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landwirtschaftliche Geräte und Fahrzeuge aller Epochen

Zum Porsche Diesel Junior: Zweitakter, sprang bei Überlastung um und dann stieg der Fahrer im günstigsten Fall über die Motorhaube ab.
 
80 Jahre Zetor und nun kam der große Knall...

Eigentlich wäre 2026 ein Jahr zum Feiern für die tschechische Traktormarke gewesen. Vor 80 Jahren lief der erste Zetor in Brünn vom Band. 2026 wird nun auch der letzte Zetor das Werk in Brünn verlassen. Die Produktion in Europa wird eingestellt.

Künftig werden Zetor - Traktoren in Indien hergestellt. Seit 2020 hat Zetor ein Kooperation mit dem indischen (Klein-)Traktorhersteller VST und baut gemeinsam Traktoren um die 50PS, die auf alten Zetor-Konstruktionen beruhen.

Der Abgesang von Zetor läuft allerdings schon länger. Die Herstellung von eignen Motoren und Getrieben im tschechischen Brünn lief schon 2024 aus. Für die letzte große Neuentwicklung, der Serie 6, griff man auf Motoren von Deutz, einem Triebsatz von ZF und einer Vorderachse von Carraro aus Italien zurück. Optisch ist die Zetor Serie 6 ein ansprechender Traktor in der Klasse von 130 bis 170 PS geworden. Technisch kann ich es nicht beurteilen.

In diesem Jahr stellte man die kleinere Serie 5 vor, diese soll die Proxima-Reihe ersetzen. Die neue Serie 5 ist aber überhaupt kein Zetor, sondern ein Traktor des türkischen Herstellers Hattat. Hattat begann vor 50 Jahren mit der Produktion von Ford Traktoren. Ende der 1990er Jahre baute man Traktoren für John Deere. Anfang der 2000er Jahre wurde für Valtra aus Finnland gefertigt. Seit 20 Jahren verkauft man Traktoren auch unter der eigenen Marke Hattat. Hattat kann jährlich 22.000 Traktoren fertigen. Zetor und VST-Zetor haben zusammen im letzten Jahr ca. 1.500 Traktoren weltweit verkauft.

Die Major-Reihe und die Serie 6 können in Brünn die Produktion nicht mehr halten. 33 Mitarbeiter werden ihren Arbeitsplatz verlieren. Die Zahl ist niedrig. Sie zeigt aber, wie klein die Produktion in Brünn nur noch war. Erhalten bleiben die Entwicklung, der Vertrieb und die Ersatzteilversorgung in Brünn (ca. 100 Arbeitsplätze).

Man sucht auch noch nach einem Partner in China. Wenn da nicht schon der Zug abgefahren ist.

Der Niedergang bei Zetor hat sich auch schon seit Jahren im Vertrieb gezeigt. Der jahrzehntelang tätige Importeur von Zetor für den skandinavischen und finnischen Raum im dänischen Grindsted musste sich mit anderen Marken neu aufstellen, um am Markt zu überleben.

Bei uns sieht es nicht besser aus. Vor 10 Jahren hatte man noch ein zweite Werksniederlassung auf dem DEULA-Gelände in Witzenhausen eröffnet, um die deutschen Händler besser zu unterstützen. Nach nur 2 Jahren gingen dort bereits wieder die Lichter aus. In der Hauptniederlassung in Furth am Wald wurde im letzten Sommer das Licht ausgemacht.

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Schnell, bevor das Gewitter kam :regen:
Marcus_20260712.jpg Danke an meinen Freund Marcus und Agrarflieger Tom :tach:
 
So geht einer nach dem Anderen.

Ich werde bald 70. Da kann man auch mal über das Ende nachdenken …
In Deutschland werden Wolf, Biber, Luchs und Elch übernehmen.

Hoffentlich zahlen die genug Steuern für die Weltherrschaftspläne der aktuellen Regierung 🤣
Meine Urne kommt eines Tages unter diesen Baum.
Aber freut euch nicht zu früh 🤣🤣
Grüße Ralf
 

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So ein Friedwald ist in gewisser Weise ja auch Forstbewirtschaftung.
Und apropos Dünger:
"Fährt der Bauer raus zum Jauchen, wird er danach ein Deo brauchen!"
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Interessante Technik zur bodennahen Ausbringung. Bisher nur hier gesehen.
:tach:
 
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Hier übernehmen ganz bestimmt nicht Wolf, Biber, Luchs und Elch, dazu ist der Druck auf angenehm bewohnbares Land weltweit viel zu hoch. Schon vergessen, die Bevölkerung in D ist höher als je zuvor.
 
Moin,

letzten Sonntag war das traditionelle Oldtimertreffen in Cammer. Da habe ich diesen Zetor ablichten können.
 

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Landesgartenschau Thüringen in Leinefelde.

Wofür war das Gerät im letzten Bild?
Danke


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Kleiner Veranstaltungstipp für Leute, die am WE noch nichts vor haben und etwas Besonderes sehen wollen:

Im Agroneum Alt-Schwerin (die ODEG hält fast vor der Museumstür) findet am WE das 31. Trecker- und Oldtimertreffen statt.

Man hat den Scania R500 der Spedition Lange nach Gera geschickt, um zwei besondere Famulus - Varianten in den Norden zu holen:

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Der britische Landwirt Georg Pryor hatte Probleme mit herkömmlichen Traktoren in den 1950er Jahren seine Felder zu bestellen. Er kam auf die Idee einen Tandem-Trecker mit zwei Motoren zu bauen. Bei seinem Fordson-Händler Ernest Doe & Sons bestellte er zwei Fordson Major mit 40 PS. Das Ergebnis überzeugte auch dessen Händler, so dass dieser die Tandem-Traktoren fortan in Kleinserie fertigte.

Davon inspiriert setzte man sich auch in der DDR mit dem Thema auseinander. So entstand die "Sozialistische Arbeitsgemeinschaft Tandem-Traktor". Sie bestand aus dem Institut für Landtechnik in Leipzig, dem Traktorenwerk Nordhausen und der MTS Sangerhausen. Nach Nordhäuser Konstruktionen wurden ca. 10 Tandem-Trecker in Sangerhausen gebaut.

U.a. wurden sie in Oldisleben getestet. Dort sah ein späterer Kfz-Meister in jungen Jahren solch einen Traktor bei der Arbeit. Keiner dieser Versuchs-Traktoren hat überlebt. So begann der gute Herr mit dem Nachbau eines Famulus RTA 550/80 im Jahr 2010. 2016 war der Traktor fertig.

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Auch der folgende Famulus 60 ist ein Nachbau. Mit dem Vorbild wollten die Traktorenbauer in Nordhausen die Fertigung in ihrem Werk (vorläufig) erhalten. Die Produktion des ZT 300 in Schönebeck war beschlossene Sache. Der Famulus 60 mit Allradantrieb sollte sich unterhalb des ZT 300 positionieren. Es war ein Schnellschuss, der mehr oder weniger inoffiziell entwickelt wurde. Bei den Nullserien-Fahrzeugen zeigten sich zahlreiche Mängel. Zu einer Abstellung der Mängel kam es nicht mehr. Stattdessen gab es einen Schauprozess gegen die Verantwortlichen im Kulturhaus des Traktorenwerkes. U.a. wurden Ressourcen-Verschwendung vorgeworfen. So waren z.B. schon Prospekte gedruckt. Am Ende mussten alle Verantwortlichen ihrem Posten räumen und ein volles Monatsgehalt als Strafe zahlen.

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Demnächst gehts hier weiter, da in Alt Schwerin nach viele andere interessante Fahrzeuge zu sehen gibt.
 
Und noch ein paar Trecker aus Alt Schwerin:

Zwei 11er Deutz - in knapp 2 Monaten ist der F1M414 auch in der Spur der MiTTe dank @Auhagen erhältlich:

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Alteisen-Runde - Lanz Bulldog und Deutz:

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In Nordhausen hergestellt - der NORMAG NG10 mit 22PS Deutz-Diesel:

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Und noch ein paar Trecker aus Nordhausen:

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Pio mit Schäferwagen - der Schäferwagen war mal ein STA- oder TSA-Anhänger aus Görlitzer Produktion

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Eine besondere Form des RS09 ist der RS26 zur Pflege von Maisbeständen. Die Bodenfreiheit erhöhte Bodenfreiheit beträgt 800mm:

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Mit reichlich Anbauteilen ausgestattet - u.a. Vielfachgerät, Hublader und Schneidwerk:

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Gestern auf dem Dorffest in Obertorfstedt (Greußen/Thüringen):

Ich habe die Bilder nicht selbst gemacht, darf sie zwar zeigen, kann aber nichts dazu sagen.
 

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Und noch ein kleiner bunter Trecker-Mix:

Kramer Verdampfer - heute baut man keine Traktoren mehr, aber die Hof-, Rad- und Teleskop-Lader von Kramer sowie der Schwestermarke Weidemann sind aus der Landwirtschaft nicht wegzudenken:

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Der "Knubbel-Deutz" ist der Nachfolger des 11er Deutz. Er hatte eine sagenhafte Leistungssteigerung von 4 PS. Die größere Umstellung war allerdings die Kühlung von wasser- auf luftgekühlt.

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Zwei grüne Trecker mit roten Felgen - Fendt und Deutz

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Fahr D22 mit wassergekühlten 22 PS Güldner-Motor. Die Traktoren-Hersteller Fahr und Güldner begannen in den 1950er Jahren zu kooperieren. U.a. weil der Markt langsam gesättigt war und so Entwicklungskosten gespart werden konnten. Bereits 1962 endete die Kooperation nachdem KHD (Deutz) bei Fahr eingestiegen war. Deutz-Fahr ist heute Teil von SDF (SAME, Deutz-Fahr, Lamborghini und Hürlimann). Güldner als Teil der Linde AG zog sich 1969 aus der Landtechnik zurück. Stattdessen konzentrierte man sich auf Flurförderfahrzeuge unter der Marke Linde:

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Mit der D-Serie begann in den 1960er Jahren der Siegeszug von International Harvester Company in Deutschland. Die D-Serie wurde in Neuss gefertigt. Die hohe Zuverlässigkeit sorgte dafür, dass man mit konsequenter Weiterentwicklung in den 1970er zum Marktführer in Deutschland wurde:

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Und hier ein kleiner Farmer des heutigen Marktführers Fendt. Die Marktführerschaft hat sich Fendt u.a. mit der Einführung des Vario-Getriebes. Bereits in den 1970er Jahren experimentierte man mit einem stufenlosen Antrieben. Anfang der 1980er Jahre hatte man das erste Vario-Getriebe fertig. Bis zum Markteinführung dauerte es aber noch einige Jahre. 1995 stellte man auf der Agritechnica den ersten Favorit mit Vario-Getriebe vor.

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Auch MAN baute mal Trecker und war Pionier beim Allradantrieb im Traktorenbau. 1962 übergab man die Traktorfertigung der Mannesmann AG. Diese wollte sie mit der Porsche vereinen. 1963 zog man sich aber komplett zurück und stellte die Produktion von MAN- und Porsche-Treckern komplett ein. Das Ersatzteilgeschäft und das Händlernetz übernahm Renault, die auf den deutschen Markt wollten. Erfolgreich war das nicht. Der Erfolg kam erst 2003 als Claas die Landtechniksparte von Renault übernahm und mit einem Paukenschlag den ersten saatengrünen Traktor aus Le Mans auf der Agritechnica präsentierte. Und MAN liefert heute Motoren an Fendt für die hochmotorisierten Varianten.

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Heute ist eine Massey-Ferguson eine Schwestermarke von Fendt - dieser kleine MF 35 (Bj.: 1965) aus Schweden ist Stammbesucher des Traktor- und Oldtimer-Treffens in Alt Schwerin. Anreise natürlich auf eigener Achse, wie auch sonst...

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Die Österreicher können auch schöne Trecker bauen - Steyr 190:

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Hier braucht man Kletterkünste - Ford 8000 aus den USA:

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Beim Zusammengang der Traktorsparten von Fiat und Ford entstand New Holland. Heute gehören zu CNH - Family auf die Marken Case IH und Steyr. Zwei moderne New Holland (T4 und T6) mit Mulchern zur Landschaftspflege:

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Und zum Abschluss ein "Renn-Trecker" von Porsche mit Gulf-Lackierung - kann man machen, muss man aber nicht:

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Auch ja, die Feldbahngleise neben dem Porsche wurde leider nur durch einen Zweiwege-Holder befahren. Leider reicht das Geld nur für 1 Großprojekt im Museum. Als Ersatz für die Traglufthalle wird seit Mai an einem neuen Schaudepot gebaut.
 
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