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Von Kleinklöten nach Großbommeln

Die Mutter Courage von Großbommeln will es lieber gar nicht sehen und schiebt rasch ihren Karren an dem ehemaligen Wohnhaus Nr. 1 von Mamos vorbei. Wie kann man ein Gebäude derart verkommen lassen! Dabei sah es letztens noch so freundlich aus mit seinem gelben Feinputz und den eleganten weißen Faschen im Obergeschoß. Und plötzlich? – Staub, Ruß und Schmutz bis hinauf zur Gaube. Trude Nabenfett kann es gar nicht fassen. Und da oben soll tatsächlich das feine, unbescholtene Fräulein Proppé hausen? Beschämend, so ein Schandfleck ausgerechnet in der Bahnhofstraße.

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Ach so: Danke an alle für die Hinweise zur professionellen Mattierung eines kaum zigarettenschachtelgroßen Plastedachs. Der technische Aufwand überfordert mich leider, weshalb ich vorsichtshalber bei einer Spezialfirma angefragt habe, die Brückenbauwerke entrostet. ;)
 
bei einer Spezialfirma angefragt habe, die Brückenbauwerke entrostet. ;)
Ich hoffe, es handelt sich um Modellbrückenbauwerke.
Mit einer 'richtigen' Anlage besteht die Gefahr, daß Dein aufwendig geschaffenes Kunstwerk in Sekundenbruchteilen vaporisiert wird...
 
Weiße oder braune Fensterrahmen? – Welch‘ große Frage! Braun, warnte meine innere Stimme, wird das heruntergekommene Haus noch düsterer aussehen lassen. – Halt die Klappe, gebot ich der inneren Stimme zu schweigen, du hast ja keine Ahnung! Im Gegenteil, braune Rahmen werden die Fassade heller erscheinen lassen. – Trude Nabenfett sei meine Zeugin, daß ich recht hatte!

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Damit das Haus nicht noch weiter verkommt, benötigte es dringend eine intakte Dachentwässerung. Darum habe ich schleunigst Fallrohre angebracht. Sie bestehen wiederum aus Auhagen-Material, das ich entsprechend eingekürzt habe. Die Kniestücke habe ich vorsichtig neu gebogen. Wie üblich erfolgte die Montage mittels mehrerer Schellen aus Lackdraht: drei für die beiden langen Fallrohre, zwei für das kurze an der Gaube. Vor dem Anbringen mußte ich das Mittelgesims durchbrechen. Heutzutage würde man das Fallrohr um das Gesims herumführen, damals löste man das Problem aber auf diese Weise.

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Kaum zu glauben, aber es ist mir tatsächlich gelungen, den Umbau des Wohnhauses Nr. 1 von Mamos abzuschließen.

Zunächst habe ich noch die beiden Giebelfenster zugemauert. Konkret ist das eine Baugruppe, die sich wie ein Fenstereinsatz herausnehmen und bei Bedarf gegen zwei Fenster tauschen läßt. Das hängt von dem angereihten Nachbarhaus ab. Bei niedrigem Dach könnten die Fenster auch offen sein und mehr Licht in die Kammer von Fräulein Proppé bringen; wenn ein Giebel sie nur halb verdeckt, wäre die Vermauerung die Methode der Wahl.

Ferner habe ich Dachrinnen und Fallrohre mit einer altersgerechten Patina versehen und die Sohlbänke mit angelaufenem Zinkblech belegt. Auch den Sockel des Hauses habe ich farblich nachbehandelt. Ganz zuletzt waren die Kassetten der dunkelbraunen Haustüren mit Siena-Rot abzusetzen – eine an der Wende zum 20. Jahrhundert häufige Farbkombination für Türen und Tore. Und damit sei dieses Kapitel beendet – ich danke für die Aufmerksamkeit.

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Ach so, bevor der scharfsinnige @TTPoldij ihr Fehlen bemängelt: Die Türdrücker werden in Serie für alle noch fertigzustellenden Häuser hergestellt und erst dann montiert.
 
Bevor sich ungeachtet der Tatsache, daß der zeitliche Orientierungsrahmen meiner Gebäudeumbauten die beginnenden 1930er Jahre sind, nun eine lange Debatte um heutige Forderungen von Sachversicherungen sowie moderne Schließ- und Sicherheitstechnik entspinnt, verlasse ich das Thema "Umbau von Häusern" lieber für ein Weilchen und wende mich zunächst wieder anderen Pausensnacks zu.

Abschiedsweise noch ein hübscher Vergleich zwischen dem Mamos-Wohnhaus Nr. 1, wie es bis zum 12. Juni jahrzehntelang aussah, und seinem heutigen Zustand. Einige Details lassen sich trotz aller Umbauten immer noch erstaunlich gut wiedererkennen.

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Mamos hat wirklich wunderschöne Häuser entworfen und gebaut.
Dieses kannte ich noch garnicht.

Um Himmels willen, welcher verfluchte Frosch hat jetzt dieses Dornröschen wachgequakt?! Da müssen Majestät aber schon recht tief geschlummert haben, wenn ihrem unvergleichlichen Scharfsinn entging, daß dieser für TT zu große Hohlkörper mit dem unförmigen Giebel und den viel zu wuchtigen Gesimsen und Gefachen seit über 50 Jahren auf jeder zweiten TT-Anlage und mindestens ebensovielen H0-Modellbahnen steht.
 
Ich sehe es genauso, aus wirklich alten Krempel ( und ja, ich hatte die Hütten auch ) noch etwas wirklich gutes herausgeholt. Wenn ich die Dinger neben einen Maßstäblichen Bahnhof Stelle sieht das echt finster aus. Wird Zeit für wirklich maßstäbliche Kleinstadt Gebäude. So lange bleibt halt nur Selbstbau und den Ansporn dafür finde ich hier👍🏻
 
Der Vorteil des Umbaus ist die trotz gleicher Basis völlig andere Optik. Das macht Auhagen zwar auch, aber mit deutlich mehr Ähnlichkeiten untereinander. Allerdings ist der Aufwand auch deutlich höher als Nr 1 und Nr 2 zusammenzubauen.
 
Der Vorteil des Umbaus ist die trotz gleicher Basis völlig andere Optik. Das macht Auhagen zwar auch, aber mit deutlich mehr Ähnlichkeiten untereinander.

Es ist das Prinzip Helene Fischer: Immer der gleiche Diskofox, dasselbe Gestampfe, gnadenlos durch die Nacht, bloß mit neu durchgeschüttelten Textbausteinen und neuem Fummel. :) Verkauft sich aber gut.
 
Du magst doch das Fummeln... gnadenlos in der NachTT. ;-)
Wie wäre es wenn du Helene Fischer in deine dörfliche Gemeinschaft aufnimmst.
Wenn ich mich recht erinnere, hast du dereinst einen kleinen Kahn auf einem Flachwagen zur Laderampe speditiert.
Du hast doch sicher irgendwo einen kleines Gewässer im Hinterland zwischen Großlöten und Kleinfummeln wo Helene die Fischerin ihre Netze auswirft und einige einst versunkene Kisten mit Flaschen voller Kadarka aus dem Klosterbrudersee zieht.
 
Du bist magic albern, Freak! Aber im Prinzip hast Du recht. In Kleinklöten und Großbommeln finden sich bereits einige altmodische Frauennamen – Ernestine und Magdalene Drake, Hermine Brüning, Trude Nabenfett –, in diese Reihe paßt auch eine Helene Fischer. Trude Nabenfett wünscht sich bekanntlich einen Fischladen für Großbommeln, dazu würde der Name passen, wenn ich dereinst ("dereinst" ist Zukunft, "einst" ist Vergangenheit) einen solchen einrichte. Noch fehlt ja ein Dutzend Häuser, und so ein Wohnungsbauprogramm braucht seine Zeit. Warten wir's ab.
 
Da müssen Majestät aber schon recht tief geschlummert haben, wenn ihrem unvergleichlichen Scharfsinn entging, daß dieser für TT zu große Hohlkörper mit dem unförmigen Giebel und den viel zu wuchtigen Gesimsen und Gefachen seit über 50 Jahren auf jeder zweiten TT-Anlage und mindestens ebensovielen H0-Modellbahnen steht.
Du glaubst also, das Deine Vorstellungen und Dein Geschmack das Maß der Dinge sind.
Na denn. Wann wirst Du wachgeküßt?
 
Lieber Wolfgang, ich bitte Dich inständig Deine Kommentare in diesem Beitragsbaum zu unterlassen. Dass Du eine permanente Ablehnung und Abneigung wiederholt präsentierst ist nicht notwendig...

Nimm Deine verbale Brandfackel und renne durch Deinen eigenen Basteltreat.

Herzlichst grüßend
André
 
Die Helene gibt doch höchstens 'den Fischer sin Fru' (Grimms Märchen, plattdütsch):

Mantje, Mantje timpetee, Buttje, Buttje inne See,
Mine Fru, de Ilsebill (möglicher zweiter Vorname der Helene :happy: ), will nich so, as ick wo will...
:bia:
 
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