kreisbahn eröffnet. Das eine 50 km lange Schmalspurbahn mit 1.000 mm, die Stade mit Orten an der Elbe zwischen Elbe-Nebenflüssen Schwinge und Oste verband. Erfolgreich war die Bahn nicht. 1936 wurde die Bahn eingestellt. Erhalten blieb der Hafenanschluss in Stade. Dieser war dreigleisig für Normal- und Schmalspur ausgelegt.

Bis 1927 wurden die Schiffe überwiegend noch mit Winden und schiffseigenen Ladebaum gelöscht. Das war zeitaufwendig und uneffektiv. So kaufte man einen schienengebundenen Elektro-Hafenkran bei der BAMAG-MEGUIN AG in Berlin. Im gleichen Jahr wurde das Berliner Unternehmen von der Berliner Julius Pintsch AG übernommen. Dieses Unternehmen hatte ein Werk in Fürstenwalde (zu DDR-Zeiten u.a. VEB Gaselan)und war der führende Hersteller von Leuchttürmen und Seezeichen. (aus dem Grund steht heute ein Unterfeuer in Fürstenwalde, dass zwischen 1910 und 1983 seinen Dienst zwischen Hiddensee und Barhöft verrichtete).

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Doch zurück zum Kran in Stade. Der kran ist ca. 16 m hoch und kann 2,5 t heben. 1957 musste der Kran an seiner heutigen Position festgesetzt werden. Die Kaie war marode, so dass der Kran nicht mehr hin und her fahren konnte. Zur Unterstützung bekam er einen gummibereiften Kollegen.

Nur wurden die Schiffe auch wieder größter. So entschied man sich direkt an der Elbe einen neuen Hafen zu bauen. 1973 wurde dieser eröffnet. Und im heutigen Stadthafen wurden immer weniger Schiffe abgefertigt. In den 1980er Jahren wurde der Betrieb eingestellt und eigentlich sollte der alte Kran weg. Zum Glück kam es anders.

Und ganz tot ist der Hafen noch nicht. Ca. alle 14 Tage bringt das kleine Tankmotorschiff KATHI der Firma Hans Rinck Heizöl aus Hamburg nach Stade. Die Firma wird den meisten nichts sagen. Wenn ich aber ANNIKA und Kühlungsborn schreibe, dann wird bei einigen ein Licht aufgehen. Im Herbst 2024 havarierte das Tankmotorschiff vor Kühlungsborn. Der Schaden am Schiff und zum Glück nicht an Mensch und Natur war enorm. Erst letztes Wochenende hat sie als ersten Job nach der Havarie die AIDADIVA in Waremünde mit neuen Brennstoff versorgt. Die ANNIKA passt allerdings nicht in den Stader Stadthafen.

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So ein kleines Tanklager passt auch gut auf die Modellbahn. Die Alu-Tanks sind bereits über 50 Jahre alt.

Heute ist der Hafen auch Heimathafen für Museumsschiffe. Das Küstenmotorschiff (Kümo) GREUNDIEK war eines der ersten deutschen Schiffe in Vollscheißbauweise und lief 1950 in Bremerhaven vom Stapel. Nach Jahren in Fahrt wurde es ab 1986 als Ausbildungsschiff für angehende Schiffsmechaniker genutzt. Ein paar Jahre später wurde in Ausbildung von Stade nach Hamburg verlegt und das Schiff an einen Stader Verein verkauft. Alte Seebären machten den Kahn wieder flott und bieten heute mit dem Kümo Fahrten z.B. auf der Elbe und den NOK an.

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Ursprünglich war das Kümo mal nur 33 m lang. Bereits 1951 kam es zu einer schweren Kollision mit einem anderen Schiff. Nach Bergung des Havaristen wurde es repariert und um 13 m verlängert.

In Privatbesitz befindet sich der Motorewer DORA VON STADE aus dem Jahr 1902. Der Schiffseigner hat das Schiff mit viel liebe zum Detail restauriert. Die letzten Arbeitsjahre musste das Schiff als Rammschute um Wasserbau verbringen.

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Die Stadtwerke Stade als Betreiber des Hafens hatten von 1952 bis 1963 eine eigene DWK-Rangierlok auf den Hafenbahn mit den angrenzenden Industrieanschlüssen im Einsatz:

 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist der große Kran von 1927. Dieser konnte sie so ca. 250 m bewegen. Wenn @BR53 0001 den kleinen Kran von 1927 meint, dann wird es schon wird es schwieriger Informationen (im Netz) zu finden.

Das Ostufer wurde bis 2009 komplett neu bebaut. Davor soll es Jahrzehnte mehr oder weniger eine Industriebrache gewesen. Die Werft auf östlichen Seite hatte z.B. schon 1976 Konkurs angemeldet und den Betrieb eingestellt. Der Kran wurde 2011 restauriert.
 
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