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Zugkraft von Loks

Steht schon so im Ursprungsthema:
Umlenkrolle und Gewicht dran, ganz klassisch. Geht auch bei Steigungen.
Die Umrechnung in Wagen/Achsen muss jeder selbst vornehmen; entsprechend der (Roll)Eigenschaften der eigenen Wagen. Das ist zumindest einfacher, als aus unbekannten Wagen auf meine eigenen zu schließen. Erst recht, wenn die genutzten Wagen extrem leicht rollen.
 
Hier ist eine Fischwaage, die es gestattet, zu einem akzeptablen Preis in 5g-Schritten zu messen. Besser geht's nicht zu erschwinglichen Preisen. Vergleichen lässt sich's nur so, dass man die projektierte Steigungskurve aufbaut, die Wagen draufstellt und dann die nötige Kraft bestimmt. Hat den Vorteil, dass es einen etwas höheren Wert als für die rollende Fuhre anzeigt und damit eine Reserve bietet fürs Anfahren aus dem Stand, falls nötig.
 
Es wurde von Tomas bemängelt, dass eine Messung zu wenig praxisnah wäre. In einen Augen braucht es eine standardisierte Messung (egal wie sie konkret aussieht) und ergänzend ein paar Lasttests mit typischen Zügen auf einer Heimanlage (inkl. Neigungsangaben). Die Lasttests müssen auch nicht mit jeder Lok gemacht werden. Sie dienen nur der Veranschaulichung, welche Züge welcher Kraft entsprechen. Ob es dann beim Modellbahner zuhause ein Wagen mehr oder weniger ist, macht den Kohl nicht fett und sorgt bestimmt auch nicht für Unruhe.

Gruss, iwii
 
ich habe mir einen "Gewichtswagen" für's Gleis gebaut, in den ich Gewichte div. Art einlegen kann, der dann auf einer kleinen Digitalwaage ausgemessen werden kann.
Wagen wird solange beladen, bis Lok nicht mehr fährt=Räder drehen durch, dann runter nehmen und wiegen/messen;
hat sich bewährt, und ohne großen Bau- o. Installationsaufwand für irgendwelche Waagen- o. Rollensysteme;

mfg
fp
 
Knechtls Vorgehen hat den Vorteil, dass man keine Vorrichtung braucht, um genau den Punkt des Übergangs von Haft- in Gleitreibung (Zugkraftkippunkt) bei verschiedenen Motordrehzahlen (Geschwindigkeiten) zu messen. Auf gerader Strecke und mit einem leicht rollenden Wagen erreicht man eine ausreichend genaue Messung, wenn man die Lok über die Waage ankuppelt. Ein Wiegen der Lastgewichte ist da nicht nötig.
 
Zur Steigung : Interessant. Zum Thema: Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich bleibe dabei, dass 3% eine angemessene Vorgabe für die Hersteller wären. Aber bei welcher Last?
 
Ich bleibe dabei, dass 3% eine angemessene Vorgabe für die Hersteller wären. Aber bei welcher Last?
Wie im 91er Thread schon gesagt, wäre meine Zielgröße ein Meter Gesamtlänge bei ca. 2%, dann läuft die Lok mit 60-80cm auch bei 3% zuverlässig. Das wären dann z.B. 1 Packwagen + 3 Donnerbüchsen + 2 Güterwagen. Damit lässt sich dann schon vorbildnah und abwechslungsreich spielen.

Gruss, iwii
 
nnn-
wenn man die Lok über die Waage ankuppelt
die meisten Handwaagen sind für Kilogramm und nicht (Milli-)Gramm ausgelegt;
schon Ankuppeln bedeutet erheblichen Bastel-/Bauaufwand, und Waage mit Hand halten ist Unsinn;
da bleib ich bei meinem Wagen+Gewichte und Messung auf der Digitalwaage,
mach heut abend mal Bilder;

mfg
fp
 
Es wurde von Tomas bemängelt, dass eine Messung zu wenig praxisnah wäre.
Sie ist aber vergleichbarer als unterschiedlich leicht oder schwer rollende Wagen. Sonst muss bei jeder Messung der Kalibrierwert zu SI-Einheiten genannt werden, denn nicht jeder hat die selben Musterwagen zu Hause.
 
Angebot meinerseits

Die Methode mit dem Wagen gefällt mir sehr gut. Das kann jeder ohne großen Aufwand umsetzen und mitmachen. Ich würde die Tage ein kleines Onlinetool programmieren, wo man nach diversen Kriterien die Zugkraft vergleichen kann oder nach bestimmten Loks oder Eigenschaften (z.B. Achsfolge) suchen kann. Ich würde mich zum Koordinieren der Daten bereit erklären. Vielleicht gäbe es später auch mal die Möglichkeit, die Daten selbst zu pflegen. Wenn ein Modell mehrfach eingereicht wird, würde ich eine Range oder/und einen Durchschnittswert ausgeben lassen. Das verringert gleichzeitig Messfehler.

Vorschlag Messmethode

- auf dem ersten Blick würde ich den 6achsigen Schwerlastwagen von Tillig vorschlagen - z. B. TILLIG Modellbahnen | 502805 - läuft leicht, 6 Achsen verteilen die Kraft, plane Auflagefläche, stabil
- ich würde soviel Gewicht laden, solange die Lok den Wagen in Bewegung setzen kann (wir suchen das Gewicht, das die Lok gerade noch so bewegen kann)
- wiegen von Wagen und Gewichten (verringert die Fehleranfälligkeit)
- waagerechte und gerade "Messstrecke"

Wichtig

Das Ganze soll keine vollwertige Modelldatenbank werden, sondern erst mal nur diesen einen konkreten Zweck erfüllen.


Weitere Vorschläge und Anmerkungen sind willkommen.


Gruss, iwii
 
Ein zweiter Wert in festgelegter Steigung wäre dafür sehr hilfreich.
Grundsätzlich kann man die Steigung mit erfassen und als Filter nutzen. Problem ist an der Stelle ist die Reproduzierbarkeit und Messfehler bei der Steigung. Die wenigsten Anlagen werden auf den Punkt exakte Steigungen haben. Solche Werte wären dann in jedem Fall mit Vorsicht zu genießen. Machbar ist es aber.

Gruss, iwii
 
Schade, wenn man nicht auf die technischen Daten des verlinkten Teils achtet, das was ich meine hat 5g Auflösung. Die Abmessungen sind mit BxL von 80x140 natürlich schon etwas groß, aber als Testaufbau durchaus machbar. So gesehen ist es wahrscheinlich mit dem wenigsten Aufwand verbunden, die im Video gezeigte Umlenkrolle an der Tischkante zu platzieren und die Lok bekannte Gewichte hochziehen zu lassen. Meiner Meinung nach ist das Gewicht des noch gerade so gezogenen Wagens für die Übertragung auf andere Zuggarnituren wenig brauchbar, weil sie nichts über die tatsächliche Zugkraft ( siehe Zug auf der Steigung in der Kurve ) aussagt.
 
Hat damals ein Gerlach im Modelleisenbahnhandbuch nicht schon mal ähnliches versucht? Sogar , glaub ich , mit Formeln für Berechnungen in Steigung und Bogen. Muss mal nachschauen.
 
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