Ob der weiße Querbalken nur bei
Wagen mit der AMK angebracht wurde...entzieht sich erfolgreich meinem Wissen.
Die Versuche in Schlauroth mit der AMK basieren auf der im Waggonbau Bautzen entwickelten Kupplung. Es gab damals folgende Fach-Veröffentlichung (1962):
Anlässlich der Generalversammlung der UIC (Internationaler Eisenbahnverband) vom 27. bis 29. November 1961 in Paris fand gleichzeitig die Vorführung und Begutachtung verschiedener entwickelter Kupplungssystem statt, die für geplante Einführung der automatischen Mittelpuffer-kupplung zur Auswahl stehen.
Vertreten war auch die automatische Mittelpufferkupplung aus dem Waggonbau Bautzen, die im Auftrage der DR entwickelten wurde.
Der Versuchszug aus Bautzen bestand aus drei Wagen vom Typ SSIa und zwei Wagen vom Typ OOr. In den SSIa-Wagen wurden jeweils ein paar als ZUG-DRUCKkupplung ohne Seitenpuffer und ein paar als reine Zug-Kupplung mit Seitenpuffer eingebaut. Die beiden OOr-Wagen waren mit einer SA-3 verbunden. Die Wagen wurde mitgeführt um die Kuppelbarkeit der Bautzener Kupplung mit der SA-3 Kupplung zu demonstrieren. Die Vorführung fand am 27. November am
Bahnhof Montparnasse in Paris statt.
Das Interesse an der Kupplung aus dem Waggonbau Bautzen war groß und die Kuppelversuche verliefen zufriedenstellend. Bedingung für die europäische Kupplung ist die Kuppelbarkeit mit der sowjetischen SA-3. Diese Bedingung erfüllen außer der Kupplung vom Waggonbau Bautzen nur der Typ Willison und die Varianten der Knorr-Kupplung.
Johannes