Habe heute bei der
Großen historischen Modellbahnausstellung, veranstaltet durch das cmt (christliches Modellbahnteam e.V.) im Gemeindehaus Mater Dolorosa in Berlin-Lankwitz besucht. Anbei ein paar Eindrücke. Die Informationen, die ich von den jeweiligen Anlagenbetreibern bekam, waren so zahlreich, dass ich die Hälfte schon wieder vergessen habe, aber ich versuche trotzdem, ein bisschen zu kommentieren.
Den Anfang mache ich mit TT. Entsprechende Ausstellungsstücke waren ein bisschen unterrepräsentiert, es gab jedoch ein wenig Herr, ein wenig Zeuke, etwas Rokal und BTTB. Den Doppelstock-Gliederzug, besonders in dieser Farbgebung, konnte ich nicht recht einordnen. Highlight war an dieser Stelle für mich das Zeuke-Hochhaus. (Wer sehen will, was daraus nach der Wende wurde, kann sich das
hier in einem Architekturforum ansehen.)




Sehr spannend fand ich auch die Spur 0-Hochbahnanlage mit Märklin-Gleis. Der Erbauer berichtete, dass das Hochbahnsystem im Eigenbau entstanden ist, aber durch entsprechende Systeme anderer Hersteller inspiriert war. Die S-Bahnzüge entstanden aus Schrottwagen.





Dann gab es noch Blecheisenbahnen verschiedener Hersteller aus den 20er und 30er Jahren zu entdecken, darunter auch wieder verschiedene Hochbahnsysteme.



Eine sehr interessante und beeindruckende Sammlung widmete sich der Vielfalt kleiner und kleinster Hersteller in der SBZ und der DDR. Viele davon waren mir bis heute völlig unbekannt. Eine Schautafel vermittelt einen Überblick, und dann wurden von vielen dieser Hersteller betriebsbereite
Lokomotiven und
Wagen präsentiert. Zubehör war oft aus Holz und kam von den gleichen Handwerkern aus dem Erzgebirge, die sonst auch den Weihnachtsschmuck herstellten.












Ein weiterer Stand präsentierte Bahnen aus Blech und Bakelit in verschiedenen Spurweiten. Mit dabei waren Zeuke-Spur-0-Modelle.



Eine Spur-1-Anlage mit Hafenthema vereinte Modelle verschiedener Hersteller sowie Teile, die im Eigenbau entstanden waren.




Hier noch einige Spur-0-Impressionen. Dazu habe ich mir leider keine Fakten gemerkt.

Aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs stammten die Spielzeugeisenbahn-Elemente dreier britischer Hersteller. Häuser und Landschaftselemente bestanden aus Holz. Die Firma Hugar steuerte zudem ein Gleissystem bestehend aus Geraden, gebogenen Stücken, Weichen und einem Prellbock bei und fertigte dafür auch einen dreiteiligen elektrischen
Triebwagen, der in wesentlichen Teilen ebenfalls aus Holz und litografiertem Papier bestand.




Außerhalb der eigentlichen Ausstellung stellte sich der cmt noch mit einer Modulanlage in H0e und einer H0-Spielanlage vor.





Mir hat die Ausstellung sehr gefallen. Die Rückbesinnung auf die Anfänge der Modellbahn tat gut, die Modelle waren zwar noch nicht die exakten Umsetzungen von Originalen, aber dem Spielspaß tat dies keinen Abbruch.
Beste Grüße Jörg