Und noch ein kleiner bunter Trecker-Mix:
Kramer Verdampfer - heute baut man keine Traktoren mehr, aber die Hof-, Rad- und Teleskop-Lader von Kramer sowie der Schwestermarke Weidemann sind aus der Landwirtschaft nicht wegzudenken:
Der "Knubbel-Deutz" ist der Nachfolger des 11er Deutz. Er hatte eine sagenhafte Leistungssteigerung von 4 PS. Die größere Umstellung war allerdings die Kühlung von wasser- auf luftgekühlt.
Zwei grüne Trecker mit roten Felgen - Fendt und Deutz
Fahr D22 mit wassergekühlten 22 PS Güldner-Motor. Die Traktoren-Hersteller Fahr und Güldner begannen in den 1950er Jahren zu kooperieren. U.a. weil der Markt langsam gesättigt war und so Entwicklungskosten gespart werden konnten. Bereits 1962 endete die Kooperation nachdem KHD (Deutz) bei Fahr eingestiegen war. Deutz-Fahr ist heute Teil von SDF (SAME, Deutz-Fahr, Lamborghini und Hürlimann). Güldner als Teil der Linde AG zog sich 1969 aus der Landtechnik zurück. Stattdessen konzentrierte man sich auf Flurförderfahrzeuge unter der Marke Linde:
Mit der D-Serie begann in den 1960er Jahren der Siegeszug von International Harvester Company in Deutschland. Die D-Serie wurde in Neuss gefertigt. Die hohe Zuverlässigkeit sorgte dafür, dass man mit konsequenter Weiterentwicklung in den 1970er zum Marktführer in Deutschland wurde:
Und hier ein kleiner Farmer des heutigen Marktführers Fendt. Die Marktführerschaft hat sich Fendt u.a. mit der Einführung des Vario-Getriebes. Bereits in den 1970er Jahren experimentierte man mit einem stufenlosen Antrieben. Anfang der 1980er Jahre hatte man das erste Vario-Getriebe fertig. Bis zum Markteinführung dauerte es aber noch einige Jahre. 1995 stellte man auf der Agritechnica den ersten Favorit mit Vario-Getriebe vor.
Auch MAN baute mal Trecker und war Pionier beim Allradantrieb im Traktorenbau. 1962 übergab man die Traktorfertigung der Mannesmann AG. Diese wollte sie mit der Porsche vereinen. 1963 zog man sich aber komplett zurück und stellte die Produktion von MAN- und Porsche-Treckern komplett ein. Das Ersatzteilgeschäft und das Händlernetz übernahm Renault, die auf den deutschen Markt wollten. Erfolgreich war das nicht. Der Erfolg kam erst 2003 als Claas die Landtechniksparte von Renault übernahm und mit einem Paukenschlag den ersten saatengrünen Traktor aus Le Mans auf der Agritechnica präsentierte. Und MAN liefert heute Motoren an Fendt für die hochmotorisierten Varianten.
Heute ist eine Massey-Ferguson eine Schwestermarke von Fendt - dieser kleine MF 35 (Bj.: 1965) aus Schweden ist Stammbesucher des Traktor- und Oldtimer-Treffens in Alt Schwerin. Anreise natürlich auf eigener Achse, wie auch sonst...
Die Österreicher können auch schöne Trecker bauen - Steyr 190:
Hier braucht man Kletterkünste - Ford 8000 aus den USA:
Beim Zusammengang der Traktorsparten von Fiat und Ford entstand New Holland. Heute gehören zu CNH - Family auf die Marken Case IH und Steyr. Zwei moderne New Holland (T4 und T6) mit Mulchern zur Landschaftspflege:
Und zum Abschluss ein "Renn-Trecker" von Porsche mit Gulf-Lackierung - kann man machen, muss man aber nicht:
Auch ja, die Feldbahngleise neben dem Porsche wurde leider nur durch einen Zweiwege-Holder befahren. Leider reicht das Geld nur für 1 Großprojekt im Museum. Als Ersatz für die Traglufthalle wird seit Mai an einem neuen Schaudepot gebaut.